Freitag, 20.03.: Ich glaube, heute Morgen hatte ich das reichhaltigste Frühstücksbuffet, dass ich je in meinen Leben gesehen habe. Zusätzlich zu den ganzen Dingen die die Taiwanesen eben den ganzen Tag so essen, gab es auch ein komplettes kontinentales Frühstück mit allem, was wir so kennen. Mein Zimmerkollege Johan freute sich wie ein kleiner Junge, dass es sogar Eiscreme gab. “I never had icecream for breakfast. It`s my first time.” er lachte und genoss seine Schokoeis mit Marshmellows und Crisps ![]()
Die Zugfahrt mit dem Bullettrain lohnte sich heute mal so richtig
13 Minuten fuhren wir von Tainin bis nach Kaohsiung. Da hat der Transfer vom Hotel bis zum Bahnhof schon doppelt so lange gedauert.
Erster Stopp: Obst- und Gemüsemarkt. Vor allem das Obst schmeckt hier wirklich unglaublich gut. Es ist viel süßer und aromatischer als in Deutschland. Einige Obstsorten habe ich noch nie gesehen, geschweige denn gegessen. Bekannt ist Taiwan aber vor allem für seine guten Mangos. Leider beginnt die entsprechende Saison erst im Mai ![]()
Kaohsiung ist mit etwa 2,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Taiwans. Sie besitzt einen der größten Seehäfen der Welt und ist ein wichtiges Zentrum für den Schiffbau und die Schwerindustrie. Trotzdem ist die Stadt sehr grün und hat auch kulturell einiges zu bieten.
Wie bisher in allen taiwanesischen Städten die wir besuchten, gibt es auch in Kaohsiung unzählige tolle und pompöse Tempelanlagen. Der Konfuziustempel ist vor allem bei Brautpaaren sehr beliebt. Es waren auch einige vor Ort um vor der schönen Kulisse Hochzeitsfotos zu schießen.
Die bekannte Sehenswürdigkeit der Stadt ist zweifellos der Lotussee. Auf und neben ihm befinden sich einige Tempel, große religiöse Statuen und Pagoden
Am bekanntesten sollten jedoch die Tiger- und Drachenpagoden sein. Der Eingang ist dabei der Drachenkopf, der Ausgang der Tigerkopf.
Eine schöne Sicht auf den ganzen See hatte man vom sechsten Stockwerk aus.
Da es inzwischen draußen ordentlich heiß und schwül war, verbrachten wir die Mittagspause auf dem Footcourt im klimatisierten Bahnhof… in meinem Fall mit frischen Dumplings ![]()
Nach dem Einchecken im Hotel steuerten wir mit der Metro den “Pier-2 Art Center” an, ein Kreativviertel mit Kunst, Design und vielen kleinen Restaurants und Café`s. Gerade wurde für ein anstehendes mehrtägiges Festival aufgebaut, daher hörte man aus jeder Ecke Musik.
Besonders bekannt und ein “must go” für jeden Touristen (daher muss man auch einen Moment anstehen): Das “Sunny Hills”-Café”. Die Geschäftsidee ist so unglaublich wie genial. Jeder Gast erhält komplett kostenlos Tee (so viel er trinken möchte) und ein kleines Stück Ananaskuchen (etwa so groß wie drei Dominosteine). Wer möchte, kann danach weitere Stückchen Kuchen zum Verzehr vor Ort kaufen, oder auch schön abgepackt für zu Hause mitnehmen (was wirklich viele Leute tun). Wer das nicht möchte, geht einfach und hat einen guten Tee, sowie ein kleines Stück Kuchen genossen. Offensichtlich rechnet sich das ganze für das Café ja ganz gut…
Passend zu dem, wie ich bisher Taiwan erlebt habe, hier die Ampelmännchen… Bei den meisten Ampeln sieht man schon noch die normalen Männchen, hin und wieder aber auch diese (selbstverständlich bewegen die sich auch).
Der Nachtmarkt in Kaohsiung war bis jetzt (nicht nur meiner Meinung nach) der schönste, dazu auch einfach auch riesig groß. Bis zwei Uhr morgens ist er jeden Tag geöffnet, und bietet kulinarisch wirklich alles was man sich wünscht…
Wie Ihr seht war bei mir heute “Dumpling-Tag” mit ein paar Süßkartoffelbällchen als Nachtisch.
Morgen geht es dann schon wieder zurück nach Taipeh. Auch in Kaohsiung wären wir gerne noch länger geblieben… aber so ist die Reise nunmal geplant.
Grüße vom südlichen Ende Taiwans und bis morgen ![]()