Tag 29: Singapur

Samstag, 31.05.: Also, das mit der “volcanic activity” scheint irgendwie eine ernstere Geschichte gewesen zu sein, denn der Flieger ist insgesamt fast zwei Stunden später als geplant in Singapur angekommen und musste also offensichtlich einen ordentlichen Bogen um die Rauchwolken fliegen. Ich fands nicht so schlimm, und bin im Nachhinein froh, dass der Flug nicht gecancelt wurde. N paar Stunden geschlafen habe ich auch. Trotzdem war ich keineswegs ausgeschlafen, nach den ewigen Verschiebungen und Verspätungen…

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Da ich ziemlich hungrig war nahm ich an einem kleinen chinesischen Imbiss mein Frühstück ein… die “soft boiles eggs” waren noch ziemlich flüssig, und kamen ohne Schale in einer kleinen Plastikschüssel… nicht wirklich ein optisches Highlight, aber geschmeckt hats schon wie weichgekochtes Ei.

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Mein Taxifahrer auf dem Weg zum Hotel (er sah aus wie der Dalai Lama) versuchte nach besten Kräften ein verständliches Englisch zu sprechen und ich gab mir Mühe beim Versuch alles zu verstehen, aber beides klappte nicht immer. Er gab mir jedenfalls den ein oder anderen Tipp wie ich denn den Rest meines Tages verbringen könnte und brachte mich sicher zu meinem Hotel.

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Die Dame an der Rezeption hatte irgendwie nicht so den Durchblick: Erst fand sie meine Reservierung nicht, dann war auf einmal kein Zimmer mehr frei und, und, und. Ich glaube, ich habe zehnmal von ihr den Satz “ääääähhhh, one moment please!” gehört. Egal, mein Zimmer war auf jeden Fall noch nicht gereinigt, so dass ich mich dazu entschied mein Gepäck zu hinterlegen und mich schonmal auf den Weg in die Stadt zu machen. Ich fragte den Consierge noch nach dem Wetterbericht des heutigen Tages, da es draussen ein bisschen wolkig wurde. “There is no rain forcasted for this afternoon” antwortete er “Maybe late in the evening”. O.k., also liess ich den Regenschirm mal im Hotel und ging los. Keine fünf Minuten später musste ich mich für eine halbe Stunde leicht durchnässt in den Starbucks begeben, da es draussen kräftig angefangen hatte zu regnen… guter Mann, der Concierge… den Rest des Tages sollte es dann allerdings trocken bleiben Smiley

Singapur hat sich in den letzten Jahren zu einer Metropole in Asien entwickelt, die inzwischen auf stattliche fünf Millionen Einwohner kommt. Hinzu kommen jährlich etwa 13 Millionen Besucher in das Tropenparadies die den zuvorkommenden Service in den Hotels sowie bis 22 Uhr geöffneten Shoppingmals zu schätzen wissen. Das ganze Land Singapur ist mit 42km Länge und maximal etwa 20km Breite wirklich sehr winzig. Auf den ersten Eindruck wirkt die Stadt ein wenig hektisch. Die Strassen sind voll (auch wenn es fast gar keinen Stau gibt), aus den Läden kommt Musik… schon morgens ist in der Innenstadt richtig was los. Die Bevölkerung sind zu 95% Asiaten, und davon die meisten Chinesen, aber auch einige Inder und Malaysier. Es war schon heute früh drückend heiss. Der Regen sorgte dann noch dafür, dass die Luftfeuchtigkeit von 99,5% auf 140% stieg… Zwinkerndes Smiley

Nunja, ich machte mich jedenfalls mal auf die Socken, überquerte den Singapore-River (der sich durch die komplette Innenstadt zieht), machte einen kurzen Abstecher in den Fort Canyonpark und kam kurz später in der Haupteinkaufsstrasse Singapurs an, nämlich in der Ochard-Road.

