Usbekistan, die Zusammenfassung

Samstag, 15.08.: Wie nach jeder Reise, gibt es auch heute eine kurze Zusammenfassung, sowie ein “best of” der Bilder dieser Tour. Wir hatten auf jeden Fall zehn sehr schöne Tage hier in Usbekistan, und konnten viel von Land und Leuten mitbekommen. Da die einzelnen Stationen der offiziellen Tour sehr “städtelastig” waren, sind wir auch froh, am ersten Tag einen Ausflug in die Natur gebucht zu haben. Alle vier von uns besuchten Städte waren absolut sehenswert und (trotz der ähnlichen Moscheen und Medresen) sehr unterschiedlich. Der Nachmittag am Aydar Kul sowie Nacht unter freiem Himmel im Jurtencamp wird uns sicherlich auch in Erinnerung bleiben. Ansonsten merkt man schnell, dass Usbekistan zwischenzeitlich schon gut touristisch erschlossen ist. Es gibt sehr (teilweise zu) viele Hotels, die größtenteils europäischen Standards entsprechen. Und wer sich mit dem usbekischen Essen nicht anfreunden kann oder will, findet problemlos eine Pizzeria oder einen Asiaten. Die Reisehauptsaison beginnt hier im September, da es im Sommer (vor allem im Juli und August) noch sehr heiß sein kann. Die Hitze ist zwar relativ trocken, trotzdem sind dauerhafte Temperaturen von über 40 Grad schon anstrengend, und schränken den Aktivitätsradius natürlich ein wenig ein. Auch wenn sich die beiden Herren unsere Gruppe oft ein wenig “abseilten”, sind wir eigentlich mit allen gut klargekommen, und haben (auch außerhalb der inkludierten Aktivitäten) viel gemeinsam unternommen. Unsere Reiseleiterin Kamila hat sich auch viel Mühe gegeben und Ihre Sache gut gemacht. Mein Reisepartner Finno und ich sind ja inzwischen sowieso ein gut eingespieltes Reiseteam. Winking smile

Uns noch die die besten Bilder der Reise:

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Vielen Dank mal wieder fürs Mitlesen. Vielleicht verschlägt es den einen oder die andere ja mal in dieses tolle Land. Von unserer Seite aus ist es auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

Viele Grüße und bis zum nächsten Blog.

Der Bloginhaber Volker Winking smile

Tag 10: Taschkent City Tour

Samstag, 15.08.: Unser letzter Tag in Usbekistan begann mit dem Rückflug in die Hauptstadt Taschkent. Wie bereits gestern geschrieben, sind von 10 Reisenden nur noch drei übrig geblieben, denn alle anderen sind am Morgen nach Turkmenistan weiter.

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Nach dem wir unser Gepäck im Hotel abgegeben hatten, starteten wir direkt zur Stadtbesichtigung. Mit dem ersten Highlight hatte ich so gar nicht gerechnet: Die U-Bahn bzw. die einzelnen Bahnhöfe sind schon fast einzelne Kunstwerke. Jede Station hat ein spezielles Thema, und ist dementsprechend auch gestaltet. An den Wänden und Decken befinden sich (natürlich passend zu den Themen) Mosaike, Bilder oder andere aufwändige Verzierungen. Wir sahen heute (glaube ich) insgesamt sechs Stationen, die alle komplett anders aussahen. Unerwartet, aber wirklich sehenswert.

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Der Chorsu-Basar wird fast überall als eines der absoluten Highlights Taschkents beschrieben. Und das Ding ist wirklich unglaublich riesig. Das betrifft nicht nur das runde Gebäude (Bild links) mit der großen Kuppel, sondern auch den großen Außenbereich. Trotz des scheinbaren Chaos ist der Markt in verschiedene Bereiche eingeteilt, so das nicht alle Sachen kreuz und quer angeboten werden.

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Weiter ging es zum “Mustaqillik-Platz” (Platz der Unabhängigkeit). Seit 35 Jahren ist Usbekistan nun bereits unabhängig. Auf dem goldenen Globus des Unabhängigkeitsdenkmals sind nur die Umrisse Usbekistans eingezeichnet, ansonsten keine weiteren Länder. Für die Usbeken ein Zeichen für die Unabhängigkeit und Souveränität des Landes.

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Über “Amur Timur” habe ich ja in den letzten Tagen bereits einige Male berichtet. Auf dem gleichnamigem Platz findet man eine riesige Reiterstatue von ihm.

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Vieles ist in Taschkent noch im Bau, oder wird zumindest renoviert. Das “Hotel Usbekistan” (Bild links) ist eines der wenigen Überbleibsel aus der sowjetischen Zeit. Gebaut 1979, bietet es Besuchern in über 1.000 Zimmern auch heute noch einigen Luxus. Von außen könnte es allerdings (aus meiner Sicht) mal ein bisschen aufgehübscht werden. Aus dem Café des  17. Stocks hatten wir allerdings eine sehr schöne Rundumsicht auf die Innenstadt.

