Tag 4: Sahara

Dienstag, 05.08.: Heute stand die längste Autofahrt der ganze Woche an. Von Fès aus ging es insgesamt fast 8 Stunden Richtung Süden zu unserem Ziel, der Sahara. Ein wenig müde stiegen wir in unseren G-Adventures-Bus, aber wir hatten ja genug Zeit, um ein bisschen Schlaf auf der Fahrt aufzuholen.

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Unglaublich, aber wahr: In Marokko kann man sogar Skifahren. Im Kleinen Örtchen “Ifrane” gibt es sogar einen Skiclub mit eigenem Lift. Ein bisschen höher, und mitten in einem Waldstück gelegen, liegt hier jeden Winter recht zuverlässig Schnee. Also braucht man gar nicht unbedingt bis ins Hochatlasgebirge zu fahren.

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Ein paar Affen beherbergt der Wald auch. Schade, dass die eher als Touristenattraktion gelten, und von den Reiseleitern angefüttert werden (nicht von unserer, versteht sich). Sad smile

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Je weiter wir in den Süden vordrangen, umso karger wurde die Landschaft. Man merkte, dass wir so langsam ins oben erwähnte Hochatlasgebirge kamen. Der Atlas im Ganzen hat in etwa eine Länge von 2.300km, und erstreckt sich über die Länder Marokko, Algerien und Tunesien (hier sind allerdings nur kleine Ausläufer). Die höchste Erhebung ist der (in Marokko liegende) Toubkal mit 4.167m.

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Unser Mittagessen nahmen wir in einer Art Autobahnraststätte ein. So wie es in Marokko üblich ist, bekamen wir natürlich trotzdem drei Gänge in hervorragender Qualität serviert.

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Einen kurzen Zwischenstopp legten wir am Nachmittag in diesem grünen Tal ein. Hier werden (fast ausnahmslos) alle Datteln für die Einwohner des Landes, sowie für den Export angebaut bzw. geerntet.

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Gegen 17:30 Uhr hatten wir dann unser Hotel direkt an der Sahara erreicht. Es sich sicherlich bisher das schönste Hotel… mit viel Platz, zwei schönen Pools und einer Terrasse mit Blick auf die Sanddünen.

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Bei heute deutlich höheren Temperaturen wurde  einer der Pools natürlich direkt von uns eingeweiht.

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Die Sahara ist im übrigen mit etwa 9 Millionen Quadratkilometern (etwa die Größe der USA) die größte Trockenwüste der Welt, und erstreckt sich von der afrikanischen Atlantikküste bis zu Küste des Roten Meeres. Dabei nimmt die Sanddünenwüste nur einen kleinen Teil von etwa 20% ein. Zu etwa 70% besteht die Sahara aus Kies- oder Geröllwüste. Innerhalb der letzten 100 Jahre hat sie sich um über 10% ausgedehnt.

Unser Abendprogramm bestand heute aus einer kleinen Kamelsafari in die Dünen…

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Sowohl beim Auf- als auch beim Absteigen gilt: Immer zurücklehnen, denn die Tiere erheben sich erst mit den Hinterbeinen, setzen sich dann aber mit den Vorderbeiden zuerst wieder hin. So bleibt man fest im Sattel. Und während des Ausrittes immer die Hüfte locker lassen Smile

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Nach etwa 30 Minuten gemütlichem Ritt und einer kurzen “Sandboarding”-Pause, traten wir zügig den Heimweg am…

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…denn kurze Zeit später erwischte uns ein Sandsturm ziemlich heftig. Auch wenn wir bei unserer Ankunft im Hotel in allen Körperöffnungen gefühlt ein Kilo Sand hatten, war es doch auch eine lustige Erfahrung…

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Zum Abendessen gab es eine Art marokkanische Pizza, gefüllt mit Rindfleisch, Zwiebeln und Paprika… sagen wir mal so: Die anderen Abendessen waren bisher alle leckerer Winking smile

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Morgen früh steht unsere Jeep-Tour durch die Sanddünen an. Da ich ungefähr weiß, was da auf mich zukommen wird, freue ich mich auf den Tag. Ich denke der Finno wird sicherlich auch seinen Spaß haben.

Guuuute Nacht, und bis morgen dann Smile