Tag 3: Weiterreise nach Grönland

Sonntag, 31.08.: Heute Morgen war es in Reykjavik etwas wechselhaft, so dass wir bei unserem Lauf am Wasser leider ein bisschen abgeduscht wurden, zumindest kurzzeitig.

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Nach dem Ausschecken ging es dann recht fix zum Flughafen, wo wir dann Stephy trafen, die ja mit uns die Grönlandreise antreten wird.

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Das Grönland (glücklicherweise) noch kein Massentourismusziel ist, sahen wir an der “Größe” des Flugzeuges, das uns am Nachmittag nach Narsarsuaq brachte. Dabei waren die 76 möglich Plätze nicht ansatzweise komplett belegt.

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Etwa drei Stunden später hatten wir bei klarem Wetter (aber leider dreckigen Flugzeugscheiben) die ersten tollen Aussichten auf die größte Insel der Welt.

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Nach der Landung ging dann alles recht flott. Unser Reiseleiter Gabriel holte uns direkt am Flughafen ab. Weiter ging es mit dem Bus zum Hafen, dann mit dem Schlauchboot auf die andere Seite des Fjordes…

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…wo unser sich unser Hostel für die heutige Nacht befindet… wirklich malerisch am Fjord gelegen. Das Komfortlevel ist allerdings ziemlich niedrig, aber o.k. das war uns schon vorher klar.

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Nach dem Abendessen mussten wir dann noch schnell für die nächsten Tage packen… alles ein bisschen hektisch heute, deshalb fasse ich mich auch mit dem Blog ein bisschen kürzer… Morgen dann mehr zu unserer Reise, den Mitreisenden, und natürlich zu Grönland allgemein. Landschaftlich wird das sicherlich ein absolutes Highlight.

Gute Nacht und erste Grüße aus Grönland Smile

Tag 2: Der Vulkan “Fagradalsfjall”

Freitag, 29.08.: Für den heutigen Tag hatten wir eine Vulkanwanderung (teilweise) auf der Lava des Vulkans “Fagradalsfjall” gebucht. Dass es in Island viele (sehr) aktive Vulkane gibt, erfuhren viele Europäer spätestens 2010, als der Rauch des “Eyjafjallajökull” den Flugverkehr fast aller europäischer Flughäfen für viele Tage fast gänzlich lahmlegte. Über 100.000 Flugverbindungen mussten damals gestrichen werden. Diese häufigen vulkanischen Aktivitäten erklären sich durch den Verlauf der beiden tektonischen Platten (siehe Bild unten), deren “Grenze” mitten durch Island hindurch führt. Da sich die Platten voneinander entfernen sind zumindest die selten vorkommenden Erdbeben nicht so stark wie in anderen Regionen der Erde. Mehr als 6,5 auf der Richterskala werden so gut wie nie erreicht.

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Da der Fagradalsfjall etwa 25km südlich von Reykjavik liegt, hatten wir noch eine Anfahrt von etwa 45 Minuten mit dem Bus hinter uns zu bringen. Bereits viele Kilometer vor dem Vulkangebiet passierten wir zahlreiche Lavafelder.

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Zunächst stoppten wir kurz in der kleinen Stadt “Grindavik”. Einst lebten hier bis zu 3.000 Menschen. Vor dem letzten großen Ausbruch des Fagradalsfjall im Jahr 2021 musste die Stadt allerdings komplett evakuiert werden. Einige große, im Stadtkern aufgestellte Bilder erinnern noch an die zerstörerische Wirkung dieser Naturkatastrophe.

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Heute gleicht Grindavik einer Geisterstadt. Fast niemand ist nach dem Ausbruch zurückgekehrt. Aufgrund einiger Magmaströme direkt unter der Stadt ist die Angst vor einem neuen Ausbruch einfach zu groß. Auch heute noch kann man die schwarze Lavazunge, die große Teile Grindaviks zerstörte, besichtigen.

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Ein paar Kilometer weiter starteten wir dann unsere Wanderung. Unser einheimischer Guide “Gudni” war sehr kompetent, mitteilungsfreudig und hatte stets einen lustigen Spruch auf Lager.

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Bereits nach einem kurzen Aufstieg konnte man das riesige Lavafeld sehen. Zwischen dem 19.03. und dem 18.09.2021 (also 5 Monate lang!!!) spuckte der Fagradalsfjall Unmengen an Lava. Weitere Ausbrüche wurden im August 2022 sowie im Juli 2023 verbucht. Der Vulkan ist also wirklich noch sehr aktiv.

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Ein bisschen später konnte man dann das Lavafeld betreten.

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Aus vielen Stellen des Feldes entwich Rauch. Teilweise waren die Spalten im Boden über 400 Grad heiß, so dass Papier nach wenigen Sekunden anfing zu brennen. Unser Guide Gudni hatte ein kleines Picknick mitgebracht und erhitze die Würstchen für unsere Hotdogs mit der Hitze der Lavaspalten.

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Der Krater des 365m hohen Vulkanes war etwa 70m tief. Auch hier waren einige Stellen aufgrund zu hoher Temperaturen nicht begehbar.

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Es war wirklich eine sehr interessante und spannende Wanderung. Gudni zeigte uns zwischendurch noch einige Videos vom Ausbruch damals, den er live mitverfolgte. Ein wahnsinniges Naturschauspiel!

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Auf dem Rückweg nach Reykjavik stoppten wir noch kurz an ein paar heißen Quellen. Diese haben in Island in der Regel eine Temperatur von über 60 Grad und riechen sehr unangenehm nach Schwefel…

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Zurück in der Hauptstadt Islands nahmen wir in der Stadt noch schnell unser Abendessen ein. Zwei Burger mit Pommes, ein paar Hähnchenteile, dazu zwei Softdrinks = 59€! Und damit ist man sogar noch recht preisgünstig unterwegs. Dafür verdienen die Isländer aber auch durchschnittlich deutlich mehr als wir Deutschen, so dass sie sich die regelmäßigen Restaurantbesuche auch gut leisten können.

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Gegen 20 Uhr waren wir dann wieder zurück im Hotel. Am Nachmittag hatte es ein wenig angefangen zu regnen, aber wir sind ja zum Glück ganz gut ausgestattet, so dass uns das nichts ausmachte.

