Tag 15: Yeosu City Tour

Sonntag, 29.03.: Für den heutigen Tag war eine Tour zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Hafenstadt Yeosu geplant. Der Name Yeosu bedeutet übersetzt übrigens “schönes Wasser”, was aufgrund der Lage der Stadt durchaus Sinn macht. Zum Stadtgebiet auf dem Festland gehören zudem insgesamt noch etwa 300 Inseln, die aber zum großen Teil unbewohnt sind. Internationale Bekanntheit erlangte Yeosu durch die Expo 2012. Für viele Südkoreaner ist die 300.000 Einwohner zählende Stadt ein schönes Ziel für einen Wochenendtrip.

“Artland” ist eine Mischung aus Kunstausstellung und Vergnügungspark für die ganze Familie. Durch die tolle Lage auf einer kleinen Anhöhe hat man eine schöne Rundumsicht auf die Stadt und die vorgelagerten Inseln.

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Ein Wahrzeichen Yeosu`s das gleichnamige Cable Car, mit dem man entspannt die Stadt von oben betrachten kann.

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Die Seilbahn ist nichts für Menschen mit Höhenangst, denn der Boden der einzelnen Gondeln ist aus Glas.

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Die belebte Innenstadt bot hier und da noch einige kleinere Sehenswürdigkeiten…

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…wie z.B. die Jinnamgwan-Halle, ein historisches Gebäude aus dem 18. Jahrhundert.

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Am Nachmittag war es höchste Zeit mal eine absolute Dessertspezialität des asiatischen Raums zu testen. “Mochi” ist ein weicher, klebriger Reiskuchen, der in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich und oft auch gefüllt ist. Unser Guide Rob empfahl uns ein sehr bekanntes Café, in dem die Mochis immer frisch gemacht werden. Wir stellten uns hinten an diese riesige Schlange an, und freuten uns dann auf einen Kirschblüten-Mochi mit einer Erdbeere drin (gängige Füllung).

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Die Konsistenz allein war schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig (sehr weich und elastisch). Wenn man beim Reinbeißen ein gutes Stück Erdbeere mit erwischt hat, wars ganz lecker… nur der Reiskuchen alleine war jetzt kein Highlight. Auf jeden Fall wollte ich so ein Ding auch schon in Taiwan probieren. Nun kann ich zumindest mal mitreden Winking smile

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Ein kleiner Fußmarsch war es dann noch zur Insel “Odongdo”, die vor allem für Ihre schöne Blumen und Pflanzenpracht bekannt ist.

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Zeitlich waren wir noch ein bisschen früh dran, aber immerhin die Kirschblütensaison hat (zumindest hier im Süden) schon begonnen.

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Nach sehr vielen Schritten heute hatte ich dann keine Lust mich für das Abendessen noch einmal aus dem Hotel wegzubewegen. Deshalb genehmigte ich mir noch einmal ein paar Hähnchenstücke im Restaurant von gestern.

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Auf die nächsten beiden Tage bin ich wirklich sehr gespannt, denn wir fliegen auf DIE Urlaubsinsel der Südkoreaner (und vieler anderer Asiaten), nämlich nach Jeju. Hoffentlich wird es der tolle Abschluss der Reise, den ich mir so vorgestellt habe.

Bis morgen und mal wieder Grüsse nach Deutschland Smile

Tag 14: Auf dem Weg nach Yeosu

Samstag, 28.03.: Auch heute Morgen blieb vor der Abfahrt um 10:30 Uhr noch ein bisschen Zeit für einen kleinen Spaziergang durch das bereits gestern besichtigte Hanok-Dorf. Ob die Übersetzung der Straßennamen bei der Navigation wirklich hilft ist fraglich, denn fast alle Namen sind so lang und klingen recht ähnlich.

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Unsere Reise mit dem Bus sollte am Nachmittag bis an die Südküste des Landes, nämlich nach Yeosu führen. Ähnlich wie in Taiwan ist es auch in Südkorea super, dass die Distanzen nicht zu weit sind. Heute waren wir insgesamt etwa drei Stunden unterwegs, und das mit einigen Stopps, was sehr angenehm war. Der kleine Ort Damyang bot sich nach etwa einer Stunde Fahrzeit für ein schnelles Mittagessen an.

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Die kulinarischen Spezialitäten sind hier verschiedene Nudelsuppen, sowie in Bambuswasser gekochte Eier (die dann wohl einen ganz besonderen Geschmack haben sollen). Auf beides hatte ich aber nicht so wahnsinnigen Appetit, weshalb ich einen Pancake mit verschiedenen Gemüsen und Soyasoße bestellte. Nachdem ich jetzt bereits ein paar Male in Südkorea gegessen habe, muss ich sagen, dass sich das Essen doch sehr von dem asiatischen Essen, dass ich bisher kannte, unterscheidet. Die taiwanesische Küche ähnelte doch sehr der chinesischen, aber solche Aromen wir hier in Südkorea habe ich noch nie geschmeckt. Nicht alles trifft immer 100%ig meinen Geschmack, aber es sind auf jeden Fall neue und interessante Eindrücke. Der Pancake zum Beispiel war wirklich sehr lecker, und die Kombination mit Lauch, Karotten, Zwiebeln mit dem Pancaketeig und der Soße hat erstaunlich gut gepasst.

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Das Highlight vom Damyang ist allerdings der “Juknokwan Bamboo Garden”, der größte Bambuswald Südkoreas. Er eignete sich prima für eine kleinen Verdauungsspaziergang Winking smile

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Bis vor ein paar Jahren wurde auch in Südkorea der Bambus sehr viel als Baumaterial genutzt. Heutzutage kommt er hauptsächlich noch in der Küche zum Einsatz. Die Empfehlung für ein Dessert in Damyang ist daher auch das Bambuseis.

