Tag 3: Husky Hüttentour Teil 3

Samstag, 31.12.: Sooooooo, auch heute Morgen war natürlich wieder unsere inzwischen schon gewohnte Morgenroutine angesagt. Mein Team war zum großen Teil auch schon startklar. Einzig die Schlafmütze Bluna musste von mir geweckt werden.

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Kacki Wegmachen, Geschirr anziehen und Einspannen geht inzwischen alles recht fix. Dann wieder das übliche Konzert vor dem Start und los konnte es gehen.

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Die Bedingungen heute waren deutlich besser als gestern. Zwar hat es über Nacht wieder ein bisschen geschneit, aber die Trails waren ganz gut befahrbar. Das Wetter an sich könnte mal besser werden. Wir hatten bisher immer bedeckten Himmel mit teilweise Dunst. An Polarlichter ist so leider nicht zu denken Trauriges Smiley Mit verhältnismäßig warmen –3 Grad hatten die Hunde hier und da auch ein bisschen zu kämpfen. Ich hatte ja gestern über die optimale “Betriebstemperatur” der Hunde berichtet.

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Man sagt ja immer, dass Huskys besonders sensibel sind, und total unterschiedlich im Charakter. Ich kann das total bestätigen. Meine vier sind auch komplett verschieden. Chena (erstes Bild rechts) ist der Leithund unseres Teams. Sie ist immer voller Energie und wird scheinbar nie müde. Kaum steht der Schlitten mal fängt sie sofort an zu Ziehen und zu Ruckeln, damit es so schnell wie möglich weitergeht. Essia (erstes Bild links) ist einerseits ein wenig verrückt (wenn sich die einzelnen Seile mal wieder verknotet haben war es fast immer sie, die hin- und hergesprungen ist), andererseits auch total verschmust. Bluna (zweites Bild links) ist eher schüchtern, aber auch total lieb. Sie läuft am allerliebsten neben Panda (zweites Bild rechts), dem Lautesten in unserem Team. Obwohl er der “Mann im Haus” ist, haben trotzdem die beiden Damen in der ersten Reihe ganz klar das Sagen! Wie Ihr schon mitbekommen habe mag ich alle wirklich sehr. Nach den drei Tagen mit den Hunden kann ich jetzt schon sagen, unglaublich viel gelernt, und auch allgemein ein ganz neues Verständnis für die Tiere bekommen zu haben.

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Für alle, die es interessiert an dieser Stelle vielleicht ein paar Worte zu den Schlitten, mit denen wir hier unterwegs sind. Eigentlich sehr einfach in der Bedienung: Man steht auf den Verlängerungen der Kufen. Will man bremsen stellt man einen (oder beide) Fuss auf die schwarze Matte. Das kleine Metallstück vor der Matte ist mit kleinen Spikes versehen. Hier stellt man sich drauf um hart zu bremsen oder den Schlitten im Stand zu fixieren. Der kleine Anker links neben dem Schlitten wird befestigt wenn man selber den Schlitten verlassen muss. Oft wird der ganze Schlitten dann noch auf die Seite gedreht, so dass die Hunde ihn nicht wegziehen können. Lehnt man sich beim Fahren nach links oder rechts, fährt der etwa 23kg wiegende Schlitten auch in die entsprechende Richtung. Kriegt man hin!

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Einen kleinen medizinischen Zwischenfall mussten wir leider auch beklagen. Panda blutete ein bisschen am linken Fuss und musste von Kyra mit einer Socke versorgt werden, dann ging es weiter.

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Im Normalfall können Huskys (wenn die Ausbildung gut klappt) mit 2 oder 3 Jahren einen Schlitten ziehen. Der Ruhestand ist etwa im Alter von 8-9 Jahren erreicht, wenn der Guide feststellt, dass der Hund nicht mehr so gut ziehen kann, wie eigentlich müsste…

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Unsere Hütte heute liegt an einem malerischen See, den wir zuvor noch überquerten.

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Heute waren wir recht fix und schafften die etwa 38km Strecke noch vor der Dunkelheit. Hunde abspannen, Geschirr aus, an die Kette legen und kräftig kuscheln… Auch heute sind sie wieder ganz toll gelaufen Smiley

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In unserer heutigen Hütte war natürlich auch wieder das “Standardprogramm” zu tun.

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Als Silvesterdinner gab es heute ein typisch finnisches Gericht: Rentier mit Püree. Sehr, sehr lecker Smiley

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Das Abendessen für die Hunde fiel dagegen weniger spektakulär aus… aber so schnell wie die Näpfe leer waren, hat es offensichtlich allen geschmeckt Smiley

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Bis zum Jahreswechsel wurde dann noch ein bisschen gespielt. Pünktlich um 0 Uhr servierte Kyra uns Neujahrs-Pancakes. Bild unten von links nach rechts: Evi, Kyra, Kim, Olga, Katrin, Volker

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Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr 2023 Smiley

Husky Hütten Tour Teil 2:

Freitag, 30.12.: Heute Morgen wurden wir um 7 Uhr von Kyra geweckt. Überflüssig zu erwähnen, dass es zu diesem Zeitpunkt noch stockdunkel draußen war. Nach dem Frühstück gab es noch einiges zu tun bis wir mit den Hunden loslegen konnten. Schließlich musste die Hütte wieder in den Zustand unserer Anreise gebracht werden.