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Ziemlich neu ist zum Beispiel das riesige und modere Konzerthaus (Bild links). Ebenso sieht man auch viele neue Moscheen, Wohnhäuser und Shoppingmalls. Schon ein deutlicher Kontrast zu den älteren usbekischen Städten, die wir in den letzten Tagen sahen.

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Kamila war voller Freude als wir zustimmten, in ein klassisches, russisches Lokal zum Lunch zu gehen. Das Café “Ugolok” ist bekannt für sein frittiertes Hähnchen. Hat mehr oder weniger geschmeckt wie ein Brathähnchen bei uns von der Pommesbude. War dafür aber maximal halb so teuer.

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Ein bisschen Kultur gab es dann noch im Museum für angewandte Kunst. Hier gab es alles rund um die traditionellen Handwerkskünste der Usbeken von früher und heute. Auch wenn wir alle schon ein wenig müde waren, fanden wir es recht interessant.

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Der letzte Abend wurde standesgemäß begangen. Erst Kebab, dann Eis Smile War nochmal ein sehr schöner Tag zum Abschluss.

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Morgen geht`s dann leider schon gaaaaaaaanz früh zurück Richtung Deutschland. Ich hoffe, wir können noch ein paar Stunden schlafen.

Letzte Grüße aus Usbekistan. Gleich kommt noch die gewohnte Zusammenfassung. Smile

Tag 9: Chiwa City Tour

Freitag, 14.08.: Bereits um 8 Uhr startete heute unsere Citytour durch Chiwa. Da war in der Altstadt natürlich noch nicht allzu viel los.

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Trotzdem waren alle Reisenden sowie unsere Reiseleiterin topmotiviert für den Tag Smile

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Der Vormittag war ausschließlich für Sightseeing verplant, den Nachmittag hatten wir dann zur freien Verfügung. Unser erste Stopp war die Juma-Moschee. Sehr ungewöhnlich: Die vielen Holzsäulen im Inneren der Moschee, die teilweise mehrere Hundert Jahre alt waren. Allerdings wurden viele Säulen zwischenzeitlich auch mal getauscht.

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Weiter ging es zum “Tausch-Haudi-Palast”, der sich mitten im Zentrum hinter etwa 7 Meter hohen Steinwänden befindet.

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Im Inneren des Palastes (aus dem 19. Jahrhundert stammend) findet man prächtige Räume, kunstvolle Fließen und aufwändig geschnitzte Holzsäulen und Wände.

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Wir besuchten anschließend noch einige weitere Museen, die von außen aber meist besser aussahen, als von innen.

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Auf das “Islam-Khoja-Minarett” (ich hatte bereits gestern davon berichtet) begleitete uns dann nur noch Jayne. Die 175 Stufen hinauf waren allerdings ziemlich steil und das Treppenhaus sehr eng. Nicht zu empfehlen für Leute mit Platzangst.

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Schöner Rundumblick von oben…

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Das wichtigste und sehenswerteste Mausoleum Chiwas ist das des früheren Dichters und Philosophen Pahlavon Mahmud. Zwischenzeitlich ist aus dem einen Grab ein riesiger Komplex geworden, mit vielen anderen Grabstätten.

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Danach war noch ein wenig Zeit um Souvenirs zu schoppen. Beliebte Mitbringsel sind hier diverse einheimische Klamotten (hier haben die Damen in unserer Gruppe bereits ordentlich zugeschlagen), Bilder oder Keramikgegenstände.

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Ein Poolnachmittag pro Urlaub muss schon sein. Ein Hotel in der Nähe gewährte uns für ein paar Stunden Zutritt zu ihrem Schwimmi Smile

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Vor dem Abendessen durften wir in schöner Atmosphäre noch ein bisschen Hochseilartistik genießen. Ungeahnt spektakulär!

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Ziemlich spektakulär war auch das Rooftop unseres heutigen Dinner-Restaurants…

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…mit prächtiger Aussicht auf den Sonnenuntergang und leckerem Essen.

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Der Finno durfte auch wieder eine kleine Tanzeinlage zum besten geben. Seit Marokko ist er darin ja schon geübt Winking smile

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Fast alle Reisende aus der Gruppe fahren morgen weiter nach Turkmenistan. Nur Jayne und wir zwei fliegen wieder zurück nach Taschkent, wo wir dann morgen noch einen ganzen Tag verbringen werden.

Heute war auf jeden Fall ein wirklich sehr ereignisreicher und schöner Tag.