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Das Lieblingsgetränk der Koreaner (neben dem bereits beschriebenen Alkohol Smile) ist der Tee, und hier vor allem der grüne Tee. Das “Boseong Green tea field” ist die größte Teeplantage des Landes.

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Am Abend erreichten wir dann die Hafenstadt Yeosu. Wir werden hier für zwei Nächte bleiben, und haben wirklich ein sehr schönes Hotel mit “Ocean View” und schicker Dachterrasse.

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Zum Dinner gab es heute viele verschieden Arten von Hähnchenfleisch, denn auch das ist eine Spezialität hier in Südkorea. Vor allem das knusprig frittierte Hähnchen ist auch über die Landesgrenzen als “korean deep fried chicken” bekannt.

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Morgen werden wir uns noch ein bisschen hier in Yeosu umschauen…

Grüße nach Deutschland und bis morgen Winking smile

Tag 13: Jeonju

Freitag, 27.03.: Der heutige Tag begann ganz entspannt, da wir erst um 11 Uhr fertig gepackt in der Lobby sein mussten. Grund genug für mich vorher noch ein bisschen aktiv zu werden. Eine gute Aussicht versprach ich mir vom Berg des Seoul-Towers zu haben. Es war zwar ein bisschen diesig, aber ich versuchte es trotzdem. Das südkoreanische Navi, dass ich mir extra geladen hatte (Google Maps funktioniert hier nicht) zeigte 2,2km an, schien also machbar. Was das Navi leider nicht anzeigte: Die 2,2km bestanden fast ausschließlich aus Treppenstufen… puuuuuhhhh. Dauerte dann doch ein bisschen länger als erhofft.

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Und oben? Nochmal “puuuuuhhhhh”! Noch mehr Dunst über der Stadt, und so gut wie keine Sicht. Sad smile Naja, zumindest habe ich mich gleich mal am Morgen ein bisschen bewegt.

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Also alle Stufen wieder runter und zurück zum Hotel.

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Weiter ging es mit der Metro zum Hauptbahnhof Seouls. Schon deutlich unübersichtlicher, das Metronetz im Vergleich zu Taipeh.

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Der Schnellzug in Südkorea heißt “KTX” und ist hier zu 90% immer pünktlich. Da könnte sich die Deutsche Bahn mal ein Beispiel nehmen.

Höchste Zeit, dass ich Euch mal die neue Gruppe vorstelle. Von unten nach oben: Robert (Guide), Lydia (Kanada), Dee (Kanada), Jenny (Irland), Ali (England), Sally (England) und Geoff (Australien). Bemerkenswert: Es sind insgesamt drei Reisende über 70 dabei (Dee, Lydia und Geoff), und alle sind wirklich noch topfit und jung geblieben, dazu auch ziemlich lustig Smile

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Etwa zwei Stunden dauerte es bis wir an unserem heutigen Zielort “Jeonju” ankamen. Die etwa 650.000 Einwohner zählende Stadt ist vor allem für Ihr großes “Hanok”-Dorf bekannt. Heute übernachten wir auch in so einem Haus. Von außen sehr schön und aufwendig…

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…von innen eher simpel.

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Hanoks sind alte, traditionelle Wohnhäuser der Koreaner, die vor allem durch ihre großen, geschwungenen Dächer auffallen. Mit etwa 750 gut erhaltenen, und teilweise restaurierten Häusern ist das Dorf in Jeonju das mit Abstand größte Hanok-Dorf in Südkorea. Das Besondere ist auch, dass es kein Museum ist, sondern ein lebendiges Dorf, in dem die meisten Häuser auch noch bewohnt sind.

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Ein bisschen schade ist allerdings, dass sehr viele Häuser bereits zu Souvenirshops, Restaurants oder Gästehäusern “umgerüstet” wurden. Trotzdem strahlt das Dorf noch einen gewissen Charme aus.

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Für viele (vor allem asiatische) Touristen ein Muss: Das Erkunden des Dorfes in einem “Hanbok” (traditionelle Kleidung). Besonders toll sind dabei die farbenfrohen Kleider für die Damen. Farblich abgestimmt werden aber auch die Männer und Kinder mit entsprechenden Kostümen versehen.

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Mit Stufen kannte ich mich ja heute bereits bestens aus. Da machten die paar zusätzlichen Treppen zum Aussichtspunkt auch keinen großen Unterschied mehr. Von oben konnte man super die geschwungenen Dächer sehen. Was ein bisschen schade ist: das Hanok-Dorf geht quasi direkt in die “normale Stadt” Jeonju über. Wäre deutlich schöner, wenn das Dorf ein wenig außerhalb bzw. separat liegen würde.

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Beim Thema Religion sind die Südkoreaner übrigens sehr tolerant und flexibel. Über 50% der Bevölkerung ist gar nicht gläubig, etwa 25% sind Christen und weitere 20% bekennen sich zum Buddhismus. Es gibt noch einige kleinere Religionen, die aber nicht weiter erwähnenswert sind. Mitten im Hanok-Dorf steht ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, die Kathedrale.

