Samstag, 20.12.: Zunächst stand heute Morgen der erste Umzug an. Von meinem schönen Hilton Olaya Hotel ging es ins nicht ganz so luxuriöse Warwick Riyadh. Aber auch das ist vollkommen in Ordnung. Ich will mich gar nicht beschweren ![]()
Gegen Mittag startete ich dann den zweiten Teil meiner Tour durch Riad mit dem Besuch des Al Faisaliah-Turms. Von der Aussichtsplattform auf 267m erwartete ich mir einen schönen Blick über die Stadt.
Das Highlight des Turms ist zweifellos diese goldene Kugel aus 655 einzelnen Glasfragmenten mit etwa 24 Quadratmetern im Durchmesser. In dieser befindet sich eines der luxuriösesten Restaurants der Stadt. Leider war ich ein bisschen früh dran, so dass das Restaurant noch geschlossen hatte.
Wie jede Attraktion in Riad, so hat auch der Turm eine eigene Luxusshopping-Mall. Hier und da sieht man arabische Damen mit Tüten aus den Nobelgeschäften herauskommen. Doch warum kauft man sich solche teuren Kleidungsstücke, wenn man eh den ganzen Tag die Abaya drüberziehen muss??? Versteht ich nicht. Angeblich ist es aber wirklich so, dass die verschleierten Frauen unter der Abaya ganz normal und gut gekleidet sind.
Weiter ging es Richtung Süden, da ich mir noch einen schönen Markt ansehen wollte. In der Nähe des Gebietes um den Al Masmak Palast (den schauen wir uns morgen noch detaillierter an) sollte es einen sehr traditionellen und alten Markt geben. Das Areal um den Palast war sehr schön..
…der Markt selber leider nix besonderes ![]()
In Riad bewegt man sich übrigens super mit “Uber” (toller Reim
) durch die Stadt. In der Regel ist innerhalb von 5 Minuten ein Fahrer da, und die Fahrt kostet etwa nur die Hälfte eines normalen Taxis. Heute habe ich für eine Fahrt nie mehr als 7 Euro gezahlt, obwohl ich bei dieser Fahrt fast 45 min unterwegs war. Top! Da nehme ich es sogar gerne in Kauf, dass so gut wie kein Taxifahrer englisch spricht.
Gegen 18 Uhr setzte mich mein Fahrer dann an der “Riad Boulevard World” ab. Ähnlich wie im Dubai Global Village wurden hier einzelne Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Ländern nachgebaut. Dazu gibt es das passende Essen, die passende Musik und auch die entsprechenden Kleidungsstücke und andere Souvenirs zu kaufen.
Und falls man sehr lauffaul sein sollte, kann man sich die Boulevard World auch von der Seilbahn aus ansehen.
Die einzelnen Bereich sind übrigens um einen See herumgebaut, auf dem man auch mit Gondeln herumfahren kann. Diese fahren natürlich passenderweise in Italien ab.
Direkt gegenüber der Boulevard World befindet sich die Boulevard City. Hier geht es eher ruhig zu. Der Fokus liegt neben der Gastronomie auf kleinen Events, wie zum Beispiel einer Kartbahn, einer Eislaufhalle, eine Boxarena (in der jeden Abend echte Profikämpfe stattfinden) usw. Viel wird hier auch für Kinder geboten, wie z.B. eine Walt Disney-World, Eine Minecraft-Arena, das Marvel-Universum usw. Alles ist sehr weitläufig und einfach nur riesig.
Gegen 21 Uhr war ich dann wieder zurück im Hotel. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, das mein Zimmerpartner für die nächste Woche schon da ist, aber er reist wohl etwas später an. Zumindest sollte er morgen früh um 8 Uhr da sein, denn dann beginnt die Rundreise offiziell. Naja, er wird sicherlich heute Nacht irgendwann eintrudeln.
Ich mach mich jetzt mal lang und sage mal wieder “Gute Nacht”!