Mittwoch, 01.04.: Nach einem schnellen Frühstück heute Morgen ging es für uns direkt zum Flughafen Jeju. Für so eine recht kleine Insel ist der Flughafen allerdings erstaunlich groß. Etwa 230 Flüge verlassen Jeju jeden Tag, das bedeutet, dass aller 3 Minuten ein Flugzeug abhebt. Fast die Hälfte der Flüge steuert den Inlandsflughafen von Seoul (namens “Gimpo”) an. Mit diesen 90-110 Flügen täglich von Jeju nach Seoul ist diese Flugverbindung die am häufigsten genutzte Flugroute der Welt!!! Man stelle sich mal vor, es würden von Frankfurt jeden Tag 100 Flieger nach Palma de Mallorca abheben. Dazu sind die Flugzeuge auch ganz normale Boing`s mit 6er Reihen und keine so kleinen Klappermaschinen. Das finde ich schon bemerkenswert, wie viele Leute jeden Tag auf die Insel und zurück fliegen.
Zurück in Seoul war unsere erste Anlaufstelle der Stadtteil “Gangnam” (übersetzt: “südlich des Flusses”), der als absolutes Luxusviertel Seoul`s gilt. Laut Rob kostet hier bereits eine kleine Wohnung ab 3 Millionen US-Dollar aufwärts.
Größere Bekanntheit erhielt Gangnam natürlich durch den (in einem der letzten Blogeinträge erwähnten) K-Pop-Song “Gangnam Style” des Rappers Psy. Die zwei übereinander geschlagenen Hände sollen den typischen Tanz zu diesem Song darstellen. Im Hintergrund läuft das Lied in Dauerschleife.
Die größte und bekannteste Shopping Mall der Stadt nennt sich “Starfield Coex Mall”. Das Geschoß mit den vielen Läden und Restaurants liegt unterirdisch, und ist einfach nur riesig.
In der Mall mit verbaut sind ein großes Theater, mehrere Kinosäle sowie ein riesiges “Sealife”-Aquarium.
Das bekannteste Geschäft ist allerdings die “Starfield Library”, eine Bücherei. Ihre 13 Meter hohen Bücherregale reichen bis unter die Glasdecke des Artriums. In die Regale hinein sind übrigens Café`s verbaut.
Natürlich befindet sich in der Mall auch ein riesiger Foodcourt. Da waren selbstverständlich mal wieder ein paar Dumplings fällig ![]()
Durch die Hauptstadt Südkoreas verläuft der “Han-River” (der weiter im Norden auch durch die DMZ fließt). Der dazugehörige Han-River Park ist meines Erachtens eher unspektakulär, auch wenn es dort ein paar Restaurants und Café`s gibt. Rob meinte aber, hier wäre bei gutem Wetter die Hölle los…
Gegen 16 Uhr checkten wir bereits wieder im Hotel ein, und hatten den Rest des Tages frei. Ich entschied mich dazu noch ein paar Sightseeing Highlights auf eigene Faust und zu Fuß zu erkunden. Erster Stopp: Der “Namdaemun Market”. Im Gegensatz zum sehr touristischen Night- und Food Market verirren sich nur wenige Touristen hierher. Geshoppt werden hauptsächlich günstige Klamotten.
Viele der Bauten des alten Seouls sind auch heute noch gut erhalten. Die meisten finden sich allerdings mitten im Stadtzentrum zwischen Hochhäusern, Einkaufzentren und Straßenkreuzungen. Immerhin stehen heute noch alle 8 Stadttore (und gut erhalten sind sie auch noch). Eines der größten ist das “Sungnyemun-Tor”.
Weiter ging es zum “Deoksugung Palast”, eine eher kleine Anlage aus dem 15. Jahrhundert. Auch hier sieht man noch die alte “Hanok-Bauweise”, wie in dem kleinen Dorf, dass wir vor ein paar Tagen besucht hatten.
Dann musste ich mich ein bisschen beeilen, denn um 17 Uhr war letzter Einlass für den größten der fünf Paläste Seoul`s, den “Gyeongbokgung-Palast. Ende des 14. Jahrhunderts erbaut, umfasste die komplette Anlage mal 330 Gebäude und diente als Hauptsitz des Königs. Leider wurden einige im Laufe der Jahrhunderte immer wieder von den Japanern beschädigt oder gar komplett zerstört (letztmalig 1915). Trotzdem sind die übrig gebliebenen Paläste riesig und absolut sehenswert. Ich musste schon Gas geben (denn um 18 Uhr wurde das Gelände dicht gemacht) um alles einigermaßen noch sehen zu können.
Ich hätte gesagt, dass locker 70% der zahlreichen Besucher eine “Hanbok-Tracht” trugen. Diese konnte man sich in zahlreichen Geschäften leihen und eignete sich natürlich für schöne Fotomotive mit den Palästen, und gewährte einem zudem freien Eintritt auf die komplette Anlage. Ich habe (ohne Tracht) umgerechnet etwa 2,60€ gezahlt. Da hätte der Eintritt schon deutlich höher liegen müssen, dass ich mich in so ein Outfit schmeiße ![]()
Der “Jogyesa-Tempel” ist das wichtigste buddhistische Gebäude der Stadt und damit eine Art spirituelles Zentrum des Buddhismus in Südkorea. Durch die sehr auffälligen tausenden Lampions, die über dem Vorplatz hängen, erkennt man ihn schon von Weitem.
Innen waren leider keine Fotos erlaubt, daher mal wieder ein Bild aus dem Netz (Bild rechts unten).
Eigentlich wollte ich heute Abend mal wieder Nudelsuppe essen, aber auf meinem Rückweg zum Hotel duftete es aus dieser kleinen Pizzeria wirklich hervorragend. Dann bestätigten mit auch noch einige Gäste, wie gut die Pizza hier wäre… Also gab es heute eine Pizza Peperoni ![]()
In der Nähe des Hotels schaute ich mich noch kurz eine der größten Kirchen der Stadt an, die Kathedrale von Myeong-Dong.
Einmal noch kurz über den Food Market, dann ging es zurück ins Hotel.
Morgen ist dann schon der letzte Tag der kompletten Reise. Aufgrund meiner frühen Abflugzeit am Freitag habe ich mich dagegen entschieden morgen noch eine größere Ganztagestour zu buchen, sondern werde (ganz entspannt) noch ein paar andere Ziele hier in Seoul ansteuern.
Ich sag mal wieder “bis morgen” und “Gute Nacht”! ![]()