Tag 6: Kaohsiung

Freitag, 20.03.: Ich glaube, heute Morgen hatte ich das reichhaltigste Frühstücksbuffet, dass ich je in meinen Leben gesehen habe. Zusätzlich zu den ganzen Dingen die die Taiwanesen eben den ganzen Tag so essen, gab es auch ein komplettes kontinentales Frühstück mit allem, was wir so kennen. Mein Zimmerkollege Johan freute sich wie ein kleiner Junge, dass es sogar Eiscreme gab. “I never had icecream for breakfast. It`s my first time.” er lachte und genoss seine Schokoeis mit Marshmellows und Crisps Smile

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Die Zugfahrt mit dem Bullettrain lohnte sich heute mal so richtig Winking smile 13 Minuten fuhren wir von Tainin bis nach Kaohsiung. Da hat der Transfer vom Hotel bis zum Bahnhof schon doppelt so lange gedauert.

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Erster Stopp: Obst- und Gemüsemarkt. Vor allem das Obst schmeckt hier wirklich unglaublich gut. Es ist viel süßer und aromatischer als in Deutschland. Einige Obstsorten habe ich noch nie gesehen, geschweige denn gegessen. Bekannt ist Taiwan aber vor allem für seine guten Mangos. Leider beginnt die entsprechende Saison erst im Mai Sad smile

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Kaohsiung ist mit etwa 2,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Taiwans. Sie besitzt einen der größten Seehäfen der Welt und ist ein wichtiges Zentrum für den Schiffbau und die Schwerindustrie. Trotzdem ist die Stadt sehr grün und hat auch kulturell einiges zu bieten.

Wie bisher in allen taiwanesischen Städten die wir besuchten, gibt es auch in Kaohsiung unzählige tolle und pompöse Tempelanlagen. Der Konfuziustempel ist vor allem bei Brautpaaren sehr beliebt. Es waren auch einige vor Ort um vor der schönen Kulisse Hochzeitsfotos zu schießen.

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Die bekannte Sehenswürdigkeit der Stadt ist zweifellos der Lotussee. Auf und neben ihm befinden sich einige Tempel, große religiöse Statuen und Pagoden

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Am bekanntesten sollten jedoch die Tiger- und Drachenpagoden sein. Der Eingang ist dabei der Drachenkopf, der Ausgang der Tigerkopf.

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Eine schöne Sicht auf den ganzen See hatte man vom sechsten Stockwerk aus.

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Da es inzwischen draußen ordentlich heiß und schwül war, verbrachten wir die Mittagspause auf dem Footcourt im klimatisierten Bahnhof… in meinem Fall mit frischen Dumplings Smile

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Nach dem Einchecken im Hotel steuerten wir mit der Metro den “Pier-2 Art Center” an, ein Kreativviertel mit Kunst, Design und vielen kleinen Restaurants und Café`s. Gerade wurde für ein anstehendes mehrtägiges Festival aufgebaut, daher hörte man aus jeder Ecke Musik.

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Besonders bekannt und ein “must go” für jeden Touristen (daher muss man auch einen Moment anstehen): Das “Sunny Hills”-Café”. Die Geschäftsidee ist so unglaublich wie genial. Jeder Gast erhält komplett kostenlos Tee (so viel er trinken möchte) und ein kleines Stück Ananaskuchen (etwa so groß wie drei Dominosteine). Wer möchte, kann danach weitere Stückchen Kuchen zum Verzehr vor Ort kaufen, oder auch schön abgepackt für zu Hause mitnehmen (was wirklich viele Leute tun). Wer das nicht möchte, geht einfach und hat einen guten Tee, sowie ein kleines Stück Kuchen genossen. Offensichtlich rechnet sich das ganze für das Café ja ganz gut…

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Passend zu dem, wie ich bisher Taiwan erlebt habe, hier die Ampelmännchen… Bei den meisten Ampeln sieht man schon noch die normalen Männchen, hin und wieder aber auch diese (selbstverständlich bewegen die sich auch).

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Der Nachtmarkt in Kaohsiung war bis jetzt (nicht nur meiner Meinung nach) der schönste, dazu auch einfach auch riesig groß. Bis zwei Uhr morgens ist er jeden Tag geöffnet, und bietet kulinarisch wirklich alles was man sich wünscht…

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Wie Ihr seht war bei mir heute “Dumpling-Tag” mit ein paar Süßkartoffelbällchen als Nachtisch.

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Morgen geht es dann schon wieder zurück nach Taipeh. Auch in Kaohsiung wären wir gerne noch länger geblieben… aber so ist die Reise nunmal geplant.

Grüße vom südlichen Ende Taiwans und bis morgen Smile

Tag 5: Tainan

Donnerstag, 19.03.: Der heutige Tag begann recht entspannt, da wir erst um 8:30 Uhr mit dem Bus Richtung Tainan abfuhren. Für uns 10 Personen hätte eigentlich ein kleinerer Bus ausgereicht, aber wir beschwerten uns natürlich nicht über diese größere und komfortablere Variante.

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Nach etwa drei Stunden Fahrt erreichten wir dann Tainan, mit etwa 1,8 Millionen Einwohnern die fünftgrößte Stadt des Landes. Zuerst fielen uns unzählige Schulklassen auf, die in der Innenstadt unterwegs waren. Im Vergleich zu den Chinesen, sind hier aber (fast ausnahmslos) alle Menschen freundlich und überhaupt nicht scheu. Wie Ihr seht gilt das genauso für die Kinder. Jeder, der irgendwie nur ein paar Brocken englisch spricht, ist stolz darauf und versucht seine Kenntnisse anzubringen, selbst wenn es nur ein einfaches “Hello” oder “Good morning” ist. Wir können inzwischen mit “Ni hao” (Hallo) und “xie xie” (Danke) aufwarten… viel mehr chinesisch ist allerdings (zumindest von mir) nicht zu erwarten Winking smile

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Bevor unsere geführte Tour losging, hatten wir noch ein bisschen Zeit für einen kurze Spaziergang über den belebten Markt. Dass Tainan als Streetfood-Hauptstadt Taiwans gilt, konnten wir schon zu diesem frühen Zeitpunkt des Tages erkennen.

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Ich nutze die Zeit noch zum Besuch des “Fort Anping”, einer kleinen Festungsanlage mitten in der Stadt. Nicht besonders spektakulär, aber für 1,50€ einen Besuch wert.