Bis morgen dann uns letzte Grüße auch Chiwa Smile

Tag 8: Ankunft in Chiwa

Donnerstag, 13.08.: Den heutigen Tag verbachten wir zum Großteil im Bus, denn es ging etwa 450km westwärts in das kleine Örtchen Chiwa, das etwa 5km von der Grenze nach Turkmenistan entfernt ist.

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Nach knapp 7 Stunden Hatten wir es dann geschafft. Andere Stadt, gleiche Temperaturen Sad smile

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Das besondere an Chiwa ist die unglaublich schöne und gut erhaltene Altstadt “Itchen Kala”, die von einer gewaltigen Mauer umgeben ist. Itchen Kala ist komplett autofrei, d.h. wir mussten unser Gepäck selber ins Hotel tragen und bekamen so unseren Orientierungsspaziergang gleich mit dazu.

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Nachmittags hatten wir noch ein bisschen Freizeit, die der Finno und ich nutzen, um uns schonmal ein wenig umzusehen. Ich werde Euch auch heute nicht mit zu vielen Informationen zu den einzelnen Bauerwerken “vollmüllen”. Die ganze Innenstadt besteht aus unzähligen Moscheen, Medresen und Minaretten. Ein absolutes Highlight ist auf jeden Fall das 57m hohe “Islam-Khoja-Minarett” (Bild links), eines der Wahrzeichen Chiwa`s.

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Sehr ungewöhnlich sieht dagegen das “Kalta-Minor-Minarett” aus (Bild links). Es ist auffällig türkisblau, und sollte eigentlich noch deutlich höher gebaut werden. Da der ursprüngliche Bauherr leider früh verstarb, blieb das Minarett leider unvollendet.

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Besonders schön ist die kleine Stadt morgens, oder abends beim Sonnenuntergang, da sich sowohl die Stadtmauer, als auch die Gebäude dann rötlich-bräunlich verfärben.

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Bei usbekischer Live-Musik nahmen wir uns traditionelles und sehr leckeres Abendessen ein

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Morgen sind wir nochmal den ganzen Tag hier in Chiwa, bevor es dann übermorgen schon wieder zurück nach Taschkent geht.

Guuuuute Nach jetzt erstmal und bis morgen Smile

Tag 7: Buchara

Mittwoch, 12.08.: Bereits gestern hatten wir ja schon so einiges von Buchara sehen dürfen. Heute stand dann die offizielle Citytour auf dem Programm. Wir starteten um 8:45 Uhr bei (noch) angenehmen 29 Grad.

Unsere erste Station war das “Samaniden-Mausoleum”, in dem sich das Grab des früheren Samanidenherrschers Ismail Samani befindet. Es wurde zwischen 892 und 907 nach Christus erbaut, und ist damit das älteste islamische Grabmal Zentralasiens. Es ist berühmt für die auffällige würfelartige Form sowie die einzigartige Backsteinarchitektur mit Mustern und geometrischen Formen.

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Das Besondere der Bolo-Haouz-Moschee (1712 erbaut) sind die 20 Holzsäulen an der Frontseite der riesigen Moschee. Das dazugehörige Minarett wurde erst 1917 zusätzlich gebaut. Wie in jeder Moschee, so gilt auch hier: Wer eintreten möchte, muss Knie und Schultern bedecken. Die Damen tragen dazu noch ein Kopftuch.

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Der “Ark von Buchara” ist eine riesige Zitadelle, die bis 1920 als Regierungssitz der jeweiligen Emire genutzt wurde. Wann sie genau gebaut wurde ist unbekannt. Zwischenzeitlich wurde Sie mehrere Male zerstört und wieder aufgebaut. Im Inneren befinden sich insgesamt sieben kleine Museen, wie z.B. ein Naturkunde-, Archäologie- oder Münzenmuseeum.

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Ziemlich prächtig kommt auch die Sommerresidenz des letzten Emirs von Buchara daher. Auf einem schönen großen Grundstück mit kleinem Park kann man seine prunkvollen Wohnräume besichtigen, und mehr über das Leben als Emir erfahren.

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Heute wurde definitiv der Temperaturrekord geknackt. Smile with tongue out

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Zum Mittagessen fanden wir ein schönes Schattenplätzchen in der Altstadt von Buchara. Grundsätzlich ist die Verpflegung hier wirklich top. Die Restaurants sind sehr sauber und gepflegt, das Essen frisch und immer nett angerichtet. Selbst wenn man mal etwas “to go” bestellt, ist das in der Regel hygienisch einwandfrei.

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Auf dem Markt von Buchara wollte der Finno eigentlich noch ein paar Fake-Klamotten kaufen. Leider wurde er nicht fündig Sad smile

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Unser Abendessen nahmen wir am nahegelegenen See (hier waren wir bereits gestern zum Lunch) mit sehr schöner Atmosphäre ein.