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Ich habe wirklich keine Ahnung wie viele Shopping Center Singapur zählt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in irgendeiner Stadt mehr gibt… An jeder Ecke findet man eine in jeder Preiskategorie und man bekommt einfach alles.

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Relativ schnell wurde mir allerdings klar, dass das mit dem Ganztages-Sightseeing-Spaziergang durch Singapur nichts gibt, da es erstens einfach viiiiiiel zu heiss dafür war und ich (trotz der geringen Grösse des Landes Singapur) die Weitläufigkeit der Stadt etwas unterschätzt hatte. Also buchte ich im Visitor-Center ein Ticket für den Sightseeing Hopp on hopp off- Bus. War auch ne gute Entscheidung (das zweite Bild zeigt im Übrigen die Formel1-Boxengasse).

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Einen etwas längeren Stopp machte ich an den etwa 52 ha grossen Botantic Gardens, in denen sich über 2000 verschiedene Pflanzenarten befinden und die über einen echten Primärregenwald verfügen.

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Nach einer Runde mit dem Bus war ich zurück auf der Orchard Road, nahm ein frühes Dinner ein und entdeckte dann zufällig ein sehr interessantes Geschäft, in dem ich natürlich direkt ein bisschen Geld lassen musste! Smiley

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Da mein Sightseeing-Busticket 24 Stunden gültig war nutze ich es um mich langsam in Richtung Marina Bay zu begeben, wo ich im Dunkeln noch ein bisschen die Skyline anschauen wollte…

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Heute Abend fand im übrigen der Singapur-Sundown-Marathon statt, und ich wusste nix davon!!! Das wäre doch mal ein guter Abschluss meines Urlaubs gewesen, oder? Smiley

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Soooo, pünktlich zum Anbruch der Dunkelheit hatte ich es also in die Marina Bucht geschafft in der ich den ganzen Abend verbrachte. Es sollte eines meiner Urlaubshighlights werden. Schon von Weitem sieht man den “Singapore Flyer”, ein Riesenrad (ähnlich dem London Wheel), dass ich in etwa einer halben Stunde einmal um die eigene Achse dreht und von dem man aus einen tollen Überblick über die Stadt hat.

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Das neue Wahrzeichen der Marina Bay ist das Art Science Museum, dass durch die Optik einer Lotusblüte auffällt.

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Die “Gardens of the Bay” sind botanische Gärten, die sich in der Marina Bay auf etwa einem km² verteilen. Etwa fünf Millionen Besucher wurden allein im letzten Jahr gezählt. Die künstlich errichteten und beleuchteten Tropenbäume aus Stahl sind nützliche Attraktionen, denn sie sind eigentlich Abluftrohre für die Klimaanlagen. Neben künstlichen und echten Pflanzen gibt auch 13 Restaurants sowie weitere Entertainment-Möglichkeiten für klein und gross. Die Farben der Bäume wechseln übrigens ständig. Um neun Uhr gibt es eine Lasershow mit Musik (braucht man nicht unbedingt).

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Das Highlight bietet jedoch der Marina Bay Sands-Komplex wozu neben dem Hotel (mit 146m Pool auf dem Dach) auch 50 Restaurants, ein Kasino, ein Musicaltheater, eine Eislaufbahn, sowie ein an Dekadenz nicht zu überbietender Shoppingbereich gehören, wo sich ausschliesslich die Nobelmarken finden. Das Hotel selber hat 2560 Zimmer und ist selbst im 57. Stock schnell zu erreichen. Der Turbolift braucht dafür gerade mal 19 Sekunden.

