Samstag, 08.08.: Nach einer kurzen Nacht und einem schnellen Frühstück ging es heute Morgen weiter Richtung Samarkand. Den windschnittigen Schnellzug (siehe unten) … nahmen wir leider nicht, dafür aber einen etwas langsameren Zug, der in Deutschland vielleicht als Inter Regio durchgehen würde. Ein kleine Strecke fuhren wir dann noch mit dem Bus…
… zu unserem sehr schönen Hotel für die nächsten beiden Nächte.
Am frühen Nachmittag starteten wir dann zur Citytour. Samarkand ist nicht nur die zweitgrößte Stadt Usbekistans, sondern allgemein eine der faszinierendsten Städte Zentralasiens. An der alten Seidenstraße gelegen, war Sie über Jahrhunderte ein wichtiges Zentrum für Handel, Wissenschaft und islamische Kultur. Die tollen und riesigen Moscheen und Medresen sind größtenteils noch gut erhalten und unglaublich beeindruckend. Ich werde Euch mal nicht mit zu vielen geschichtlichen Daten über die einzelnen Stätten überhäufen, und mich auf das Nötigste und Wichtigste beschränken.
Unser erste Station war heute das Amir-Temur-Mausoleum, wo der gleichnamige frühere zentralasiatische Herrscher, sowie fast seine komplette Familie begraben sind. Das beeindruckende Bauwerk wurde 1405 fertigstellt und fällt vor allem durch seine beiden Minarette, sowie der Kuppel mit insgesamt 64 detailliert gearbeiteten Rippen auf.
Das innere der Kuppel schimmert prachtvoll golden und ich aufwändig mit vielen verschiedenen Mustern und Mosaiken gearbeitet.
Weiter ging es zum Shah-I-Zinda-Komplex (Lebender König), der im 14. und 15. Jahrhundert erbaut wurde.
Der Großteil der Besucher sind natürlich Touristen. Trotzdem sieht man auch durchaus einige Einheimische, die diesen Ort der Ruhe besuchen.
Das Areal besteht aus vielen Mausoleen, Moscheen, Friedhöfen und weiteren religiösen Gebäuden. Alles ist wirklich noch sehr gut erhalten.
Bei 35 Grad im Schatten (aber immerhin ein bisschen Wind) ging es zu Fuß weiter zu den nächsten Bauwerken. Unsere Reiseleiterin “Kamila” (Bild rechts) weiß wirklich sehr viel, und beantwortet jede Frage geduldig. Man merkt Ihr an, wie stolz sie auf Ihre Heimat ist.
Nächster Stopp: Bibi-Chanum-Mausoleum und die dazugehörige Moschee. Ich musste mir das alles notieren, ansonsten verliert man bei den Gebäuden wirklich den Überblick. Dazu ist auch auch nicht förderlich, dass alle Gebäude ähnlich bis gleich aussehen. Auf den Bildern (siehe unten) erkennt man vielleicht ein bisschen die Dimensionen der Gebäude (im Vergleich zu den winzig wirkenden Menschen davor).
Das absolute Wahrzeichen Samarkands, eigentlich ganz Usbekistans, ist der berühmte “Registan”, ein monumentaler Platz mit drei riesigen, und gut erhaltenen Medresen, die fast jedes Cover usbekischer Reiseführer zieren. Die Gebäude wurden zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert erbaut, und dienten damals lange Zeit dem Handel. Die auffallend türkisfarbenen Fließen sowie fein gearbeiteten geometrischen Ornamente machen den Registan und die Medresen wahrhaft einzigartig.
Unsere Gruppe war beim Ausflug heute leider ein bisschen dezimiert, den “Asher” aus den USA fühlte sich nicht so gut. Unsere Reiseleiterin Kamila und Scott aus Australien waren zum Gruppenselfie ebenso nicht auffindbar. Von rechts nach links: Ellemijn (Holland), Hannah (Deutschland), Jayne (England), Sarah (Irland), Marget (Irland), Leen (USA), Finno (Rödelsee), Volker (Ludwigsburg).
Nach einem kurzen Stopp im Hotel wurden im Restaurant gegenüber heute mal wieder Kebap`s serviert.
Am Abend fuhren wir noch einmal schnell für die Lightshow am Registan vorbei. Nett anzusehen, aber kein “must go”.
Morgen haben wir noch einen weiteren Tag in Samarkand für optionale Dinge… Ein bisschen was gibt es hier auf jeden Fall noch zu sehen.
Viele Grüße aus Samarkand und bis morgen ![]()