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Schaut mal wie voll unser Dinnertisch heute war (gestern sah er ja schon so ähnlich aus). Südkoreaner arbeiten grundsätzlich immer mit sehr vielen kalten Beilagen, die dann durch einen warmes Gericht (meistens Fleisch oder Fisch) sowie warmen Reis ergänzt werden. Den Reis und das Hauptgericht bekommt jeder für sich, die Beilagen sind zum Teilen für alle. Bei fast jedem Essen ist “Kimchi” in irgendeiner Form dabei. Bei Kimchi handelt es sich um fermentiertes Gemüse (meistens Chinakohl oder Rettich), dass dann oft mit Ingwer, Knoblauch oder Chili (je nach Schärfe) gewürzt wird. Das Ganze schmeckt dann irgendwie würzig-scharf-säuerlich. Durch die Fermentierung wird das Kimchi lange haltbar, ist gut für die Darmgesundheit und reich an Vitaminen und Probiotika. Ich bin mir noch nicht ganz sicher ob mir das Zeug schmeckt. Auf jeden Fall ist es sehr eigen…

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Jetzt bin ich mal gespannt ob ich auf meiner dünnen Matratze einigermaßen schlafen kann… Morgen geht`s dann schon weiter Richtung Süden.

Guuuuuuute Nacht dann mal Smile

Tag 12: DMZ (Demilitarisierte Zone)

Donnerstag, 26.03.: Eigentlich hatte ich bei meiner heutigen Hotelübernachtung auch das Frühstück mitgebucht. Doch anstatt eines Frühstücksvouchers fürs Hotel erhielt ich eine Art Stadtplan, auf dem meine möglichen Frühstücksoptionen aufgezeichnet waren. Da wäre dann wohl mein Voucher gültig. Fast eine halbe Stunde stand ich dann bei so ner Toastbude an, bis ich dann gesagt bekommen habe, dass der Voucher in dieser Filiale gar nicht gültig ist. Also bezahlte ich meinen Toast dann selber Sad smile

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Für heute hatte ich mir also einen Ausflug in die Demilitarisierte Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea gebucht, und war wirklich gespannt darauf. Nach dem Ende des Koreakrieges 1953 wurde auf beiden Seiten der Grenze eine 2km lange Sperrzone erreichtet, also ist die komplette DMZ 4km breit und 248km lang. Das Verhältnis der beiden Länder ist auch heute noch sehr angespannt. So führt keine Straße, keine Zugverbindung und kein Wanderweg ins jeweilige andere Land. Auf dem Landweg ist es also unmöglich die Grenze zu passieren. Es wurde 1953 “nur” ein Waffenstillstand vereinbart. Einen Friedensvertrag gibt es nicht. Auch deshalb gilt die Grenze zwischen den beiden Korea`s als bestbewachte Grenze der Welt. Während sich direkt in der DMZ nur eine sehr geringe Anzahl an Soldaten aufhalten dürfen (wegen des Waffenstillstandes), sichern auf beiden Seiten über 500.000 Soldaten das weitere Grenzgebiet ab. Interessant ist die DMZ übrigens nicht nur aus politischen Gründen: Zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten haben hier eine Heimat gefunden. So werden in der DMZ sogar Leoparden und sibirische Tiger vermutet. Für viele Zugvögel ist die DMZ ein wichtiger Stopp beim Flug in den Süden.

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Von Seoul aus fährt man etwa eine Stunde bis man in den Grenzbereich kommt. Wo man sich in etwa befand, merkte man auch an den Fahrzeugen, die einem entgegenkamen.

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Kurz vor der DMZ stoppten wir für eine kleine Wanderung zur “Gamaksam-Hängebrücke”. Unser Guide Kenny (Bild links) erklärte wirklich sehr viel, und alles sehr verständlich und nachvollziehbar.

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Immer wieder liefen wir an alten Bunkern oder Militäraussichtsplattformen vorbei…

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Die Brücke selbst ist etwa 150m lang, mitten in der Natur gelegen, und vor allem wegen ihrer Nähe zur DMZ bekannt.

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Wir fuhren weiter nördlich, und stellten immer mehr fest, wie gut und genau die Grenze bewacht wird: Überall Kameras, Riesige Stacheldrahtzäune, viele Checkpoints, Passkontrollen aller Touristen (ohne Pass, keine DMZ) usw.

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Kurz vor der DMZ liegt der kleine Ort Imjingak, ein Mix aus Freilichtmuseum, Gedenkstätte und Souvenirshop. Von hieraus führt auch eine Seilbahn hinüber zur DMZ.

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In einem kleinen Häuschen konnte man sogar original nordkoreanische Geldscheine kaufen. Ein netter Holländer hat sie mir für ein Foto zur Verfügung gestellt.

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Mit dem Bus ging es nun (endlich) hinüber auf den Grenzstreifen (selbstverständlich nur auf der südkoreanischen Seite). Die alte Aussichtsplattform (Bild links) wurde vor ein paar Jahren gegen das neue dreistöckige “Dora Observatory” (Bild rechts) ausgetauscht. Leider durfte man weder vom Gebäude, noch vom Blick Richtung Nordkorea Fotos machen, daher habe ich mich mal bei einigen Bildern im Netz bedient.

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Vom Dach des Observatoriums (Bild links) konnte man (auch mit Hilfe der Ferngläser) deutlich bis weit hinüber nach Nordkorea schauen.

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So ungefähr sah es in Wirklichkeit auch aus. Den 160m hohen Fahnenmast mit der 270kg schweren Flagge Nordkoreas sowie das kleine Dorf konnte man richtig gut erkennen.

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Das Highlight des Tages heute war aber die Besichtigung des 3. Infiltrationstunnels. Während seit 1953 oberirdisch die Zeit scheinbar stehen geblieben ist, wurden im Laufe der 1970er Jahre insgesamt 4 Infiltrationstunnel gefunden, die die Nordkoreaner gegraben hatten, um so unbemerkt unter der DMZ hindurch nach Südkorea zu gelangen. Lauf Berichten von Überläufern soll es wohl noch viel mehr Tunnel geben, die bisher aber noch nicht lokalisiert wurden. Tunnel 3 verläuft etwa 1,6km unter der Erde und hätte genug Platz geboten um bis zu 30.000 Soldaten unterirdisch nach Südkorea zu bringen.