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Nachdem die Hunde gleich am Morgen ihre erste Mahlzeit von Kyra bekamen, kümmerten sich dann alle Reiseteilnehmer selber um ihr Team. Toll finde ich, dass wir jeden Tag immer genug Zeit haben um uns um die Hunde zu kümmern, und damit meine ich nicht nur die “Standardaufgaben” wie Füttern oder Abschnallen. Die täglichen Streichel- und Kuscheleinheiten mit meinen vier Teammitgliedern genieße ich sehr, und die Hunde (so hoffe ich zumindest Zwinkerndes Smiley) auch. Für das was sie den ganzen Tag leisten, haben Sie diese auch mehr als verdient. Heute Morgen waren drei von vier Teammitgliedern bereits topfit. Allein Bluna (Bild oben rechts) brauchte ein bisschen länger.

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Inzwischen klappt das Einspannen der Hunde in Ihre Gurte und den Schlitten schon richtig gut. Und wenn es Fragen gibt ist Kyra immer schnell zur Stelle und unterstützt. Der Start ist wirklich immer das Highlight. Ähnlich wie bei einem Formel 1-Rennen ist die Geräuschkulisse unmittelbar vor dem Start am größten. Die Tiere können es kaum erwarten loszulaufen und sind zu diesem Zeitpunkt noch voller Energie.

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Der erste Teil der Tour war heute für alle Beteiligten nicht ganz einfach. Zunächst gab es über Nacht sehr viel Neuschnee, was es für die Hunde natürlich viel schwerer machte, aber sie liefen auch heute wieder ganz toll und taten was sie konnten. Aufgrund der Verhältnisse musste ich heute deutlich öfter mit anschieben, vor allem wenn es bei den Schneeverhältnissen noch bergauf ging.

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Als nächstes überquerten wir wieder den See von gestern. Auch hier wurden wir mehrere Mal ein wenig ausgebremst. “Overflow” heißt das Phänomen wenn sich zwischen der Eisschicht des Sees und des darauf liegenden Schnees Schmelzwasser bildet. Auch hier blieb der Schlitten leider einige Male stecken, und war gar nicht so leicht wieder herauszubekommen.

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Leider kosteten uns diese Dinge doch einiges an Zeit heute Morgen, doch danach ging es glücklicherweise einigermaßen zügig weiter.

Na habt Ihr schon alle Namen drauf? Essia (vorne links), Chena (vorne rechts), Panda (hinten links) und Bluna (hinten rechts)

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Natürlich konnte ich mich (wie oben schon erwähnt) auch heute total auf mein Team verlassen. Bluna hat nach Ihrem schläfrigen Start gut mitgezogen und meine beiden Frontrunnerinnen Essia und Chena (die Leithündin) sind eh immer voller Energie und wollen eigentlich nie stehen bleiben. Husky`s können im übrigen (wenn sie nichts ziehen müssen) pro Tag problemlos mehrere hundert Kilometer laufen. Dabei performen sie am besten wenn es zwischen –10 und –15 Grad ist. Alles was wärmer als –5 Grad ist kann schon für den ein oder anderen Hund problematisch werden, denn die Huskys kühlen sich nur sehr schwer und langsam ab. Eine sehr probate Variante des Herunterkühlens ist z.B das Fressen von Schnee.

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Da wir am Morgen so viel Zeit verloren hatten, mussten wir noch ein gutes Stück unseres Weges im Dunkeln fahren, denn auch heute legten wir über 30km zurück. Hat aber auch einen gewissen Charme so im Dunkeln dahinzugleiten…

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Heute war die Tour auch für uns Piloten ganz schön anstrengend, aber unsere eigentliche Arbeit begann (wie gestern auch) ja erst nach der Ankunft an der Hütte. Hunde Ausspannen, kurze Schmuseeinheit, mit Nachmittagssnack füttern, Schlitten auspacken und Gepäck in die Hütte tragen usw.

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Nachdem ich gestern Schnee schieben durfte, wurde ich heute zum Fleisch hacken eingeteilt. Ein etwa 20kg schwerer gefrorener Fleischblock muss dabei mit dem Beil in kleine, mundegerechte Stücke zerhakt werden. Heisses Wasser drauf und ein bisschen Trockenfutter rein, gut Durchmischen: Fertig ist das Huskydinner…

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Nimmt schon alles gut Zeit in Anspruch. Der Tag ist im Grunde genommen richtig vollgepackt, da man wirklich alles selber machen muss… sowohl die Versorgung der Hunde, als auch seine eigene… Da bleibt nur wenig Freizeit… aber das macht die Reise ja auch so interessant und spannend. Und die Huskys sind einfach toll und die Arbeit absolut wert.

Auch unsere heutige Hütte hat eine kleine Sauna, die allerdings nicht so richtig heiß wurde. Aber egal… saßen wir eben ein bisschen länger drin.

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Ich muss jetzt mal schlafen. Morgen steht Etappe drei von fünf an.

Bis morgen dann Smiley

Tag 1: Husky-Hütten Tour Teil 1:

Donnerstag, 29.12.: Der Tag begann mit einem guten Frühstück, dass wir uns selber in unseren Blockhütten zubereiteten. Natürlich war es zu diesem Zeitpunkt (etwa 8 Uhr morgens) noch stockdunkel. Danach traf man letzte Vorbereitungen und legte die Ausrüstung an, die uns heute treue Dienste leisten sollte (auch wenn es gar nicht zu kalt war).

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Um 9 Uhr stand dann unsere Tourleiterin Kyra (aus Deutschland) vor der Tür um uns abzuholen. Wie bereits gestern geschrieben, wurden wir in 4 Gruppen aufgeteilt. Mit mir unterwegs werden in den nächsten Tagen Olga, Evi, Katrin, Kim und eben Kyra sein.

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Nach einer kurzen Begrüßung wurden wir unseren Huskyteams zugeteilt. Hier also meine Crew für die nächsten 5 Tage (Bild oben rechts): Essia (vorne links), Chena (vorne rechts), Panda (hinten links) und Bluna (hinten rechts). Bei allen Tieren handelt es sich um Alaskian Huskys.

