Tag 15: Transfer Puno/Cusco

Sonntag, 05.08.:

Hallo und wunderschönen guten Morgen zusammen!

In Peru ist es genau 10:37 Uhr am Morgen und ich sitze im Bus von Puno nach Cusco… Die Fahrt wird voraussichtlich etwa sieben Stunden dauern, so dass ich noch einige Zeit in diesem (allerdings wirklich komfortablen) Sitz verbringen werde. Die peruanischen Busse sind allgemein deutlich geräumiger und angenehmer als die in Bolivien, was laut unserer Guides einfach daran liegt, dass Peru schon viel länger touristisch erschlossen ist… macht Sinn. Das ist auch der Grund warum in Bolivien alles spotbillig war und hier in Peru schon ein wenig teurer ist. Gut, dass ich meine Alpaca-Kollektion also in Bolivien erworben habe Zwinkerndes Smiley.

Wir fahren gerade durchs Hinterland Perus. Eben sind wir ne Weile vor einer Strassensperre gestanden…

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Da der Tag heute wahrscheinlich recht arm an Highlights sein wird, dachte ich, ich stelle Euch mal ein bisschen die Gruppe vor (für diejenigen, die es interessiert und für mich wenn ich das irgendwann in fünf Jahren mal wieder lese Smiley) Über einige weiss ich natürlich noch nicht so viel, da sie erst vor ein paar Tagen in La Paz dazugestossen sind…

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Also, dann leg ich mal los…

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Calum (a.k.a. Colin): So heisst er wirklich… dachte ewig lange, dass er Colin heisst… egal, erhört auf beides. 19 Jahre alt,  aus Südengland. Seit dem Perutrip mein Zimmernachbar, da wir (von insgesamt vier männlichen Passagieren) die einzigen beiden Singles sind (die anderen beiden haben ja Ihre Freundin bzw. Frau dabei). Extremer Typ, der irgendwie immer zwischen Genie und Wahnsinn schwankt. Ist seit mehreren Monaten unterwegs, war vorher lange in Afrika. Nach diesem Trip beginnt er sein Mathematik- und Managementstudium in England. Ist supersportlich, sehr interessiert und hat immer sein Tagebuch dabei, dass er nicht nur als Tagebuch nutzt, sondern auch um mal kurz als Brainstorming alle Staaten mit dazugehörigen Hauptstädten Afrikas aufzuschreiben. Seine Kamera hat er so gut wie immer um den Hals, und fotografiert grundsätzlich alles. Aufpassen muss man bei ihm wenn man in seiner Gegenwart etwas zu essen oder zu trinken öffnet: Man darf es auf keinen Fall unbeaufsichtigt lassen, sonst ist es direkt weg! Er redet im Schlaf ohne Punkt und Komma und ohne mich und meinen Wecker würde er heute sicherlich noch im Hotelzimmer in La Paz liegen und schlafen Zwinkerndes Smiley Auch wenn wir schon einige Jahre auseinander und dazu ziemlich verschieden sind kommen wir super klar…

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Carmila (links) und Tina: Beide Anfang 20 und aus dem Südwesten Norwegens. Sie arbeiten beide im selben Restaurant. Tina ist Chefköchin und Carmila “Chefwaitress”. Beide haben durch zahlreiche Überstunden und angesparten Urlaub vier Monate (!!!) frei und touren durch die komplette Welt… wenn ich das richtig mitbekommen habe waren sie bereits eine Weile in Asien und Afrika unterwegs, machen nun die 45-tägige Tour von Rio nach Lima mit und durchqueren anschliessend noch die USA von San Francisco bis nach New York (schöne Tour habe ich mir sagen lassen Smiley). Beide sind superaufgeweckt (auch wahrscheinlich weil sie immer schon so gegen 9 Uhr ins Bett gehen Zwinkerndes Smiley), immer gut gelaunt, witzig und unternehmungslustig (waren beim Paragliding und Mountainbiking dabei). In Bolivien waren noch zwei Freunde von Ihnen dabei, die allerdings nach La Paz abgereist sind…