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Der Eingang des Tunnels liegt etwa 800m entfernt von der Grenze (siehe meinen Standort).

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Im Tunnel selber waren Foto`s natürlich wieder NICHT erlaubt. Daher wieder ein paar Bilder aus dem Netz, die es aber wieder ganz gut treffen. Erst geht man 400m mit einem Gefälle von 11% nach unten (Bild links)…

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… dann noch einmal fast 300m flach in Richtung Nordkorea, bis man 170m von der Grenze auf 3 Mauern trifft, die das Weitergehen verhindern. Weiter als 170m kommt man als nicht an Nordkorea heran… aber immerhin Smile

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Es war auf jeden Fall eine hochinteressante Tour. Sowohl die einzelnen Orte, als auch die Erklärungen von Kenny haben definitiv einen spannenden Einblick gegeben.

Gerade rechtzeitig kam ich um 18 Uhr im Hotel an, um noch am Welcome-Meeting mit der neuen Gruppe teilzunehmen. Dieses mal sind wir nur zu siebt und ich habe ein Einzelzimmer, was natürlich eine gute Sache ist. Der neue Guide heißt Rob, ist absolut gut drauf und schon sehr lange bei G-Adventures. Also sollte er sich ja gut auskennenSmile Zum ersten Dinner wurde gleich mal eine Art “Hot Pot” serviert. Dabei wird direkt in einer Aussparung am Tisch eine Beef-Nudelsuppe gekocht. Dazu gibt es eine Reihe von Beilagen, die mit der Suppe und dem Reis kombiniert werden können.

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Nach einem kurzen Orientierungsspaziergang ging es dann auch schnell auf die Zimmer…

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War ein toller und spannender Tag heute. Morgen geht es dann direkt wieder raus aus Seoul in den Süden…

Bis morgen Smile

Tag 11: Es geht nach Südkorea

Mittwoch, 25.03.: Aufgrund meines Transfers nach Südkorea ist heute ansonsten nicht allzu viel passiert. Gegen 13 Uhr verließ ich Taiwan, und werde wirklich viele schöne Erinnerungen an die 10 Tage mitnehmen.

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Ein tolles Feature gab es noch auf dem Flughafen in Taipeh: In einem Sportfachgeschäft können Reisende kostenfrei ein (fast) komplett ausgestattetes Fitti nutzen. Wenn ich das nicht erst so spät gesehen hätte, dann wären da bestimmt ein paar Sätze Rücken und Bizeps gegangen Smile

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Entspannte 2,5 Stunden später landete ich dann in Seoul. Deutlich unentspannter war dann allerdings die Suche nach einem Taxifahrer, der mit zu meinem Hotel im Zentrum der Stadt bringen konnte. Englisch: Fehlanzeige. Dann ließ ich mir den Namen meines Hotels auf koreanisch über mein Handy anzeigen, aber auch hier blickte ich in ratlose Gesichter. Zum Glück lief meine ESim-Karte recht fix, so dass ich dann einen Fahrer überreden konnte, dem Google Maps auf meinem Handy zu folgen.

Da mein Hotel mitten in der Fußgängerzone liegt, musste ich noch 400m gehen. Erster Eindruck der Stadt: Riesig und sehr belebt. Dagegen war Taipeh wirklich ein kleines Dorf.

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Ganz anders verhält es sich da mit meinem Hotelzimmer. Erster Eindruck: Mini Winking smile Aber alles gut, ich bin ja nur für eine Nacht hier, und habe trotzdem alles was ich brauche… dazu eine unschlagbare Lage mitten im Zentrum des Stadtteils Myeong-Dong.

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Da ich die nächsten beiden Tage wahrscheinlich relativ busy sein werde, hier schonmal die wichtigsten Fakten zu Südkorea. Dazu muss ich noch sagen, dass ich (beim Lesen meines Marco Polo-Reiseführers) selten so viel Spannendes über ein Land erfahren habe. Mit knapp über 100.000 Quadratkilometern ist Südkorea ein bisschen größer als Österreich. Auf diese Fläche verteilen sich knapp 52 Millionen Einwohner, wobei etwa die Hälfte auf die Metropolregion um die Hauptstadt Seoul entfallen. Gezahlt wird in koreanischen “Won”, wobei etwa 1.500 Won einem Euro gleich kommen. Neben den Metropolen wie Seoul, Daegu oder Busan gibt es in Südkorea aber auch viel Natur zu entdecken. Über 70% der Fläche sind (teilweise unberührtes) Grün- oder Gebirgsland, in denen die Einwohner noch in einfachen, traditionellen Dörfern leben. Mit 16 Nationalparks und 4 Meeresnationalparks stehen große Teile des Landes sogar unter Naturschutz. Die über 3.000 zu Südkorea gehörenden Inseln sind weitestgehend unbewohnt. Die optimale Reisezeit liegt entweder im Frühjahr oder im Herbst. Im Winter sind Temperaturen unter –20 Grad keine Seltenheit, im Sommer werden gerne auch mal die 40 Grad erreicht. Für die kommende Woche sind so zwischen 10-20 Grad angesagt. Ein bisschen kühler als in Taiwan, aber trotzdem angenehm.

