Tag 11: Martin Brod

Dienstag, 19.05.: Wie auch gestern führte mein erster Weg heute zur einzigen Bäckerei hier im Ort. Bei 475 Einwohnern im ganzen Dorf Kulen Vakuf ist eine Bäckerei mehr als ausreichend Smile Allgemein ist Bosnien-Herzegowina mit knapp über 3 Millionen Einwohnern auch nicht wirklich dicht besiedelt. Was ich nicht wusste: Gut die Hälfte der Einwohner sind Muslime. Das erklärt auch, warum es ist jedem noch so kleinen Dörfchen eine Moschee gibt.

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Nach dem Frühstück fuhren wir in das etwa 10km entfernte Örtchen “Martin Brod”. Angeblich entstand der Name nach einer wahren Geschichte: Eine junge Frau Namens Martina wollte den Fluss an einer seichten Stelle (auf altslawisch: “Brod”) überqueren um Ihren Geliebten zu sehen. Bei der Überquerung ertrank Sie leider… Der Name Martin Brod soll also an dieses traurige Unglück erinnern.

Heute hat das Dorf genau 125 Einwohner und ist (laut der Beschilderung) das schönste Dorf Bosniens… Also für uns hat sich das ehrlich gesagt nicht ganz erschlossen. Ein Dorf wie jedes andere in Bosnien…

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Wir vermuten, dass dieser Titel aufgrund der schönen Lage (mitten im Una Nationalpark) und der gleichnamigen Wasserfälle zustande kam. Wir suchten uns mal wieder eine schöne Wanderroute raus, und kamen gleich zu Beginn am ersten Teil der “Martin Brod”-Wasserfälle vorbei… in diesem Fall, am kleinen, eher flachen Wasserfall.

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Für alle, die inzwischen genug Wasserfälle gesehen haben, kann ich sagen, dass Ihr es bald geschafft habt. Morgen steht noch einer auf dem Programm, dann sollten wir die wichtigsten und größten gesehen haben. Winking smile

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Wir wanderten noch eine Weile weiter an der türkisen Una entlang…

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…bevor wir dann auf einen Höhenweg aufstiegen, mit (mal wieder) tollen Aussichten auf den grünen Nationalpark. Auch heute sind uns auf der ganzen Tour so gut wie keine anderen Wanderer entgegen gekommen. Es ist wirklich erstaunlich wie wenig touristisch erschlossen Bosnien ist.

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Auch heute gab es keine Wölfe und Bären zu sehen, aber immerhin viele bunte Schmetterlinge…

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Der große “Martin Brod”-Wasserfall war dann das Highlight unserer heutigen Tour. Vor allem beeindruckend: Die vielen Terrassen und die großen Wassermengen…

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Am Nachmittag entspannten wir dann ein wenig auf unseren Liegestühlen vor der Hacienda… bzw. ich entspannte, und Sindy kümmerte sich um ihre neuen Haustiere Smile

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Zwischendurch kam dann eine größere Rafting-Gruppe mit etwa 50 Indern vorbei. Die hatten auf jeden Fall Spaß Smile

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Auch wenn die Restaurantauswahl in Kulen Vakuf nicht ganz so groß war, so schmeckte die Pizza heute Abend trotzdem richtig lecker.

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Morgen verlassen wir den Una Park schon wieder Richtung Süden mit dem dem Ziel Mostar. Es waren drei sehr schöne und entspannende Tage hier in der Hacienda…

Bis morgen dann Smile