Samstag, 16.05.: Natürlich startete auch der heutige Tag erwartet verregnet. Inzwischen sind wir schon froh, wenn es nur leicht regnet, und nicht aus Kübeln schüttet… aber wie gestern schon geschrieben: Laut Wettervorhersage soll es ab morgen deutlich besser werden.
Da das Frühstück in unserer Unterkunft recht teuer war (und Sindy morgens eh nicht so großen Hunger hat), bedienten wir uns am Fundus unserer Futterbox. Eine kleine Kaffeemaschine habe wir ja sowieso dabei.
Nachdem wir gestern die oberen Seen (Kreis links auf dem Bild) des Plitvice Nationalparks abgegangen sind, nahmen wir uns heute Morgen die unteren Seen vor (Kreis rechts).
Der Regen war am Morgen einigermaßen erträglich, so dass wir unsere Regenoutfits anlegten und gegen 9:15 Uhr starteten.
Die unteren Seen sind nicht ganz so groß wie die des oberen Teils, dafür sind die Höhenunterschiede zwischen den Seen aber umso größer. Daher freuten wir uns auf höhere und spektakulärere Wasserfälle.
Der unterste Wasserfall ist mit einer Höhe von 87m der höchste Kroatiens (Bild rechts).
Für den Weg zurück nahmen wir dann einen Höhenweg, von dem aus man die Wasserfälle, sowie das unglaublich türkisene Wasser wunderbar von oben sehen konnte.
Auch wenn der obere Teil des Parks wirklich sehenswert ist, haben uns die unteren Seen und Wasserfälle noch deutlich besser gefallen. Wie toll müssen die Farben erst bei Sonnenschein wirken…
Am Nachmittag nahm der Regen dann noch einmal richtig zu. Also musste wieder eine Höhle als “Unterschlupf” herhalten. Etwa 25 Minuten von unserer Unterkunft entfernt befinden sich die “Barac Caves”. Von den insgesamt 4 Höhensystemen ist heute noch eines für Besucher begehbar.
Die etwa 400m lange Höhle bietet neben den erwarteten Tropfsteinformationen auch zwei Arten von Fledermäusen sowie Spuren prähistorischer Tiere.
So ist zum Beispiel auch ein Tausende Jahre altes Skelett eines Höhlenbären zu sehen. Auch zahlreiche Hinweise auf vorgeschichtliche Besiedlung durch Menschen wie z.B. Knochenreste oder Steinwerkzeuge können in der Höhle besichtigt werden.
Einen kurzen Besuch statteten wir dann noch dem kleinen Örtchen “Rastoke” ab. Warum Rastoke auch “little Plitvice” genannt wird, wurde uns schnell klar. Die ganze Altstadt ist quasi von Seen und Wasserfällen umgeben. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, die Stadt ist “dauerüberschwemmt”. Wir sahen uns ein wenig um, genehmigten uns ein Käffchen und kehrten dann wieder zu unserer Unterkunft zurück… Überflüssig zu erwähnen, dass es auch zu diesem Zeitpunkt noch in Strömen regnete ![]()
Am Abend kochten wieder Ante und Lucie sehr lecker für uns. Die beiden waren wirklich die perfekten Gastgeber. Immer hilfsbereit, ständig ansprechbar und jederzeit gut gelaunt. Wer also hier in der Nähe mal eine Übernachtung sucht: Das Plitvice River House können wir wärmstens empfehlen.
Morgen verlassen wir dann Kroatien schon wieder Richtung Bosnien-Herzegowina… und damit hoffentlich auch die Schlecht-Wetter-Front ![]()
Bis morgen ![]()