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Morgen Nachmittag geht es dann weiter Richtung Grönland. Dann ist auch erst einmal das “luxuriöse” Hotelleben für uns vorbei Winking smile

Gute Nacht und bis morgen dann Smile

Tag 1: Die Anreise nach Reykjavik

Donnerstag, 28.08.: Gegen Mittag ging es also heute los Richtung Island, denn das erste (und in gut zwei Wochen auch das letzte) Ziel der Reise ist die Hauptstadt Reykjavik. Beim Buchen der Grönlandtour wurde uns nahegelegt, doch sowohl nach vorne, als auch im Anschluss an die Reise ein bisschen Zeitpuffer einzubauen, da es hier und da witterungsbedingte Unregelmäßigkeiten an den Flughäfen in Grönland geben könne, und somit Flugverschiebungen möglich wären. Also sind wir sicherheitshalber zwei Tage früher angereist, und bleiben nach der Grönlandreise noch einen Tag länger hier.

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Da wir erst am späten Nachmittag unser Hotel in Reykjavik erreicht hatten, reichte es heute immerhin noch für einen ausgedehnten Spaziergang (inkl. Abendessen) durch die Stadt. Aufmerksame Leser meines Blogs werden wissen, dass ich bereits vor 9 Jahren die isländische Hauptstadt besucht habe. Daher werde ich jetzt nicht noch einmal alles Details zur Stadt hier aufführen. Schaut also gerne mal in den Island-Blog von 2016.

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Für den Rückweg zum Hotel suchten wir uns dann die schöne Strandpromenade aus.

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Für morgen haben wir eine ganztägige Wanderung gebucht. Ich bin mir sicher, das wird das erste Highlight unserer Reise.

Das wars von heute in aller Kürze. Wir sind aktuell übrigens zwei Stunden hinter der MEZ zurück.

Erste Grüße aus Island und bis morgen Smile

Grönland, die Übersicht

Sonntag, 24.08.: Hallo mal wieder an alle Leser meines kleinen Urlaubsblogs. Wie die Überschrift schon vermuten lässt, führt mich bzw. uns (Sindy und mich) die nächste Reise auf die größte Insel der Welt, nach Grönland. In den nächsten zweieinhalb Wochen erhoffen wir uns tolle Wanderungen, unglaublich schöne Natur und hoffentlich auch ein paar nächtliche Polarlichter. Da der Großteil der Insel permanent mit Eis und Schnee bedeckt ist, werden wir uns ganz am Südzipfel Grönlands aufhalten, und uns hier ein wenig umsehen. Unsere Fortbewegungsmittel werden dabei hauptsächlich unsere Beine oder auch mal ein Zodiac (Schlauchboot) sein. Gespannt sind wir auch schon auf die Übernachtungen im Zelt mitten in der Natur sowie in den kleinen Dörfern im Landesinneren.

Ich hoffe, ich finde noch irgendwie eine Lösung um den Blog regelmäßig hochladen zu können, denn so wirklich viel WLAN erwarte ich in Grönland nicht. So oder so werde ich natürlich regelmäßig über die Vorkommnisse des Tages etwas schreiben, auch wenn ich diese erst ein paar Tage später hochladen kann. Mit dabei wird übrigens auch unsere Freundin Stephy aus München sein (vielleicht kennt Ihr sie noch von unseren Südafrika- oder Madagaskarreisen). Los geht`s am Donnerstag Richtung Reykjavik, und dann zwei Tage später weiter nach Grönland. Wir sind voller Vorfreude, und hoffen auf eine tolle Zeit.

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Und nun noch (wie immer) die Reiseroute und das Tag-für-Tag-Programm.

170Y31001 Das Beste von Grönland Karte

1. Tag: Flug Reykjavik Keflavik – Narsarsuaq / Qaleraliq Gletscher-Camp

Individuelle Anreise nach Reykjavik Keflavik.

Unsere Aktivreise startet am späten Nachmittag mit dem Flug von Keflavik nach Narsarsuaq in Südgrönland.
Voraussichtliche Abflugzeit: 17:30 Uhr (Änderungen vorbehalten)
Wir empfehlen eine Vorübernachtung in Reykjavik. Gerne unterstützen wir Sie bei der Planung.

Nach Ihrer Ankunft am kleinen Flughafen von Narsarsuaq werden Sie von unserem lokalen Guide empfangen. Es erfolgt ein Vorbereitungsgespräch und Sie packen zusammen mit Ihrem Guide Ihr Gepäck in wasserdichte Packsäcke um (90 Liter). Nicht benötigtes Gepäck wird in Narsarsuaq aufbewahrt.
Unser Abenteuer beginnt mit der Bootfahrt in Richtung Qaleraliq Camp. Dabei durchqueren wir den Tunulliarfik Fjord mit seinen zahlreichen Eisbergen, durch diese hindurch wir geschickt navigieren. Wir erreichen unser in spektakulärer Lage befindliches Zeltlager. Die gemütlichen und charmanten Kuppelzelte sind direkt an einem feinen Sandstrand errichtet, von wo aus sich eine fantastische Aussicht auf drei Gletscherfronten des Qaleraliq Gletschers bietet. Übernachtung mit donnernder Schlafmusik des kalbenden Gletschers. Ein wirklich einzigartiges Erlebnis!
Das Camp am Qaleraliq-Gletscher ist der Ort, an dem Sie die unberührte grönländische Wildnis atmen und fühlen können. Dieser Ort liegt in völliger Abgeschiedenheit, daher ist der Standard einfach, aber gelegen an einem der spektakulärsten und schönsten Orte Südgrönlands. Es gibt Gemeinschaftszelte für die Einnahme der Mahlzeiten, die mit Tischen, Stühlen, Gasherd und Küchenutensilien ausgestattet sind. Die Unterbringung erfolgt in festinstallierten Dome-Zelten (Schlafsäcke notwendig). Gemeinsame Eimer-Toiletten befinden sich außerhalb der Zelte. Da das Lager in der wilden Natur liegt, gibt es keine Elektrizität. Bitte bringen Sie daher vollständig geladene Akkus sowie Ersatzakkus oder Batterien für Ihre Kamera oder sonstige elektrischen Geräte mit.

Unterkunft: Qaleraliq Gletscher Camp

2. Tag: Wanderung zum Tasersuatsiaq See & Blick auf das grönländische Inlandeis

Eine Wanderung führt uns zum großen See Tasersuatsiaq, wo Sie ein herrlicher Panoramablick auf das Inlandeis erwartet. Zu Fuß durchqueren wir ein einzigartiges wüstenähnliches Sandtal, welches dann in eine völlig andere Landschaft mit dichtbewachsener grüner Tundra übergeht. Nachdem wir den See passiert haben, geht es bergauf: der 400 Meter hohe Aussichtsberg eröffnet Ihnen einen majestätischen Blick auf den See Tasersuatsiaq, einen der größten Südgrönlands. Weiterhin wartet ein ganz besonderer Ausblick auf Sie: das unendliche Inlandeis! Der Anblick dieses gewaltigen Inlandgletschers ist sagenhaft. Nunataks tauchen wie Felsinseln aus dem Eis auf und von hier aus ließe sich die Nordküste Grönlands und der Arktischen Ozean erreichen. Auf dem Rückweg können wir vielleicht Pilze und Blaubeeren sammeln und nach Karibus Ausschau halten, die in der Gegend sehr zahlreich sind.

