Montag, 30.03.: Heute ging es also auf die Insel “Jeju”, die etwa 90km vor der Südküste Südkoreas liegt. Sie ist etwa halb so groß wie Mallorca, aber bei den Koreanern als Urlaubsziel ungefähr genauso beliebt wie Mallorca bei den Deutschen. Daher ist der Flughafen in Jeju-Stadt gar nicht mal so klein, denn er wird von allen Flughäfen in Südkorea mehrmals täglich angeflogen.
Bereits gestern Abend überbrachte uns Rob die Hiobsbotschaft, dass es heute wahrscheinlich regnen könnte, und so war es dann leider auch. Eigentlich kann ich mich bisher über das Wetter in diesem Urlaub nicht beschweren, allerdings ist das Timing des Regens wirklich denkbar ungünstig (es regnete ja bereits bei meiner Wanderung mit Johan).
Wir besuchten zu nächst einen (bei dem Wetter natürlich menschenleeren) Sandstrand. Obwohl Jeju vulkanischen Ursprungs ist, finden sich rund um die Insel sehr viele Sandstrände… sowohl mit schwarzem Lavasand, als auch mit dem schönen hellen Sand.
Wir suchten kurz Unterschlupf Im Café Delmoondo, und nahmen dort gleich unser Mittagessen ein.
Leider hörte es auch nicht auf zu regnen, als wir den “Seongsan Ilchulbong” besteigen wollten. Das war wirklich richtig nervig, denn der “Sunrise Peak” (bzw. die Sicht von selbigem) ist eines der Highlights der Insel. Dabei hadelt es sich um einen 184m hohen Krater, der durch eine Unterwassereruption entstanden ist.
Tja… wir Ihr seht, sehr ihr nichts
Das wäre Ihr Preis gewesen bzw. Ihr Blick. Dort wo wir gerade vor dem Schild stehen (Bild oben) ist der höchste Punkt des Kraterrandes. Wirklich ein Jammer!!!
Auf dem Weg nach unten klarte es minimal auf, aber so wirklich getröstet hat mich das nicht.
Bei richtig doofem und strömendem Regen sah ich mir dann noch die “Women Diver Show” an. Was hier zwar als Touristenattraktion verkauft wird, basiert auf Jeju auf einer Jahrhunderte alten Tradition. Nur mit einem Korb und einem kleinen Speer bewaffnet tauchen die Frauen mehrere Minuten ins Meer hinab, um Fische, Krabben und andere Meeresbewohner mit an Land zu bringen. Bei diesem bescheidenen Wetter sprangen die Damen nach ihrem kurzen Tänzchen nur mal kurz für 10-15 min ins Wasser, und kamen auch nicht wirklich mit fetter Beute wieder zurück.
Den letzten Stopp des Tages legten wir im “Seongeup Village” ein, einem traditionellen Dorf auf Jeju Island. Zwischen 1392 und 1910 lebten alle Inselbewohner in diesen spartanischen aber stabilen Häuschen. Das ganze Dorf ist umgeben von einer hohen Mauer aus Lavagestein. Heute sind nur noch wenige dieser Häuser bewohnt. Viele stehen (quasi als Freiluftmuseum) leer, andere wurden zu Souvenirshops umfunktioniert.
Nach dem Einchecken im Hotel in Jeju City hatten wir den Abend frei. Ganz schön was los hier im Hauptort der Insel. Hatte so gar ein bisschen was von einer Großstadt.
Als ich in diesem kleinen Chicken-Diner das Spicy-boneless Korean Chicken bestellte wusste ich nicht, dass die Portion eigentlich für 2-3 Personen gedacht war… Ich habe alles gegeben, aber an Aufessen war da absolut nicht zu denken. Und obwohl das Essen nun mehr als 3 Stunden her ist bin ich immernoch pappsatt!
Morgen habe wir noch einen ganzen Tag hier auf Jeju. Der Wetterbericht sieht aktuell zumindest mal ein bisschen besser aus als gestern. Drückt mir mal bitte die Daumen. Heute hat mir der Nebel auf dem Sunrise Peak schon ein wenig die Stimmung verdorben ![]()
Bis morgen dann!