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Der harte Kern machte dann noch ein wenig die Altstadt unsicher Smile

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Morgen geht es schon weiter nach Chiwa. Ungefähr 6-7 Stunden werden wir dafür im Bus sitzen müssen. Immerhin wird am Nachmittag noch ein bisschen Zeit für ein paar Aktivitäten bleiben.

Ich verabschiede mich mal und sende letzte Grüße auch Buchara. Smile

Tag 6: Eine “heiße” Nacht im Jurtencamp

Dienstag, 11.08.: Nachtrag zur letzten Nacht: Wie vermutet und befürchtet kühlte es in der Nacht nicht wirklich ab. Da war an Schlafen in der Jurte absolut nicht zu denken. Also entschieden wir und kurzerhand die Matratzen nach draußen zu verlegen, und unter freiem Himmel zu schlafen.

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Selten habe ich die Milchstraße so gut und klar sehen können wie diese Nacht von unserem Logenplatz aus. Sogar mein IPhone konnte das einigermaßen festhalten.

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Nachdem es gegen 4 Uhr morgens doch merklich abkühlte, verlegten wir unseren Schlafplatz wieder in die Jurte hinein.

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Nach dem Frühstück ging es gleich weiter mit dem Bus Richtung Buchara. Der eine oder andere nutze die etwa 4 Stunden Fahrt um noch ein wenig Schlaf nachzuholen. Winking smile

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Gegen Mittag erreichten wir dann unser sehr schönes und sauberes Hotel in Buchara (ebenfalls an der Seidenstraße gelegen).

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Für alle die mit der Seidenstraße vielleicht nicht viel anfangen können, hier noch ein paar kurze Worte dazu: Zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 13. Jahrhundert n. Chr. war die Seidenstraße ein wichtiges Netz von Karawanenstraßen, dessen Hauptroute den Mittelmeerraum auf dem Landweg mit Zentral- und Ostasien verband. Auf den über 6.400km wurden neben Seide auch Porzellan, Gewürze, Wolle aber auch Gold und Silber transportiert und gehandelt. Neben Kaufleuten, Gelehrten und Armeen wanderten auch ganze Religionen und Kulturkreise von Ost nach West, und andersrum. Auf diese Weise kam zum Beispiel auch der Buddhismus nach China. Der gesamte Verlauf der Seidenstraße sieht man im Bild unten recht gut.

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Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, nutzen dir den Nachmittag für einen kleinen Orientierungsspaziergang, und waren wirklich positiv überrascht. Ein richtig schickes Städtchen ist dieses Buchara. Die alten Gebäude sind (sofern notwendig) sehr schön restauriert. Es gibt viele Möglichkeiten entspannt zu sitzen oder ein bisschen zu bummeln.

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Die ganze Altstadt ist zudem voller Moscheen und Medresen, so wie wir das schon in Samarkand gesehen hatten. Morgen werden wir uns die wichtigsten Plätze noch einmal genauer ansehen.

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Der schöne kleine Markt ist zum Glück überdacht. Bei heute wieder 41 Grad war das sehr angenehm.

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Außer Finno, Jayne und mir fahren alle anderen nach der Zeit in Usbekistan weiter nach Turkmenistan. Hier ist die Einreise etwas komplexer, zudem darf man lediglich US-Dollar einführen. Daher mussten sich alle anderen heute Mittag mit den entsprechenden Einreisemodalitäten beschäftigen. Wir anderen drei gönnten uns in der Zeit ein Eis in der Stadt.

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Interessant auch zu sehen, wie eine große Anzahl von Kindern auf einem Schulhof am Kampfsporttraining teilnahm. Man sieht Kinder kaum Fußball, Tennis oder Basketball spielen. Daher sind die bekanntesten usbekischen Sportler auch Boxer, Ringer oder Judokas.

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Am späten Nachmittag (es hatte sich schon au 37 Grad “abgekühlt”) machten wir uns dann alle noch einmal auf den Weg in die (zwischenzeitlich gut gefüllte) Altstadt…

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… um den “Poi Kalon” zu besuchen, einen alten Gebäudekomplex aus Moschee, zwei Medresen und dem 46 hohen Minarett, dass man fast von überall sehen kann. Alle Gebäude stammen aus dem 12. Jahrhundert.

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Die bisher schönste Dinner-Location bisher war heute das Zarargon-Restaurant in der Altstadt, mit gutem Essen, schnellem Service und tollem Ausblick vom Rooftop auf den Poi Kalon.

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Nach einer kleinen Runde nach dem Essen kehrten wir dann ins Hotel zurück. Ein unerwartet sehr schöner Tag war es auch heute wieder…

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Gute Nacht und erste Grüße aus Buchara Smile

Tag 5: Aydar Kul

Montag, 10.08.: Heute stand die erste längere Fahrt mit dem Bus auf dem Programm, denn es ging Richtung Norden zum großen See Aydar Kul. Unser Bus ist wirklich sehr komfortabel, und hätte Platz für 50 Personen. Also können wir 11 Reisende es uns sehr komfortabel machen.

