Samstag, 21.03.: Heute Morgen ging es zunächst ziemlich schnell mit dem Bullettrain zurück nach Taipeh.
Den gesamten restlichen Tag hatten wir dann zur freien Verfügung. Da Johan und ich ich keine Lust auf Museen oder den botanischen Garten hatten, entschieden wir uns den “Yangmingshan National Park” zu besuchen. Dieser liegt nur etwa 10 km außerhalb der Stadt und ist vor allem durch seine geothermischen Aktivitäten (z.B. heiße Quellen oder Schwefel-Dampfaustritte) bekannt. Zudem besticht der Park durch tolle grüne Landschaften und schöne Ausblicke. So hatten wir uns das ungefähr vorgestellt (Siehe Bilder unten aus dem Netz).
Leider sah die Realität so aus
Eigentlich war es den ganzen Tag trocken, und auch kein Regen angesagt, aber etwa 10 Minuten bevor wir mit dem Taxi das Besucherzentrum erreicht hatten, fing es an zu regnen… und der Nebel sollte auch sehr, sehr hartnäckig bleiben. Was also tun? Jetzt, wo wir schonmal hier waren, entschieden wir uns dazu, zumindest eine kleine Wanderung zu starten. Dabei stiegen wir auf zum höchsten Punkt des Parks, dem Qixing-Berg auf 1.120m auf.
Hier passierten wir einige dampfende Schwefellöcher, die sich schon eine Weile vorher mit entsprechendem Geruch ankündigten.
Auf dem Gipfel war dann außer einigen Einheimischen und vielen Steinen nicht viel zu sehen. Wirklich sehr schade. Überall konnte man lesen, wie toll der Blick von hier oben auf die Stadt sein soll… heute leider nicht für uns ![]()
Bei leider weiterhin schlechtem Wetter stiegen wir wieder ab…
…und waren aber am Ende trotzdem froh, dass wir die Wanderung gemacht haben, auch wenn das Wetter so war, wie es war.
Frisch aufgewärmt und geduscht, war es dann Zeit für ein spätes Mittagessen bzw. frühes Dinner. An dieses Essen hier kann ich mich wirklich gewöhnen… Es ist immer lecker, frisch und schnell fertig. In einer kleinen Garküche nahe unseres Hotels probierten wir heute wieder Dumplings, Beefrolls und ein leicht scharfes Rindfleischsüppchen ![]()
Am Abend fuhren wir dann zum Wahrzeichen Taiwan`s, dem Wolkenkratzer “Taipeh 101”. Von 2004 bis 2010 war das Hochhaus das höchste Gebäude der Welt. Aber auch heute ist der Taipeh 101 mit seinen 508m Höhe und 101 Stockwerken immernoch sehr beeindruckend. Ein Turbolift bringt die Besucher in 37 Sekunden ins 89 Stockwerk, wo sich die größte Aussichtsplattform befindet.
Da Taipeh an sich jetzt nicht die spektakulärste Skyline zu bieten hat, ist die Aussicht von oben zwar schön, aber sicher kein “Highlight” ![]()
Wie das in Taiwan so ist, gibt es auch im 89. Geschoß genug Entertainment und reichlich Kulinarisches für groß und klein. Wir sind dann auch noch hoch ins 101. Geschoss, aber leider waren dort die Scheiben so dreckig, dass keine besseren Fotos mehr möglich waren.
Ziemlich beeindruckend und für alle Besucher zu besichtigen: Der “Tuned Mass damper” ist eine 660 (!!!) Tonnen schwere, an 8 dicken Stahlseilen hängende, goldene Kugel (im 88. Stock), die bei Taifunen oder Erdbeben das Gebäude stabilisiert. Auf Videos, die auf einem Bildschirm im Turm ausgestrahlt werden, ist zu sehen, wie sich die Kugel z.B. beim letzten größeren Erdbeben 2016 bewegte, und quasi gegen die Bewegungen des Gebäudes schwingt, und damit mögliche Schäden am Taipeh 101 verhindert.
Gegen 21 Uhr waren wir dann wieder zurück im Hotel.
Morgen ist dann schon der letzte Tag der Taiwan-Tour. Es geht noch einmal in den Norden zu einigen Naturhighlights Taiwans.
Grüße und mal wieder gute Nacht ![]()