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Nun bin ich ja sicherlich nicht der allergrößte Hundeliebhaber, aber in die Tiere muss man sich einfach sofort verlieben (ich glaube, so ist es allen aus der Gruppe gegangen). Wir hatten (zum Glück) ausreichend Zeit um die Hunde kurze kennenzulernen. Zumindest meine vier waren von Anfang an superlieb und (so zumindest hatte ich das Gefühl) wollten mich auch kennenlernen… tolle Tiere!

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Kyra lebt seit zwei Jahren im Husky Village und kennt sich wirklich gut aus. Sie zeigte uns wie wir die Hunde einspannen müssen, wie der Schlitten zu steuern ist, und vieles mehr… Klang alles plausibel, und auch für mich als Einsteiger absolut verständlich und umsetzbar.

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Vor allem vor dem Start machten die Tiere dann ordentlich Alarm. Allgemein spürt man zu jeder Zeit, dass die Hunde einfach nur laufen wollen…

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Zum “Eingewöhnen” stand für heute eine Tour mit etwa 30km auf dem Programm. Inzwischen war es auch einigermaßen hell. Leider blieb es den ganzen Tag heute ziemlich diesig und klarte nie wirklich auf…

Erster Eindruck: Unglaublich, was die Hunde leisten: Grob geschätzt hatten Sie etwa 130-150kg (den Schlitten, mein Gepäck, unsere Essensbox und mich) zu ziehen, und das hoch und runter, teilweise auch durch den Tiefschnee… Nur an ganz steilen Abschnitten und im ganz tiefen Schnee musste ich mithelfen. Wenn dies vorkam drehten sich die Huskys teilweise zu mir um, um zu signalisieren, dass ich doch jetzt auch mal was tun könnte. Ansonsten hat man als “Pilot” eigentlich ein ganz gutes Leben. Ein bisschen in die Kurve lehnen, wenn nötig bremsen und (wie beschrieben) hier und da mal ein wenig anschieben…

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Wir machten nicht viele Pausen um die Hunde nicht zu sehr zu stressen, was allerdings von selbst immer passierte, wenn wir mal länger standen. Dann hörte man nach kurzer Zeit alle Hunde ohne Pause bellen. Dazu signalisieren die Hunde durch ständiges Ziehen, dass sie gerne JETZT weiterlaufen wollen. Da musste ich die Bremse schon ziemlich ordentlich gedrückt halten.

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Neben den Tieren ist natürlich auch die tolle Atmosphäre Lapplands sehenswert. Kann man sich eigentlich nicht oft genug ansehen, diese traumhafte Winterlandschaft, und das bei einer andauernden Ruhe (wenn nicht gerade die Hunde bellen Zwinkerndes Smiley). An Ende überquerten wir noch einen (natürlich zugefrorenen) See. Hier mussten wir aufgrund des tiefen Schnees und ein wenig Wasser auf dem Eis ein bisschen mehr mithelfen.

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Wie auf den Bildern zu sehen war es schon wieder ein ziemlich düster, als wir unsere Hütte für die Übernachtung erreichten. Zunächst mussten wir uns aber um unser Team kümmern. Ausspannen, ausgiebige Kuscheleinheit, an der Kette befestigen und einen Nachmittagssnack anreichen, den sich die Hunde wahrhaft verdient hatten. Wirklich unglaublich was die laufen können…

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Die kleine und gemütliche Kusi-Hütte verfügt weder über Strom, noch fließend Wasser. Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, bekam jeder noch eine Aufgabe zugeteilt: Kochen, Feuer machen, das tiefgefrorene Fleisch für die Hunde zerkleinern oder (wie in meinem Fall) alle wichtigen Wege vom Schnee befreien.

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Insgesamt 4 Mahlzeiten bekommen die Huskys wenn sie auf Tour sind. Alles wird tiefgefroren kleingehackt, dann mit heissem Wasser aufgetaut und mit ein paar kleinen Zutaten vermischt. Guten Apo! Smiley

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Unser Abendessen (Steaks) war nicht weniger lecker (vermute ich zumindest). Der Tag endete mit einem entspannten Saunagang in der hütteneigenen Holzsauna. Die war ein wenig in die Jahre gekommen, erfüllte aber noch vollkommen ihren Zweck Smiley

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Ein sehr, sehr schöner Tag war das heute… wir alle freuen uns schon auf Teil zwei der Hüttentour Smiley

Die Anreise

Mittwoch, 28.12.: Da sich meine Anreise über zwei Tage hinzog und (verhältnismäßig) schnell erzählt ist, habe ich beschlossen diese in einem Beitrag zusammenzufassen.  Von München aus ging es also gestern Abend zunächst Richtung Helsinki…

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…wo ich im schönen Hilton Airport Hotel einmal nächtigte.

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Bei leichtem Schneefall setzte ich am späten Vormittag meine Reise fort.

