Sonntag, 28.12.: Wie bei jeder Reise gibt es natürlich auch zu diesem Urlaub eine kurze Zusammenfassung und ein “best of” Bilder. Fangen wir mal mit dem Land an: Man merkt relativ schnell, dass der (Massen-) Tourismus in Saudi-Arabien noch nicht angekommen ist. Die englische Sprache ist noch nicht weit verbreitet, Sehenswürdigkeiten haben manchmal merkwürdige Öffnungszeiten, viele Einheimische sind noch nicht an Touristen gewöhnt (was ja auch gar nicht so schlecht ist). Ich bin mir allerdings sicher, dass in den nächsten Jahren mehr und mehr Urlauber den Weg auf die arabische Insel finden werden, denn zu sehen gibt es eine Menge. In den Großstädten wird ohne Ende gebaut und auch die ländlichen Regionen stellen sich zunehmend auf Touristen ein. Es werden Visitor Center errichtet und lokale Reiseleiter geschult. Seit kurzem lernen Schüler ab der ersten Klasse englisch.
Die Reise an sich war sehr abwechslungsreich. Riad war ein super Start. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Stadt über kurz oder lang zu einer Art zweitem Dubai wird. Die Tage in der Wüste waren sehr eindrucksvoll und interessant. Die starke Konfrontation mit dem Islam in Medina hat sicherlich auch meine Sicht auf diese Religion verändert. Grundsätzlich ist man uns immer freundlich und offen entgegengetreten, auch wenn jeder wusste, dass wir Touristen sind, und nicht dem Islam angehören. Ich habe dazu gestern auch noch einmal mit unseren Damen der Gruppe gesprochen. Auch sie haben sich die Tour und den Umgang mit Ihrem Geschlecht und ihrer Religion deutlich schwieriger vorgestellt. Außer in Medina hat sich alles so angefühlt, wie bei jeder anderen Tour: Ganz normaler Umgang mit Frauen, keine Geschlechtertrennung in Restaurants, keine Kopftuch- oder Abayapflicht für Frauen (wie gesagt: außer in Medina) usw. Auch die einheimischen Frauen sind (aus meiner Sicht) freier und selbständiger als ich das vorher dachte… natürlich heißt es nicht, dass ich hier alles gut finde, aber zumindest habe ich mir jetzt mal persönlich ein Bild gemacht, und kann viele Dinge besser einschätzen.
Unsere kleine Gruppe hat gut gepasst und fast alles zusammen gemacht. Unser Reiseleiter Atef hatte hier und da ein paar Organisations- und Kommunikationsprobleme. Man hat gemerkt, dass er eigentlich Jordanier ist, und diese Tour nicht so häufig betreut. Aber es hielt sich alles im Rahmen. Er hat sein bestes gegeben. 10 von 10 Punkten vergebe ich definitiv für unsere Unterkünfte. Hier gab es wirklich nichts auszusetzen, aber das hatte ich auch so erwartet. Alles in allem bin ich froh die Tour gemacht zu haben, und auch zu dieser Jahreszeit (auch wenn es in Riad doch recht frisch war), denn bei 40-45 Grad in Sommer ist das sicherlich auch kein Spaß.
Und nun noch die Bilder-Highlights der Tour:
Vielen Dank mal wieder fürs Mitreisen an alle Leser.
Nun wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich schon auf neue Reisen in 2026.
Grüße vom Bloginhaber Volker ![]()