Gehzeit: ca. 5 Std.
Wanderstrecke: ca. 15 km

Unterkunft: Qaleraliq Gletscher Camp

3. Tag: Gletscherfronten & Exkursion zum Packeis (Inlandeis)

Wir fahren mit einem speziellen Schlauchboot entlang der Gletscherfronten und bewundern die Schönheit der vertikalen Eiswände und die zahlreichen Eisberge. Die mehr als 10 Kilometer lange, direkt ins Meer stürzende Gletscherfront bietet einen gewaltigen Anblick. Einst eine einzige Gletscherfront, hat sich diese aufgrund des dramatischen Fortgangs des Klimawandels nunmehr in drei Gletscherfronten aufgeteilt. Von einer der Flanken des Gletschers aus starten wir unsere Eis-Exkursion. Eine beeindruckende Wanderung mit Steigeisen (werden zur Verfügung gestellt) auf einem der ältesten Eismassen des Planeten. Die Wanderung ist für jeden Teilnehmenden mit normaler Kondition geeignet. Wir werden die Gletscherspalten, Höhlen, Séracs und andere Eisformationen erforschen, die dem Gletscher seinen überwältigenden Anblick eines faszinierenden Labyrinths verleihen.
Ein fachkundiger Bergführer wird dafür sorgen, dass Sie mit der entsprechenden Ausrüstung ausgestattet sind und für die Sicherheit der Gruppe während der Wanderung in der Gletscherwelt sorgen. Der Gletscherspezialist teilt mit Ihnen sein Wissen über die Besonderheiten der Gletscher in Südgrönland. Eine einzigartige Erfahrung, aufregend und außergewöhnlich, die sowohl Neulinge als auch bereits Gletscher-Gewöhnte in Begeisterung versetzt. Diese beeindruckende Erfahrung gehört zu den besten Ausflügen in ganz Grönland.

Gehzeit: ca. 3-4 Std.
Wanderstrecke: ca. 3 km

Unterkunft: Qaleraliq Gletscher Camp

4. Tag: Narsaq

Boottransfer nach Narsaq, der drittgrößten Stadt Südgrönlands mit ca. 1500 Einwohnern. Da es in dieser Gegend Wale gibt, werden wir während wir mit dem Boot unterwegs sind, Ausschau nach diesen mächtigen Meeressäugern halten. Nutzen Sie die Freizeit am Abend, um die Stadt mit ihrem Museum, den kleinen Geschäften und der Kirche zu erkunden und zum Abendessen in einem der Restaurants einzunehmen.

Unterkunft: Hostel

5. Tag: Saarloq – Insel Uunartoq & Thermalbäder

Am Morgen starten wir per Boot durch die äußeren Schären in Richtung Saarloq. In diesem kleinen, sehr abgeschiedenen und absolut malerischen Dorf legen wir einen kurzen Zwischenstopp ein, um uns in der Gegend umzusehen.
Weiter geht die Bootsfahrt durch ein komplexes Fjordsystem, welches an Schottland erinnert, allerdings mit dem großen Unterschied, dass dieses voller Eisberge ist. Vorbei am Dörfchen Alluitsup Paa, der Hauptstadt der Wale, fahren wir zur Insel Uunartoq. Bei der Bootstour durch die Fjorde gibt es wieder gute Chancen Wale zu sichten. Der freie Nachmittag in Uunartoq bietet die Möglichkeit zu einem entspannenden Bad in den warmen Quellen (die einzig zugänglichen in Grönland), währenddessen man im 500 Meter nahen Fjord die Eisberge beobachten kann. Diese kristallklaren, 38 Grad warmen Quellen von Uunartoq, die vor 1000 Jahren von den Nordmännern entdeckt wurden, sind der einzige Ort in Grönland, an dem das Quellwasser warm genug ist, um darin ein Bad zu nehmen.
Wir übernachten in Zelten auf der Insel Uunartoq.

Unterkunft: Camping

6. Tag: Tasiusaq & Kuusuaq

Bootstransfer zum Tasermiut Fjord, einem abgelegenen, atemberaubenden Ort an der Südspitze Grönlands, wo außer ein paar Bergsteigern nicht viele Reisende vorbeikommen. Wir erreichen das malerische Dorf Tasiusaq, das von einer beeindruckenden Berglandschaft umrahmt ist. Der Ort ist zugleich tragisches Zeugnis dafür, wie hart das Leben hier vor Jahrzehnten war. Vor über 140 Jahren verhungerten alle Bewohner dieses Dorfes. Erst in den 1930er Jahren wurde das Dorf neu besiedelt. Spektakuläre Landschaften, umgeben von Bergen erwarten Sie hier. Nach der der Besichtigung des Dorfes geht es im Boot weiter zum Kuusuaq River Camp. Mit Blick auf die wunderschöne Landschaft um uns herum, werden wir hier in einer wahrhaft alpinen Umgebung wandern. Übernachtung in Zelten im Kuusuak River Camp.

Gehzeit: ca. 4-5 Std.
Wanderstrecke: ca. 13 km

Unterkunft: Camping

7. Tag: Tasermiut Fjord

Fahrt mit dem Zodiak-Boot zum Tasermiut-Gletscher, entlang des wunderschönen und abgelegenen gleichnamigen Fjordes, der für seine Berge und herausfordernden Felswände berühmt ist, von denen einige zu den besten „Big Walls“ in der Welt des Kletterns gehören. Der Fjord gilt als eines der zehn Wunder der Arktis. Unterwegs bestaunen wir die drei beeindruckenden Gipfel Ketil, Ulamertorssuaq und Tinitertuup, bevor wir den Rand des Gletschers erreichen. Dabei handelt es sich um einen Gletscher, der vom Plateau bis zum Fjord auf einer Länge von knapp drei Kilometern über 1.400 Höhenmeter abfällt und den Gletscher in einen spektakulären, mächtigen Eiswasserfall verwandelt.
Übernachtung im Camp am Fuße des massiven Ulamertorsuaq, eine der steilsten und größten Granitwände der Welt, höher als der „Capitán“ im Yosemite Nationalpark. Hier campieren Kletterer aus aller Welt, um die großen Wände dieser Gegend zu erklimmen.