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Die Skyline und die Marina Bay sind wirklich im Dunkeln doppelt so viel wert. Macht richtig was her…

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Fazit: Absolut sehenswerte Stadt!!! Schade, dass ich so wenig Zeit hier habe Trauriges Smiley

Sooooo, und damit nähert sich mein Urlaub leider auch schon dem Ende… morgen Mittags gehts wieder zurück nach Germany. Hätte es sowohl in Australien als auch hier in Singapur noch ein bisschen aushalten können Smiley

Ich muss schlafen, und mach das jetzt auch mal Smiley

Tag 28: Lichtfield National Park

Freitag, 30.05.: Nachdem unser Holländer Ruud gestern Abend am Lagerfeuer ne ganze Flasche Wodka fast im Alleingang geleert hatte, dachte er wohl heute Nacht, er müsse alle dafür bestrafen, dass keiner mit ihm besoffen sein wollte und schnarchte dermassen einen weg, dass sogar die Mädels im Nebenzimmer kaum schlafen konnten. Nach mehreren erfolglosen Versuchen ihn mit mit Rufen, Tritten und Schlägen zur Ruhe zu zwingen gaben wir auf und hatten dadurch eine recht kurze Nacht. Diese war dann auch mal wieder recht früh vorbei. Punkt um sechs gab es unser Standardfrühstück aus der Lunchbox. Da leider kein Toaster vorhanden war musste man sich diesbezüglich ein wenig anders behelfen.

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Nach schnellem Zusammenpacken starteten wir noch im Stockdunkeln zum unserem heutigen Ziel, dem Lichtfield National Park, der etwa zwei Stunden entfernt war. Heute gabs unterwegs auch mal wieder ein paar Tiere zu sehen. Kurz vor uns überquerten einige Büffel die Strasse. Laut Nick wären diese gar nicht so ungefährlich und durchaus angriffslustig wenn man ihnen in freier Wildbahn begegnet.

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Einen kurzen Zwischenstopp legten wir im kleinen Ort “Batchelor” ein, in dem sich die einzige Universität ausschliesslich für Aborigines befindet. Viele Studenten finden sich hier allerdings nicht zum Unterricht ein, da die meisten (laut Nick) gar nicht studieren wollen, sondern in ihren Stämmen im Landesinneren und in den Parks bleiben wollen. Die Aborigines, die man in den Städten antrifft, sind zumeist verstossene und aufgegebene Ureinwohner, die in Melbourne, Sydney oder auch Darwin auf der Strasse leben und dadurch leider bei vielen Touristen ein falsches Bild über die gesamte Kultur und die Menschen abgeben.

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Gegen neun Uhr erreichten wir dann den Lichtfield National Park, der wesentlich kleiner als der Kakadu National Park ist, und wegen seiner grossen Anzahl an landschaftlich idyllisch gelegenen Wasserfällen auch bei den Australiern als beliebtes Badeausflugsziel an Wochenenden gilt (Im Ozean zu baden ist aufgrund der Haie, Quallen und Krokodile viel zu gefährlich). Und ich habe das Gefühl, wir haben heute alle Wasserfälle des Parks gesehen Smiley

Hier vielleicht mal eine Karte zur Orientierung, die in einem Kaffee an der Wand aufgemalt war:

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O.k., los gehts mit dem “Buley Rockhole”, einem flachen, terrassenartig aufgebauten Wasserfall, den man auch super runterrutschen konnte.

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Ein wenig Glück hatten wir bei den “Wangi Falls”. Dieser Wasserfall ist erst vor einer Woche wieder eröffnet worden, da vorher der Wasserstand noch zu hoch war und auch einige Krokodile hier hausten. Die Aborigines betrachten diesen Pool als heiliges Becken vor allem für Frauen, die nach einem Bad in diesem Wasser besonders fruchtbar sein sollen. Smiley

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Bei den “Tolmer Falls” gab es zum Lunch wieder Sandwiches und Wraps. Wurde ja auch mal wieder Zeit Smiley

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In den “Tolmer Falls” durfte man leider nicht schwimmen, da sowohl im Wasser, als auch am Ufer einige Tiere beheimatet waren, die nicht gestört werden sollten.

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Auf dem Weg zum nächsten Wasserfall kamen wir an der “Lost City” vorbei. Dabei handelt es sich um Felsformationen, die (warum auch immer sie so positioniert sind) alten Ruinen ähneln, und deshalb eben, wie eine alte, unbewohnte und “verlorene” Stadt wirken.