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Tainan gilt als “Wiege der taiwanesischen Kultur” und war lange Zeit sogar die Hauptstadt des Landes, bevor diese nach Taipeh verlegt wurde. Trotzdem gilt sie noch immer als Stadt mit der reichsten Geschichte und als religiöses Herz Taiwans. Nicht weniger als 1.617 (!!!) Tempel finden sich über das Stadtgebiet verteilt.

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Die fast dreistündige Tour durch die Altstadt von Anping wurde von einer externen Reiseleitung namens “Emily” geleitet. Sie wusste wirklich viel und redete ohne Punkt und Komma. Anfangs habe ich noch interessiert zugehört, doch irgendwann… Wie gesagt: Sie hat sich alle Mühe gegeben und war begeistert bei der Sache, aber 1,5 Stunden hätten mir persönlich auch gereicht…

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Am Nachmittag checkten wir dann in unserem Hotel ein. Ich glaube, das sollte das schönste Hotel bisher in Taiwan sein (obwohl die anderen auch alle richtig gut waren).

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Am Abend erwacht die Stadt noch einmal ganz anders, und nun verstand ich erst recht, warum Tainan die Streetfood-Metropole Taiwan ist.

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Irgendwie sieht mein Essen auf den Bildern immer gar nicht so lecker aus… die Reiskuchen mit Ei und Soße waren trotzdem superlecker… und haben 1,80€ gekostet.

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Ansonsten ist es wirklich unglaublich wie viele kleine Restaurants und Streetfood-Läden es in der Innenstadt zu sehen gab. Und einer schöner als der andere (als ich die Fotos gemacht habe, war es noch recht früh. Später hat es sich noch richtig gefüllt). Schade, dass wir hier nur einen Tag bzw. einen Abend sind.

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Unser Gruppe hat schnell eine Bar gefunden, wo verschiedene lokale Biersorten ausgeschenkt wurden. Ich habe Euch die einzelnen Personen ja auch noch gar nicht vorgestellt. Sorry dafür! Von links nach rechts: Volker (Lubu), Steve (Australien), Glenda (Australien), Sarah (Wales), Dave (Wales), Johan (Südafrika), Trent (USA), Katie (England) und Orla (Irland). Es fehlt Katrin (Deutschland).

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Eigentlich ist es wirklich schade, dass wir morgen schon wieder weiterfahren, denn auch mein Reiseführer empfiehlt hier noch einige Dinge, die man sich unbedingt ansehen sollte. Aber in Kaohsiung (wo wir morgen hinfahren werden) gibt es wohl auch einiges zu sehen.

Bis morgen Smile

Tag 4: Der Sonne-Mond-See

Mittwoch, 18.03.: Der heutige Morgen begann wieder mit einem asiatischen Frühstück, dass sich doch grundlegend vom europäischen bzw. kontinentalen Frühstück unterscheidet. Kurz gesagt: Für den Außenstehenden ist es schwer einzuschätzen, um welche Mahlzeit es sich handelt, denn die Taiwanesen essen gerne auch am Morgen schon Reis- oder Nudelgerichte, Suppen, Dumplings, Bao Buns oder auch Pommes Frites. Für die paar “Nicht-Asiaten” wird noch ein bisschen Brot oder (wenn es ganz gut läuft) ein paar Cornflakes gerichtet.

Gegen 9:30 Uhr ging es dann ans Briefing und die Materialauswahl für unsere heutige Fahrradtour um den Sonne-Mond-See herum. Wir wurden mit wirklich guten und leistungsfähigen E-Bikes, dafür aber mit ziemlich hässlichen Helmen ausgestattet.

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Dann konnte es auf den etwa 30km langen Rundweg um den See losgehen.

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Zunächst fuhren wir eine Weile an der Straße entlang, bevor wir dann auf einen schönen Radweg direkt am See abbogen.

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Unseren ersten Stopp legten wir an der “Ci`en Pagode” ein. Auf einer kleinen Anhöhe gelegen, hatten wir von diesem schönen 48-Meter hohen Turm einen tollen Blick auf den See.

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Der Name des Sees stammt übrigens von seiner Form. An der Ostseite ist er rund (—> Sonne), an der Westseite sicherförmig (—> Mond). Mit knapp 8 Quadratkilometern Fläche ist der Sonne-Mond-See der größte See Taiwans. Er liegt mitten in der Bergen auf einer Höhe von 748m. Seit 1919 ist er kein reiner Natursee mehr, sondern wird durch einen Damm auch als Staussee und Wasserkraftwerk genutzt. Dadurch wird das Wasser ständig aktiv bewegt und bleibt dadurch relativ klar und sauber… daher die schöne blaue Farbe.

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Inzwischen ist der See auch eine echte Touristenattraktion, denn am Ufer finden sich viele Restaurants und Hotels. Daher war es auch ziemlich leicht ein Restaurant für unser Mittagessen zu finden.

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Ziemlich beeindruckend fand ich die “Wen Wu”-Tempelanlage, der auch direkt am Ufer (ein bisschen erhöht) liegt. Während einiger Erdbeben wurden die Gebäude immer wieder beschädigt und renoviert. Heute strahlen seine 4 großen und prunkvoll geschmückten Tempelgebäude wieder, und sind ein wahrer Magnet für Touristen.

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Vom Garten über den Dächern der Tempel hatte man wieder eine tolle Sicht auf den See.

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Über die Tierwelt in Taiwan habe ich bisher leider noch nicht so viele Worte verloren, doch diese ist überraschend vielfältig. Da die meisten Tiere (vor allen die endemischen) in den Bergen leben, bekommt man diese leider nur recht selten zu sehen. Das Symboltier des Landes ist beispielsweise der “Formosan Schwarzbär”. Sein Markenzeichen ist ein weißes “V” auf der Brust. Ebenso gibt es einige Affen- , Wildschwein- und Wildarten, die sich nur in den taiwanesischen Bergen und Wäldern rumtreiben. Keine Hoffnung habe ich leider auch den seltenen Wolkenleopard zu sehen. Ein bisschen besser sieht es dafür bei den Vögeln und Insekten aus. Vor allem letztere (insbesondere Schmetterlinge) sind hier häufig zu sehen und wirklich sehr groß und schön. Es gibt auch einheimische Giftschlangen, aber auch diese sind selten und flüchten eher, als dass sie gefährlich werden können. Für Taucher und Schnorchler bieten die Riffe im Süden einiges. Hier kann man kleine Haiarten, Delfine, Meeresschildkröten und einige Korallenriffe finden. Heute kreuzte eine größere Gruppe Affen unseren Weg.