Unterkunft: Camping

8. Tag: Nalumasortoq

Mittelschwere Wanderung zu dem beeindruckenden Granitmassiv Nalumasortoq, dessen glatte Zwillingswände ihn zu einem der bevorzugten Kletterwände Südgrönlands machen. Von hier aus können Sie die Südwand des Ketil und die Nordwand des Ulamertorssuaq, sowie zahlreiche namenlose Gipfeln betrachten. Nachmittags bietet sich die Möglichkeit in dieser alpinen Gletscherlandschaft mit ihren fantastischen Ausblicken Miesmuscheln, Pilze und Blaubeeren zu sammeln. Wenn am Abend die letzten Sonnenstrahlen die Westwand des Ulamertorssuaq bescheinen, erleben Sie einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Gehzeit: ca. 6 Std.
Wanderstrecke: ca. 10 km

Unterkunft: Camping

9. Tag: Ulamertosuaq

Unsere heutige Wandertour führt uns bis an den Fuß des Ulamertorssuaq, eine der bekanntesten „Bigwalls“ der Arktis und eine der zehn besten Kletterwände der Welt. Ein Berg von einzigartiger Schönheit! Lassen Sie sich begeistern von dem atemberaubenden Anblick der Felswand und der benachbarten Gletscher. Der 1.843 Meter hohe Gipfel ist beliebt unter Bergsteigern wegen seiner anspruchsvollen Westseite, einer mächtigen senkrechten Klippe.

Gehzeit: ca. 4-5 Std.
Wanderstrecke: ca. 7 km

Unterkunft: Camping

10. Tag: Nanortalik

Bootsfahrt nach Nanortalik, der südlichsten Stadt des Landes und mit nur etwa 2300 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Süden Grönlands. Besuchen Sie das interessante Freilichtmuseum für Inuit Kultur & Traditonen, dem wohl besten Museum Südgrönlands. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Sie können die malerische Stadt erkunden, durch die kleinen Geschäfte schlendern, einen gemütlichen Spaziergang in der Gegend unternehmen oder in ein Restaurant einkehren. Nanortalik – „der Ort der Bären“. Zumindest ist das die Bedeutung des Ortsnamen, jedoch sind die Chancen einem Eisbär zu begegnen eher gering. Sie haben die Möglichkeit an einer Führung durch die Stadt und Umgebung teilzunehmen.

Unterkunft: Hostel

11. Tag: Alluitsup Paa und Qaqortoq

Transfer mit dem Boot nach Alluitsup Paa, einem direkt am offenen Meer gelegenen bildhübschen Fischerdörfchen, das wir bei einem Spaziergang erkunden. Später geht es nach Qaqortoq, Südgrönlands Hauptstadt. 1775 gegründet hat sie mittlerweile rund 3000 Einwohner. Qaqortoq wird als charmanteste und attraktivste Stadt Grönlands beschrieben. Hier unternehmen wir einen kleinen Ausflug durch die Stadt, wo Sie die Schönheit der farbenfrohen Gebäude entdecken werden, die inspirierende Landschaft und einige der 30 verschiedenen Steinskulpturen, die sich über die Stadt verteilen. Am Abend können Sie auf eigene Faust das Museum, die Geschäfte, den traditionellen Kajak-Club, die Kirche und den einzigen Springbrunnen des Landes entdecken, sowie einen Drink mit den Einheimischen genießen.

Unterkunft: Hostel

12. Tag: Igaliku und der Gletscher Qooroq / Qaqortoq – Qassiarsuk

Eine Bootsfahrt führt uns durch den Tunulliarfik Fjord nach Itilleq. Von der Bootsanlegestelle aus machen wir uns auf zu einer leichten Wanderung auf dem „Kongevejen“, dem Königspfad, ins idyllische Igaliku. Diese kleine Inuit-Siedlung ist bekannt als die schönste Siedlung in ganz Grönland. Hier besuchen wir die Ruinen des Erzbischoftums Gardar, der religiösen Hauptstadt der Wikinger, den nordischen Bischofsbauernhof – der größte in ganz Grönland – und die Kulisse des Bauernhofes von Anders Olsen mit seiner einzigartigen Architektur der Igaliku-Steinhäuser. Das Gebiet wurde vor kurzem zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt.
Auf dem Weg nach Qassiarsuk besuchen wir den Qooroq-Fjord, wo einer der aktivsten Gletscher Südgrönlands zu finden ist. Wir navigieren zwischen den Eisbergen hindurch, um in den Fjord zu gelangen. Der atemberaubende Blick auf Tausende von Eisbergen, steile Klippenwände und die mächtige Gletscherabbruchkante gehört zweifellos zu den eindrücklichsten Bildern Grönlands. Wir fahren so weit in den Fjord hinein, wie es die Eisverhältnisse zulassen. Genießen Sie das wunderbare Naturschauspiel und die zauberhafte Stille im Qooroq-Gletscher!
Nach unserer Ankunft in Qassiarsuk können Sie einen Spaziergang durch das 50-Einwohner-Dorf unternehmen. Von der Statue des berühmten nordischen Entdeckers Leif Erikson überblicken Sie die Wikingersiedlung Brattahlid, die heute als Qassiarsuk bekannt ist, sowie den Tunulliarfik Fjord. Leif Eriksson war der erste bekannte Europäer, der noch vor Christoph Kolumbus das kontinentale Nordamerika (ohne Grönland) entdeckte. Leif war der Sohn von Erik dem Roten, dem Gründer von Brattahlid, der ersten nordischen Siedlung in Grönland.