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Noch mehr Schnee und frische –11 Grad gab es dann in Kittilä, wo mein Flieger gegen 13 Uhr landete. Wie im Vorbericht geschrieben geht aktuell im nördlichen Lappland die Sonne gar nicht auf, so auch heute. Allerdings ist es nicht den ganzen Tag stockdunkel. Es ist so eine Art Dauerdämmerung, die heute bis etwa 15:30 Uhr anhielt… ab da war es dann wirklich richtig dunkel. Laut Wetterbericht soll aber so um die Jahreswende die Sonne wieder (zumindest kurz) aufgehen. Daher bitte ich auch die teilweise schlechte Qualität einiger Bilder zu entschuldigen (auch in den nächsten Tagen). Bei diesem “Licht” kann es schon mal sein, dass das eine oder andere Bild nicht ganz scharf wird (ich werde mir natürlich trotzdem die größte Mühe geben Zwinkerndes Smiley)

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Bis zur Huskyfarm waren es nun noch etwa eine Stunde mit dem öffentlichen Bus, und ein paar Minuten mit dem privaten Transfer der Farm. Der erste Eindruck von Lappland ist wirklich überwältigend (leider konnte ich aus dem Bus keine (guten) Bilder machen): Ein wahrer Wintertraum mit unendlich viel Schnee und Bäumen. Die Hotelanlagen (an denen wir vorbeifuhren) bestanden hauptsächlich aus urigen Blockhütten, die toll in die Landschaft passten… allein für diese Busfahrt hatte sich die Reise schon gelohnt. Und waren es in Afrika noch Paviane, die für einige Straßenblockaden sorgten, musste unser Fahrer heute aufpassen, dass er keine Rentiere überfuhr.

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Das “Äkäskero Huskyvillage” (Ausgangs- und Endpunkt der Huskytour) liegt auch irgendwo im Nirgendwo, und tauchte dann einfach zwischen den ganzen schneebedeckten Baumen auf.

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Neben einigen wenigen Blockhütten (es sollten nicht mehr als 5 sein) und einem Hauptgebäude finden sich auf dem großen Areal natürlich auch die Zwinger und “Freigehege” für die insgesamt 450 (!!!) Huskys, die hier leben. Etwa 300 davon sind noch “aktiv” und dürfen Schlitten ziehen. Die anderen sind entweder Welpen oder zu alt um Touren zu laufen. Letztere werden auf vielen anderen Huskyfarmen einfach eingeschläfert weil sie nicht mehr rentabel sind. In Äkäskero allerdings hält und versorgt man die Hunde lobenswerterweise bis zu ihrem Ableben. Auch wenn man sie bei diesen dunklen Bedingungen teilweise nicht sieht, so hört man sie doch von überall aus im Camp.

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Unsere Behausungen hier sind schicke und komfortable Blockhütten mit 3 Doppelzimmern und allem was man sonst so benötigt. Mein Doppelzimmer teile ich mir mit Hubertus aus Hamburg, der kurz vor dem Abendessen mit zwei Bekannten angereist war. Insgesamt sind wir 18 Personen (verteilt auf 3 Blockhütten), die dann für die Touren in 4 Gruppen aufgeteilt werden sollen.

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Um 17 Uhr wurden alle bereits anwesenden Reisenden zur Kleideranprobe bestellt. Es gab einen dicken Overall, Boots, Handschuhe und eine Fellmütze, so dass wir im Grunde nur noch die Schichten drunter benötigen.

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Zum Abendessen waren dann fast alle aus der Gruppe anwesend. Es fehlen nur noch vier Personen, die im Laufe des Abends kommen werden. Machen alle einen netten Eindruck, zumindest was ich bis jetzt sagen kann Smiley

Ich werde jetzt mal meine Sachen für die Tour packen (wir dürfen nur 6 kg pro Person mitnehmen) und dann früh schlafen gehen.

Zum Schluss vielleicht (für alle Interessierten) hier noch paar allgemeine Informationen zu dem Gebiet in dem ich mich für die nächsten Tage aufhalten werde: Lappland ist kein eigenständiges Land, oder gar ein Staat. Es bezeichnet ein geografisches Gebiet, dass sich´oberhalb des Nordpolarkreises über vier Länder (Norwegen, Finnland, Schweden und Russland) erstreckt, dabei aber auch keine festen Grenzen besitzt. Wenn Menschen über Lappland sprechen, meinen Sie zumeist aber Gegenden der drei skandinavischen Länder. Die Informationen bezüglich des Anteils von Russland an Lappland gehen teilweise auch sehr weit auseinander, weshalb ich mich im Folgenden mal auf die drei “klassischen” Länder beziehen werde. In Norwegen gehören die beiden Provinzen “Nordland” (etwa 38.000 Quadratkilometer) und “Troms/Finnmark” (etwa 75.000 Quadratkilometer) zu Lappland, in Schweden ist es “Norbottens Län” (etwa 105.000 Quadratkilometer) und in Finnland “Lapin lääni” (etwa 99.000 Quadratkilometer). Zusammen genommen entspricht das fast der Größe Deutschlands. Allerdings kommt Lappland dabei auf nicht einmal eine Million Einwohner. Am dünnsten besiedelt ist dabei das finnische “Lapin lääni”. Hier leben genau 1,8 Einwohner auf einem Quadratkilometer.

Für Touristen und Naturliebhaber ist das ganze Jahr etwas geboten. Während im Winter Skifahrer, Langläufer, Schneeschuhwanderer sowie Motorschlitten-, Rentier- oder Huskytouren-Teilnehmer auf Ihre Kosten kommen, strömen ab Mai Wanderer, Kanuten oder Angler in den Norden Skandinaviens. Mein Eindruck bisher ist wirklich super. Ich bin gespannt und freue mich auf die nächsten Tage hier Smiley 

Leider ist es höchstunwahrscheinlich, dass ich in den kommenden 4 Tagen etwas hochladen kann, da wir in Hütten ohne Strom übernachten werden. Insofern werde ich die Berichte wohl gesammelt kommenden Montag bloggen, wenn wir wieder hier im Village sind.

Erste Grüße aus Lappland  Smiley

Lappland, Die Übersicht

Donnerstag, 22.12.: Hallo mal wieder an alle Leser meines kleinen Urlaubsblogs. Schneller als gedacht starte ich also zur nächsten Reise. Und wie Ihr an der Überschrift schon erkennen könnt, geht es für mich ganz in den Norden Finnlands, nämlich nach Lappland. Der Hauptteil der Reise besteht dabei aus einer mehrtägigen Huskytour quer durch die Winterlandschaft Lapplands. Unser Startpunkt wird dabei eine Huskyfarm etwa 150km nördlich des Polarkreises sein. Der nächstgrößere Ort nennt sich Kittilä, etwas bekannter ist vielleicht die etwa 200km südöstlich liegende Stadt Rovaniemi.