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Für ganz faule oder ältere Menschen gibt es sogar eine Seilbahn, mit der man auf einen Berg hinauffahren und somit die Aussicht genießen kann.

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Auf Vorschlag unseres amerikanischen Teilnehmers Trent (Bild unten rechts) kehrten wir zum Dinner in einem Restaurant ein, dass ganze BBQ-Hähnchen (mit Kopf und Füßen) servierte. Die mussten natürlich erst einmal “fachmännisch” auseinander genommen werden.

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Morgen fahren wir weiter südlich Richtung Tainin, wohl eine sehr historisch sehenswerte Stadt.

Grüße vom sun-moon-lake und bis morgen Smile

Tag 3: Die “Ureinwohner” Taiwan`s

Dienstag, 17.03.: Heute klingelte der Wecker also um 4:45 Uhr. Und das zuzüglich des leichten Jetlags mit dem ich mich auch noch herumärgere. Natürlich gab es zu dieser Zeit im Hotel noch kein Frühstück, weshalb wir ein kleines Lunchpaket (im typisch farbenfrohen “Taiwanstyle”) erhielten.

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Punkt um 6 waren wir dann am Bahnhof um unseren Schnellzug nach Taichung zu bekommen. Hätte ich gar nicht gedacht, dass es auf dieser vergleichsweise kleinen Insel einen 300km/h schnellen Zug gibt. Uns war es Recht, denn so waren wir nach einer knappen Stunde angekommen. Überflüssig zu erwähnen: Der Zug war zwar nicht der Allerneuste, dafür aber topsauber und sehr komfortabel.

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Kaum waren wir aus Taipeh raus änderte sich auch die Landschaft komplett. Irgendwo auf der Insel muss ja schließlich Platz sein für so viele Berge über 3.000m.

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Weitere 90 Minuten waren es noch mit dem Bus zum “Shuanglong Bunun Village” einem der wenigen Dörfer in Taiwan, in dem noch Ureinwohner der Insel leben. Von den knapp 24 Millionen Menschen sind nur etwa 2% Indigene. Die meisten dieser leben in Dörfern in Zentraltaiwan (so wie in dem, dass wir heute besuchten). Hier können Sie auch noch Ihre eigenen Traditionen beibehalten und Ihre (sehr) eigene Sprache sprechen. Wir wurden Teil eines Begrüßungsrituals und bekamen (zumindest für unserem Aufenthalt in dem Dorf) neue Namen. Ich hörte also auf den Namen “Ibi” Winking smile

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Eine kleine Wanderung führte uns zunächst über eine (sehr stabile) und 350m lange Hängebrücke…

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…zum Shuanglong-Wasserfall. Laut dem Schild vor Ort soll der Wasserfall (in mehreren Etagen) insgesamt 800m hoch sein. Ganz so hoch ist er (meines Erachtens) nicht, trotzdem absolut sehenswert.

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Auf dem Rückweg durchquerten wir eine Art Bambuswald (auch in Taiwan ein wichtiger Rohstoff). Kann mich nicht erinnern, dass ich mal so dicke Bambusstämme gesehen habe.

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Zum Mittagessen wurden wir traditionell bekocht. Dabei nutzen die Dorfbewohner fast nur Produkte aus der eigenen Umgebung. Manche waren dabei geschmacklich durchaus gewöhnungsbedürftig…

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Eine weitere Tradition der indigenen Dorfbewohner ist das Feiern der verschiedenen Landwirtschaftsjahreszeiten. Davon gibt es nämlich insgesamt 8 Stück. Das geht von der Vorbereitungszeit über das Aussähen und das Ernten bis zur Ruhezeit Ende des Jahres. Teile dieser Zeiten werden auf flache Steine gemalt. Jeder von uns musste bzw. durfte sich hier auch einmal künstlerisch entfalten. Ihr dürft gerne erraten, welcher Stein im Bild unten rechts meiner ist SmileEventuell löse ich das Rätsel im Blog morgen auf Winking smile

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Am Nachmittag erhielten wir dann zum Abschluss noch einen Rundgang um das Dorf. Man hat sich für uns wirklich sehr viel Mühe gegeben und sich gut um uns gekümmert. Trotzdem hätte ein halber Tag in dem Dorf bestimmt auch ausgereicht.

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Unser “Tagesziel” erreichten wir dann am frühen Abend. Für zwei Nächte werden wir hier am Sonne-Mond-See bleiben, laut meinem Reiseführer eines der Naturhighlights der Insel. Es war noch Zeit für einen kurzen Orientierungsspaziergang durch den gleichnamigen Ort…

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…sowie für ein Abendessen. Einige von uns machten es sich in einem Restaurant bequem, ich hab mich wieder bei den zahlreichen Streetfoodständen umgesehen.

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Der Tag morgen steht komplett im Zeichen des See`s, denn auf dem Programm steht eine Radtour um den See herum (etwa 30km). Zu anstrengend wird es wohl aber nicht, denn uns werden recht leistungsfähige E-Bikes zur Verfügung gestellt. Zum Glück geht es auch nicht ganz so zeitig los, so dass ich heute Nacht mal ein bisschen länger schlafen kann.

Bis morgen und Grüße von Ibi Smile

Tag 2: Taipeh City Tour

Montag, 16.03.: Nach dem etwas verschlafenen Tag gestern startete meine Taiwan-Rundreise heute also so richtig. Doch bevor ich mit der Zusammenfassung des Tages starte, gibt`s (wie immer) ein paar Basisinfos zudem Land, in dem ich mich gerade befinde:

