Samstag, 25.04.: Guten Abend zusammen… der heutige Blogeintrag beginnt mit einem kleinen Nachschlag des gestrigen Tages… Wie bereits angekündigt bin ich nach dem Hochladen des Blogs nochmal “kurz” ins Zimmer 802 reingeschneit, wo das regional ansässige Bier “Bintang” bereits in guten Mengen geflossen war. Auch Gede war mit von der Partie und machte einen leicht beschwipsten Eindruck… Am späteren Abend ging man dann noch zu Whiskey über… Lustig wars allemal
Heute Morgen ging es dann nach dem Frühstück planmässig um acht Uhr mit dem Bus los. Ganz interessante Zertifizierung der Busfahrer, wie ich finde: Wenn man als Bus- oder Taxifahrer in Indonesien den Äquator überqueren will braucht man dafür eine spezielle Qualifikation. Warum und wieso? Keine Ahnung…
Bei einem kurzen Stopp am Minimarkt in Berastagi konnten wir uns noch mit mehr oder weniger Proviant für die Fahrt eindecken. Bis nach Indonesien musste ich also kommen um die leckeren Karamell-Milch Bonbons “Alpenliebe” kennenzulernen
Im Bus informierte uns unser ständig lächelnde und gut gelaunte Guide über den Ablauf des aktuellen Tages… dazu hatte er auch genug Zeit, denn ein ordentlicher Stau bremste unser Vorhaben um 16 Uhr in Samosir zu sein erheblich…
Das Wetter spielte heute auch gut mit. Überhaupt muss man sagen, dass es in den letzten Tagen sehr angenehm ist. Dadurch, dass es meist ein paar Wolken am Himmel sind und die Sonne nicht durchgängig brennt, hält man es draussen gut aus, ohne gleich durchgeschwitzt zu sein. Morgens oder später am Abend ist es ab und zu sogar notwendig eine Jacke überzuziehen…
Nach etwa 90 Minuten Fahrt kamen wir dann an unserem ersten “Point of View” an. Wir hatten einen ersten Ausblick auf den “Lake Toba”, den grössten Vulkankratersee der Welt. Mit etwa 90km Länge und (an der breitesten Stelle) 30km Breite ist er schon ordentlich. Auf der anderen Seite konnte man den “Sipisopiso” bewundern, seines Zeichens höchster Wasserfall Indonesiens (über 130m hoch). Loraine, Laura und ich gingen die unzähligen Treppen bis zum Pool hinunter… Natürlich waren auch wieder ein paar Einheimische anwesend
In diesem stattlichen Haus (siehe unten) hat bis vor 70 Jahren der König von Patak gelebt. Da es in Indonesien vollkommen legal und gar nicht unüblich ist mehrere Ehefrauen gleichzeitig zu haben nahm sich der König die Freiheit genau 24 Ehefrauen zu haben, die alle gemeinsam mit ihm in dem Haus wohnten…
Schon im Bus bereitete uns Gede auf das Restaurant vor in dem wir unser Mittagessen einnehmen sollten. “Guys, this restaurant has a very, very slow service!” Dies sagte er mehrfach. Im Lokal selber riet er uns dann auch noch dazu etwas einfaches zu bestellen, da es sonst ewig dauern würde… also gab es 5 mal “fried rice” und 12 mal “fried noodles”. Hat zwar schon n bissl gedauert, ging aber noch
Geschmacklich wars übrigens auch sehr lecker… überhaupt hatten wir bisher eigentlich noch keine Mahlzeit, die so gar nicht ging. Das Essen ist immer frisch, lecker und nicht zu schwer. Obst und Gemüse sind sehr geschmacksintensiv und ebenfalls immer frisch… in der Kombination mit den Preisen ist das wirklich top!
Nach etwa weiteren 90 Minuten Fahrt mit dem Bus kamen wir am Ufer des “Lake Toba” an, von wo aus wir mit der Fähre zur Insel Samosir, unserem heutigen Tagesziel, gebracht werden sollten… Ich sagte unserem Busfahrer Bescheid, dass ich nochmal schnell auf die Toilette müsse und düste ab. Als ich wiederkam, waren weder Bus, noch Fähre, noch sonst irgendjemand da…die Fähre samt Insassen und Gepäck ist einfach mal ohne mich losgefahren… zum Glück für mich wurde das recht fix bemerkt, so dass das Boot umdrehte und mich noch aufsammelte
Die Fahrt zur Insel dauerte etwa 45 Minuten. Danach konnten wir auch zügig im Hotel einchecken. Es ist bis jetzt das schönste Hotel der Tour… wie findet ihr den Ausblick von meinem Balkon?
Da wir bis zum Abendessen noch drei Stunden Zeit hatten wollte ich noch zu einer kleinen Inselerkundungstour starten. Auf dem Gang traf ich aber Laura, die voller Begeisterung sagte: “Some of the group wanna go jetskiing. Half an hour ist only 150000 rupies. You wanna join us?” Gesagt, getan. 20 Minuten später saß ich zum ersten Mal in meinem Leben auf so nem Ding…
Ich muss sagen: Selten so n Spass gehabt, und das für umgerechnet 13 Euro. Muss ich auf jeden Fall mal wieder machen! Dazu ist der See auch wirklich super geeignet…
Unser Dinner nahmen wir heute Im “Elios Restaurant” direkt neben dem Hotel ein. Neben einem leckeren Buffet mit allem, was die indonesische Küche zu bieten hat und sehr leckeren Minibananen zum Dessert gab es im Anschluss noch ein kleines (und für meinen Geschmack zu langes) Live-Konzert des Wirtes und seiner Frau… War ganz nett, aber drei anstatt zehn Liedern hätten auch gereicht
Morgen haben wir den ganzen Tag zur freien Verfügung. Nachdem ich wohl n Stündchen länger schlafen werde, schau ich mich dann mal um was die Insel so zu bieten hat… ich bin gespannt.
Zum Abschluss gibt es heute mal ein paar Brocken indonesisch (für die, die es interessiert):
Guten Tag = Selamat Siang
Dankeschön = Terima Kasih
Hühnchen = Ayam
Entschuldigung = Maaf
Auf Wiedersehen = Selamat Tinggal
Alsooooo, dann wünsche ich mal einen “selamat malam” (schönen Abend) und bis morgen dann (sofern das wackelige WLAN-Netz nicht abschmiert).
Selamat Tinggal