Sonntag, 21.12.: Nachdem ich die Nachtruhe gestern Abend allein antrat, so wachte ich heute Morgen neben Rainer aus München auf. Er war erst nachts um 3 Uhr in Riad angekommen und wird sich nun für den Rest der Reise das Zimmer mit mir teilen.
Um 8 Uhr heute Morgen lernten wir dann den Rest unserer Gruppe kennen. Dabei sind noch zwei allein reisende Mädels, sowie ein Ehepaar. Alle scheinen sehr reiseerfahren zu sein. Unser Guide Atef ist gebürtiger Jordanier, führt aber seit einer Weile auch Touren in Saudi-Arabien durch. Nach eigenen Angaben raucht er täglich etwa 40 Zigaretten, was man auch an seiner Stimme deutlich hört. In unserem komfortablen Reisebus starteten wir dann zu unserer heutigen Tour durch Riad.
Bereits gestern war ich ja kurz an der Masmak-Festung. Das 1902 komplett aus Lehm und Palmenholz gefertigte Wahrzeichen der Stadt ist für viele Saudis ein Symbol für Nationalstolz und Stärke. Wir hatten Glück, und durften die Festung von innen besichtigen. Neben historischen Artefakten und traditionellen Waffen sind auch zahlreiche Kleidungsstücke und Alltagsgegenstände dieser Zeit ausgestellt.
Weiter ging es zum Murabba-Palast, der von König Abdulazziz in den 1930ern erbaut wurde. Von außen recht unspektakulär, bietet er innen einen ausführlichen Einblick in das Leben der Königsfamilie. Auch die (für diese Zeit) stattliche Autosammlung des Königs war zu bestaunen.
Den größten Teil der Zeit planten wir für das riesige Nationalmuseum ein. Aber Pustekuchen! Leider heute geschlossen. Hätte man ja eventuell vorher wissen können
Also wurde dieser Programmpunkt auf morgen verschoben.
Es gab etwa 2 Stunden Zeit totzuschlagen… also besuchten wir wieder einen Markt (der ähnlich unspektakulär war, wie der von gestern)…
…und tranken ein Käffchen in der Sonne. Heute war es zumindest mal ein bisschen wärmer als noch die ersten beiden Tage ![]()
Am Nachmittag besuchten wir dann “Diriyah”, die erste Hauptstadt des ersten saudischen Staates. Bis 1818 war die Stadt ein bedeutender und religiöser Mittelpunkt der Region. Später wurde Sie von den Omanen erobert und fast komplett zerstört. Der historische Bezirk “At-Tuarif” wurde 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Wir konnten das ehrlich gesagt nicht ganz verstehen, da viele Gebäude doch relativ schlecht (und billig) restauriert wurden.
Ein neu erbauter Teil Diriyah`s ist die “Bujairi Terrace”. Hier finden sich zahlreiche schöne und gemütliche Restaurants oder Cafè`s.
Übrigens: Wenn man in Saudi-Arabien auf die Toilette gehen möchte, sollte man sich sicher sein, dass man durch die richtige Tür geht. Lieber zweimal hinschauen ![]()
Hier die Auflösung ![]()
Am Abend besuchten wir dann gemeinsam das Kingdom Center. Im Hilton Hotel gegenüber war ich ja die ersten beiden Nächte untergebracht…
Da einige von uns (inkl. mir) seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, entschieden wir uns zunächst einmal das Dinner im Foodcourt der Shopping Mall einzunehmen.
Fünf andere Namen lernen sich relativ schnell. Von links vorne, nach rechts vorne: Christine, Ursula, Madlin, Rainer, Amer (da bin ich mir nicht sicher, ob ich seinen Namen richtig geschrieben habe), Volker. Da wir mir einem deutschen Reiseanbieter unterwegs sind, sind alle Teilnehmende auch der deutschen Sprache mächtig.
Zum Abschluss des Tages fuhren wir dann noch gemeinsam in den 99 Stock des Kingdom Towers auf 300m Höhe und überquerten einmal die Skybridge.
Wie oben bereits angedeutet holen wir morgen früh den Besuch des Nationalmuseums nach, bevor wir dann Riad verlassen und weiter Richtung Nordwesten fahren. Die drei Tage Riad war sehr schön, doch nun freue ich mich auch darauf die ländlicheren Gegenden Saudi-Arabiens kennenzulernen.
Letzte Grüße aus Riad und bis morgen. “Inshallah” (So Gott will) ![]()