Taiwan ist ein Inselstaat in Ostasien, der vor der Südostküste China`s liegt. Mit etwa 36.000 Quadratkilometern ist Taiwan etwa so groß wie Baden-Württemberg, also recht überschaubar. Die knapp 24 Millionen Einwohner sprechen Mandarin-Chinesisch, allerdings ist das alte Taiwanesisch immernoch zu 70% in der Bevölkerung verbreitet. Rechnungen zahlen die Taiwanesen mit dem Taiwan-Dollar, wobei etwa 38 dieser Taiwan-Dollar einem Euro entsprechen. Der höchste Berg der Insel ist der Yushan (Jadeberg) mit stattlichen 3952m. (Für mich) Noch beeindruckender ist allerdings die Tatsache, dass es über 200 (!!!) weitere Gipfel über 3.000m gibt. Faktisch ist Taiwan ein eigenständiger Staat mit eigener Regierung, Militär und Währung. Allerdings deklariert China den Inselstaat seit langem als ihr Territorium. Dabei berufen sich die Chinesen auf die Kairoer Erklärung von 1943, als die Alliierten China die Rückgabe Taiwans nach Ende des zweiten Weltkrieges versprachen. Das Verhältnis der beiden Staaten ist also seit längerem sehr angespannt, da China Taiwan auch durch diplomatischen Druck weitgehend isoliert hat. Die Taiwanesen allerdings haben gar keine Lust ein teil China`s zu sein, und bestehen sehr auf Ihre Unabhängigkeit und Souveränität. So viel mal zu den Grundlagen meines ersten Urlaubsziels Smile

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Weiter geht`s mit dem heutigen Tag: Nach dem (etwas gewöhnungsbedürftigen taiwanesischen) Frühstück starteten wir unsere Citytour durch Taipeh. Grundsätzlich gibt es sehr viele Möglichkeiten sich in der Stadt fortzubewegen. Viele nutzen einen Motorroller, einige haben ein Auto, andere fahren Fahrrad (entweder man hat ein eigenes, oder man nimmt sich eines der unzähligen Leihfahrräder, die man überall in der Stadt findet). Wir nutzten heute den ganzen Tag die gut ausgebaute U-Bahn der Stadt.

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Die Metro ist wirklich sehr einfach zu benutzen, schnell (aller 3 min kommt ein Zug) und sehr sauber. Deshalb ist Essen und Trinken (außer Wasser) in den Zügen und an den Bahnsteigen auch strengstens verboten.

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Allgemein ist uns heute aufgefallen, dass die ganze Stadt sehr sauber und aufgeräumt erscheint. Das heißt nicht, dass es nicht auch alte und baufällige Häuser gibt (davon gibt es genug). Trotzdem findet man in Taipeh kaum Ecken, die vollgemüllt oder schmuddelig sind. Sehr angenehm! Angenehm ist im übrigen auch das Wetter. Am Tag hatten wir heute etwa 26 Grad, in der Nacht kühlt es momentan nicht unter 15 Grad ab.

Mit der Bahn fuhren wir zwei Station zu unserem ersten Stopp des Tages, dem “Longshan-Tempel”. Eigentlich handelt es sich dabei um mehrere verschiedene Tempel, die alle Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut wurden. Die meisten Taiwanesen sind Buddhisten, wobei im Land auch viele andere Religionen gelebt werden. Ein bisschen ungünstig (für meinen Geschmack) ist die Lage der Tempelbauten. Mitten im belebten Stadtteil Ximen findet sich die eigentlich schöne Anlage eingerahmt von älteren und unschönen Gebäuden.

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Viele Stufen bergauf ging es dann für uns den “Elephant-Hill” hinauf. Oben wurden wir mit einem schönen Rundumblick über die Stadt belohnt.

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Der Taipeh 101 war bis 2010 das höchste Gebäude der Welt (508m). Seine Form ist angelehnt an die Struktur eines Bambusastes. Da Taiwan durchaus auch als Erdbeben-Risikogebiet bekannt ist, wurde der Wolkenkratzer entsprechend stabil und trotzdem flexibel konstruiert, dass ihm ein Erdbeben nichts anhaben kann. Die Besichtigung des Taipeh 101 (101 Stockwerke, daher der Name) ist für den vorletzten Tag der Tour geplant.

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Unser Mittagessen nahmen wir in einer der unzähligen kleinen Garküchen mitten in der Stadt ein. Bei der “Restaurantauswahl” gilt stets: Ist vor dem Eingang eine Menschenschlange, ist das Essen gut! Also warteten wir kurz, und bekamen dann (in meinem Fall) köstliches “Minced Pork” mit Reis serviert (für etwa 80 Cent).

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Taipeh ist mit etwa 2,7 Millionen Einwohnern (Metropolregion über 7 Millionen) die größte und wichtigste Stadt der Insel. Sie gilt als eine der modernsten Städte Ostasiens, verbindet aber traditionelle chinesische Kultur mit westlichen und japanischen Einflüssen. Das stellt man bei einem Blick in die einzelnen Geschäfte fest. Taipeh ist bunt, kitschig, westlich und modern, gleichzeitig aber an viele Ecken auch noch sehr traditionell.

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Ein absolutes Highlight der Stadt ist das riesige Areal um die Gedächtnishalle des früheren chinesischen Politikers und Militärführers Chiang Kai-Shek (1887-1975). Bereits durch das prunkvolle Eingangstor hat man einen tollen Blick auf die 70m hohe, aus weißem Marmor und blauen Ziegeln gebaute Halle, in dessen Inneren sich seine riesige Statue des auch für Taiwan bedeuteten Chiang befindet. In den unteren Stockwerken des Gebäudes befinden sich mehrere Ausstellungen, sowie einige Souvenirshops.

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Ebenso sehenswert: Das neue Nationaltheater (links) sowie die Konzerthalle (rechts)

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Wir hatten Glück, und kamen passend zur vollen Stunde zur Wachablösung.

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Am späten Nachmittag bzw. Abend erkundeten wir dann die Altstadt Taipeh`s. Hier fanden wir ähnlich viele Geschäfte, Garküchen und kleine Restaurants wie in der restlichen Stadt. Nur viel mehr Laternen und ältere Gebäude, dafür deutlich weniger Verkehr (auch wenn der in anderen asiatischen Städten noch deutlich schlimmer ist).

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Schnell war das Abendessen gefunden: Streetfood war angesagt: Bao Buns mit Schweinefleisch, Korianer und gehackten Erdnüssen. Ein Traum Smile

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Am Ufer des “Tamsui-Flusses” wurden noch ein paar alkoholische Getränke (natürlich nicht für mich Winking smile) serviert, bevor dann alle zurück ins Hotel gingen.

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Morgen klingelt der Wecker leider schon wieder sehr früh, denn mit dem Bullet-Train fahren wir Richtung Süden. Ich freue mich nun auch darauf, etwas von der Insel zu sehen.

Übrigens: Wir sind hier der deutschen Zeit 7 Stunden voraus.