Weitere interessante, spannende oder auch lustige Informationen:

– Ein Riesenthema (längst auch über die Landesgrenzen hinaus) ist der K-Pop, eine in Südkorea entwickelte Musikform. Man hört sie hier an jeder Ecke. Vorreiter war hier sicherlich der Rapper “Psy”. Sein Hit “Gangnam Style” wurde inzwischen auf Youtube über 5 Milliarden mal geklickt und liegt damit in den Top 10 weltweit.

– Die Südkoreaner gelten als Schluckspechte Asiens. Im Schnitt trinken (vor allem koreanische Männer) über 21 Liter Alkohol im Jahr (zumeist Reisschnaps, Reisbier, Wein und andere Spirituosen), damit doppelt so viel wie ein durchschnittlicher Russe.

– Sehr sparsam sind die Koreaner dafür bei der Anzahl Ihrer Nachnamen. Hier gibt es nämlich nur etwa 300 verschiedene. Über 50% der Einwohner heißen Kim, Lee oder Park.

– Südkorea verfügt über ein ausgezeichnetes Bildungssystem, und liegt (laut der letzten Pisastudie) z.B. in Mathematik auf Platz drei. Dies liegt unter anderem daran, dass fast alle Schulkinder neben der “normalen” Ganztagesschule zusätzlich noch eine Nachhilfeschule (“Hagwon” genannt) besuchen. Leider ist diese allerdings ziemlich kostspielig und nimmt (pro Kind) etwa 10% des gesamten Familieneinkommens in Anspruch. Sicher auch ein Grund warum die Geburtenrate in Südkorea die niedrigste weltweit ist (0,78 Kinder pro Frau).

– Aussehen ist Alles: Eine reine, weiche Haut und ein gepflegtes Aussehen sind in Südkorea geradezu Statussymbole. Nicht umsonst ist die koreanische Kosmetik weltbekannt. Dazu ist man absoluter Spitzenreiter was den Bereich Schönheitschirurgie angeht. Über ein Drittel der Frauen war schon einmal beim Beauty-Doc. Sehr beliebt sind vor allem Gesichtsverschmälerungen und Korrekturen der Schlupflider. Aber auch die Herren der Schöpfung achten sehr auf ihr Äußeres: Nirgendwo auf der Welt geben Männer (pro Kopf) so viel Geld für Kosmetik und Beautyprodukte aus wie in Südkorea.

Ich bin mir sicher, in den nächsten 10 Tagen hier werde ich noch auf viele weitere interessante Dinge aufmerksam werden.

Zurück zum heutigen Tag: Nach dem Einchecken im Hotel drehte ich noch ein kurze Runde über den Nachtmarkt. Rappelvoll, das Ding. Dazu sieht man deutlich mehr Touristen als noch in Taiwan.

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Neben den klassisch asiatischen Streetfood-Gerichten wunderte ich mich über einige Stände, die Eierbrot mit Käse (Bild links) anboten. Ich hab mal eins probiert… mmmmhhh, hat halt geschmeckt wie Eierbrot mit Käse Winking smile

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Für morgen habe ich spontan noch einen Ausflug in die Demilitarisierte Zone an der Grenze zu Nordkorea gebucht. Darüber habe ich schon viel gehört bzw. gelesen, und bin wirklich gespannt.

Dann mal gute Nacht und erste Grüße aus Südkorea Smile

Tag 10: Taroko-Schlucht

Dienstag, 24.03.: Mein letzter Tag in Taiwan begann mit einem sehr leckeren Frühstück im neuen Hotel. Dann musste ich mich beeilen, denn mein Fahrer für den heutigen Tag wartete bereits einige Minuten auf mich. Er hörte auf den Namen “Paul” und war auf jeden Fall bestens gelaunt und sehr gesprächig.

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Die Tour sollte mich heute etwa 150km südlich von Taipeh zu einem der spektakulärsten Naturwunder Taiwans führen, der Taroko-Schlucht. Durch einige kleinere Staus und grundsätzlich recht hohes Verkehrsaufkommen entschieden wir uns vor der Schlucht noch schnell unseren Mittagssnack einzunehmen. Schweinefleisch-Buns (6 Stück) für insgesamt 85 Cent. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis würde ich sagen. Mit ein bisschen Sonne und Strandblick schmecken die Dinger gleich nochmal besser Smile

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Der Qixing-Strand ist ein sehr beliebtes Freizeitziel in der Gegend, was vor allem an seinem klaren, blauen Wasser liegt. Da blickt man schonmal darüber hinweg, dass der Strand an sich eher kieselig als sandig ist.

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Nach dem Essen fuhren wir dann direkt in die 19km lange Taroko-Schlucht ein, die in Millionen von Jahren vom türkisfarbenen Fluss “Liwa” erschaffen wurde. Das bis zu 500m in die Höhe ragende Gestein ist zum größten Teil weißer Marmor, was die Schlucht zu einer absoluten Rarität macht.

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Leider ist die Gegend sehr anfällig für Naturkatastrophen. So kämpft man heute noch massiv mit den Auswirkungen eines starken Erdbebens von vor zwei Jahren. Alle bekannten Wanderwege sowie viele schöne Aussichtspunkte waren auch heute noch gesperrt, weshalb ich alle Bilder von der Straße aus machen musste. Wirklich sehr schade, denn die Wanderungen sollen wirklich unglaublich schön sein.

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Immerhin ein kleines bisschen konnten wir uns beim Aufstieg zum Taroko-Tempel die Beine vertreten.

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Eine weitere kurze Wanderung endete dagegen aber relativ zügig Sad smile

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Wie lange es noch dauern wird, bis die Wege wieder komplett begehbar sein werden, weiß keiner so wirklich. Auf jeden Fall wird an vielen Stellen gebaut, bzw. immernoch geräumt, was auch den Verkehr sehr beeinflusst. Das einzig positive an dieser Situation ist, dass sich nur sehr wenige Touristen in die Schlucht verirren.