Gehzeit: ca. 3 Std.
Wanderstrecke: ca. 9 km

Unterkunft: Hostel

13. Tag: Tasiusaq – „Bucht der Eisberge“ und Sermilik Fjord

Eine Wanderung zum Bauernhof Tasiusaq steht auf dem heutigen Programm. Auf diesem abgeschiedenen Gehöft am Sermilik-Fjord leben sieben Menschen. Dieser Fjord ist beinahe durchgehend von Eisbergen des nahen Gletschers Eqaloruutsit blockiert. Erkunden Sie die Gegend und genießen Sie beeindruckende Ausblicke auf die Tasiusaq-Bucht mit den zahlreichen Eisbergen.
Es besteht die Möglichkeit eine optionale zweistündige Kajaktour in der „Bucht der Eisberge“ zu unternehmen (gegen Aufpreis). Dies ist einer der sichersten und besten Orte in ganz Grönland, um entlang von Eisbergen zu paddeln.
Nach unserer Rückkehr in Qassiarsuk können Sie die historische Siedlung Brattahlid besuchen, wo sich Erik der Rote niederließ, als er im Jahr 985 die Kolonialisierung Grönlands einleitete. Besichtigen Sie die gut erhaltenen Ruinen, sowie den originalgetreuen Nachbau der Kapelle und des Langhauses. Laut einer Sage war es Erik der Rote, der die Insel als Erster „Grönland“ (grünes Land) nannte. Das Gebiet von Qassiarsuk ist das umfassendste und reichste Beispiel für die Geschichte der nordischen und grönländischen Landwirtschaft und enthält Ruinen großer nordischer Rinderfarmen und ihrer zahlreichen Außenposten, darunter nicht zuletzt Brattahlid. Hier errichtete Otto Frederiksen im Jahr 1924 die erste Schaffarm und gründete damit die heutige Siedlung Qassiarsuk. Die Wikingerruinen Gardar und Brattahlid verkörpern die wichtigsten archäologischen Schätze in Südgrönland, und zählen seit 2017 zum UNESCO-Welterbe.

Unterkunft: Hostel

14. Tag: Tal der Tausend Blumen

Wir setzen mit unserem Zodiacboot nach Narsarsuaq über. Dann wandern wir durch das Blumental (Blomsterdalen) und genießen die fantastische Aussicht auf dieses gletschergeformte Tal mit einer reichen Flora. Wir setzen unsere Wanderung fort, bis wir den Kiattut-Gletscher und die Landschaft um diesen herum erblicken können, wobei wir einen herrlichen Panoramablick auf das Inlandeis und seine Nunataks haben. Am Abend erwartet Sie ein Abschiedsessen mit typischen lokalen Inuit-Produkten.

Gehzeit: ca. 6-7 Std.
Wanderstrecke: ca. 14 km

Unterkunft: Hostel

15. Tag: Flug Narsarsuaq – Reykjavik Keflavik

Am Nachmittag geht es mit dem Zodiak über den Fjord zurück nach Narsarsuaq. Es bleibt noch Zeit zur freien Verfügung zur Erkundung der Gegend um Narsarsuaq oder zum Besuch des Blue West Museums. Am Abend erfolgt der Rückflug von Narsarsuaq nach Keflavik (voraussichtliche Abflugzeit: 20:15 Uhr, Änderungen vorbehalten). Unser Programm endet mit der Ankunft auf Island.

Individuelle Rückreise oder Anschlussaufenthalt.
Hinweis: Die Flugankunft ist voraussichtlich gegen Mitternacht. Gerne buchen wir Ihnen eine Unterkunft in der Umgebung des Flughafens Keflavik, sollte Ihr Weiterflug erst am nächsten Morgen starten.

Ich wünsche viel Spass beim Mitreisen und melde mich dann aus Reykjavik wieder Smile

Marokko, die Zusammenfassung

Samstag, 09.08.: Hier noch die Zusammenfassung der Marokko-Reise. Für uns beide war es eine sehr schöne und abwechslungsreiche Tour. Und wenn man bedenkt, was wir in einer Woche alles gesehen haben, dann hat das schon  gut gepasst. Leider hatten wir in der Sahara und in der Tohdra-Schlucht ein bisschen Pech mit dem Wetter, aber das kann man eben nicht ändern. Aufgrund der Größe des Landes verbringt man natürlich auch einige Stunden im Bus um an die einzelnen Reiseziele zu kommen, aber wir waren ja nur zu fünft, und hatten daher genug Platz. Marokko im Sommer hat den absoluten Vorteil, dass nicht viele Touristen im Land sind. Andererseits kann es auch gut sein, dass man in der Wüste oder in Marrakesch Temperaturen jenseits der 40 Grad vorfindet. So richtig heiß war es bei uns nur in Marrakesch, ansonsten konnte man es gut aushalten.

Alle Unterkünfte waren wirklich super, und das marokkanische Essen hat uns immer gut geschmeckt. Alles war jederzeit frisch, lecker angerichtet und hervorragend gewürzt. Unsere kleine Gruppe ist schnell zusammengewachsen und hat sich immer gut verstanden. Auch über unsere Reiseleiterin Sara können wir nichts negatives berichten. Immer gut organisiert, lustig und nah bei der Gruppe. Man konnte sie jederzeit alles fragen und immer kontaktieren. Der Finno und ich sind ja sowieso inzwischen ein super eingespieltes Reiseteam Smile

Und nun noch die Bilder-Highlights der Tour:

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Vielen Dank mal wieder an alle Leser für`s Mitreisen. Letzte Grüße aus Marokko und bis zum nächsten Blog (der schon sehr bald kommen wird ).

der Bloginhaber Volker Smile

Tag 7: Marrakesch

Freitag, 08.08.: Heute Morgen stiegen wir für unsere letzte lange Fahrt in den G-Adventures-Bus. Bis Marrakesch waren es noch einmal etwa 4 Stunden.

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Es ging noch einmal durch den Hochatlas, teilweise bis auf über 2.500m Höhe… landschaftlich wirklich absolut sehenswert!

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Um die Mittagszeit hatten wir dann unser Ziel erreicht. Nach dem Einchecken im Hotel führte uns Sara in ein sehr schickes Restaurant in der Nähe.

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Unsere Sightseeingtour startete am Nachmittag mit den “Tombeaux des Saadiens”. In diesen Mausoleen sind mehrere Sultanfamilien beigesetzt worden. Unglaublich, aber wahr: Obwohl sich die Anlage mitten im Stadtzentrum befindet, bliebt sie über 400 Jahre unentdeckt: Dabei war Sie nicht einmal vergraben, sondern einfach nur von riesigen Mauern umgeben und geschützt. Erst 1917 wurden die zwei Mausoleen wieder entdeckt, und zwar vollständig erhalten.

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Der “Palais Bahia” ist vor allem durch seine Ernauer “SI Moussa” und seinen Sohn “Ahmed” bekannt geworden. Beide waren ursprünglich Sklaven, ergaunerten sich aber durch Intrigen und Lügen den Status der “rechten Hand” des Sultans. Im riesigen Palast mit seinen unzähligen Zimmern wurden viele rauschende Feste gefeiert. Auch das Wort “Vielweiberei” fällt oft im Zusammenhang mit den ausgelassenen Feiern in diesen Räumlichkeiten. Durch ein massives Erdbeben Anfang 2024 wurden viele Teile des Palastes leider zerstört.