Gute Nacht dann mal und bis morgen Smile

Tag 1: Die Anreise

Sonntag, 15.03.: Gestern ging es dann also los Richtung erste Station Taipeh. Die Flüge verliefen recht unspektakulär, aber leider auch ziemlich schlaflos, was ich gerade auch noch ordentlich merke.

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In Peking nahmen es die chinesischen Sicherheitsbeamten sehr genau. Bei der Handgepäckkontrolle stand ich fast eine Stunde auf dem selben Fleck, bevor ich mich dann ein wenig vordrängeln musste um noch meinen Anschlussflug nach Taipeh zu bekommen.

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Gegen Mittag landete ich dann in Taiwan. Ab ins Hotelzimmer, und erst mal ein paar Stunden Schlaf nachholen, was zumindest ein kleines bisschen besser klappte als noch im Flugzeug.

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Die Toiletten hier sind auch recht speziell. Leider ist alles in chinesischer Schrift gekennzeichnet, so dass man lediglich die Bilder als Orientierung hat. Da werde ich mich wohl noch reinfuchsen müssen.

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Mein Zimmerkollege Johan aus Südafrika kam kurze Zeit nach mit an. Macht einen sehr netten Eindruck. Insgesamt sind wir 10 Reisende. Die meisten kommen aus Australien, dazu ein US-Amerikaner, eine Irin, eine Engländerin und eine Deutsche. Unsere Reiseleiterin heißt Chiayu. Den Namen muss ich nochmal üben Smile

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Viel mehr als ein kurzer Orientierungsspaziergang war heute nicht mehr drin. Auf jeden Fall ist in der Stadt gut was los. Viele helle und blinkende Leuchtreklamen fallen auf. Unzählige kleine Geschäfte, Schnellrestaurants, Barbershops, Massagesalons, Beautystudios usw. reihen sich aneinander… so hatte ich mir Taipeh auch vorgestellt.

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Chiayu empfahl uns für den Abend BBQ-Duck. Für den Start ganz o.k., aber ich hoffe, da wird es im Laufe der Zeit noch ein paar weitere kulinarische Highlights geben.

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Morgen geht`s dann richtig los mit der Taipeh City Tour. Am Nachmittag fahren wir dann den Taipeh 101 hoch, früher das höchste Gebäude der Welt.

Ich muss jetzt mal etwas Schlaf nachholen und sende erste Grüße aus Taiwan. Smile

Taiwan/Südkorea die Übersicht

Dienstag, 10.03.: Hallo mal wieder an alle Leser meines kleinen Urlaubsblogs. Die nächste Reise steht an, und wie Ihr seht, geht es für mich in den fernen Osten nach Taiwan und Südkorea. Zwei Reiseziele, die ich lange nicht so richtig auf dem Schirm hatte. Je näher und länger ich mich aber mit beiden Ländern beschäftigte, desto interessanter und spannender wurden diese für mich. Ich freue mich auf einzigartige Landschaften, pulsierende asiatische Metropolen, interessante Kulturen und (nicht zuletzt) auf die asiatische Küche. Da ich fast ausschließlich in Hotels übernachten werde, sollte ich den Blog jeden Tag problemlos hochladen können. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, und bin mir sicher, dass trotz guter Vorbereitung noch viele Überraschungen auf mich zukommen werden.

Und nun noch (wie immer) die Route(n), sowie die Tag-für-Tag-Beschreibungen (Ich bitte die teilweise schlechten Übersetzungen zu entschuldigen, sind von einer KI Winking smile):

Taiwan-Tour: 14.-23.03.:

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Tag 1: Taipeh

Kommen Sie jederzeit an. Am Abend nehmen Sie an einem Begrüßungstreffen und einem Orientierungsspaziergang mit Ihrem CEO teil, um sich mit Taipeh vertraut zu machen.

Tag 2: Taipeh

Erkunden Sie heute Morgen die erstaunliche Stadt Taipeh auf einer von dem CEO geleiteten Tour. Fahren Sie mit der örtlichen U-Bahn durch die Stadt, um berühmte Orte wie den Longshan-Tempel, die Chiang Kai Shek Memorial Hall zu besuchen und den Elefantenberg hinauf zu wandern. Der Nachmittag, wenn Sie die Stadt weiter erkunden können, wie Sie es Ihnen gefallen.

Tag 3: Taipeh/Sonne Mond-See

Unser Tag beginnt mit einem Hochgeschwindigkeitszug nach Taichung, gefolgt von einer malerischen Fahrt zum Dorf Shuanglong Bunun. Dort werden wir herzlich willkommen geheißen und an einer bedeutungsvollen Bunun-Namensverleihung teilnehmen, die von einem lokalen Gemeindemitglied geleitet wird. Weiter geht es mit einer Wanderung zur höchsten Hängebrücke Taiwans, die einen atemberaubenden Blick auf die zentralen Berge und die Shuanglong-Wasserfälle bietet. Wir kehren dann zum Mittagessen und einer faszinierenden Tour ins Dorf zurück und lernen das reiche Erbe der Bunun-Legenden durch ihre Volkslegenden, Tänze und Kunst kennen. Diese intime Erfahrung ist eine besondere Gelegenheit, sich direkt mit einer indigenen taiwanesischen Gemeinschaft zu beschäftigen. Danach verabschieden wir uns von unseren Gastgebern und fahren zum Sun Moon Lake, wo wir in aller Ruhe einen ruhigen Abend genießen können.

Tag 4: Sonne Mond-See

Heute ist es an Ihnen, einen der schönsten Orte in ganz Taiwan zu erkunden, den Sun Moon Lake. Der Radweg um den See wurde als einer der schönsten Radwege der Welt bezeichnet, daher empfehlen wir Ihnen, sich Ihrem CEO für eine optionale Radtour durch den See anzuschließen. Oder vielleicht möchten Sie eine Teeplantage besuchen und mehr über ihren berühmten lokalen Tee erfahren. Oder wie wäre es mit einer Bootstour um den See. Der Tag ist dein Tag!

Tag 5: Sonne Mond-See/Tainan

Heute Morgen fahren wir ins historische Tainan, Taiwans älteste Stadt und alte Hauptstadt. Genießen Sie die freie Zeit zum Mittagessen und zum Erkunden, bevor Sie an einem von der Ort geführten Wanderung durch die Anping Old Street, das Banyan Tree House und das Fort Zeelandia teilnehmen.

