Tag 3: Bled

Montag, 11.05.: Beim Frühstück auf unserer kleinen Terrasse war es heute Morgen schon deutlich frischer als gestern. Es hatte in der Nacht auch ordentlich geregnet, und auch den Tag heute sollte es wechselhaft bleiben.

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Kurz nach 10 Uhr verließen wir dann unser schönes Hotel in Bovec. Etwa 120km sollte es heute ostwärts gehen, zunächst nach Bled, dann zu unserem Tagesziel nach Bohinj. Immer wieder stoppten wir unterwegs bei malerischen Aussichten auf die wirklich tolle Landschaften.

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Dafür, dass Slowenien flächenmäßig wirklich nicht besonders groß ist (kleiner als Hessen), bietet es doch viele verschiedene Landschaften: Alpen (bis über 2.800m), Karstregionen, Wälder (über 60% des Landes sind bewaldet), Weinanbaugebiete und sogar eine kleine (46km lange) Adriaküste gibt es. Die etwa 2,1 Millionen Slowenen sprechen neben Ihrer eigenen slowenischen Landessprache auch oft ungarisch, kroatisch oder italienisch. Mit Englisch kommt man allerdings auch wunderbar klar (vor allem bei den jüngeren Slowenen). Das Land ist Teil der EU, der NATO und gehört zur Eurozone (anders als z.B. Bosnien-Herzegowina). Heißt für uns: Wir können mit Euro zahlen und unser gewohntes Telefonnetz ohne Aufpreis nutzen… sehr schön. Was ich nicht wusste: Slowenien gehört zu den sichersten Ländern Europas, mit einer verschwindend geringen Kriminalitätsrate.

Nach etwa 90 Minuten Fahrzeit hatten wir dann das kleine Städtchen “Bled” (etwa 5.500 Einwohner) erreicht. Da das Wetter zu diesem Zeitpunkt noch ganz gut mitspielte, besuchten wir zunächst die sehr bekannte “Vintgar”-Klamm. Etwa 1,6km lang schlängelt sich der Fluss Radovna beeindruckend durch die teilweise 100m hohen Felsen.

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Wie wir es inzwischen schon gewohnt sind, war das Wasser des Flusses kristallklar und türkis schimmernd.

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Da heute Montag war, und auch in Slowenien noch keine Schulferien sind, hielt sich der Besucherandrang auch heute in Grenzen.

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Zurück zum Startpunkt führte dann ein schöner Höhenweg mit Blick auf das Örtchen und die Burg Bled.

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Für den kleinen Hunger zwischendurch steht unsere Futterbox immer griffbereit auf dem Rücksitz. Noch ist sie gut gefüllt Winking smile

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Eigentlich war ja für den ganzen Tag Regen angesagt. Insofern konnten wir eigentlich froh sein, dass das Wetter zumindest bis zum Nachmittag hielt. Dann trat aber leider das Unvermeidliche ein, und es fing kräftig an zu regnen… und leider genau dann, als wir eines der absoluten Highlights des Landes besichtigten, nämlich den Lake Bled. Also packten wir unsere Regenausrüstung aus und stapften zunächst hinauf zur Burg Bled, der ältesten Burg des Landes.

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Von oben hatte man wirklich eine tolle Sicht auf den See, selbst bei diesem Sauwetter. Der Lake Bled ist nicht besonders groß (1,5 *2km) und nicht besonders tief (max. 30m), doch die türkise Farbe des Wassers, die wunderschöne Umrahmung durch die grünen Berge, sowie die kleine Bleder Insel mit der Mariä-Himmelfahrt-Kapelle machen den See auf jeden Fall einzigartig. Wie toll muss das erst bei strahlendem Sonnenschein oder beim Sonnenuntergang aussehen…

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Eigentlich wollten wir einmal um See herumlaufen (etwa 6km), aber dem dem starken Regen machte das (leider) absolut keinen Sinn Sad smile

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Daher fuhren wir weiter (etwa 30min) zu unserem Hotel in Bohinj, wo wir die nächsten drei Nächte bleiben werden. Deutlich größer als unser Hotel in Bovec, aber auch sehr schön.