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Danach stürzten wir uns in Stadtleben Marrakeschs. Man gewinnt schnell den Eindruck, dass hier eigentlich deutlich mehr als “nur” eine Million Menschen leben. Marrakesch ist laut, bunt und vielfältig. Schon bei der Fahrt zu unserem Hotel bekamen wir den Eindruck in einer Großstadt zu sein.

Unseren Shoppingbummel durch den alten Markt starteten wir am “Djemaa el Fna” (Platz der Geköpften). Neben vielen Ständen, Restaurants und Café`s sieht (und vor allem hört) man schon von weitem Schlangenbeschwörer und andere Tierhalter, die für ein paar Dirham eine kleine Show bieten, oder für Foto`s zur Verfügung stehen. Ich unterstütze das gar nicht, daher auch keine Bilder davon!

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Nach kurzer Eingewöhnung lief dann auch der Finno zu einer Art Shopping-Hochform auf. Nach ein paar Versuchen klappte es auch mit dem Handeln ganz gut.

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Zurück im Hotel hatten wir noch ein wenig Zeit um uns im Hotelpool ein wenig abzukühlen.

Für unsere letztes Abendessen mit der Gruppe hatte Sara wieder ein sehr schönes Show-Restaurant ausgesucht. Tolle Location, gutes Essen und schöne Showelemente mit Livemusik und Tanz.

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Unsere Dancing-Queen Ava war selbstverständlich wieder voll in ihrem Element.

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Morgen geht`s dann leider schon wieder Richtung Heimat… natürlich gibt`s gleich auch noch die Zusammenfassung der Tour.

Tag 6: Ait Ben Haddou

Donnerstag, 07.08.: Wie gestern bereits angekündigt, stand heute Morgen die “Begehung” des wohl spektakulärsten Stücks der Tohdra-Schlucht an. Unser Fahrer brachte uns bis zum “Eingang”, dann spazierten wir ganz entspannt durch die wirklich beeindruckende Schlucht. Bis zu 300m hoch steigen dabei die Felsen fast senkrecht in den Himmel hinauf. Kein Wunder, dass diese Wände sehr beliebt bei Kletterern sind.

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Wir verließen Tohdra Richtung Westen und passierten das “Rose Valley” (ohne eine wirklich tolle Sicht auf das Tal zu haben). Dafür stoppten wir kurz in einer Art Destillerie für Rosenöl, dass aus den getrockneten Blüten gewonnen wird. Im Geschäft nebenan deckten sich dann meine Mitreisenden mit einigen Endprodukten ein.

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Da ich heute mal in der ersten Reihe des Busses sitzen durfte, hatte ich auch die Möglichkeit mal ein paar Bilder während der Fahrt zu schießen. Hier ein paar Eindrücke von dem, was wir hier jeden Tag auf den Straßen und drum herum sehen dürfen.

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Einheimische zu fotografieren ist in Marokko gar nicht so einfach. Grundsätzlich begegnet man uns immer sehr freundlich und zuvorkommend. Fotografieren wollen lassen wollen sich die Marokkaner aber leider nur ungern. Vorher fragen ist sowieso Pflicht. Doch zumeist erhält man eine Ablehnung. Schade eigentlich…

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Auf der Weiterfahrt passierten wir diesen riesigen Turm, den man aufgrund seiner sonnenreflektierenden Oberfläche schon aus weiter Entfernung erkannte. Er ist Teil des größten Solarkomplexes der Welt (3.000 Hektar). Seit 2016 ist er bereits am Netz, hat eine Kapazität von 160 Megawatt und produziert aktuell 400 Gigawattstunden Strom pro Jahr. Das reicht aus um fast eine halbe Million Marokkaner zuverlässig mit Strom zu versorgen. Die Oberfläche der insgesamt 500.000 Parabolspiegel summiert sich auf 1,4 Millionen Quadratkilometer oder knapp 200 Fußballfelder. Um immer den richtigen Winkel zur Sonne zu haben, drehen sich die Spiegel aller paar Minuten. Sehr beeindruckend, wie ich finde.

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Hier noch zwei Bilder aus dem Netz, die dieses Wunder der Technik deutlicher zeigen.

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Mir war grundsätzlich gar nicht bekannt, dass Klima- und Umweltschutz in Marokko so ein großes Thema ist. So sieht man es z.B. als realistisches Ziel an, dass man spätestens 2030 über 50% des Stroms aus “grünen” Quellen erhält. Auch mit dem Thema Mülltrennung und Verwertung setzt man sich mehr und mehr auseinander. Finde ich richtig gut!

Einen kurzen Kaffeestopp legten wir im belebten Ort “Quarzazate” ein, und warfen einen schnellen Blick auf das Schloss, dass im Besitz des Königs ist.

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Große Bekanntheit erlangte das Städtchen allerdings durch die ansässigen “Atlas”-Filmstudios. Blockbuster wie “Mission Impossible”, “Lawrence von Arabien” oder “Die Mumie” wurden hier gedreht. Allgemein sind viele Ort in Marokko bereits Teil großer Hollywood-Produktionen gewesen.

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Unser Tagesziel heute war dann das kleine Örtchen “Ait Benn Haddou”, das vor allem durch seine Altstadt unzählige Touristen anlockt. Das sehenswert am Hang gebaute Dorf aus Lehmhäusern war ein ein belebter Handelsort, bevor man es im Zuge der Unabhängigkeit verfallen ließ. Heute leben (wieder) etwa 15 Familien in den grundsätzlich noch sehr gut erhaltenen Häusern, die seit vielen Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.

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Eigentlich war ein Besuch des Städtchens für den Abend geplant. Da es aber ziemlich stark nach Regen aussah, haben der Finno und ich die Besichtigung vorgezogen.

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Obwohl es am Abend (wie befürchtet) mehr oder weniger stark regnete, sind wir trotzdem noch einmal mit der Gruppe die Tour gegangen…

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Auch an diesem Ort wurden bereits unzählige Filme gedreht (siehe Bilder), wie z.B. “Asterix und Obelix – Mission Cleopatra”, “Alexander”, “Prince of Persia”, “Game of Thrones (Staffel 3)” oder ein “James Bond”-Film. Noch vor Kurzem war Matt Damon hier zu Gast, um seinen neuen Film “The Odysee” abzudrehen, der 2026 in die Kinos kommen wird.

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Den meisten Kinobesuchern wird Ait Ben Haddou allerdings aus den beiden Gladiator-Filmen in Erinnerung sein. 1999 erkämpfte sich hier Russel Crowe im ersten Teil seinen Ruhm als Gladiator. Die Arena wurde nach dem Film natürlich wieder abgebaut, aber der Hintergrund war 1:1 der gleiche.