Tag 6: Tainan/Kaohsiung

Fahren Sie mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Kaohsiung und besuchen Sie die spektakulären Drachen- und Tigerpagoden. Hier können Sie auch den schönen Lotusteich und die Sommer- und Herbstpavillons sehen. Genießen Sie etwas Zeit zum Mittagessen auf eigene Faust, bevor Sie im Hotel einchecken. Den Rest des Tages können Sie die Küstenstadt Kaohsiung sehen.

Tag 7: Kaohsiung/Taipeh

Frühstücken Sie im Hotel, bevor Sie den Hochgeschwindigkeitszug nach Taipeh nehmen. Nachdem Sie Ihre Taschen im Hotel abgegeben haben, ist es an Ihnen der Tag, an dem Sie Ihre verbleibenden Sehenswürdigkeiten in Taipeh abhaken können. Verpassen Sie nicht die Chance, einige der erstaunlichen Rindfleischnudelsuppenläden in der Stadt zu besuchen.

Tag 8: Taipeh

Machen Sie einen Tagesausflug in den Norden der Insel, beginnend mit dem atemberaubenden Goldenen Wasserfall auf dem Weg nach Jiufen, einer der malerischsten Bergstädte. Schlendern Sie durch die schönen Gassen und friedlichen Teehäuser, ein perfekter Ort, um auch etwas zu Mittag zu essen, wenn Sie möchten. Fahren Sie dann nach Keelung, einem historischen Hafen und Fischerort. Besuchen Sie Heping Island, ein Naturschutzgebiet mit einer unglaublichen Küste. Bevor Sie nach Taipeh zurückkehren, erkunden Sie den Keelung Night Market und probieren Sie einige unglaubliche lokale Leckereien wie stinkenden Tofu oder Blutkuchen.

Tag 9: Taipeh

Abfahrt jederzeit.

Zwischen den beiden Touren habe ich insgesamt knapp 4 Tage Zeit, um noch einige Ausflüge auf eigene Faust zu planen. Einige Ideen habe ich schon… Smile

Südkorea-Tour: 26.03.-03.04.

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Tag 1: Seoul

Willkommen in Südkorea! Heute ist Ihr Tag, um die Stadt so zu erkunden, wie Sie es wünschen, bevor Sie Ihre Gruppe und den CEO am Abend zu einem Begrüßungstreffen treffen. Nach dem Treffen geht es zu einem Gruppenessen, gefolgt von einem Orientierungsspaziergang durch Seoul. Morgen verlassen wir Seoul, aber keine Sorge, wir werden für etwas mehr Zeit zurückkehren, um die Stadt am Ende Ihrer Reise zu sehen.

Tag 2: Seoul/Jeonju-si

Werfen Sie heute einen Blick in das traditionelle koreanische Leben. Nach einem freien Morgen in Seoul fahren wir mit dem Zug ins Hanok-Dorf Jeonju. Genießen Sie eine Tour durch diese malerische Hanok-Stadt, gefolgt von einem Hanjeongsik-Dinner, einem traditionellen koreanischen Mehrgang.

Tag 3: Jeonju-si/Yeosu

Von der Großstadt zu den traditionellen Städten ziehen wir heute auf die grünere Seite Südkoreas. Wir wagen uns nach Damyang, um eine Tour durch den mächtigen Juknokwon-Bambuswald zu machen, den größten in Südkorea. Nach einiger Zeit unter den Bambusklingen reisen wir zu noch grüneren Weiden im Boseong Grünteefeld. Am Abend erreichen Sie Yeosu, wo die Stadt auf das Meer trifft.

Tag 4: Yeosu

Atmen Sie die Meeresluft ein und besuchen Sie mit Ihrem CEO einige der kultigeren Orte in Yeosu. Fahren Sie mit der Seilbahn für einen perfekten Blick auf das Meer von Odongdo Island. Dann tauchen Sie ein in überlebensgroße Skulpturen und interaktive Kunstausstellungen im Yeosu Art Land. Erleben Sie die Kunst und gehen Sie auf die Hand von Midas, um einen ebenso beeindruckenden Blick auf das Meer zu haben. Genießen Sie am Nachmittag Ihre Freizeit während Ihrer letzten Nacht auf dem südkoreanischen Hauptland.

Tag 5: Yeosu/Jeju-si

Besteigen Sie am Morgen einen Flug zur Vulkaninsel Jeju. Mit Wasserfällen, Lavahöhlen und meilenweiten Stränden werden die nächsten drei Tage nicht enttäuschen. Nach dem Mittagessen auf der Insel fahren Sie zum Seongsan Sunrise Peak für eine einfache Wanderung die vulkanische Formation hinauf, um einen unglaublichen Blick auf das Meer zu genießen. Heute Nachmittag haben Sie die einmalige Gelegenheit, die Taucherinnen auf Jeju zu beobachten. Beobachten Sie, wie sie nach Meeresfrüchten tauchen und ihre unglaublichen Atemanhaltefähigkeiten nutzen. Dann schließen Sie sich Ihrer Gruppe im Seongeup Folk Village an, um mehr über die Geschichte und die Menschen von Old Jeju zu erfahren.

Tag 6: Jeju-si

Tauchen Sie heute in die natürliche Seite von Jeju ein. Am Morgen sehen Sie die farbenfrohe Seite von Jeju im Hallim Park, dem botanischen Garten der Insel. Schlendern Sie durch die verschiedenen Themengärten, Höhlen und Dörfer in diesem riesigen Park. Dann fahren Sie an die Yongmeori-Küste, um die dramatischen Klippen zu erleben, und zum Mt. Sanbang für eine kurze Küstenwanderung zu einem Tempel auf dem Gipfel des Berges.
Nach dem Mittagessen nehmen wir die malerische Route zu den Cheonjiyeon-Wasserfällen, perfekt für eine Fotospektion. Die letzte Station des Tages ist die Soesokkak-Mündung, wo Sie an Bord eines Bootes für eine Tour durch das Meer und die unglaubliche Küste springen.

Tag 7: Jeju-si/Seoul

Am späten Vormittag fahren Sie zum Flughafen, um zurück nach Seoul zu fliegen. Nach der Ankunft in Seoul machen Sie einen kurzen Orientierungsspaziergang mit Ihrem CEO und genießen Sie die Freizeit in der Stadt. Am Abend treffen Sie sich mit Ihrer Gruppe und dem CEO zu einem optionalen Gruppenessen.