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Ich hatte ja bereits gestern geschrieben, dass über 80% des Landes Wüstengebiet sind. Heute konnten wir uns auch optisch davon überzeugen. Die Straßen sind allerdings in recht passablem Zustand.

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Einen kurzen Mittagsstopp legten wir im kleinen Örtchen “Nurota” ein. Bei knapp 40 Grad stiegen wir zunächst eine kleine Anhöhe hinauf, um einen Rundumblick über das Dorf und die Umgebung zu haben.

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Oben war es zumindest ein bisschen windig, was die Temperaturen etwas erträglicher machte. Zudem ist in Usbekistan die Luftfeuchtigkeit relativ gering, d.h. man ist nicht sofort klatschnass geschwitzt.

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Was uns auch aufgefallen ist: Das Land ist sehr sauber. Man sieht wirklich nur sehr wenig Müll rumliegen. Dazu sind überall viele Mülleimer positioniert, so dass man eigentlich auch gar nicht auf die Idee kommt, den Müll einfach in die Landschaft zu entsorgen. Auch rund um die schöne Moschee und das Mausoleum in Nurota war alle sehr sauber.

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Gute 90 Minuten später tauchte dann (mitten in der Wüste) am Horizont der Aydar Kul-See auf. Eigentlich undenkbar, dass in dieser kargen Umgebung so ein riesiger See zu finden ist. Aydar Kul ist etwa 160km lang und 35km breit, bei einer Gesamtfläche von etwa 3000 Quadratkilometern. Damit ist er ungefähr so groß wie das Saarland. Entstanden ist der See erst um 1969 herum, und durch menschliche Eingriffe. Wasser, dass eigentlich aus einem anderen Stausee umgeleitet werden sollte, landete letztendlich dort, wo sich nun der Aydar Kul befindet.

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Mit seinem schönen, feinen Sandstrand hält hier jeder Tourist zumindest kurz für einen Badestopp an. Eine Weile muss man durch das flache Wasser gehen, bis man mal bis zum Bauch im (heute 30 Grad warmen) Wasser steht.

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Im Laufe der Jahre haben sich viele Tiere angesiedelt. So gibt es Pelikane, Schwäne, Reiher und verschiedene weitere Zugvögel. Zudem ist der See auch bei Anglern sehr beliebt. Zander, Karpfen, Brassen und Rapfen finden sich in großer Anzahl im Aydar Kul.

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Gegen 19:30 Uhr erreichten wir dann unsere Unterkunft, das Jurtencamp “Sputnik Navoi”. Es ist sehr schon gelegen, aber im Vergleich zu den Camps in der Mongolei doch deutlich luxuriöser… soll uns Recht sein.

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Wir kamen gerade rechtzeitig für den Sonnenuntergang und das Abendessen. Am Ende gab es noch eine kleine usbekische Musikeinlage beim Lagerfeuer.

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Nun hoffe, ich kann einigermaßen schlafen, denn in der Jurte sind locker noch über 30 Grad. Ich werd jetzt noch kalt abduschen, vielleicht hilft das ja ein wenig.

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Morgen geht`s schon weiter nach Buchara, wo wir dann wieder zwei Nächte im (hoffentlich) klimatisierten Hotel verbringen werden.

Schöne Grüße aus der Wüste und bis morgen Smile

Tag 4: Samarkand Teil 2

Sonntag, 09.08.: Heute hatten wir den Tag in Samarkand zu freien Verfügung, und konnten dabei zwischen einigen optionalen Aktivitäten wählen. Da es also ein wenig entspannter war, schreibe ich zunächst ein bisschen was zu Usbekistan allgemein. Mit etwa 450.000 Quadratkilometern ist Usbekistan ein bisschen größer als Deutschland, hat dafür aber deutlich weniger Einwohner (39 Millionen). Etwa 80% der Landesfläche besteht aus Wüste. Trotzdem finden sich in Usbekistan über 4.300 Pflanzen- sowie etwa 1.000 Tierarten. Im Sommer sind in heißen Regionen bis zu 50 Grad keine Seltenheit, im Winter kann es auch längere Zeit deutlich unter 0 Grad bleiben. Schnee ist in den flacheren Regionen (trotz der niedrigen Temperaturen) aber höchst selten, was aber daran liegt, dass es allgemein nur sehr wenige Niederschlagstage im Jahr gibt. Deshalb fahren Auto`s auch das ganze Jahr mit Sommerreifen. Die Usbeken sind grundsätzlich sehr entspannt, manchmal ein wenig schüchtern. Obwohl Sie seit 35 Jahren unabhängig sind, und zwischenzeitlich viele westliche Einflüsse Einzug hielten, fühlen Sie sich den Staaten der früheren Sowjetunion noch sehr verbunden und bezeichnen sie sogar als Freunde. Einzig mit Turkmenistan steht man ein bisschen auf Kriegsfuß. In Usbekistan wird mit “So`m” (gesprochen “Summ”) bezahlt, wobei einem Euro etwa 12.000 So`m entsprechen. Insofern ist man hier schnell mal Millionär, selbst wenn man nur das Durchschnittseinkommen von etwa 200€ (2,4 Millionen So`m) bezieht.