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Es war inzwischen 19 Uhr, als Paul mich wieder an meinem Hotel absetzte. Ich brach noch auf zu einem kleinen Abendspaziergang mit einem günstigen Dinnermenü (3,50€)…

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…und ein bisschen Unterhaltung in der direkten Umgebung meines Hotels in “Ximen”.

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Morgen Mittag geht es dann weiter nach Südkorea. Es war wirklich eine sehr schöne Zeit hier in Taiwan. Allerdings habe ich jetzt auch das Gefühl, alles (für mich relevante) gesehen zu haben. Daher freue ich mich auf ein neues Land und neue Leute.

Letzte Grüße aus Taipeh und bis morgen Smile

Tag 9: Wulai

Montag, 23.03.: Heute Morgen endete also die offizielle G-Adventures Tour durch Taiwan. Beim Frühstück hatten wir noch einmal die Möglichkeit uns zu verabschieden, dann startete ich zu meiner heutigen Tour, die ich separat gebucht hatte. Mit dem Bus ging es etwa eine Stunde in den Süden in das kleine, verschlafene Bergdorf “Wulai”, was übersetzt “heißes Wasser” bedeutet. Der Grund für diesen Namen sind die heißen Quellen, auf die ich später aber noch einmal eingehen werde. Zunächst hatten wir eine Sunde Zeit um das Dorf zu erkunden.

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Das Dorf mitten in den Bergen hat seinen ganz eigenen Flair. Die Stimmung ist entspannt und ruhig, was sicherlich auch damit zu tun hat, dass sich hierher nicht ganz so viele Touristen verirren. Die vielen alten und abgenutzt wirkenden Gebäude passen irgendwie in die Landschaft und verleihen dem Dorf einen gewissen Charme.

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In der “Wulai-Oldstreet” gab es reichlich Garküchen und kleine Restaurants. Die Spezialitäten dieser Gegend sind Wildschweinfleisch, Bambusreis und Bergpfeffer.

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Als kleinen Snack habe ich mir ein paar gefüllte Teigtaschen und ein bisschen Obst als Nachtisch gegönnt.

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Optisch typisch taiwanesisch kommt die kleine “Log Cart” Bahn daher. Für 1,40€ bringt sie die Besucher zum Wulai-Wasserfall…

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…mit 80m Höhe, der höchste in Nordtaiwan.

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Auch am Design der Seilbahn konnte man deutlich erkennen in welchem Land man sich gerade befindet Winking smile

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Mit dieser fuhren wir weiter zum “Yun Hsien Resort”, einem kleinen Bergerlebnispark. Kein Highlight, aber trotzdem ganz nett anzuschauen.

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Zum Abschluss der Tour durften wir dann noch die heißen Quellen selbst erleben. Dafür wurden uns in einem schicken Hotel separate Räume zur Verfügung gestellt. Das Wasser der heißen Quellen ist klar, geruchlos und leicht alkalisch. Man sagt ihm eine entspannende, Stress reduzierende und durchblutungsfördernde Wirkung nach. Hab ich natürlich direkt gemerkt Winking smile

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Zurück in Taipeh kehrte ich am Abend in das kleine Restaurant zurück, in dem ich vorgestern bereits mit Johan war. Die Dumplings sowie die Beef Rolls waren mal wieder äußerst köstlich Smile

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Meine neue Bleibe für die nächsten beiden Tage befindet sich im deutlich belebteren Viertel “Ximen”. Bei meinem ersten kleinen Rundgang erlebte ich fast eine Art Reizüberflutung. Hatte was von Times Square in New York. Da war überall richtig was los, und das an einem Montag Abend.

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Im Hotel wurde ich kostenfrei auf ein VIP-Zimmer upgegraded Smile Nehme ich gerne so mit!

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An meinem letzten Tag in Taiwan habe morgen eine weitere Tour gebucht. Es geht in eine landschaftlich spektakuläre Felsenschlucht. Ich bin gespannt und werde berichten Smile

Schöne Grüße mal wieder nach Deutschland und bis morgen Winking smile

Tag 8: Keelung und Jiufen

Sonntag, 22.03.: Am letzten Tag unserer Tour fuhren wir mit dem Bus in den Norden Taiwans. Unser erstes Ziel dabei war die Region um die Hafenstadt Keelung. Da es hier an etwa 300 Tagen im Jahr regnet, hat Keelung auch den Spitznamen “Regenhauptstadt Taiwans”. Wir hatten heute Glück, denn trotz ordentlicher Bewölkung blieben wir den ganzen Tag trocken.

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Unser erstes Ziel war der “Golden Waterfall”. Nett anzusehen, aber ich habe sicherlich schon größere und spektakulärere Wasserfälle bewundern dürfen.

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Als nächstes besuchten wir das kleine Goldgräberdorf “Jiufen”, das mitten in den Bergen oberhalb von Keelung gelegen ist. Nach der japanischen Kolonialzeit war es lange verlassen, bis es vor einigen Jahren mehr und mehr touristisch erschlossen wurde. Viele enge und verwinkelte Treppenstraßen und Gassen muss man hinauf- und hinuntergehen, um das am Hang liegende Dorf komplett zu erkunden. Typisch sind auch die vielen roten Laternen, die vor allem auf den touristisch hoch frequentierten Gassen zu finden sind.

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Geht man ein bisschen abseits der klassischen Touristenwege, findet man viele kleine und schöne Häuser und Café`s…

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…dazu schöne Aussichten in alle Richtungen (es hatte immerhin für 15 Minuten ein bisschen klare Sicht).