Tag 8: Seoul

Heute ist Ihr Tag, um Seoul zu erkunden, wie Sie möchten. Kreuzen Sie alle Dinge auf der Bucket List an, die Sie in Seoul sehen möchten, probieren Sie unglaubliches Essen oder machen Sie eine Tour durch die Stadt oder vielleicht die DMZ (Entmilitarisierte Zone).

Tag 9: Seoul

Abfahrt jederzeit.

Ich wünsche mal wieder viel Spaß beim Mitreisen!

Grüße vom Bloginhaber Volker Smile

Saudi-Arabien, die Zusammenfassung

Sonntag, 28.12.: Wie bei jeder Reise gibt es natürlich auch zu diesem Urlaub eine kurze Zusammenfassung und ein “best of” Bilder. Fangen wir mal mit dem Land an: Man merkt relativ schnell, dass der (Massen-) Tourismus in Saudi-Arabien noch nicht angekommen ist. Die englische Sprache ist noch nicht weit verbreitet, Sehenswürdigkeiten haben manchmal merkwürdige Öffnungszeiten, viele Einheimische sind noch nicht an Touristen gewöhnt (was ja auch gar nicht so schlecht ist). Ich bin mir allerdings sicher, dass in den nächsten Jahren mehr und mehr Urlauber den Weg auf die arabische Insel finden werden, denn zu sehen gibt es eine Menge. In den Großstädten wird ohne Ende gebaut und auch die ländlichen Regionen stellen sich zunehmend auf Touristen ein. Es werden Visitor Center errichtet und lokale Reiseleiter geschult. Seit kurzem lernen Schüler ab der ersten Klasse englisch.

Die Reise an sich war sehr abwechslungsreich. Riad war ein super Start. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Stadt über kurz oder lang zu einer Art zweitem Dubai wird. Die Tage in der Wüste waren sehr eindrucksvoll und interessant. Die starke Konfrontation mit dem Islam in Medina hat sicherlich auch meine Sicht auf diese Religion verändert. Grundsätzlich ist man uns immer freundlich und offen entgegengetreten, auch wenn jeder wusste, dass wir Touristen sind, und nicht dem Islam angehören. Ich habe dazu gestern auch noch einmal mit unseren Damen der Gruppe gesprochen. Auch sie haben sich die Tour und den Umgang mit Ihrem Geschlecht und ihrer Religion deutlich schwieriger vorgestellt. Außer in Medina hat sich alles so angefühlt, wie bei jeder anderen Tour: Ganz normaler Umgang mit Frauen, keine Geschlechtertrennung in Restaurants, keine Kopftuch- oder Abayapflicht für Frauen (wie gesagt: außer in Medina) usw. Auch die einheimischen Frauen sind (aus meiner Sicht) freier und selbständiger als ich das vorher dachte… natürlich heißt es nicht, dass ich hier alles gut finde, aber zumindest habe ich mir jetzt mal persönlich ein Bild gemacht, und kann viele Dinge besser einschätzen.

Unsere kleine Gruppe hat gut gepasst und fast alles zusammen gemacht. Unser Reiseleiter Atef hatte hier und da ein paar Organisations- und Kommunikationsprobleme. Man hat gemerkt, dass er eigentlich Jordanier ist, und diese Tour nicht so häufig betreut. Aber es hielt sich alles im Rahmen. Er hat sein bestes gegeben. 10 von 10 Punkten vergebe ich definitiv für unsere Unterkünfte. Hier gab es wirklich nichts auszusetzen, aber das hatte ich auch so erwartet. Alles in allem bin ich froh die Tour gemacht zu haben, und auch zu dieser Jahreszeit (auch wenn es in Riad doch recht frisch war), denn bei 40-45 Grad in Sommer ist das sicherlich auch kein Spaß.

Und nun noch die Bilder-Highlights der Tour:

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Vielen Dank mal wieder fürs Mitreisen an alle Leser.

Nun wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich schon auf neue Reisen in 2026.

Grüße vom Bloginhaber Volker Smile

Tag 10: Letzte Station: Jeddah

Samstag, 27.12.: Um zu unserem Endziel Jeddah zu gelangen, nahmen wir heute mal den Zug. Bis zum Bahnhof war es noch ein gutes Stück zu fahren. Unser Guide Atef hat sich nicht lumpen lassen, und uns zwei Luxus-SUV`s organisiert. Sehr komfortabel!

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Anders als in Deutschland fuhr unser Zug pünktlich ab, und kam sogar ein paar Minuten früher als geplant in Jeddah an.

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Für die etwa 400km brauchten wie schlanke 1:40 Std. Kein Wunder bei der Geschwindigkeit.

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In Jeddah angekommen fiel uns direkt der noble Bahnhof auf. Andererseits gibt es in den Städten aber auch durchaus dreckige und unschöne Ecken. Dieses oft in den Medien verbreitete Bild, dass Saudi-Arabien Luxus pur ist, stimmt auf gar keinen Fall.

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Wir starteten direkt mit unserer Citytour durch Jeddah. Mit knapp 4 Millionen Einwohnern ist Jeddah die zweigrößte Stadt des Landes. Als einzige Millionenstadt liegt sie direkt am Wasser (Rotes Meer). Deshalb ist hier natürlich der Fischfang ein großes Thema. Ich mag ja Fisch und den dazu gehörigen Geruch absolut nicht. Dafür war der Markt aber sehr sauber, aufgeräumt und hygienisch.

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Der bekannteste Stadtteil Jeddah`s ist zweifellos die Altstadt, auch “Al-Balad” genannt. Ab dem 7. Jahrhundert entwickelte sich Al-Balad zu einem der wichtigsten Häfen des roten Meers. Für Pilger aus Afrika, Asien oder dem Nahen Osten war der Hafen das Tor nach Mekka, denn hier kamen Sie nach Ihrer langen Anreise mit dem Schiff an. Seit 2014 gehört die Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Die Häuser, die zumeist aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, wurden hautsächlich aus Korallenstein gefertigt, dass auch dem Roten Meer gewonnen wurde. Die hölzernen Erkerfenster (Rawashin) sind typisch für Al-Balad. Sie sorgen für Belüftung und Schatten, ermöglichen Privatsphäre und sind häufig kunstvoll verziert.

