Samstag, 15.08.: Unser letzter Tag in Usbekistan begann mit dem Rückflug in die Hauptstadt Taschkent. Wie bereits gestern geschrieben, sind von 10 Reisenden nur noch drei übrig geblieben, denn alle anderen sind am Morgen nach Turkmenistan weiter.
Nach dem wir unser Gepäck im Hotel abgegeben hatten, starteten wir direkt zur Stadtbesichtigung. Mit dem ersten Highlight hatte ich so gar nicht gerechnet: Die U-Bahn bzw. die einzelnen Bahnhöfe sind schon fast einzelne Kunstwerke. Jede Station hat ein spezielles Thema, und ist dementsprechend auch gestaltet. An den Wänden und Decken befinden sich (natürlich passend zu den Themen) Mosaike, Bilder oder andere aufwändige Verzierungen. Wir sahen heute (glaube ich) insgesamt sechs Stationen, die alle komplett anders aussahen. Unerwartet, aber wirklich sehenswert.
Der Chorsu-Basar wird fast überall als eines der absoluten Highlights Taschkents beschrieben. Und das Ding ist wirklich unglaublich riesig. Das betrifft nicht nur das runde Gebäude (Bild links) mit der großen Kuppel, sondern auch den großen Außenbereich. Trotz des scheinbaren Chaos ist der Markt in verschiedene Bereiche eingeteilt, so das nicht alle Sachen kreuz und quer angeboten werden.
Weiter ging es zum “Mustaqillik-Platz” (Platz der Unabhängigkeit). Seit 35 Jahren ist Usbekistan nun bereits unabhängig. Auf dem goldenen Globus des Unabhängigkeitsdenkmals sind nur die Umrisse Usbekistans eingezeichnet, ansonsten keine weiteren Länder. Für die Usbeken ein Zeichen für die Unabhängigkeit und Souveränität des Landes.
Über “Amur Timur” habe ich ja in den letzten Tagen bereits einige Male berichtet. Auf dem gleichnamigem Platz findet man eine riesige Reiterstatue von ihm.
Vieles ist in Taschkent noch im Bau, oder wird zumindest renoviert. Das “Hotel Usbekistan” (Bild links) ist eines der wenigen Überbleibsel aus der sowjetischen Zeit. Gebaut 1979, bietet es Besuchern in über 1.000 Zimmern auch heute noch einigen Luxus. Von außen könnte es allerdings (aus meiner Sicht) mal ein bisschen aufgehübscht werden. Aus dem Café des 17. Stocks hatten wir allerdings eine sehr schöne Rundumsicht auf die Innenstadt.
Ziemlich neu ist zum Beispiel das riesige und modere Konzerthaus (Bild links). Ebenso sieht man auch viele neue Moscheen, Wohnhäuser und Shoppingmalls. Schon ein deutlicher Kontrast zu den älteren usbekischen Städten, die wir in den letzten Tagen sahen.
Kamila war voller Freude als wir zustimmten, in ein klassisches, russisches Lokal zum Lunch zu gehen. Das Café “Ugolok” ist bekannt für sein frittiertes Hähnchen. Hat mehr oder weniger geschmeckt wie ein Brathähnchen bei uns von der Pommesbude. War dafür aber maximal halb so teuer.
Ein bisschen Kultur gab es dann noch im Museum für angewandte Kunst. Hier gab es alles rund um die traditionellen Handwerkskünste der Usbeken von früher und heute. Auch wenn wir alle schon ein wenig müde waren, fanden wir es recht interessant.
Der letzte Abend wurde standesgemäß begangen. Erst Kebab, dann Eis
War nochmal ein sehr schöner Tag zum Abschluss.
Morgen geht`s dann leider schon gaaaaaaaanz früh zurück Richtung Deutschland. Ich hoffe, wir können noch ein paar Stunden schlafen.
Letzte Grüße aus Usbekistan. Gleich kommt noch die gewohnte Zusammenfassung. ![]()