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Mit guter Sicht auf die Altstadt dinierten wir heute wieder typisch marokkanisch Smile

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Morgen geht es dann bereits zu unserer letzten Station, nach Marrakesch. Der Finno will noch ordentlich shoppen… vielleicht finde ich ja nach der Sightseeing-Tour auch noch die eine oder andere Kleinigkeit.

Gute Nacht und bis morgen Smile

Tag 5: Allrad-Safari durch die Sahara

Mittwoch, 06.08.: Ein bisschen wolkig kam heute Morgen der Sonnenaufgang über den Dünen der Sahara daher. Trotzdem schon ein kleines Highlight nach dem Aufstehen Smile

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Nach dem Frühstück ging es dann gleich los zu unserer Tour mit den Allradfahrzeugen. Neben dem Fahrer (dessen Namen wir glaube ich gar nicht erfahren haben) war noch unsere Reiseleiterin Sara mit dabei.

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Erster Stopp: eine Kamelfarm. Wir hatten die Tiere ja bereits gestern gesehen und beritten.

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Zweiter Stopp: eine kleine Dattelplantage.

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Dann ging es noch einmal in die Sanddünen hinein. Hier hätte (aus meiner Sicht) unser Fahrer gerne noch ein bisschen mehr “auf die Tube drücken” können. Im Vergleich zu meinen bisherigen Wüsten-Jeep-Safaris sind wir heute nur so ein bisschen mit Minimalgeschwindigkeit um die Dünen rumgeeiert.

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In Marokko leben heute noch etwa 12.000 Nomaden, die sich (mehr oder weniger) auf das ganze Land verteilen. Vor allem aber in den wärmeren Regionen geht diese Zahl relativ stark zurück (2004 waren es noch etwa 68.000). Zu herausfordernd ist das Leben in der Hitze, fernab der Städte und Dörfer. Die meisten aktiven Nomaden führen diesen Lebensstil einzig und allein aus traditionellen Gründen. Wir durften heute eine Familie besuchen und deren Gastfreundschaft in Anspruch nehmen.

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Im Haus der Musik wurde uns später von acht Herren traditionelle marokkanische Musik dargeboten. Auch hier hätte man durchaus ein bisschen mehr Stimmung machen können.

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In einer sehr schönen Lokalität nahmen wir unser Mittagessen heute in Buffetform ein. Alles wieder sehr lecker.

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Am Nachmittag erreichten wir dann unser “Tagesziel”, die Tohdra-Schlucht… wobei wir den bekannten, spektakulären Teil  erst morgen besuchen werden. Trotzdem war das schon ein toller Anblick diesen grünen Teppich aus Dattelpalmen der dazugehörigen Oase im Kontrast zu den Felswänden und vielen Lehmhäusern zu sehen. Insgesamt ist die Schlucht 15km lang. Aber wie gesagt: Dazu morgen vielleicht noch ein bisschen mehr.

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Da wir bis zu unserer Abendaktivität noch ein bisschen Zeit hatten, konnte ich den Finno noch zu einem kleinen Oasenlauf überreden. Nach kurzen Startschwierigkeiten mit einigen Flußüberquerungen liefen wir erst einen schönen Panoramaweg entlang…

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…dann auf einem sehr schönen Weg durch die Oase zurück Richtung Hotel. Ich hoffe (und glaube auch), dass der Finno heute ein bisschen mehr Spaß an unserem Läufchen hatte, als noch in Fès.

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Vor dem Abendessen, war dann noch ein kurzer Spaziergang Richtung Eingang der Schlucht geplant. Auf Grund von plötzlich einsetzendem (und lange anhaltendem) Regen, nahm unsere kleine Wanderung leider ein schnelles Ende. Naja, wir versuchen es (wie geschrieben) morgen früh noch einmal.

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Abendessen gabs dann wieder im Hotel, bevor wir alle nach dem langen Tag gut ermüdet in die Zimmer gingen.

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Und auch ich wünsche jetzt wieder eine angenehme Nachtruhe Smile

Tag 4: Sahara

Dienstag, 05.08.: Heute stand die längste Autofahrt der ganze Woche an. Von Fès aus ging es insgesamt fast 8 Stunden Richtung Süden zu unserem Ziel, der Sahara. Ein wenig müde stiegen wir in unseren G-Adventures-Bus, aber wir hatten ja genug Zeit, um ein bisschen Schlaf auf der Fahrt aufzuholen.

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Unglaublich, aber wahr: In Marokko kann man sogar Skifahren. Im Kleinen Örtchen “Ifrane” gibt es sogar einen Skiclub mit eigenem Lift. Ein bisschen höher, und mitten in einem Waldstück gelegen, liegt hier jeden Winter recht zuverlässig Schnee. Also braucht man gar nicht unbedingt bis ins Hochatlasgebirge zu fahren.

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Ein paar Affen beherbergt der Wald auch. Schade, dass die eher als Touristenattraktion gelten, und von den Reiseleitern angefüttert werden (nicht von unserer, versteht sich). Sad smile

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Je weiter wir in den Süden vordrangen, umso karger wurde die Landschaft. Man merkte, dass wir so langsam ins oben erwähnte Hochatlasgebirge kamen. Der Atlas im Ganzen hat in etwa eine Länge von 2.300km, und erstreckt sich über die Länder Marokko, Algerien und Tunesien (hier sind allerdings nur kleine Ausläufer). Die höchste Erhebung ist der (in Marokko liegende) Toubkal mit 4.167m.

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Unser Mittagessen nahmen wir in einer Art Autobahnraststätte ein. So wie es in Marokko üblich ist, bekamen wir natürlich trotzdem drei Gänge in hervorragender Qualität serviert.

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Einen kurzen Zwischenstopp legten wir am Nachmittag in diesem grünen Tal ein. Hier werden (fast ausnahmslos) alle Datteln für die Einwohner des Landes, sowie für den Export angebaut bzw. geerntet.

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Gegen 17:30 Uhr hatten wir dann unser Hotel direkt an der Sahara erreicht. Es sich sicherlich bisher das schönste Hotel… mit viel Platz, zwei schönen Pools und einer Terrasse mit Blick auf die Sanddünen.

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Bei heute deutlich höheren Temperaturen wurde  einer der Pools natürlich direkt von uns eingeweiht.

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Die Sahara ist im übrigen mit etwa 9 Millionen Quadratkilometern (etwa die Größe der USA) die größte Trockenwüste der Welt, und erstreckt sich von der afrikanischen Atlantikküste bis zu Küste des Roten Meeres. Dabei nimmt die Sanddünenwüste nur einen kleinen Teil von etwa 20% ein. Zu etwa 70% besteht die Sahara aus Kies- oder Geröllwüste. Innerhalb der letzten 100 Jahre hat sie sich um über 10% ausgedehnt.