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Heute Morgen interessierten sich neben uns noch fünf weitere Reisende für das Grab des Propheten Daniel. Angeblich soll der damalige Herrscher Amir Timur (wir waren gestern an seiner Grabstätte) einige Gliedmaßen des Propheten aus einem Persien-Feldzug mitgebracht haben, denn “wer einen Prophet begräbt, erlangt damit den Einlass ins Paradies”. So hieß es zumindest damals. In einem schmucklosen Ziegelgebäude befindet sich der insgesamt 18m lange Sarg, denn der Legende nach wachsen die Gliedmaßen des Propheten auch nach seinem Tod weiter. Irgendwie eine merkwürdige, aber interessante Geschichte.

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Um das Grab herum wurde ein kleiner Ort der Ruhe erbaut (unter anderem mit einem über 600 Jahre alten Pistazienbaum), wo einige Einheimische beteten. Unter einem kleinen Häuschen geschützt, befindet sich eine heilige Qualle, an der Pilger literweise das als heilkräftig geltende Wasser abfüllten.

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Das kleine Dörfchen “Koni Ghil” am Stadtrand von Samarkand ist berühmt für seine traditionelle Herstellung von Seidenpapier. Alle benötigten größeren Maschinen werden (komplett ohne Elektrizität) nur von Wasserkraft betrieben.

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Das Papier ist nach der Fertigstellung sehr resistent, wasserabweisend und soll angeblich über 100 Jahre halten.

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Nächster Stopp: Samarkand Markt. Nichts besonderes, aber für uns gut genug um ein bisschen was für den anstehenden Mittagssnack mitzunehmen.

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Das Brot im Bild unten heißt hier “Non”, und wir in der Regel warm serviert. Da es zu fast jeder Mahlzeit serviert wird, durften wir schon verschiedene Varianten testen. Sehr lecker.

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Ein weiteres traditionelles Handwerk in Usbekistan ist das Knüpfen von Teppichen. Die verarbeiteten Materialien (Seide, Wolle usw.) werden ausschließlich mit Naturfarben bearbeitet. Je nach Größe und Musterung des Teppichs kann die Fertigstellung mehrere Jahre dauern und einen guten fünfstelligen (Euro-)Betrag kosten. Anfragen für individuelle Teppichdesgins gehen hier aus der ganzen Welt ein.

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Neben dem bekannten Kugel- oder Softeis gibt es auch hier noch Andenken an die Zeit der Sowjetunion. “CCCR” in kyrillischen Schriftzeichen bedeutet in unsere Schrift übersetzt so viel wie UDSSR (Union Der Sozialistischen Sowjet Republiken).

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Nach dem ganzen Stress brauchte der Bub` erstmal n (Nach)Mittagsschläfchen.

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Abends entführte uns Kamila in ein sehr schickes Restaurant. War sehr lecker, dafür aber auch (verhältnismäßig) teuer und die Portionen überschaubar. Wenn man hier in Usbekistan in einem Mittelklasse-Restaurant ein Fleischgericht + Getränk bestellt kommt man in der Regel mit 8 € gut hin. Also grundsätzlich alles ganz erschwinglich.

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Unser US-Boy Asher ist immer noch nicht richtig fit, und Scott aus Australien nahm das Taxi nach Hause. Daher waren wir wieder allein mit den Mädels unterwegs bei unserm Spaziergang zurück zum Hotel.

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Morgen werden wir relativ lang im Bus sitzen, denn wir fahren weiter an den Aydar Kul-See, inkl. einer Übernachtung in der Jurte. Gut möglich, dass ich dort weder WLAN, noch Handyempfang habe… Ihr werdet ja merken, ob ich hier etwas poste, oder nicht Winking smile

Letzte Grüße aus Samarkand und bis spätestens übermorgen dann Smile

Tag 3: Samarkand

Samstag, 08.08.: Nach einer kurzen Nacht und einem schnellen Frühstück ging es heute Morgen weiter Richtung Samarkand. Den windschnittigen Schnellzug (siehe unten) … nahmen wir leider nicht, dafür aber einen etwas langsameren Zug, der in Deutschland vielleicht als Inter Regio durchgehen würde. Ein kleine Strecke fuhren wir dann noch mit dem Bus…

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… zu unserem sehr schönen Hotel für die nächsten beiden Nächte.