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Anusha (links) und Jeanine: Anusha ist glaub ich 20 oder 21 und aus Wales. Sie ist in La Paz zu uns gestossen und war vorher allein einige Wochen in Argentinien unterwegs (wenn ich das richtig mitbekommen habe). Sie studiert in Birmingham und versteht sich ziemlich gut mit meinem Zimmernachbarn Calum (a.k.a. Colin). Insider (die ganze Gruppe) sind sich ziemlich sicher: Da geht nochwas! Zwinkerndes Smiley        Jeanine ist 25 und aus Zürich in der Schweiz. Sie hat die Tour (wie Calum, die Norweger und die Neuseeländerinnen) in Rio begonnen und fliegt von Lima aus zurück. Arbeitet bei ner Versicherung, hat sich aber gerade eine Auszeit gegönnt. Sie hilft der ganzen Gruppe regelmässig durch ihre unglaublichen Sprachkenntnisse, denn sie spricht fliessend deutsch, englisch, französisch, italienisch, (ganz wichtig) spanisch und portugisisch. Ohne sie wäre ich beim Klamottenkauf in Sucre aufgeschmissen gewesen. Sie schreibt ebenfalls ständig Tagebuch (in spanisch), und das mit einer Schrift, die so klein ist, dass ich sie kaum lesen kann. Seit der Abreise der anderen beiden Schweizer (Emmanuel und Tamara) in La Paz ist sie meine einzige Möglichkeit meine Heimatsprache nicht zu verlernen Smiley

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Anna (links) und Hanna: Beide 30 Jahre alt und aus Neuseeland. Sie kennen sich aus Schulzeiten und sind seitdem befreundet. Anna ist Ironmantriathletin und eine Sportmaschine. Demnächst will sie den Shanghai-Marathon mitlaufen (über die chinesische Mauer)… Ist sehr unkompliziert, interessiert, weltoffen und macht wirklich alles mit. Hanna hat zwar auch den neuseeländischen Pass, hat zuletzt aber zwei Jahre in Bangkok und eineinhalb Jahre in Shanghai gewohnt. Ihr Freund ist übrigens Finne. Ihre nächste Destination ist wahrscheinlich Köln. Aktuell ist sie auch gerade mehrere Monate auf “Welttournee”. Wenn ich sie richtig verstanden habe gehts von Lima aus nach Quito in Ekuador, dann noch nach Kanada und Europa, bevor sie dann mit ihrem Freund entscheidet, wos weitergeht. Auch sie ist wirklich unkompliziert, man kommt superschnell mit ihr ins Gespräch. Durch Ihre vielen Erfahrungen an den verschiedenen Orten hat sie viel Interessantes zu erzählen…

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Sabrina und Diego: Über die beiden weiss ich leider noch recht wenig. Obwohl beide sehr nett und immer freundlich sind, machen sie recht viel allein, vielleicht sind sie auch ein wenig schüchtern. Sabrina hatte anfangs massive Probleme mit der Höhe und ist deshalb auch ab und zu abends im Hotel geblieben. Beide sind aus Italien, wohl schon ne Weile zusammen, aber noch nicht verheiratet (glaub ich zumindest Smiley) Sie lebt in der Schweiz am Gardasee und er in Brecia. Diego arbeitet im IT-Bereich. Wie im letzten Blogeintrag geschrieben bestechen sie vor allem durch extreme Resistenz gegenüber einheimischen Speisen und bleiben hartnäckig bei Pizza und Pasta (auch wenn diese nach deren Angaben nicht ganz so gut schmecken wie in Italien). Denke im Laufe der Zeit wird sich sicherlich noch einige Male die Gelegenheit ergeben beide noch näher kennenzulernen…

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Shanks und Anita: Aus Australien und verheiratet. Er arbeitet ebenfalls im IT-Bereich… beide absolut unkompliziert und kontaktfreudig. Machen auch ständig untereinander Witze und nehmen sich selbst auf die Schippe. Ist manchmal einfach lustig den beiden zuzuhören und zuzusehen. Anita hat eine der fiesesten Lachen, die ich jemals gehört habe. Man muss einfach mitlachen! Shanks wird seit gestern nur noch Schäfer Shanks gerufen (weil er und Anita zwei Stunden die Schäfchen hüten durften und uns dabei auslachten wie wir die Zementsäcke schleppten). Supercooles Paar. Glaube, sie waren nach 5 Sekunden in der Gruppe integriert…