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Zwischen den Häusern und in den Innenhöfen findet man auch einige Märkte, die (im Vergleich zu den bisher gesehenen Märkten) ganz sehenswert waren und zum Souvenir-Shoppen einladen.

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Nach einem kurzen Abstecher in die größte Shopping-Mall der Stadt…

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…hieß es dann schon Abschied nehmen von einigen aus der Gruppe. Ich bin der einzige, der noch eine Nacht länger in Saudi-Arabien bleibt.

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Im Holiday Inn nahe des Flughafens erhielt ich ein Upgrade, und hause zum Abschluss meiner Reise noch einmal in einer Suite im Obergeschoss Smile

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Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang schaffte ich es dann zur Strandpromenade, etwa 20 min (mit dem Taxi) von meinem Hotel entfernt.

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Die “Corniche Jeddah” verläuft einige Kilometer am Ufer des roten Meeres und lädt mit vielen Restaurants, Eisdielen und Cafè`s zum Verweilen ein. Wahnsinn, was auch da los war. Die zwei Mädels waren noch mit dabei, sind aber kurze Zeit später auch zum Flughafen aufgebrochen.

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Ich bin inzwischen auch wieder in meiner Suite angekommen, und hau mich jetzt mal aufs Ohr. Um 6:25 Uhr hebt mein Flieger ab. Entsprechend eher muss ich aufstehen.

Natürlich folgt zeitnah noch der Abschlussbericht mit den Highlights. Doch zunächst schicke ich letzte Grüße aus Saudi-Arabien und sage “Gute Nacht”! Smile

Tag 9: Medina

Freitag, 26.12.: Heute Morgen mussten wir Abschied nehmen von unserer schönen Unterkunft in Al-`Ula. Es waren zwei wirklich sehr schöne und erlebnisreiche Tage in der Wüste.

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Nicht weniger spannend sollte es heute in Medina werden. Nach etwa 4 Stunden Busfahrt erreichten wir die zweitheiligste Stadt des Islam. Und es war endlich richtig schön warm (28 Grad) als wir den Bus verließen. Etwa 1,5 Millionen Menschen leben heute in der Stadt in die 622 n. Chr. Mohammed auswanderte, nachdem er in Mekka der Verfolgung ausgesetzt war. Erst seit etwa 4 Jahres ist es “Nicht-Muslimen” erlaubt die Stadt zu betreten. Daher war ich mir anfangs nicht sicher, wie man auf uns Touristen reagieren würde. Aber alles ganz entspannt.

Zunächst stoppten wir beim Uhud-Berg. Hier fand 625 n. Chr. eine historische Schlacht statt. Zum Gedenken an diese besuchen täglich zahlreiche Gläubige den (nicht allzu hohen) Berg, von dem man eine schöne Sicht auf die dazugehörige Moschee (Masjid al-Schuhada) hat.

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Für die beiden wichtigsten Moscheen der Stadt mussten sich unsere Damen erst einmal entsprechend ausstatten. Ohne Abaya darf sich keine Frau den heiligen Stätten nähern. Für schlanke 15-20€ war man da schon dabei.

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Das Highlight der Stadt ist allerdings ohne Zweifel der Prophetenmoschee (Al-Madschid an-Nabawi), in der sich das Grab von Mohammed befindet. Nach der Al-Haram Moschee in Mekka ist die Prophetenmoschee die zweigrößte und zweitwichtigste Moschee der Welt. Inklusive der umgebenden Höfe beläuft sich die Fläche der Moschee auf satte 400.000 Quadratmeter. Genug Platz für über eine Million Gläubige!!! Das Bild unten habe ich aus dem Netz geklaut, da es so gut wie unmöglich ist ein Bild von der kompletten Moschee zu bekommen.

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Es gibt weder einen Aussichtspunkt noch eine hohe Brücke oder einen Berg von dem aus man die Moschee komplett betrachten kann. Die Dächer der umgebenden Hotels sind ebenso nicht begehbar. Neben sicherheitstechnischen Aspekten will man natürlich auch eine gewisse Privatsphäre für die Gläubigen schaffen, die natürlich ungern von ewig vielen Touristen beim Beten beobachtet werden wollen.

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Ein Übriges dazu tun auch die vielen (in Deutschland hergestellten) riesigen Schirme, die einerseits eine freie Sicht auf die Moschee verbauen, andererseits auch den vielen auf dem Hof betenden Gläubigen ein bisschen Schatten spenden sollen. Im Hochsommer wird es bis zu 45 Grad.

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Eigentlich hatten wir (als Ungläubige) gar keinen Zutritt zum Moscheegelände. Allerdings waren wir einfach mal so frech, und sind mit der Masse auf das Gelände durchgeschlüpft. So richtig interessiert hat es niemanden. Die Mädels in Ihren Abayas hatten es natürlich noch ein bisschen einfacher, und konnten in Ihren Outfits sogar bis ins Innere der Moschee vorstoßen.

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Ist aber schon wirklich krass was in der Stadt, und vor allem in der Moschee los ist. Es sind wirklich unglaublich viele Menschen dort waren. Alle Gläubigen des Islam müssen ja mindestens einmal in ihrem Leben für mindestens 10 Tage nach Mekka und Medina pilgern. Manche tun dies deutlich öfter, um somit Ihren starken Glauben zu zeigen. Für uns war es toll dies alles mal zu sehen. Es sind Dimensionen (sowohl was die Größe der Moschee angeht, als auch die Menschenmenge), die ich so zuvor noch nie gesehen hatte.

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Nicht ganz so groß, aber trotzdem absolut sehenswert war danach die “Quba-Moschee”. Sie ist die erste Moschee des gesamten Islams, und wurde 622 n. Chr. von Mohammed erbaut. Wahnsinn, was auch da los war.

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Wir sind gerade zur Gebetszeit an der Moschee gewesen. Auch mal interessant zu sehen.

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Zudem durften wir sogar die Moschee von innen besichtigen. Doch wie in jeder Moschee gilt: Schuhe vorher ausziehen!

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Es war eine tolle Erfahrung heute. Auch wenn man sich sicherlich ein bisschen fremd in der Stadt fühlt, hat der Ort definitiv eine gewisse Strahlkraft.

Zum Dinner wurde heute parkistanisch gegessen. Ziemlich scharf, aber auch sehr lecker.

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Morgen geht`s dann schon weiter nach Jeddah, der letzten Station unserer Tour.

Guuuuuute Nacht und Grüße aus Medina.