Sonntag, 22.03.: Am letzten Tag unserer Tour fuhren wir mit dem Bus in den Norden Taiwans. Unser erstes Ziel dabei war die Region um die Hafenstadt Keelung. Da es hier an etwa 300 Tagen im Jahr regnet, hat Keelung auch den Spitznamen “Regenhauptstadt Taiwans”. Wir hatten heute Glück, denn trotz ordentlicher Bewölkung blieben wir den ganzen Tag trocken.
Unser erstes Ziel war der “Golden Waterfall”. Nett anzusehen, aber ich habe sicherlich schon größere und spektakulärere Wasserfälle bewundern dürfen.
Als nächstes besuchten wir das kleine Goldgräberdorf “Jiufen”, das mitten in den Bergen oberhalb von Keelung gelegen ist. Nach der japanischen Kolonialzeit war es lange verlassen, bis es vor einigen Jahren mehr und mehr touristisch erschlossen wurde. Viele enge und verwinkelte Treppenstraßen und Gassen muss man hinauf- und hinuntergehen, um das am Hang liegende Dorf komplett zu erkunden. Typisch sind auch die vielen roten Laternen, die vor allem auf den touristisch hoch frequentierten Gassen zu finden sind.
Geht man ein bisschen abseits der klassischen Touristenwege, findet man viele kleine und schöne Häuser und Café`s…
…dazu schöne Aussichten in alle Richtungen (es hatte immerhin für 15 Minuten ein bisschen klare Sicht).
Für zwei Euro gönnte ich mir in einer kleinen Garküche zwei frische Buns mit Schweinefleisch und Gemüse. Hier wurde wirklich alles noch selber gemacht, und man konnte sogar direkt zusehen.
Auf dem Rückweg zum Treffpunkt musste ich mich dann wieder durch die Menschenmenge auf der “Touristenmeile” kämpfen. Die Tatsache, dass heute Sonntag war, hat noch sein Übriges getan.
Weiter ging es zum “Heping Island Geopark”. Die vielen verschiedenen Gesteinsschichten lassen die Gegend teilweise wie eine Mondlandschaft aussehen. Sonne, Wind und das Meersalz formten diese bizarre Küste in den vergangenen Jahrtausenden. Dazu gibt es toll geformte Klippen und einen schönen Ausblick auf den Pazifik.
Die Besucher haben zudem die Möglichkeit in einem der Naturpools zu schwimmen (war mir aber viel zu kalt). Die Kinder können währenddessen ja am künstlichen Sandstrand spielen.
Natürlich hat auch Keelung einen ziemlich beeindruckenden Nachtmarkt zu bieten. Dieser war auch schon zur späten Nachmittagszeit sehr gut besucht. Die Spezialitäten der Region: Krabben und alle weiteren Seafood-Delikatessen, sowie frittierte Sandwiches mit verschiedenen Füllungen.
Zum letzten Abendessen mit der Gruppe führte uns Chiayu in einen Pub mit ziemlich schlechtem, dafür aber sehr teurem amerikanischem Essen. Zumindest das Bier soll wohl ganz gut geschmeckt haben. Trotzdem war es nochmal schön mit der ganzen Gruppe einen Abend zu verbringen. In den letzten Tagen hat ja jeder (durch die vielen Nachtmärkte) beim Dinner eher so sein eigenes Ding gemacht.
Die meisten aus der Gruppe werde ich beim Frühstück noch einmal sehen, bevor sich dann im Laufe des Tages die einzelnen Wege trennen werden. Ich habe ja für morgen und übermorgen noch zwei Touren gebucht, bevor ich dann am Mittwoch nach Südkorea fliege. Aber so weit sind wir ja noch nicht ![]()
Gute Nacht und bis morgen ![]()