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Zum Abendessen planten wir eigentlich zu einem kleinen Burger-Lokal in der Nähe zu fahren, doch auf dem Weg dorthin fiel uns dieses slowenische Restaurant auf, so dass wir unsere Pläne spontan änderten. Meine Ochsenbäckchen waren dermaßen zart, dass sie im Mund ohne viel kauen zerfielen. Wirklich sehr lecker. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig waren dagegen die slowenischen Nachtische: Estragonkuchen und eine Art Keks (aus einer einheimischen Getreidesorte) mit einem Schokomüsli und Joghurtsauce.

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Morgen soll es leider wieder regnen (zumindest mal bis zum Nachmittag). Wir werden uns mal umschauen, ob wir ein Alternativprogramm zur eigentlich geplanten Wanderung finden…

Guuuute Nacht und bis morgen dann Smile

Tag 2: Soca Valley

Sonntag, 10.05.: Unser Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück auf unserer Terrasse. Frische Brötchen holte ich vom Bäcker hier in Bovec, den Rest haben wir in unserer “Futterkiste” immer dabei Smile

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Heute stand also die Besichtigung des Soca-Tals auf dem Programm. Entlang des Tales verläuft der Soca-Trail, ein etwa 25km langer Wanderweg, für den man (sofern man ihn komplett abläuft) etwa 10 Stunden benötigt. Das war uns zu lang, denn wir wollten heute auch noch einige andere Ecken der Gegend ansehen. Also entschieden wir uns, einige Highlights mit dem Auto anzufahren, und dann mehrere kurze Wanderungen zu starten. Nach dem Motto: “Das beste zuerst” steuerten wir die große Soca-Schlucht an. Wirklich sehr beeindruckend, wie sich das türkise Wasser zwischen den hohen Felsen hindurchschlängelt.

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Wir bogen für einige Kilometer auf den Soca-Trail ein und es ging nicht minder spektakulär weiter.

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Weitere Highlights des Trails sind viele alte Hängebrücken, sowie Picknick- und Badeplätze. Doch Vorsicht: Auch im Hochsommer ist das Wasser des Soca-Flusses eiskalt!

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Entgegen der Wettervorhersage hatten wir heute glücklicherweise den ganzen Tag bestes Wanderwetter mit (zumeist) kräftigem Sonnenschein, so dass man oft am Horizont die Gipfel der Julischen Alpen sehen konnte.

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Mit dem Auto ging es dann weiter zur Quelle des Soca-Flusses. Vom Parkplatz aus musste man noch ein gutes Stück zur Quelle aufsteigen.

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Ein paar Kilometer südlich der großen Soca-Schlucht liefen wir dann noch einen schönen Rundweg zum Sunikov-Wasserfall.

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Letzte Station des heutigen Tages war der Hermann-Burg (viele Grüße an meinen Vater Winking smile). Etwa 30 Minuten dauert der Aufstieg, bei dem man unter anderem einen langen Festungstunnel durchqueren muss.

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Die Burg selber wurde Anfang des ersten Weltkrieges durch zahlreiche Fliegerbomben so gut wie zerstört. Einige Bilder im Inneren lassen erahnen, wie majestätisch das Gebäude einst einmal gewesen sein muss.

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In einer Pizzeria unweit des Hotels nahmen wir unser wohlverdientes Abendessen ein. Für 1,70€ gönnte sich Sindy auch mal ein Glas Wein. Allgemein ist hier alles relativ günstig (zumindest im Vergleich zu Deutschland).

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Morgen geht es dann schon weiter Richtung Bohinj, etwa 1:30 mit dem Auto entfernt. Die ersten beiden Tage hier waren auf jeden Fall schonmal ein guter Auftakt. Und das Soca-Tal sollte bei jedem Slowenien-Besuch zum absoluten Pflichtprogramm gehören.

Bis morgen dann Smile

Tag 1: Die Anreise

Samstag, 09.05.: Gegen 9 Uhr starteten wir heute von Ludwigsburg aus Richtung Slowenien. Die etwa 630km fuhren sich recht angenehm und relativ staufrei…

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… so dass wir bereits am späten Nachmittag im kleinen Örtchen Bovec mitten im Triglav-Gebirge ankamen. Schon auf den ersten Blick verliebt man sich in das Land (oder zumindest in die Gegend hier). Die vielen grünen Hügel werden von mächtigen, schneebedeckten Alpengipfeln überragt. Man passiert viele Wasserfälle, Seen sowie kristallklare Bäche und Flüsse. Mit seinen etwa 1.500 Bewohnern ist Bovec die größte “Stadt” im Triglav (bedeutet übrigens “Dreikopf”, in Anlehnung an die drei höchsten Gipfel im Gebirge).