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Am frühen Nachmittag starteten wir dann zur Citytour. Samarkand ist nicht nur die zweitgrößte Stadt Usbekistans, sondern allgemein eine der faszinierendsten Städte Zentralasiens. An der alten Seidenstraße gelegen, war Sie über Jahrhunderte ein wichtiges Zentrum für Handel, Wissenschaft und islamische Kultur. Die tollen und riesigen Moscheen und Medresen sind größtenteils noch gut erhalten und unglaublich beeindruckend. Ich werde Euch mal nicht mit zu vielen geschichtlichen Daten über die einzelnen Stätten überhäufen, und mich auf das Nötigste und Wichtigste beschränken.

Unser erste Station war heute das Amir-Temur-Mausoleum, wo der gleichnamige frühere zentralasiatische Herrscher, sowie fast seine komplette Familie begraben sind. Das beeindruckende Bauwerk wurde 1405 fertigstellt und fällt vor allem durch seine beiden Minarette, sowie der Kuppel mit insgesamt 64 detailliert gearbeiteten Rippen auf.

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Das innere der Kuppel schimmert prachtvoll golden und ich aufwändig mit vielen verschiedenen Mustern und Mosaiken gearbeitet.

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Weiter ging es zum Shah-I-Zinda-Komplex (Lebender König), der im 14. und 15. Jahrhundert erbaut wurde.

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Der Großteil der Besucher sind natürlich Touristen. Trotzdem sieht man auch durchaus einige Einheimische, die diesen Ort der Ruhe besuchen.

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Das Areal besteht aus vielen Mausoleen, Moscheen, Friedhöfen und weiteren religiösen Gebäuden. Alles ist wirklich noch sehr gut erhalten.

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Bei 35 Grad im Schatten (aber immerhin ein bisschen Wind) ging es zu Fuß weiter zu den nächsten Bauwerken. Unsere Reiseleiterin “Kamila” (Bild rechts) weiß wirklich sehr viel, und beantwortet jede Frage geduldig. Man merkt Ihr an, wie stolz sie auf Ihre Heimat ist.

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Nächster Stopp: Bibi-Chanum-Mausoleum und die dazugehörige Moschee. Ich musste mir das alles notieren, ansonsten verliert man bei den Gebäuden wirklich den Überblick. Dazu ist auch auch nicht förderlich, dass alle Gebäude ähnlich bis gleich aussehen. Auf den Bildern (siehe unten) erkennt man vielleicht ein bisschen die Dimensionen der Gebäude (im Vergleich zu den winzig wirkenden Menschen davor).

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Das absolute Wahrzeichen Samarkands, eigentlich ganz Usbekistans, ist der berühmte “Registan”, ein monumentaler Platz mit drei riesigen, und gut erhaltenen Medresen, die fast jedes Cover usbekischer Reiseführer zieren. Die Gebäude wurden zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert erbaut, und dienten damals lange Zeit dem Handel. Die auffallend türkisfarbenen Fließen sowie fein gearbeiteten geometrischen Ornamente machen den Registan und die Medresen wahrhaft einzigartig.

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Unsere Gruppe war beim Ausflug heute leider ein bisschen dezimiert, den “Asher” aus den USA fühlte sich nicht so gut. Unsere Reiseleiterin Kamila und Scott aus Australien waren zum Gruppenselfie ebenso nicht auffindbar. Von rechts nach links: Ellemijn (Holland), Hannah (Deutschland), Jayne (England), Sarah (Irland), Marget (Irland), Leen (USA), Finno (Rödelsee), Volker (Ludwigsburg).

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Nach einem kurzen Stopp im Hotel wurden im Restaurant gegenüber heute mal wieder Kebap`s serviert.

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Am Abend fuhren wir noch einmal schnell für die Lightshow am Registan vorbei. Nett anzusehen, aber kein “must go”.

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Morgen haben wir noch einen weiteren Tag in Samarkand für optionale Dinge… Ein bisschen was gibt es hier auf jeden Fall noch zu sehen.

Viele Grüße aus Samarkand und bis morgen Smile

Tag 2: Ausflug in den Nordosten

Freitag, 07.08.: An unserem ersten richtigen Urlaubstag buchten wir eine Tour in die Bergregion Chimgan. Hier im äußersten Nordwesten Usbekistans sind es noch etwa 15 km bis Kirgisistan (im Süden) und 30km bis Kasachstan (im Norden). Von Taschkent aus fährt man etwa 80 Minuten auf sehr gut ausgebauten Straßen.