Unser Abendprogramm bestand heute aus einer kleinen Kamelsafari in die Dünen…

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Sowohl beim Auf- als auch beim Absteigen gilt: Immer zurücklehnen, denn die Tiere erheben sich erst mit den Hinterbeinen, setzen sich dann aber mit den Vorderbeiden zuerst wieder hin. So bleibt man fest im Sattel. Und während des Ausrittes immer die Hüfte locker lassen Smile

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Nach etwa 30 Minuten gemütlichem Ritt und einer kurzen “Sandboarding”-Pause, traten wir zügig den Heimweg am…

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…denn kurze Zeit später erwischte uns ein Sandsturm ziemlich heftig. Auch wenn wir bei unserer Ankunft im Hotel in allen Körperöffnungen gefühlt ein Kilo Sand hatten, war es doch auch eine lustige Erfahrung…

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Zum Abendessen gab es eine Art marokkanische Pizza, gefüllt mit Rindfleisch, Zwiebeln und Paprika… sagen wir mal so: Die anderen Abendessen waren bisher alle leckerer Winking smile

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Morgen früh steht unsere Jeep-Tour durch die Sanddünen an. Da ich ungefähr weiß, was da auf mich zukommen wird, freue ich mich auf den Tag. Ich denke der Finno wird sicherlich auch seinen Spaß haben.

Guuuute Nacht, und bis morgen dann Smile

Tag 3: Fès Medina

Montag, 04.08.: Heute stand also die Besichtigung der Altstadt von Fès auf dem Programm. Unser “Local guide” nannte sich Nihat und legte direkt vor der Karte los mit seinen Erläuterungen. Hier uns da redete er ein wenig leise oder / und undeutlich, aber ich glaube es war auch nicht so schlimm, wenn man nicht alles verstanden hat Winking smile

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Zunächst fuhren wir auf einen Aussichtspunkt hoch über der Stadt, der uns einen kleinen Eindruck von der riesigen Medina gab.

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Bevor wir uns dann in die Gassen der Altstadt stürzten, besuchten wir noch eine Töpferei, in der z.B. die Tajines hergestellt werden, aus denen wir fast jeden Tag essen dürfen. Eigentlich recht einfach: Rohmaterial (Lehm bzw. Ton) mit Wasser mischen, und so die entsprechend benötigte Konsistenz erhalten, dann Formen, im Ofen aushärten und (bei Bedarf) bemalen. Fertig! Leider dauert das ganze in der Realität deutlich länger.

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Noch viel aufwendiger ist die Herstellung der (für Marokko) bekannten Mosaike. Das ist wirklich die reinste “Fummelarbeit” und wäre ja so gar nichts für mich. Sowohl das “Zurechtschlagen” der einzelnen Stücke, als auch das Zusammensetzen und Bemalen der einzelnen Steinchen erfordert höchste Präzision und Konzentration.

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Dann ging es aber ab in die Medina. Als Besucher merkt man schnell, dass man ohne einen einheimischen Führer hier schnell verloren gehen könnte. Es sind (selbst auf den ersten Blick) wirklich unzählige Gassen, die durch die Stadt führen. Auch wenn wir über vier Stunden unterwegs waren, haben wir gewiss nur einen Bruchteil der insgesamt 9.000 (!!!) Gäschen gesehen. In der im 8. Jahrhundert erbauten Medina leben heute noch über 800.000 Menschen. Nun kann man sich vielleicht noch besser vorstellen von welcher Dimension wir hier größenmäßig sprechen. Diese einzigartige Altstadt wurde daher längst zum UNESCO Weltkulturerbe hinzugenommen.

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In vielen Gassen sind Märkte zu finden, wo hauptsächlich Lebensmittel und Bekleidung zu erwerben sind.

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Katzen sind sind in der Medina allgegenwärtig und werden von den Bewohner geduldet. Denn wo Katzen sind, sind keine Ratten oder Mäuse.

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In einem kleinen Restaurant wählte ich heute zum Mittagessen eine Pastille. Die ungewöhnliche Füllung aus Hähnchenfleisch, Zwiebeln, Safran, weiteren Kräutern, Zimt und Zucker schmeckte ein wenig nach Weihnachtsgebäck. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie lecker. Zum Nachtisch gab es saftige und sehr intensiv schmeckende Melonen.

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Weiter ging es mit der Tour durch die Medina. Da alle Häuser quasi ineinander hineingebaut sind, so sind auch Moscheen, Schulen oder auch eine Universität keine allein stehenden Gebäude, sondern in diesen Komplex mit integriert.

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Wie geschrieben… bei Begehen der Medina kann man nicht ansatzweise abschätzen, wie riesig diese ist… 

Wir stoppten kurz noch bei einer Weberei und konnten bestaunen, wie auch heute noch auf traditionelle Art und Weise tolle uns hochwertige Decken, Tücher oder Kleider hergestellt werden.

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Der Finno musste auch heute wieder als Testperson herhalten Winking smile

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Eines der bekanntesten Bilder der Medina von Fès ist der Ausblick auf die Färberei. Hier wird Leder in riesigen Lehmtöpfen unter Zugabe von natürlichen Farbstoffen bearbeitet und die entsprechende Farbe verpasst. Für Leute mit feinen Nasen ist das aber nichts. Deswegen bekommt auch jeder Besucher beim Eintritt ein frisches Stück Minze gereicht, an dem man gerne schnuppern kann, wenn es zu streng wird.

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Gegen 16:30 Uhr waren wir dann wieder zurück am Hotel. Und während der Finno einen kleinen Nachmitttagsschlaf einlegte, suchte ich ein witziges Fitnessstudio ganz in der Nähe auf. Für schlanke 30 Dirham (3€) konnte ich mal ein kleines Training hinlegen.

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Unsere Reiseleiterin Sara hatte heute Abend frei. Im marokkanischen Restaurant gegenüber unseres Hotels war die Stimmung trotzdem wieder ausgezeichnet. Zum Showdinner reichte uns heute auch der (vermutliche) Besitzer, der Kellner, Tänzer, Animateur und Fotograf in einem war.

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Nach dem schönen Tag heute, geht es morgen auf die lange Fahrt in die Sahara. Wir planen aber dort am späten Nachmittag anzukommen, so dass wir den Sonnenuntergang noch sehen können.

Bis morgen dann Smile