Dienstag, 03.11.: Aufgrund der letzten Nacht im Flugzeug gab es einiges an Schlaf nachzuholen, so dass wir unser erstes Mauritius-Frühstück fast verpassten.
Im Laufe des Vormittages zog es leider ein wenig zu, so dass wir beschlossen mit dem Taxi zum botanischen Garten nach “Pamplemousses” zu fahren. Ursprünglich befand sich auf dem Gelände ein großer Gemüsegarten, der ab 1735 zum königlichen botanischen Garten ausgebaut wurde.
Für uns beeindruckend waren vor allem die vielen verschiedenen seltenen Bäume und Sträucher, wie seltene Palmen, Leberwurstbäume oder riesige Bambuspflanzen.
Ein weiteres Highlight waren die zahlreichen Wasserlilien.
Für “Tierliebhaber” gab es Riesenschildkröten oder auch ein Gehege mit Rehen und Hirschen.
Nach etwa 90 Minuten fuhren wir dann weiter Richtung Süden nach Port Louis. Mit etwa 150.000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Insel zugleich auch die einzige richtige Großstadt von Mauritius. Zunächst nahmen wir uns erstmal den Zentralmarkt vor. Im Erdgeschoß des großen Gebäudes im alten Kolonialstil befindet sich der Obst- und Gemüsemarkt. Im Obergeschoß, sowie den umgebenden Straßen findet man Klamotten und Souvenirs.
Ein Großteil des gesellschaftlichen Lebens spielt ich aber an der “Waterfront” bzw. in Hafennähe ab. Hier finden sich zahlreiche Restaurants, Café`s und Geschäfte. Ein beliebtes Fotomotiv ist der Umbrella-Boulevard (Bild unten rechts).
Ziemlich unscheinbar (aber auf jeden Fall einen Besuch wert) ist das “Blue Penny Museum”. Auf zwei Etagen findet man hier viele Informationen und Ausstellungsstücke zur Geschichte des Landes.
Das Highlight ist jedoch eine kleine Briefmarkensammlung, die unter anderem eine blaue sowie eine rote Mauritius-Briefmarke enthält. Natürlich galt hier “No photography”
Unglaublich, dass inzwischen so ein kleiner Schnipsel Papier über eine Million Euro wert ist. Der Grund hierfür ist ein Fehldruck, der 1847 versehentlich die ersten 500 Exemplare der beiden Briefmarken betraf. Anstatt “Post Paid” wurden die Briefmarken auf der linken Seite mit “Post Office” bedruckt. Heute existieren noch etwa 12 blaue und 15 rote Mauritius-Briefmarken. Genau kann man es nicht sagen, da es gut möglich sein kann, dass weitere Exemplare noch irgendwo in privater Hand versteckt sind. Im Blue Penny Museum bekommt man die Briefmarken nur 10 Minuten pro Stunde beleuchtet zu sehen, damit sie nicht zu sehr ausbleichen.
Der Rückweg mit dem Taxi in den Norden war leider ein bisschen beschwerlich, denn aufgrund eines Unfalls standen wir eine Weile im Stau
So kamen wir erst gegen 17:30 Uhr am “Cap Malheureux” an. Das “Unglückskap” erhielt seinen Namen aufgrund der vielen Schiffsunglücke, die sich in der vorgelagerten Bucht ereigneten. Zahlreiche Schiffe sind bei Stürmen und Zyklopen an den Felsen des Kaps zerschellt. Heute ist die kleine Kirche mit dem roten Dach und den Inseln im Hintergrund ein beliebtes Fotomotiv.
Das Nationaltier der Mauritier ist im übrigen der “Dodo”. Bilder von ihm findet man auf fast jedem Souvenir. Leider ist der etwa einen Meter große flugunfähige Vogel bereits im 18. Jahrhundert ausgestorben. Da er am Boden nistete und auch nicht der allerschnellste Läufer war, wurde er oft zur schnellen Beute für seine Jäger, die zumeist wir Menschen waren.
Nach einem entspannten Abendessen im Hotel und einen schnellen Absacker an der Bar endete unser erlebnisreicher Tag dann recht schnell.
Bis morgen und gute Nacht ![]()