Tag 21: Lares Trek Teil 2

Samstag, 11.08.: Der Tag begann für die ganze Gruppe nicht gerade positiv… In der Nacht war es wirklich superkalt, viele froren die ganze Nacht über. Anna (mit der ich das Zelt aufgrund von Männer- und Zeltmangel teilen musste) hat fast gar nicht geschlafen und teilweise richtig gezittert. Wie sich morgens herausstellte war sie nicht die einzige die derartige Probleme hatte… Fast die Hälfte der Gruppe fühlte sich nicht wohl. Anusha hat die ganze Nacht gebrochen und musste leider die Trekkingtour abbrechen… Gen, Anna und Janine ging es auch nicht wirklich gut, aber sie konnten erfreulicherweise den Lares Trek beenden. Ich fands die Nacht zwar auch recht frisch, hatte mich aber klamottenmässig recht gut eingestellt und konnte so etwa sechs Stunden schlafen Smiley

DSC01768 DSC01763

Wie angekündigt wurden wir um halb sieben von unserem Assistentguide Roxanna mit den netten Worten “Morning guys, time to wake up! Do you want some Cocatea?” geweckt, auch wenn wir eigentlich schon wach waren…

DSC01769

Draussen schien schon die Sonne und es war verhältnismässig warm… Kleines Frühstück, zusammenpacken und dann gings los…

DSC01775 DSC01776

Wir verabschiedeten uns noch von Anusha (der es wirklich miserabel ging) und machten uns so zu neunt auf die Reise. Heute sollte der schwierigste Teil des Lares Treks anstehen. Insgesamt 17km waren heute zu bewältigen. Dabei sollten wir in den ersten fünft Stunden von 3800m auf den höchsten Punkt dieser Tour (4636m) aufsteigen…

DSC01781 DSC01787

DSC01792 DSC01793

Was uns ein bisschen überraschte, aber auch natürlich sehr freute war, dass wir an diesem Tag nur einer anderen Gruppe begegnet sind (und dass auch nur kurz). Ansonsten hatten wir die ganze Strecke und somit auch die Umgebung komplett für uns alleine… Unterwegs trafen wir auch wieder auf diverse Tiere, die teilweise bis auf 4500m Höhe weideten…

DSC01795 DSC01818

DSC01805 DSC01880

Ein bisschen erinnerte die Landschaft an Schottland oder Neuseeland… scheinbar unberührte Landschaft auf der verschiedene Tiere weideten. Hohe Berge, tiefe Täler… wäre der Weg nicht gewesen hätte man wirklich denken können, dass hier noch nie ein Mensch war.

DSC01802 DSC01804

DSC01809 DSC01810

Unser gut gelaunter Guide Hubert war natürlich auch dabei und motivierte alle stets mit seinem Lieblingsspruch: “Let`s go my friends, don`t be lazy“! Gen, die auf dem Weg doch mit schlimmeren Magenproblemen zu kämpfen hatte durfte sich eine Weile auf dem Rücken unseres Begleitpferdes Valentino ausruhen…

DSC01827 DSC01807

Nach einer kurzen Kaffeepause etwa 100 Höhenmeter unterhalb des Passes erreichten wir gegen 14 Uhr den höchsten Punkt des Lares Trek, den Huacahuasipass auf 4636m (gestartet waren wir auf etwa 3800m). Mann hatte zu beiden Seiten eine unglaubliche Aussicht…

DSC01832 DSC01852

DSC01841 DSC01845

Nun waren es noch knapp zwei Stunden bis zu unserem Ziel Mantanay (auf 4100m Höhe gelegen) wo wir heute Nacht unsere Zelte aufschlagen sollten… Auf dem meist abschüssigen oder ebenen Wegen durchquerten wir einmal mehr tolle Landschaften…

DSC01863 DSC01877

DSC01855 DSC01874

Gegen 16 Uhr erreichten wir dann unser Zeltlager in Mantanay, das wirklich superschön in einem Tal gelegen war…

DSC01886 DSC01888

Nach einem kleinen Snack und einem Heissgetränk zogen sich die meisten erstmal in ihr Zelt zurück… die vielen Höhenmeter haben doch ordentlich angestrengt… Unser Pferd “Valentino” hat auch seine Arbeit getan und unsere kränkelnden Mädels sicher ans Tagesziel gebracht Smiley

DSC01848

Um 19.15 Uhr wurde dann noch das Dinner serviert, an dem aufgrund von Müdigkeit bzw. Krankheit leider nicht alle teilnahmen. Sie verpassten mal wieder ein superleckeres Drei-Gänge-Menü, dass seine Krönung in einem unglaublich guten Schokopudding sah…

DSC01892 DSC01893

Allgemein muss man sagen, dass die beiden Köche wirklich zu jeder Mahlzeit ein superleckeres Essen zauberten. Mittags gab es immer zwei Gänge plus Heissgetränk, abends drei Gänge… alles stets frisch und wirklich delikat! Unter den Bedingungen allemal bemerkenswert!

So, jetzt mach ich mal das Licht aus und unser Zelt zu. Mir wurde mitgeteilt, dass sich hier in der Nähe nachts gerne Pumas aufhalten… vielleicht gehe ich ja später noch ein wenig auf die Pirsch und sehe einen Smiley

Hoffe heute wirds nicht so kalt wie gestern… sieht aber besser aus. Ich habe wieder mein komplettes Arsenal an Klamotten an. Müsste reichen. Bis morgen! Zwinkerndes Smiley

Ps.: Hab das zwar schonmal im Dschungelpost erwähnt, aber egal: Unglaublich, was man hier nachts für einen Sternenhimmel geboten bekommt. Die Milchstrasse ist direkt über einem und wirklich toll und auch sehr hell zu sehen. Wirklich schade, dass man das so schlecht fotografieren kann…