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Je nach Wetterlage werden wir pro Tag etwa 30-60km mit den Schlitten zurücklegen, um anschließend in einfachen Wildnishütten ohne Strom und fließend Wasser zu übernachten. Eine Herausforderung werden dabei sicherlich die niedrigen Temperaturen sein. So weit im Norden wird es “gerne” mal bis –40 Grad. Zudem rechne ich damit für diese Zeit (27.12.-04.01.) die Sonne nicht zu sehen, da diese bis Mitte Januar nicht aufgehen wird. Umso mehr hoffe ich natürlich auf ein reichhaltiges “Angebot” an farbenfrohen Polarlichtern, die in Lappland bei klaren Nächten so gut wie immer zu sehen sind.

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Eigentlich würde ich mich als recht reiseerfahren bezeichnen, aber die Vorbereitung (in der ich mich bereits befinde) ist doch sehr herausfordernd und anspruchsvoll. Der Hauptpunkt ist dabei natürlich die Kälte. Bei solch niedrigen Temperaturen über eine solch lange Dauer kann quasi alles einfrieren bzw. kaputtgehen. Auch mit meiner Technik muss ich schauen, ob und (wenn ja) wie ich diese auf den Schlitten transportiere. Akkus entladen sich bei Kälte sehr schnell, Kameras und Handys sind auch nicht auf solche Temperaturen ausgelegt  usw. Hier hoffe ich natürlich, dass ich (auch wenn ich die Beiträge erst später hochladen kann) auf den Hütten ein wenig schreiben kann, und mein Macbook das aushält.

Bei all diesen Bedenken überwiegt jedoch die Vorfreude auf diese tolle Reise, auf die Natur, die Ruhe, die Hunde, aber auch auf die Abende in den Hütten…

Am 27.12. geht s also los. Ich bin wirklich sehr gespannt. Hier noch die Reise im detaillierten Ablauf:

1. Tag: Anreise

Individuelle Anreise nach Kittilä. Transfer in Eigenregie (öffentlicher Bus – vor Ort zahlbar) nach Äkäslompolo (Fahrzeit ca. 60 Min). Dort angekommen erwartet Sie ein Fahrer, der Sie zur Huskyfarm bringt. Diese befindet sich ca. 200 km nördlich von Rovaniemi, der Hauptstadt Lapplands. Erste Tourbesprechung und Übernahme der gestellten Ausrüstung. Übernachtung in Blockhütten.

2. Tag: Einführung und erste Etappe

Fahrt zur Huskyfarm. Sie lernen Ihren Guide kennen und erhalten eine ausführliche Einweisung in den Umgang mit Schlitten und Hunden. Danach startet die Hüttentour. Übernachtung in einfacher Wildnishütte mit Sauna. (Tagesetappe ca. 45 km).

3.–5. Tag: Hüttentour durch Lappland

Die Tour führt durch die Weite von „Tunturilappland“, auch Berglappland genannt. Unterwegs begegnen Sie vielleicht einigen Rentieren. Der Schnee schluckt jedes Geräusch und Sie gleiten lautlos durch die herrliche Winterlandschaft. Die Landschaft wechselt von großen Sumpfflächen, Seen und Flüssen bis hin zu ausgedehnten Waldregionen in den Bergen Westlapplands. Diese erheben sich bis ca. 1000 m über dem Meeresspiegel. Ein Großteil des Gebietes ist mittlerweile zum Nationalpark erklärt.

Die Nächte verbringen Sie in einfachen Blockhütten, das Wasser wird aus einem nahen See oder Fluss geholt. Gemeinsam werden die Mahlzeiten zubereitet, Hunde gefüttert, Holz gespalten und die Sauna geheizt. Trotzdem bleibt Zeit eine kleine Schneeschuhtour zu machen oder einfach zu relaxen. Das Ein- und Ausspannen der Hunde nimmt auch seine Zeit in Anspruch und binnen kurzer Zeit werden Sie ein sehr inniges Verhältnis zu Ihrem Hundeschlittenteam entwickeln. 3 Übernachtungen in Wildnishütten. (Tagesetappen ca. 3-6h, 30-60 km).

6. Tag: Rückkehr zur Huskyfarm

Im Laufe des Nachmittags erreichen Sie die Huskyfarm. Sie verabschieden sich von Ihrem Huskyteam und freuen sich bestimmt auf die erste Dusche und das Abendessen. Übernachtung in Blockhütten.

7. Tag: Zeit für eigene Aktivitäten

Der Tag steht zur freien Verfügung. Die Mitarbeiter vor Ort helfen Ihnen gern bei der Organisation verschiedener Aktivitäten, es können Schneeschuhe ausgeliehen oder Motorschlittentouren gebucht werden (gegen Aufpreis). Sie können natürlich auch einfach ausspannen oder mit den „Oldies“ spazieren gehen. Übernachtung wie am Vortag.

8. Tag: Abreise

Abschied am Morgen und individuelle Heimreise.

Ich wünsche mal wieder viel Spaß beim Mitreisen (sofern möglich) und zunächst ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr Smiley

Südafrika, die Zusammenfassung

Dienstag, 06.12.: Wie nach jeder Reise gibt es natürlich auch zu Südafrika eine kurze Zusammenfassung und später ein “best of” an Urlaubsbildern.