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Für zwei Euro gönnte ich mir in einer kleinen Garküche zwei frische Buns mit Schweinefleisch und Gemüse. Hier wurde wirklich alles noch selber gemacht, und man konnte sogar direkt zusehen.

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Auf dem Rückweg zum Treffpunkt musste ich mich dann wieder durch die Menschenmenge auf der “Touristenmeile” kämpfen. Die Tatsache, dass heute Sonntag war, hat noch sein Übriges getan.

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Weiter ging es zum “Heping Island Geopark”. Die vielen verschiedenen Gesteinsschichten lassen die Gegend teilweise wie eine Mondlandschaft aussehen. Sonne, Wind und das Meersalz formten diese bizarre Küste in den vergangenen Jahrtausenden. Dazu gibt es toll geformte Klippen und einen schönen Ausblick auf den Pazifik.

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Die Besucher haben zudem die Möglichkeit in einem der Naturpools zu schwimmen (war mir aber viel zu kalt). Die Kinder können währenddessen ja am künstlichen Sandstrand spielen.

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Natürlich hat auch Keelung einen ziemlich beeindruckenden Nachtmarkt zu bieten. Dieser war auch schon zur späten Nachmittagszeit sehr gut besucht. Die Spezialitäten der Region: Krabben und alle weiteren Seafood-Delikatessen, sowie frittierte Sandwiches mit verschiedenen Füllungen.

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Zum letzten Abendessen mit der Gruppe führte uns Chiayu in einen Pub mit ziemlich schlechtem, dafür aber sehr teurem amerikanischem Essen. Zumindest das Bier soll wohl ganz gut geschmeckt haben. Trotzdem war es nochmal schön mit der ganzen Gruppe einen Abend zu verbringen. In den letzten Tagen hat ja jeder (durch die vielen Nachtmärkte) beim Dinner eher so sein eigenes Ding gemacht.

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Die meisten aus der Gruppe werde ich beim Frühstück noch einmal sehen, bevor sich dann im Laufe des Tages die einzelnen Wege trennen werden. Ich habe ja für morgen und übermorgen noch zwei Touren gebucht, bevor ich dann am Mittwoch nach Südkorea fliege. Aber so weit sind wir ja noch nicht Winking smile

Gute Nacht und bis morgen Smile

Tag 7: Back to Taipeh

Samstag, 21.03.: Heute Morgen ging es zunächst ziemlich schnell mit dem Bullettrain zurück nach Taipeh.

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Den gesamten restlichen Tag hatten wir dann zur freien Verfügung. Da Johan und ich ich keine Lust auf Museen oder den botanischen Garten hatten, entschieden wir uns den “Yangmingshan National Park” zu besuchen. Dieser liegt nur etwa 10 km außerhalb der Stadt und ist vor allem durch seine geothermischen Aktivitäten (z.B. heiße Quellen oder Schwefel-Dampfaustritte) bekannt. Zudem besticht der Park durch tolle grüne Landschaften und schöne Ausblicke. So hatten wir uns das ungefähr vorgestellt (Siehe Bilder unten aus dem Netz).

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Leider sah die Realität so aus Sad smile Eigentlich war es den ganzen Tag trocken, und auch kein Regen angesagt, aber etwa 10 Minuten bevor wir mit dem Taxi das Besucherzentrum erreicht hatten, fing es an zu regnen… und der Nebel sollte auch sehr, sehr hartnäckig bleiben. Was also tun? Jetzt, wo wir schonmal hier waren, entschieden wir uns dazu, zumindest eine kleine Wanderung zu starten. Dabei stiegen wir auf zum höchsten Punkt des Parks, dem Qixing-Berg auf 1.120m auf.

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Hier passierten wir einige dampfende Schwefellöcher, die sich schon eine Weile vorher mit entsprechendem Geruch ankündigten.

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Auf dem Gipfel war dann außer einigen Einheimischen und vielen Steinen nicht viel zu sehen. Wirklich sehr schade. Überall konnte man lesen, wie toll der Blick von hier oben auf die Stadt sein soll… heute leider nicht für uns Sad smile

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Bei leider weiterhin schlechtem Wetter stiegen wir wieder ab…

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…und waren aber am Ende trotzdem froh, dass wir die Wanderung gemacht haben, auch wenn das Wetter so war, wie es war.

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Frisch aufgewärmt und geduscht, war es dann Zeit für ein spätes Mittagessen bzw. frühes Dinner. An dieses Essen hier kann ich mich wirklich gewöhnen… Es ist immer lecker, frisch und schnell fertig. In einer kleinen Garküche nahe unseres Hotels probierten wir heute wieder Dumplings, Beefrolls und ein leicht scharfes Rindfleischsüppchen Smile

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Am Abend fuhren wir dann zum Wahrzeichen Taiwan`s, dem Wolkenkratzer “Taipeh 101”. Von 2004 bis 2010 war das Hochhaus das höchste Gebäude der Welt. Aber auch heute ist der Taipeh 101 mit seinen 508m Höhe und 101 Stockwerken immernoch sehr beeindruckend. Ein Turbolift bringt die Besucher in 37 Sekunden ins 89 Stockwerk, wo sich die größte Aussichtsplattform befindet.

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Da Taipeh an sich jetzt nicht die spektakulärste Skyline zu bieten hat, ist die Aussicht von oben zwar schön, aber sicher kein “Highlight” Winking smile

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Wie das in Taiwan so ist, gibt es auch im 89. Geschoß genug Entertainment und reichlich Kulinarisches für groß und klein. Wir sind dann auch noch hoch ins 101. Geschoss, aber leider waren dort die Scheiben so dreckig, dass keine besseren Fotos mehr möglich waren.