Wir stoppten zunächst am “Amirsoy Resort”, eine Art modernes Skidorf, dass im Sommer auch zum Wandern genutzt werden kann. Mit zwei sehr langen Liften kann man bis auf knapp 2.300m hinauffahren.

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Oben merkt man schnell, dass hier sehr viel auf den Wintertourismus ausgelegt ist. Die vielen großen Hotels sind zur Sommerzeit natürlich so gut wie leer, und auch das futuristische Restaurant auf dem Berggipfel (Bild links) sah recht unbesucht aus.

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Wir entschieden uns für eine kleine Wanderung, um noch ein bisschen mehr von der Landschaft zu sehen. Auf dieser Höhe, und mit einer leichten Brise waren die Temperaturen sogar recht angenehm.

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Bis auf über 3.300m Höhe ragen einige Gipfel der Chimgan-Region hinauf. Es gibt zahlreiche Wanderwege um diese interessante Region zu erkunden. Leider hatten wir nicht ganz so viel Zeit heute, aber einen guten Eindruck erhielten wir schonmal.

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Zum Mittagsessen wurde uns eine Spezialität des Landes serviert, nämlich Kebab. Dabei handelt es sich um nicht anderes, als gegrillte Spieße, die unterschiedlich bestückt sein können. Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, Pilze… alles ist erlaubt. Grundsätzlich wird in Usbekistan sehr viel Fleisch gegessen. Da etwa 92% der Usbeken dem islamischen Glauben folgen, ist Schweinefleisch natürlich tabu. Auch Fisch ist Mangelware. Denn wo soll dieser auch herkommen? Usbekistan ist ein Binnenland, und dazu auch noch nur von anderen Binnenländern umgeben. Und Flüsse gibt es hier auch nicht viele.

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Es gibt auch ein Dorf Chimgan, das allerdings aktuell recht unspektakulär daherkommt, weil überall viel gebaut und renoviert wird. Da vertrieben wir uns die Zeit ein wenig mit einer Quadtour.

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Sehr interessant: Es gibt hier sogar eine Art kleinen Gletscher (Bild links). Eigentlich unglaublich, dass das Eis bei diesen Temperaturen nicht komplett wegschmilzt.

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Für kleines Geld fuhren wir dann noch mit einer Sesselbahn zu einem Aussichtspunkt über das Chimgan-Tal.

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Mit seinem sehr auffälligen türkisblauen Wasser beeindruckte uns der “Charvak-Stausee”. Er ist maximal 140m tief und im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Wassersportler oder “Strandgänger”.

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Leider hatten wir nicht mehr viel Zeit (und auch unsere Badesachen vergessen), daher blieb es bei einer kurzen Besichtigung.

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Auf dem Rückweg empfahl unser Fahrer uns noch den “Phoenix-Park” für einen kurzen Spaziergang (bei 35 Grad Winking smile). Außer am künstlich errichteten Strand war bei den Temperaturen dort allerdings nicht viel los. Trotzdem ein netter Park, in dem auch für Familien viel geboten wird.

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Gegen 16:30 Uhr brachte uns unser stets gut gelaunter und fließend englisch sprechender Fahrer “Asilbeck” wieder zurück in unser Hotel. Übrigens: Die Usbeken sprechen neben Ihrer Muttersprache Usbekisch mehr und mehr auch englisch. Die jüngeren Leute lernen heute zu 90% als erste Fremdsprache englisch und nicht mehr russisch (was bei den älteren Usbeken eher noch verbreitet ist).

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Unsere neue Gruppe sowie die Reiseleiterin Kamila lernten wir dann um 18 Uhr kennen. Insgesamt sind wir zu zehnt. Vielen kannten sich bereits, da unsere Tour ein Teil einer größeren Reise durch die anderen “Stan`s” ist (Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Turkmenistan). Nach der gewohnten Vorstellungsrunde spazierten wir noch zum Unterhaltungsviertel Taschkents, genannt “Seoul Mun”. Unzählige Restaurants, Cafè`s, Bars und Eisdielen finden sich hier.

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Nach dem Abendessen beim Koreaner (mit Bao Bun`s und Korean Chicken)…

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…und einer kleinen Fontänen-Licht-Show…

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…gab es zum Nachtisch noch gutes, italienisches Eis.

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Taschkent kommt allgemein sehr modern daher. Knapp 5 der insgesamt 39 Millionen Usbeken leben im Großraum der Hauptstadt. Am letzten Tag der Reise ist noch eine längere Citytour geplant. Dann werde ich sicherlich noch ein wenig detaillierter berichten können.

Morgen früh geht es dann mit dem Zug weiter nach Samarkand, dem kulturellen Zentrum des Landes.

Ich würde sagen, unser erster Tag in Usbekistan war abwechslungsreich und spannend. So kann`s gerne weitergehen.

Gute Nacht jetzt erstmal Smile