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Auch heute war Nick wieder in absoluter Bestform und konnte uns zu jedem Wasserfall, zu jedem Tier und natürlich zur Aborigines-Kultur alles Wissenswerte in seiner ganz eigenen Art und Weise vermitteln. Er liebt das Land und die Kultur wirklich, und das merkt man auch…

Heute gibts vielleicht nur eine kurze Geschichte. Er fragte uns nach dem Schlucht in Katherine und ob wir auch die “Old Katherine Bridge” besichtigt hätten. Haben wir ja vor ein paar Tagen gemacht. Ich hatte dazu ja auch geschrieben, dass diese Brücke vor ein paar Jahren (1996) in der Regenzeit komplett unter Wasser stand. “Hey Guys, you wanna know how smart the Guys in Katherine are?” fragte Nick und erzählte folgende Geschichte:

Als das Wasser damals so hoch stand und somit auch die ganze Stadt wegen des Hochwassers evakuiert werden musste, dachten sich zwei Jugendliche, dass sie mal den örtlichen Supermarkt ausräumen konnten, da sich ja niemand mehr in der Stadt aufhielt und sie somit einiges an Essen und Getränken unbemerkt mitgehen lassen könnten. Da auch der Supermarkt überflutet war stiegen sie über das Dach ein, fanden wirklich einen menschenleeren und (scheinbar) unbewachten Supermarkt vor und packten ihre Taschen voll. Als Sie gerade die teuren Spirituosen einsacken wollten bemerkten Sie Geräusche hinter sich und erschraken ein wenig Smiley, denn ein paar Meter weiter bediente sich gerade ein fünf Meter langes Krokodil an der Wursttheke. Das Krokodil bemerkte die beiden Eindringlinge, die auf ein Regal flohen. Dort hofften sie, dass sich das Krokodil mit vollem Magen bald zurück Richtung Fluss begeben würde. Doch weit gefehlt. Das Krokodil war wohl mit dem vorgefundenen Festmahl ziemlich glücklich und hielt die Stellung. Zwei Tage später wurden die beiden Räuber von der Polizei aus ihrer brenzligen Lage befreit und für ihren Diebstahl bestraft. Das Krokodil wurde von Fachpersonal unbestraft (es hatte die Wursttheke komplett geleert) wieder zurück in den Fluss eskortiert.

So gestaltete Nick also die Zeit im Land Rover für uns interessant… Oki, nach dem Mittag ging es direkt weiter zu den “Florence Falls”. Ebenfalls sehr spektakulär. Leider waren wir nicht die einzigen Menschen dort Trauriges Smiley

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Sooooo, das sollten dann mal genug Wasserfälle für heute sein Smiley Sehr beeindruckend war aber auch unser letzter Anlaufpunkt des heutigen Tages. Nicht weit von den Wasserfällen entfernt befand sich ein Wald- und Sumpfgebiet, dass für seine zahlreichen und riesigen Termitenhügel bekannt ist. Diese Hügel (und damit auch die darin lebende “Königin” (die ihr Leben lang nichts anderes macht als Eier zu legen)) sind teilweise 70 Jahre alt und bis acht Meter hoch.

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Etwa um 17:30 Uhr verliessen wir den Lichtfield Park wieder Richtung Darwin. War ein wirklich vollgepackter und ereignisreicher Tag. Mir persönlich hats im Lichtfield noch besser gefallen als im grösseren und bekannteren Kakadu National Park.

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Nach einer schnellen Dusche in unserem Hotel in Darwin stürzten wir uns dann (am letzten gemeinsamen Abend mit der Gruppe) ins (wirklich angenehme) Nachtleben der Stadt. Leider konnte Nick nicht mitkommen, da er noch den Land Cruiser zurück nach Humpty Doo fahren musste. Trotzdem grosses Dankeschön an ihn!!! Bester Tourguide! Leider nur für drei Tage!