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Unser Hotel ist ein ist nichts besonders, aber wir haben alles was wir brauchen. Und das wichtigste: Die Lage ist wirklich super als Ausgangspunkt für Touren.

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Da das Wetter heute hervorragend war (ab morgen soll es leider schlechter werden Sad smile), starteten wir noch zu einer kleinen Abendwanderung.

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Das Highlight der Gegend ist zweifellos die “Soca-Schlucht”, die wir heute schon einmal kurz passierten. Die unglaublich türkise Farbe des Wassers des Soca-Flusses begründet sich aus einer Kombination aus Mineralien, Lichtstreuung und extrem klarem und sauberem Wasser. Je nach Sonnenstand, Wetter, Tiefe des Wassers und Hintergrund kann die Farbe von neon-türkis bis smaragdgrün wechseln. Morgen ist eine längere Wanderung durch die Schlucht geplant. Da werde ich sicher noch ein bisschen mehr berichten.

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Ziel unserer Wanderung war der “Kozjak-Wasserfall”, der eigentlich gar nicht so hoch oder wasserreich war. Es sind eher die senkrecht aufsteigenden, spektakulären Felswände des Canyon`s die den Wasserfall so sehenswert machen.

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Auf dem Weg zurück ins Hotel stoppten wir noch am Boka-Wasserfall. Ich überredete Sindy noch kurz auf einen kleinen Aussichtspunkt zu wandern Smile

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Ein sehr großer Wasserfall, den man allerdings nur aus der Ferne bestaunen kann.

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Nun freuen wir uns auf unser Bett und hoffen, dass das Wetter die nächsten Tage stabil bleibt. Drückt uns die Daumen Smile

Bis morgen und erste Grüße aus Slowenien.

Slowenien / Bosnien die Übersicht

Donnerstag, 07.05.: Hallo mal wieder an alle Leser meines kleinen Urlaubsblogs. Die nächste Reise steht an, und dieses mal wird vieles anders: Kein langer Flug, kein Jetlag, keine G-Adventures-Gruppe, kein exotisches Essen, keine ungewöhnlichen klimatischen Verhältnisse (hoffentlich) usw. Es geht für uns mit dem Auto nach Slowenien und Bosnien-Herzegowina. Mit uns meine ich natürlich die liebe Sindy und mich Smile Nachdem uns einige Freunde und Bekannte von diesen Urlaubszielen berichteten (durchweg positiv), und wir auch selbst schon einmal eine sehr schöne Zeit in Istrien hatten, entschließen wir uns nun dazu diese beiden Länder ein bisschen ausführlicher zu bereisen. Los geht`s am Samstag, den 09.05. für insgesamt 16 Tage. Da wir (wie oben beschrieben) dieses mal nicht mit G-Adventures reisen, gibt es im ersten Blogeintrag leider auch keine detaillierte “day-by-day”-Beschreibung, aber immerhin eine kurze, “abgespeckte” Version, damit Ihr zumindest einen kleinen Überblick habt:

Tag 1: Anreise nach Bovec (Slowenien)

Tage 2-5: Wandern im Triglav Nationalpark (Lake Bled, Soca Valley, Kozjak Wasserfall, Bohinj Lake)

Tag 6: Ljubljana

Tage 7-8: Plitvice Lakes National Park (Kroatien)

Tage 9-11: Una National Park (Bosnien-Herzegowina)

Tage 12-13: Mostar

Tag 14: Kravice Wasserfall / Split

Tag 15: Abreise mit flexibler Übernachtung

Tag 16: Ankunft zurück in Deutschland

Und hier noch die Reiseroute (wenn wir dann mal in Slowenien angekommen sind):

Route Slowenien

Ich wünsche schon jetzt wieder viel Spaß beim Mitreisen. Smile