Tag 4: Das Beste aus dem Schlechten gemacht :-)

Dienstag, 12.05.: Wie befürchtet regnete es heute Morgen als wir die Vorhänge unseres Zimmers öffneten. Wobei Regen eigentlich noch stark untertrieben ist. Es schüttete wie aus Kübeln, teilweise gewitterte es heftig. Erst am späteren Nachmittag war dann besseres Wetter angesagt. Was nun? An eine lange Wanderung im Nationalpark war auf keinen Fall zu denken. Nach kurzer Beratung entschieden wir uns etwa 90 min (bei gleichbleibend bescheidenem Wetter) südlich in das kleine Städtchen Postojna zu fahren, und dort Europa`s größte und meistbesuchte Tropfsteinhöhle zu besuchen. Wenigstens in der Höhle sollte es nicht (zu stark) regnen Winking smile

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Bereits seit 1818 kann man die Höhlen besichtigen. Seit 1872 bringt ein kleiner Elektrozug die Besucher in etwa 10 Minuten tiefer ins Innere des Höhlensystems. Allein diese Fahrt war schon ihr Geld wert.

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Insgesamt 25km sind die Höhlen zusammen lang. 5km davon sind für Touristen erschlossen und können besichtigt werden.

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Die Stalaktiten (von oben kommend) und Stalagmiten (von unten kommend) wachsen pro Jahr nur etwa einen Millimeter. Insofern konnte man sich recht einfach ausrechnen, das viele dieser spektakulären Gebilde mehrere Tausend Jahre alt sein mussten.

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Falls Ihr mal die Höhle besuchen wollt, empfehlen wir auf jeden Fall gute Schuhe und (noch wichtiger) eine dicke Jacke mitzubringen, denn in den Höhlen herrschen ganzjährig nur 8-10 Grad.

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Laut unserem Reiseführer ist die Höhle (neben dem Lake Bled) DAS Highlight Sloweniens. Wir können das nur bestätigen… Ein absolutes “must go”, dass wir uns ohne das Sauwetter heute wohl gar nicht angesehen hätten.

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Die heimliche Stars der Höhle sind aber diese nicht besonders hübschen, fleischfarbenen Tiere, die ein bisschen an einen Lurch erinnern. Der “Grottenolm” lebt nur in Höhlen des Balkanraums, wird bis zu 30cm lang und ist fast blind. Dafür ist er aber mit einem sehr guten Geruchssinn ausgestattet. Er kann bis zu 100 Jahre alt werden und benötigt nur alle 10 Jahre Nahrung! In einem großen Aquarium waren einige Exemplare zu bewundern (Bild links). Rechts ein Bild aus dem Netz, damit Ihr einen besseren Eindruck bekommt.

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Natürlich ging es auch mit dem Elektrozug wieder zurück, und nach etwa 1:40 Std. hatte uns der Regen wieder (auch wenn dieser glücklicherweise in bisschen nachgelassen hatte):

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Etwa 10km von der Höhle entfernt besuchten wir anschließend die Burg “Predjama”, die direkt in eine 123m hohe Felswand hineingebaut wurde. Dabei wurde sie bei der Errichtung quasi in ein natürliches Höhlensystem integriert, was sie so besonders macht und früher viele strategische Vorteile hatte: So bot die Burg zusätzliche, geheime Fluchtwege, Zugang zu Wasser und Vorräten oder heimliche Versorgungmöglichkeiten bei Belagerungen.

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Viele Räume im Inneren der Burg sind sehr schon restauriert. Ein sehr guter Audioguide erklärt alles kurz und verständlich.

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Auch einen guten Teil des (zur Burg gehörenden) Höhlensystems kann man besichtigen. Auch durchaus beeindruckend!

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Zurück in Bohinj kam dann am späten Nachmittag doch nochmal die Sonne raus, so dass wir noch zu einem Spaziergang um den Lake Bohinj aufbrachen. Sicherlich nicht ganz so spektakulär und touristisch frequentiert wie der Lake Bled, dafür aber viel ruhiger gelegen und trotzdem einfach schön Smile

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So haben wir heute noch das beste aus dem (zum großen Teil) Kackwetter gemacht… zum Glück soll es Morgen wohl nicht regnen, was sehr erfreulich wäre.

Bis morgen dann Smile