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Unser Abschlussparty ging leider nur bis halb zwölf, da Almu, Pat und ich zum Flughafen mussten… Die beiden Mädels fliegen weiter nach Sydney… Ich bin der einzige aus der ganzen Gruppe, der nach Hause muss Trauriges Smiley War ne tolle Gruppe, auch Keith, Dominik und eben Pat waren superlocker drauf und absolut unkompliziert.

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Schlechte Nachrichten dann am Flughafen: Mein Flug war “delayed”. Keine Ahnung warum… die Mädels verabschiedeten sich gegen ein Uhr zum Abfluggate und ich sass bis drei Uhr rum, bis ich endlich einsteigen durfte…

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Gerade habe ich auch den Grund erfahren warum der Flug ne Stunde später kam und wir auch eben noch ne halbe Stunde auf dem Rollfeld standen: “Volcanic activities!” meinte eine Stewardess. Irgendwo zwischen Darwin und Singapur schein wohl ein Vulkan ziemlich stark zu rauchen, so dass sogar einige Flüge gestrichen wurden und alle anderen das Gebiet weiträumig umfliegen müssen. Herzlichen Glückwunsch! O.k., wir sind jetzt zumindest mal in der Luft und wenn ihr das später lest bin ich auch sicher in Singapur gelandet Smiley

Ich versuch jetzt (endlich) mal n bissl zu schlafen.

Bye bye Australien… war sehr nett in down under Smiley

Tag 27: Kakadu Teil 2

Donnerstag 29.05.: Heute Morgen habe ich dezent verschlafen. Hab mich schon gewundert warum es im Camp so laut war. Da es bereits um 6:30 Uhr Frühstück gab war es natürlich noch stockdunkel. Ist aber mal ganz schön in Ruhe zu frühstücken, nicht wie wir das von Hauptmann Stuart gewohnt waren…

Kurz nach sieben Uhr starteten wir dann um den Kakadu-Nationalpark weiter zu erkunden… Bissl eng gehts hinten im Land Cruiser schon hier und da mal zu. Vor allem heute, bei sehr hügeligen Strassen ist das nicht immer wirklich komfortabel.

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Unser erster “Programmpunkt” der Tages war ein Aussichtspunkt ganz in der Nähe unseres Camps. Der “Bukbukluk”-Lookout hatte zwar einen tollen Namen aber leider keine so wirklich tolle Aussicht, da es morgens auch noch ein bisschen diesig war Trauriges Smiley

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Nach einer etwa zweistündigen Fahrt über ein wenig holprige Strassen kamen wir dann am etwa 150m hohen Gunlom-Wasserfall an, der wesentlich spektakulärer sein sollte.

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Neben der Besichtigung von unten hatten wir auch die Möglichkeit den Wasserfall über einen recht steilen Wanderweg zu besteigen, was wir natürlich auch taten.

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Der Aufstieg dauerte nur etwa 15 Minuten. Dann hatten wir neben einer tollen Aussicht auch ein paar schöne Pools zum Baden.

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Da man dem “Fluss” ein wenig folgen konnte gab es quasi noch ein kleines “Canyoning” gratis dazu Smiley

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Nach diesem kleinen “Canyoning-Intermezzo” trauten wir uns dann mal in die andere Richtung, nämlich zum Wasserfall und dessen schöner Aussicht. Smiley

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Der Abstieg ging bedeutend schneller und Nick hatte unten schon alles für unsere “Standard-Sandwiches” zum Lunch vorbereitet.

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Den Nachmittag verbrachten wir an einem etwa eine Stunde entfernten kleineren Wasserfall mit idyllischem Pool… Nick meinte, wir sollten die “Krokodil-Warnschilder” ignorieren. Smiley

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Nach unserem sehr angenehmen Badetag heute verliessen wir am späten Nachmittag den Kakadu-Park…

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…und kamen kurz später mal wieder im Nirgendwo auf einem ziemlich leeren Campingplatz mit immerhin nettem Sonnenuntergang an.