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Genevieve (Gen) und Michelle (rechts): beide aus Australien, kannten sich aber vor dem Urlaub nicht. Gen ist in vielerlei Dingen ziemlich ausgeflippt (im positiven Sinn). Eigener Kleidungsstil, total witzige und irgendwie einzigartige Lebenseinstellung, Künstlerin (singt gerne und spielt Gitarre). Hat sich in La Paz ne neue Gitarre gekauft und schleppt diese jetzt die ganze Zeit als Handgepäck mit sich rum. Interessant sich mit ihr zu unterhalten und auch für jeden Spass zu haben. Michelle sollte etwa Ende 40 sein, was man ihrer Art überhaupt nicht anmerkt… sie kommt mit jedem super klar, ist an jedem ernsthaft interessiert (hat sich auch schon mehrmals länger mit Calum unterhalten, der locker 30 Jahre jünger ist) und hat einen unschlagbaren Humor. Manchmal muss ich wirklich kurz nachdenken, ob ich sie falsch verstanden habe, oder ob sie mich gerade übelst veräppelt, was sie wirklich ständig macht Smiley  Wirklich immer supergut gelaunt und immer für ein ernstes oder unernstes Gespräch zu haben.

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Vielleicht noch ein, zwei Worte zu unserem (hier schlafenden) Guide Rrrrrrrrrruben. 35 Jahre alt, aus Peru stammend, und seit über vier Jahren als Guide in Peru unterwegs. Er hat fast immer seine verspiegelte Oakleybrille auf und ein smartes Grinsen auf den Lippen (sofern er wach ist Smiley). Lockerer Typ, der sich gut auskennt und sicherlich für den ein oder anderen Insidertipp gut ist… schaun wir mal…

So, das wären dann alle… Ist eine super Gruppe. Interessante und lustige Leute aus der Boliviengruppe sind geblieben, neue und mindestens genauso interessante Leute sind dazugekommen. Der Altersschnitt ist ein wenig gestiegen und vor allem durch die vier Australier (die irgendwie alle verschieden sind, aber jeder auf seine Weise interessant ist) kam frischer Wind rein…

So, wir sind wohl noch ne Weile unterwegs und ich werde es jetzt mal meinem Sitznachbarn Calum gleichtun und mich aufs Ohr legen… mal schaun, was heute Abend noch geht Smiley

So, da bin ich wieder mit dem Rest des Tages… Gegen 15:00 erreichten wir Cusco… und bekamen Top-Wetter sowie angenehme Temperaturen, so dass endlich mal meine Sommerklamotten zum Einsatz kamen Smiley

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Da wir aufgrund eines Strassenfestes nicht direkt bis vor die Tür unseres Hotel fahren konnten mussten wir mir samt unserem Gepäck erst noch ewig lange Treppenstufen hochgehen, so dass einige danach ne Ladung Sauerstoff brauchten Zwinkerndes Smiley

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Wir checkten in unserem wirklich schön gelegenen Hotel mit toller Aussicht auf die Stadt ein…

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Die Wartezeit bis wir in unsere Zimmer konnten wurde von Gen mit sehr angenehmer Musik inklusive Gesang verkürzt… sie kann wirklich toll singen…

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Kurz nach fünf machten wir uns dann auf den Weg in die Stadt um noch eine Kleinigkeit zu essen… Dabei kamen wir an wirklich schönen Plätzen vorbei. Scheint eine sehr angenehme Stadt zu sein. Da wir ja noch ne Weile da sind werde ich sicherlich Gelegenheit haben, die Stadt noch ein wenig intensiver zu erkunden…

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Wir schlugen in seinem netten Bistro auf. Es gab leckere Sandwiches und noch leckereren Nachtisch…

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Da wir morgen nicht so früh aufstehen müssen schlugen einige vor noch ein bisschen in Cusco on Tour zu gehen, was bei fast allem auf Zuspruch stiess. Nach einem kurzen “Aufwärmen” im Aufenthaltsraum des Hotels…

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… ging es dann weiter in den höchstgelegenen Irish Pub der Welt…

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Der Abend wurde schliesslich in einer kleinen Diskothek namens “Mythology” beschlossen. Hier waren dann aufgrund mehrerer alkoholischer Getränke über den Abend verteilt einige nicht mehr so ganz zurechnungsfähig Smiley

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Tja, witzig wars auch mal mit den Leuten richtig abzufeiern… bei mir ists jetzt schon nach halb drei, weswegen ich jetzt auch mal ins Bett gehen werde. Morgen früh gehts dann für drei Tage in den Amazonasdschungel, also auch wieder W-Lan ziemlich unwahrscheinlich. Wird dann wohl erst Donnerstag Morgen, bis es hier wieder was Neues zu lesen ist… dafür wird das dann hoffentlich wieder ziemlich spektakulär werden… bin mal gespannt was da auf mich zukommt…

Zum Grusse Smiley

Volker