Südafrika ist unserer Meinung nach auf jeden Fall ein sehr schönes Land, und definitiv eine Reise wert. Die Menschen sind sehr gastfreundlich, die Landschaft ist abwechslungsreich, es gibt sehr schöne Städte und Dörfer und natürlich machen die Tiere in den Nationalparks Südafrika als Urlaubsland sehr attraktiv. Will man das Land komplett bereisen muss man allerdings mit relativ langen Fahrzeiten rechnen, und diese auch entsprechend einplanen. Wir sind in den letzten 18 Tagen insgesamt über 2.500km mit unserem Safari-Ferrari gefahren, teilweise auch ganze Tage, was hier und da schon ein wenig geschlaucht hat. Kapstadt als letzte Station unserer Tour war auf jeden Fall ein Highlight und ein gelungener Abschluss. Ansonsten ist das ganze Land touristisch schon sehr erschlossen, was einerseits gut ist, andererseits auch (aus meiner Sicht) den Nachteil hat, dass das afrikanische Flair ein bisschen verloren gegangen ist. Wer dieses Lebensgefühl miterleben will, sollte vielleicht eher in ein afrikanisches Land fahren, dass noch nicht so sehr erschlossen ist. Wie gesagt, und hat es sehr gut gefallen, allerdings fand ich meine Reisen nach Tansania und Uganda beeindruckender.

Die Reise an sich war mit Aktivitäten ziemlich vollgepackt, unserer Ansicht nach vielleicht sogar ein wenig zu voll. Dazu waren die Reisezeiten alle recht knapp kalkuliert. In der Regel konnten wir diese Zeiten so gut wie nie einhalten, so dass teilweise Aktivitäten ausfallen mussten, weil wir es sonst nicht rechtzeitig in die nächste Unterkunft geschafft hätten. A propos Unterkunft: Die waren alle absolut top, vor allem wenn man bedenkt, dass wir einen “Adventure trip”, also die niedrigste Komfortstufe gebucht hatten. Wir hausten ist tollen Dschungel-Lodges und absolut passablen Hotels. Oft waren wir auch die einzigen Gäste vor Ort. Hier gibt es wirklich nichts zu Meckern Smiley

Die Gruppe hat grundsätzlich auch gut gepasst. Vor allem in der Zeit in den Nationalparks saßen wir ja quasi 24 Stunden komplett aufeinander. Insofern war es dann im späteren Verlauf ganz gut die eine oder andere Aktivität auch mal auf eigene Faust machen zu können. Da nur Deutsche, eine Schweizerin und ein Österreicher dabei waren, wurde logischerweise auch fast nur deutsch gesprochen (außer natürlich mit den Reiseleitern). Aber wie gesagt, die Leute waren grundsätzlich alle in Ordnung.

Unsere beiden Reiseleiter Maxwell und Colin war ebenso grundsätzlich sehr nett und bemüht, hatten aber ein großes Problem: Beide stammen und wohnen in Zimbabwe, und hatten diese Südafrikatour in dieser Form vorher noch nie durchgeführt. Und das hat man leider auch jeden Tag gemerkt. Unsere eh schon sehr knapp kallulierten Fahrzeiten wurden durch Orientierungsprobleme der beiden noch weiter ausgedehnt. Oft mussten Sie nach dem Weg fragen, oder einer der Teilnehmer musste Ihnen bei der Navigation helfen (per Google Maps). Ebenso konnten Sie uns natürlich nur sehr wenige Informationen zu den einzelnen Orten, Parts, Flüssen oder Bergen geben. Nachdem meine Fragen nach dem Namen einen Flusses oder der Größe des Nationalparks mit “I don`t know it” oder “I have to check” beantwortet wurden, habe ich es irgendwann aufgegeben zu fragen. Insofern war dies ein bisschen schade… Trauriges Smiley

Aber wie oben geschrieben: Wir hatten trotzdem eine schöne Zeit hier, haben nette Leute und ein “bereisenswertes” Land kennengelernt Smiley

Hier noch das “best of” an Bildern:

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Ich bedanke mich mal wieder bei allen Lesern fürs “Mitreisen” und hoffe Ihr hattet ein bisschen Spass Smiley Ich freue mich schon auf meine nächste Reise und den dazugehörigen Blog…

Grüße vom Bloginhaber Volker Zwinkerndes Smiley

Tag 17: Hinauf auf den Tafelberg

Montag, 05.12.: Zum Abschluss unseres Urlaubes wurde heute also das Wahrzeichen Kapstadt`s, der Tafelberg bestiegen. Um auf die Spitze zu gelangen gibt es einige verschiedene Wanderwege. Für alle, die nicht wandern wollen oder können, fährt eine Seilbahn in etwa 5 Minuten bis auf die Spitze des Berges in 1.086m Höhe. Wir entschieden uns natürlich über die Route “Platteklip Gorge” den Berg zu Fuss zu erklimmen.

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Wie Ihr seht, war das Wetter auch heute wieder wirklich super. Wie ich bereits in einem meiner letzten Beiträge geschrieben habe, versteckt sich der Gipfel des Berges zu dieser Jahreszeit gerne mal hinter einer dichten Wolkendecke. Heute zum Glück nicht Smiley

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Der Aufstieg bestand zumeist aus (teilweise) großen Stufen, die zu überwinden waren. Ab dem späten Vormittag brannte dann auch noch recht ordentlich die Sonne. Zum Glück ging hier und da ein kleines Lüftchen, was die Wanderung angenehmer gestaltete. Bis zum Gipfel stiegen wir etwa 700 Höhenmetern auf, und legten dabei eine Wegstrecke von 5,5km in knapp zwei Stunden zurück. Dann hatten wir es geschafft, und die Oberschenkel brannten Zwinkerndes Smiley

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So einen richtigen Gipfel gibt es auf dem Berg eigentlich nicht. Es ist eigentlich eine Art Plateau, mit einer Rundumsicht auf Kapstadt und die Umgebung.

