Freitag, 22.05.: Heute verließen wir also endgültig Bosnien-Herzegowina und hatten etwa 3 Std. Fahrt Richtung Split in Kroatien vor uns. Nach etwa 20 Minuten stoppten wir kurz am Bunski-Kanal. Hier fließt die Buna (wir waren an der Quelle in Blagaj) in die Neretva (der Fluss durch Mostar). Die Vereinigung beider Flüsse geschieht allerdings auf sehr interessantem Weg. Die Neretva fließt durch einen extrem schmalen Kanal, während die Buna zunächst parallel daneben verläuft. Erst über Travertin- bzw. Kalkbarrieren stürzt die Buna in kleinen Wasserfällen in die Neretva. Dadurch entsteht diese ungewöhnliche “Doppel-Fluss-Landschaft”.
Dann habe ich mich kurz in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt, als wir teilweise ewig lange an Grenzübergängen warten mussten… Heute dauerte es eine gewisse Zeit, bis wir zurück in die EU einreisen durften.
Noch deutlich länger dauerte es, bis ich mitten in den engen Gassen von Split einen Parkplatz gefunden hatte, denn die eigentlich zum Hotel gehörenden Parkmöglichkeiten war leider “under construction” (was auch immer das bedeuteten soll). Dafür sind das Hotel selber, sowie auch die Lage wirklich top!
Split ist mit etwa 170.000 Einwohnern die zweigrößte Stadt Kroatiens. Direkt an der Adria gelegen, gibt es hier natürlich einen großen Hafen, sowie einige Strände. Bei etwa 28 Grad verweilten wir ein bisschen am gut gefüllten Stadtstrand und nahmen ein kühles Getränk. Mit den Beinen bin ich mal kurz ins Wasser. Mehr als 18 Grad (schätzte ich mal) waren es sicher noch nicht.
Weiter ging es für uns zum Diokletian-Palast. Er wird von den Einwohnern Split`s auch als “Herz der Stadt” bezeichnet. Dabei ist der Palast viel mehr als ein einzelnes Gebäude. Es ist quasi eine komplette antike Stadt in der Stadt. Der römische Kaiser Diokletian ließ die Gebäude um das 3. Jahrhundert nach Chr. bauen. Neben der Altersresidenz des Kaisers diente das 30.000 Quadratmeter große Areal auch als Militärfestung, Verwaltungssitz und Luxuspalast.
Der Palast ist heute allerdings keine abgesperrte Ruine wie viele andere antike Anlagen. Viele Menschen wohnen, arbeiten und leben noch immer darin. Es gibt zudem viele sehr schöne Restaurants, Café`s und kleine Geschäfte.
Ebenfalls ein Teil des Palastes ist die Kathedrale des heiligen Domnius. Sie ist eine der ältesten noch genutzten Kathedralen der Welt.
Der Aufstieg auf den Glockenturm der Kathedrale ist (aufgrund wirklich sehr hohen Stufen) eine Herausforderung…
…lohnt sich aber aufgrund der Aussicht oben auf jeden Fall.
Zum Flanieren, Spazieren oder Bummeln eignet sich die “Riva” wunderbar. Es ist eine verkehrsberuhigte Promenade am Hafen entlang, mit tollen Restaurants und Café`s sowie vielen Plätzen zum Verweilen.
Zum Sundowner kehrten wir noch kurz in die Szene-Rooftopbar “Roof 68” ein. Zu rekordverdächtigen Preisen werden hier Getränke verkauft. Dafür hat man aber auch einen unschlagbaren Blick auf den Sonnenuntergang über dem Hafen und der Riva.
Morgen geht es dann wieder Richtung Heimat. Wir werden noch einen Zwischenstopp einlegen. Wo genau das sein wird, haben wir noch nicht entschieden… Ihr werdet es spätestens beim morgigen Blogeintrag erfahren ![]()