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Zum Abendessen kochten Pat und Nick im Wok… Nudelpfanne mit Hähnchen und Gemüse… saulecker Smiley

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Morgen gibts sogar schon um sechs Uhr Frühstück, was bedeutete, dass alle heute ganz früh ins Bett gingen und nur kurz am Lagerfeuer saßen. Mal schauen, was der Lichtfield National Park morgen zu bieten hat…

Wünsche eine angenehme Nachtruhe Smiley

Ps.: Leider kann ich den Blog heute nicht mehr hochladen und somit auch meinem Vater quasi erst nachträglich alles Gute zum Vatertag wünschen! Smiley Vielen Dank für alles, Karli. Freue mich wenn Du mich am Sonntag vom Flughafen abholst!

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Tag 26: Kakadu NP

Mittwoch, 28.05.: Pünktlich um 6:15 Uhr standen wir am der Rezeption unseres Hotels und warteten auf unseren neuen Tourguide Nick. Angesagt war: 6:15 Uhr Treffen, 6:30 Uhr Abfahrt Richtung Kakadu Nationalpark. Im Stile eines echten Australiers kam Nick dann gegen 6:50 Uhr vollkommen tiefenentspannt um die Ecke und begrüsste uns mit einem “Hey Guys, you must be the G-Adventure-Group.”

Nach dem Beladen und Besteigen unseres Land Cruisers starteten wir recht zügig zu unserer Tour. Vor uns lagen drei Tage Kakadu und Lichtfield Nationalpark.

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Nick ist seit fünf Jahren Tourguide in ganz Australien und sieht genau so aus, wie man sich einen Australier vorstellt. Lange Haare, blaue Augen, Drei-Tage-Bart… eben wie ein Surfer. Dazu hat er eine sehr direkte Art und einen unschlagbaren Humor. Er ist sehr stark mit der Natur und dem Leben der Aborigines verbunden, und scheint wirklich alles über Australien zu wissen… Hier und da erzählt er mal eine Geschichte aus seinem Leben als Guide… auch meistens saulustig Smiley

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Die Fahrt zum Kakadu-Nationalpark dauerte etwa eineinhalb Stunden…

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…war aber ziemlich kurzweilig, da wir einige Stopps einlegten und zwischendurch Nick immer mal wieder ne Geschichte auf Lager hatte: So passierten wir zum Beispiel den Ort “Humpty Doo”, dessen Name von einem spontanen Freudenausruf eines Bauern stammt…

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“Humpty Doo” ist für zwei Dinge in Australien sehr bekannt. Hier befindet sich die zweitgrösste Mangoplantage der Welt. Auf meine Frage, wo sich denn die grösste befinden würde zuckte Nick nur mit den Schultern und meinte: “I don`t know!”

Die zweite Sache, für die “Humpty Doo” bekannt ist, ist Australiens grösster Biertrinkwettbewerb, der denkbar einfach funktioniert. Wer in einer bestimmten Zeit am meisten Bier trinkt gewinnt ein Jahr lang bei jedem Besuch in der Kneipe ein Freibier. Seit sieben Jahren gewinnt diesen Wettbewerb, die Kuh “Daisy”, die in der Lage ist einen Liter Bier in drei Sekunden zu trinken. Ihr Besitzer freut sich also seit sieben Jahren jeden Abend über ein kostenloses Feierabendbier und darüber, dass im Regelwerk vergessen wurde zu vermerken, dass dieser Wettbewerb nur für Menschen gedacht ist… Smiley

“Hey Guys, bevor we head into Kakadu I have to introduce you to my two friends.” An Nicks Grinsen konnten wir schon ablesen, dass es sich dabei nicht um Menschen handeln sollte, sondern um ein Süss- und ein Salzwasserkrokodil:

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Kurz vor dem Nationalpark stoppten wir am Mary-River um eine kleine Bootsfahrt zu machen. Der Mary-River ist dafür bekannt, dass er die grösste Konzentration an Salzwasserkrokodilen aller Gewässer der ganzen Welt hat. Unsere Fahrerin und Moderatorin (leider habe ich ihren Namen vergessen) redete mit den teilweise sechs Meter langen Echsen so als wären sie kleine Hundewelpen… sehr merkwürdig.