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Wir verbachten einige Zeit auf dem Gipfelplateau, fotografierten und genossen einfach die unglaubliche Aussicht, bevor wir gegen 12:30 wieder abstiegen. Unten angekommen wartete Maxwell bereits um uns abzuholen.

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Während alle anderen zurück ins Hotel fuhren, besichtigten wir noch den sehr bunten Stadtteil Bo-Kaap. Die in allen Farben bemalten kleinen Häuser wurden vor vielen Jahren von befreiten Sklaven gebaut und bemalt. Ihre Nachfahren leben heute noch immer dort.

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Auf dem Weg nach Hause liefen wir dann noch ein Stück durch die Innenstadt und über den Greenwood-Markt, wo viele Händler hautsächlich Souvenirs und Mitbringsel verkauften. Die meisten Sachen waren aber trotzdem eher “made in China” Zwinkerndes Smiley

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Nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel verbrachten wir wieder den Abend an der Waterfront (dieses mal waren wir sogar schon im Hellen dort Smiley)

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Unser Urlaubsshoppingsversuche blieben leider erfolglos. Immerhin haben wir wieder köstlich diniert und den Urlaub somit entspannt ausklingen lassen.

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Morgen gehts dann schon ganz früh zum Flughafen, und nur wenig später zurück nach Deutschland, deshalb werde ich jetzt auch mal “Gute Nacht” sagen. Die Zusammenfassung der Tour folgt dann morgen Smiley

Tag 17: Kapstadt und Umgebung

Sonntag, 04.12.: Bei bestem Wetter starteten wir heute gegen 8:30 Uhr zu unserer Tour in die Umgebung Kapstadts. Bei der Fahrt durch die 4 Millionen-Einwohner-Metropole bemerkt man recht schnell den Reiz den die Stadt auch auf weit gereiste Besucher hat. Es ist einfach für jeden etwas geboten. Hier kommen Naturverrückte, Sportbegeisterte, Shoppingliebhaber, Weinkenner und Sonnenanbeter gleichermaßen auf ihre Kosten. Die perfekte Lage am Meer mit traumhaften Stränden aber auch gut zu bewandernden Bergen tut ihr übriges. Ich gehe mal davon aus, dass wir in der Kürze der Zeit hier nicht alle Ecken der Stadt erkunden können, aber ich freue mich auf jeden Fall darauf morgen noch mehr von der Stadt an sich zu sehen (da wir uns heute mehr mit der Umgebung beschäftigten).

Unser erster Anlaufpunkt war heute der Hafen, der auch ein paar Seehunden eine Heimat bietet. Direkt nebenan befindet sich ein kleiner Strand, an dem bereits am Morgen einige Einheimische Zeit verbrachten.

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Wir fuhren weiter Richtung Süden und sahen dabei immer wieder schöne Küsten und Landabschnitte.

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Am Boulder`s Beach bei Simon`s Town tummelten sich unzählige Brillenpinguine, sowohl an Land, als auch im Wasser.

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Die Anzahl der Tiere ist aufgrund massiver Umwelteinflüsse in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen. Von den einstmals fast 200.000 Pinguinen sind nur noch etwa 15.000 Exemplare übrig. Ihnen zuzusehen ist aber trotzdem ein großes Vergnügen.

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Am Nachmittag besuchten wir dann den etwa 65km südlich von Kapstadt liegenden Kap der guten Hoffnung. Der südwestlichste Punkt Afrikas ist umgeben vom gleichnamigen Naturschutzgebiet. Anders als oft behauptet vereinen sich hier nicht Indischer und Altantischer Ozean (dies geschieht ein bisschen weiter östlich am Cape Agulhas). Zunächst seigt man einige Stufen zum Cape Point und seinem Leuchtturm auf…

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…bevor man dann über einen sehenswerten Weg mit tollen Aussichten zum eigentlichen Kap gelangt.

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Gegen 19:30 Uhr brachen wir dann zum Abendessen auf. Unser Ziel war heute die sehr belebte Victoria & Alfred Waterfront. Unzählige Restaurants, Geschäfte, Cafè`s und Bars finden sich hier. In einem schönen Steakhouse wurden wir dann kulinarisch bestens versorgt.

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Morgen ist also leider schon der letzte Tag unserer Reise, und es geht am Vormittag hinauf auf den Tafelberg. Wir hoffen das Wetter spielt auch wieder mit, dann gibt es bestimmt wieder einige schöne Fotos hier zu sehen Smiley

bis morgen Smiley

Tag 16: Final Destination–Kapstadt

Samstag, 03.12.: Heute Morgen stand noch einmal ein Spaziergang durch die Stadt Hermanus auf dem Programm. Für uns kam dies ein bisschen überraschend, da hiervon in unserer Reisebeschreibung nichts stand. Aber egal, ist ja ein nettes Städtchen mit einer schönen Küste. Da kann man auch zweimal langschlendern. Wale gab es auch heute leider nicht zu sehen. Trauriges Smiley

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Am späten Vormittag starteten wir dann Richtung Kapstadt, dass inzwischen nur noch etwa 150km entfernt lag. Also war die Fahrzeit bis zu unserer Endstation durchaus überschaubar.

