Tag 2: Ausflug in den Nordosten

Freitag, 07.08.: An unserem ersten richtigen Urlaubstag buchten wir eine Tour in die Bergregion Chimgan. Hier im äußersten Nordwesten Usbekistans sind es noch etwa 15 km bis Kirgisistan (im Süden) und 30km bis Kasachstan (im Norden). Von Taschkent aus fährt man etwa 80 Minuten auf sehr gut ausgebauten Straßen.

Wir stoppten zunächst am “Amirsoy Resort”, eine Art modernes Skidorf, dass im Sommer auch zum Wandern genutzt werden kann. Mit zwei sehr langen Liften kann man bis auf knapp 2.300m hinauffahren.

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Oben merkt man schnell, dass hier sehr viel auf den Wintertourismus ausgelegt ist. Die vielen großen Hotels sind zur Sommerzeit natürlich so gut wie leer, und auch das futuristische Restaurant auf dem Berggipfel (Bild links) sah recht unbesucht aus.

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Wir entschieden uns für eine kleine Wanderung, um noch ein bisschen mehr von der Landschaft zu sehen. Auf dieser Höhe, und mit einer leichten Brise waren die Temperaturen sogar recht angenehm.

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Bis auf über 3.300m Höhe ragen einige Gipfel der Chimgan-Region hinauf. Es gibt zahlreiche Wanderwege um diese interessante Region zu erkunden. Leider hatten wir nicht ganz so viel Zeit heute, aber einen guten Eindruck erhielten wir schonmal.

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Zum Mittagsessen wurde uns eine Spezialität des Landes serviert, nämlich Kebab. Dabei handelt es sich um nicht anderes, als gegrillte Spieße, die unterschiedlich bestückt sein können. Fleisch, Gemüse, Kartoffeln, Pilze… alles ist erlaubt. Grundsätzlich wird in Usbekistan sehr viel Fleisch gegessen. Da etwa 92% der Usbeken dem islamischen Glauben folgen, ist Schweinefleisch natürlich tabu. Auch Fisch ist Mangelware. Denn wo soll dieser auch herkommen? Usbekistan ist ein Binnenland, und dazu auch noch nur von anderen Binnenländern umgeben. Und Flüsse gibt es hier auch nicht viele.

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Es gibt auch ein Dorf Chimgan, das allerdings aktuell recht unspektakulär daherkommt, weil überall viel gebaut und renoviert wird. Da vertrieben wir uns die Zeit ein wenig mit einer Quadtour.

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Sehr interessant: Es gibt hier sogar eine Art kleinen Gletscher (Bild links). Eigentlich unglaublich, dass das Eis bei diesen Temperaturen nicht komplett wegschmilzt.

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Für kleines Geld fuhren wir dann noch mit einer Sesselbahn zu einem Aussichtspunkt über das Chimgan-Tal.

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Mit seinem sehr auffälligen türkisblauen Wasser beeindruckte uns der “Charvak-Stausee”. Er ist maximal 140m tief und im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für Wassersportler oder “Strandgänger”.

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Leider hatten wir nicht mehr viel Zeit (und auch unsere Badesachen vergessen), daher blieb es bei einer kurzen Besichtigung.

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Auf dem Rückweg empfahl unser Fahrer uns noch den “Phoenix-Park” für einen kurzen Spaziergang (bei 35 Grad Winking smile). Außer am künstlich errichteten Strand war bei den Temperaturen dort allerdings nicht viel los. Trotzdem ein netter Park, in dem auch für Familien viel geboten wird.

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Gegen 16:30 Uhr brachte uns unser stets gut gelaunter und fließend englisch sprechender Fahrer “Asilbeck” wieder zurück in unser Hotel. Übrigens: Die Usbeken sprechen neben Ihrer Muttersprache Usbekisch mehr und mehr auch englisch. Die jüngeren Leute lernen heute zu 90% als erste Fremdsprache englisch und nicht mehr russisch (was bei den älteren Usbeken eher noch verbreitet ist).

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Unsere neue Gruppe sowie die Reiseleiterin Kamila lernten wir dann um 18 Uhr kennen. Insgesamt sind wir zu zehnt. Vielen kannten sich bereits, da unsere Tour ein Teil einer größeren Reise durch die anderen “Stan`s” ist (Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Turkmenistan). Nach der gewohnten Vorstellungsrunde spazierten wir noch zum Unterhaltungsviertel Taschkents, genannt “Seoul Mun”. Unzählige Restaurants, Cafè`s, Bars und Eisdielen finden sich hier.

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Nach dem Abendessen beim Koreaner (mit Bao Bun`s und Korean Chicken)…

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…und einer kleinen Fontänen-Licht-Show…

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…gab es zum Nachtisch noch gutes, italienisches Eis.

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Taschkent kommt allgemein sehr modern daher. Knapp 5 der insgesamt 39 Millionen Usbeken leben im Großraum der Hauptstadt. Am letzten Tag der Reise ist noch eine längere Citytour geplant. Dann werde ich sicherlich noch ein wenig detaillierter berichten können.

Morgen früh geht es dann mit dem Zug weiter nach Samarkand, dem kulturellen Zentrum des Landes.

Ich würde sagen, unser erster Tag in Usbekistan war abwechslungsreich und spannend. So kann`s gerne weitergehen.

Gute Nacht jetzt erstmal Smile