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Ziemlich beeindruckend und für alle Besucher zu besichtigen: Der “Tuned Mass damper” ist eine 660 (!!!) Tonnen schwere, an 8 dicken Stahlseilen hängende, goldene Kugel (im 88. Stock), die bei Taifunen oder Erdbeben das Gebäude stabilisiert. Auf Videos, die auf einem Bildschirm im Turm ausgestrahlt werden, ist zu sehen, wie sich die Kugel z.B. beim letzten größeren Erdbeben 2016 bewegte, und quasi gegen die Bewegungen des Gebäudes schwingt, und damit mögliche Schäden am Taipeh 101 verhindert.

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Gegen 21 Uhr waren wir dann wieder zurück im Hotel.

Morgen ist dann schon der letzte Tag der Taiwan-Tour. Es geht noch einmal in den Norden zu einigen Naturhighlights Taiwans.

Grüße und mal wieder gute Nacht Smile

Tag 6: Kaohsiung

Freitag, 20.03.: Ich glaube, heute Morgen hatte ich das reichhaltigste Frühstücksbuffet, dass ich je in meinen Leben gesehen habe. Zusätzlich zu den ganzen Dingen die die Taiwanesen eben den ganzen Tag so essen, gab es auch ein komplettes kontinentales Frühstück mit allem, was wir so kennen. Mein Zimmerkollege Johan freute sich wie ein kleiner Junge, dass es sogar Eiscreme gab. “I never had icecream for breakfast. It`s my first time.” er lachte und genoss seine Schokoeis mit Marshmellows und Crisps Smile

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Die Zugfahrt mit dem Bullettrain lohnte sich heute mal so richtig Winking smile 13 Minuten fuhren wir von Tainin bis nach Kaohsiung. Da hat der Transfer vom Hotel bis zum Bahnhof schon doppelt so lange gedauert.

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Erster Stopp: Obst- und Gemüsemarkt. Vor allem das Obst schmeckt hier wirklich unglaublich gut. Es ist viel süßer und aromatischer als in Deutschland. Einige Obstsorten habe ich noch nie gesehen, geschweige denn gegessen. Bekannt ist Taiwan aber vor allem für seine guten Mangos. Leider beginnt die entsprechende Saison erst im Mai Sad smile

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Kaohsiung ist mit etwa 2,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Taiwans. Sie besitzt einen der größten Seehäfen der Welt und ist ein wichtiges Zentrum für den Schiffbau und die Schwerindustrie. Trotzdem ist die Stadt sehr grün und hat auch kulturell einiges zu bieten.

Wie bisher in allen taiwanesischen Städten die wir besuchten, gibt es auch in Kaohsiung unzählige tolle und pompöse Tempelanlagen. Der Konfuziustempel ist vor allem bei Brautpaaren sehr beliebt. Es waren auch einige vor Ort um vor der schönen Kulisse Hochzeitsfotos zu schießen.

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Die bekannte Sehenswürdigkeit der Stadt ist zweifellos der Lotussee. Auf und neben ihm befinden sich einige Tempel, große religiöse Statuen und Pagoden

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Am bekanntesten sollten jedoch die Tiger- und Drachenpagoden sein. Der Eingang ist dabei der Drachenkopf, der Ausgang der Tigerkopf.

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Eine schöne Sicht auf den ganzen See hatte man vom sechsten Stockwerk aus.

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Da es inzwischen draußen ordentlich heiß und schwül war, verbrachten wir die Mittagspause auf dem Footcourt im klimatisierten Bahnhof… in meinem Fall mit frischen Dumplings Smile

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Nach dem Einchecken im Hotel steuerten wir mit der Metro den “Pier-2 Art Center” an, ein Kreativviertel mit Kunst, Design und vielen kleinen Restaurants und Café`s. Gerade wurde für ein anstehendes mehrtägiges Festival aufgebaut, daher hörte man aus jeder Ecke Musik.

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Besonders bekannt und ein “must go” für jeden Touristen (daher muss man auch einen Moment anstehen): Das “Sunny Hills”-Café”. Die Geschäftsidee ist so unglaublich wie genial. Jeder Gast erhält komplett kostenlos Tee (so viel er trinken möchte) und ein kleines Stück Ananaskuchen (etwa so groß wie drei Dominosteine). Wer möchte, kann danach weitere Stückchen Kuchen zum Verzehr vor Ort kaufen, oder auch schön abgepackt für zu Hause mitnehmen (was wirklich viele Leute tun). Wer das nicht möchte, geht einfach und hat einen guten Tee, sowie ein kleines Stück Kuchen genossen. Offensichtlich rechnet sich das ganze für das Café ja ganz gut…

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Passend zu dem, wie ich bisher Taiwan erlebt habe, hier die Ampelmännchen… Bei den meisten Ampeln sieht man schon noch die normalen Männchen, hin und wieder aber auch diese (selbstverständlich bewegen die sich auch).

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Der Nachtmarkt in Kaohsiung war bis jetzt (nicht nur meiner Meinung nach) der schönste, dazu auch einfach auch riesig groß. Bis zwei Uhr morgens ist er jeden Tag geöffnet, und bietet kulinarisch wirklich alles was man sich wünscht…

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Wie Ihr seht war bei mir heute “Dumpling-Tag” mit ein paar Süßkartoffelbällchen als Nachtisch.

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Morgen geht es dann schon wieder zurück nach Taipeh. Auch in Kaohsiung wären wir gerne noch länger geblieben… aber so ist die Reise nunmal geplant.

Grüße vom südlichen Ende Taiwans und bis morgen Smile