Kurz vor Kapstadt liegt der kleine Ort Stellenbosch, der vor allem durch seine zahlreichen Weingebiete bekannt ist. Wir besuchten das Weingut “Blaauwklippen”. Leider musste der Weinkellerrundgang aufgrund von Renovierungsarbeiten ausfallen. Das “Winetasting” nutzen dann auch nur sehr wenige aus der Gruppe… Ich bin ja eh nicht so der Weintrinker, insofern hat mich dieser Programmpunkt nicht sonderlich interessiert. Es ist ein ganz nettes Örtchen, dass wir angeschaut haben, das Wetter war gut… weiter geht`s Smiley

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Kapstadt erreichten wir gegen 16 Uhr, und hatten dann den restlichen Tag zur freien Verfügung. Während einige die Zeit nutzen um ein bisschen in der Stadt zu Bummeln, entschieden sich Stephy, Sindy und ich zu einer kleinen Wanderung auf den ”Lion`s Head”.

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Wir hatten wirklich großes Glück mit dem Wetter, denn zu dieser Jahreszeit ist es gerne mal etwas diesig und wolkig. Vor allem die Spitze des nebenan liegenden Tafelberges (Bild unten rechts) ist oft durch eine dicke Wolkendecke nicht erkennbar.

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Der “Löwenkopf” ist etwa 700m hoch und in etwa 1-1,5 Stunden gut “erklimmbar”. Zunächst steigt man auf recht breiten Schotterwegen ziemlich gemächlich auf, dann wird es zuweilen ein bisschen abenteuerlicher, und man muss hier und da ein wenig Kraxeln…

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Belohnt wurden wir oben mit einem unfassbaren 360-Grad-Blick über “Capetown” und Umgebung.

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Der Wanderweg, den wir auch beim Abstieg nutzen, schlängelte sich quasi um den Berg herum, so dass man eigentlich auch jederzeit beim Auf- und Abstieg tolle Aussichten in alle Richtungen hatte.

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Nach einem kurzen Zwischenstopp am Hotel liefen wir mit knurrenden Mägen Richtung Waterfront, wo wir im “The Yard”-Restaurant gutes indisches Essen serviert bekamen.

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Von der Stadt an sich haben wir heute noch nicht so viel mitbekommen, deshalb werde ich sicherlich in den nächsten beiden Tagen mehr zu Kapstadt schreiben. Morgen geht es zunächst zum Kap der guten Hoffnung und zu den Pinguinen am Boulder Beach.

Ich werde berichten und wünsche zunächst einmal eine gute Nacht Smiley

Tag 15: Hermanus

Freitag, 02.12.: Wie schon gestern begann der heutige Tag mit einem tollen Frühstück in unserem Hotel in Knysna. Das superliebe Besitzer-Ehepaar packte hier selber mit an und tat erfolgreich alles dafür, dass es uns an nichts fehlte.

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Gegen 7:20 Uhr machten wir uns dann auf den Weg Richtung Hermanus. Noch einmal waren fast 500km zu fahren. Zumindest sollte es unsere letzte lange Fahrt mit dem Safari-Ferrari gewesen sein.

Angekommen in Hermanus (etwa 150km östlich von Kapstadt gelegen) lachte die Sonne, allerdings wehte auch ein kräftiger Wind. Unsere Unterkunft, das “Chesman House” war ein bisschen in die Jahre gekommen, aber hatte sicherlich seinen eigenen Charme. Ich kann mich auch nicht erinnern für ein Hotelzimmer einen ganzen Schlüsselbund zu erhalten, aber jeder Schlüssel hatte seine Bedeutung und seinen Sinn.

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Das letzte mal kochten heute auch unsere beiden Reiseleiter Colin und Maxwell für uns. Es gab etwas typisch afrikanisches mit Hackfleisch, viel Gemüse, Eiern und Käse. Lecker wars…

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Mit etwa 33.000 Einwohnern zählt Hermanus eher zu den Kleinstädten. Vor allem bei Pensionären und Aussteigern ist die Stadt sehr beliebt. Bekannt ist sie vor allem wegen der großen Ansammlung an Glatt- und Buckelwalen, die zwischen Juni und November in der Bucht vor Hermanus Ihren Nachwuchs zur Welt bringen. Auf der anderen Seite der Stadt erhebt sich ein etwa 100 Hektar großes und bergiges Naturreservat, in dem wir am Nachmittag wanderten.

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Vom “Lemoenhead” aus hatten wir einen wirklich sehenswerten Blick auf die Stadt und die Küste.

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Besonders viele Tiere beheimatet der Park nicht, dafür aber unzählige schöne und farbenfrohe Pflanzen und Blumen. Daher hier eine kleine Auswahl speziell für meine Mutter, die in dem Reservat sicherlich auch ihren Spass gehabt hätte Smiley

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Für den Abend klinkten wir uns aus dem Gruppenprogramm aus, da wir nicht besonders hungrig waren, und noch ein bisschen mehr von der Stadt sehen wollten. Zu Fuß waren es etwa 20 Minuten bis ins kleine, aber feine Stadtzentrum.

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Hermanus liegt wirklich wunderschön gelegen in der bereits oben erwähnten Bucht. Es gibt einen schönen Sandstrand, ansonsten ganz viel schroffe Felsenküste, an der sich die Wellen brechen. Viele Cafè`s und Restaurants an der Waterfront laden zum Verweilen und Entspannen ein.

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Die Innenstadt war heute durchaus belebt, da eine Art “Nacht der Kunst” gefeiert wurde. Viele kleine Ateliers hatten bis 21 Uhr geöffnet und stellen ihre Werke den interessierten Besuchern vor.

Nach einem ausgedehnten Bummel durch die Stadt fanden wir einen Platz auf dem Balkon einer kleinen, urigen Pizzeria. Die Pizza aus dem Holzofen war ein Traum Smiley

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Morgen geht es dann schon weiter bis zur Endstation unserer Tour. Wir sind schon alle sehr gespannt auf Kapstadt Smiley

Gute Nacht!