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Dafür waren die Krokodile umso beeindruckender.

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An den Ufern und im Wasser gab es natürlich auch diverse andere Tiere. Vor allem verschiedene Vögel.

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Über die Gefährlichkeit der Krokodile und der Tiere allgemein in Australien hatte Nick auch einiges zu erzählen. “Guys, what do you think, which animal killt the most people in australia within the last five Years?” Die naheliegensten Tiere wie Spinnen, Schlangen und Krokodile waren natürlich falsch. Auf Schlangen- und Spinnenangriffe gehen in Australien in den letzten fünf Jahren genau null Todesopfer, auf Krokodile 17 und auf herabfallende Eukalyptusäste 21 Todesfälle zurück. Das Tier, dass die meisten Menschen in Australien in den letzten fünf Jahren umgebracht hat ist das Pferd!!! Insgesamt wurden (laut Nick) über 15000 Menschen durch Pferdetritte oder Abwürfe getötet.

Eine (ebenfalls laut Nick) wahre Geschichte vielleicht noch: Ein Mann klappte in seinem Land Rover die Sonnenblende herunter. Darauf befand sich die giftigste Spinne der Welt. Diese landete zielsicher auf seiner Brust und biss ihn in die selbige. Normalerweise hätte der Mann jetzt noch zwischen fünf und zehn Minuten zu leben gehabt. Wissend, dass er jetzt auf keinen Fall in Panik geraten sollte (da sich sonst Herzfrequenz und Blutdruck massiv erhöhen würden und sich das Gift dadurch viel schneller im Körper verteilen Herz gelangen würde) blieb er ruhig und überlegte was er tun sollte. Das Ende vom Lied: Er rauchte einen Marihuana-Joint, entspannte sich, fuhr selber ins Krankenhaus und überlebte. Vom Zeitpunkt des Bisses bis zur Behandlung im Hospital vergingen 35 Minuten!

O.k., zurück zum heutigen Tag: Kurz vor unserem Lunchbreak erreichten wir dann den Kakadu-Nationalpark. Mit etwa 22000km² ist er etwa so gross wie Belgien und ist für seine wunderschöne Landschaft (mit vielen verschiedenen Vegetationszonen), die vielfältige Tierwelt (der Park beherbergt elf Tierarten, die es ausschliesslich hier gibt) und die Kultur der Aborigines, die nirgends so wie hier bewundert werden kann.

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Nach einem kurzen Sandwichstopp…

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… fuhren wir noch etwa eine Stunde durch verschiedene Klimazonen… erst durch trockene Wüste, dann durch Wetlands (mit teilweise überfluteten Strassen und Sumpflandschaft) und am Ende durch Felsen und Gebirgszüge.

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In “Ubirr” (einem für die Aborigines besonders heiligen Ort) zeigte uns Nick bei einem Spaziergang eine Reihe von beeindruckenden Felsenmalereien der Aborigines, die teilweise 20000 Jahre alt waren.

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Schöner Ausblick vom Gipfel des Felsens (siehe oben):

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Leider hat der Park nicht nur schöne Seiten. Aufgrund des hohen Urananteils in der Erde, der vor allem im Zentrum des Parks zu finden ist beschloss die australische Regierung vor ein paar Jahren dieses abzubauen. Trotz grosser Proteste der Aborigines ziert nun also eine ziemlich hässliche Uranmine das Herz des Kakadu-Nationalparks Trauriges Smiley

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Gegen 18 Uhr erreichten wir dann unseren Campingplatz… mal wieder irgendwo im Nichts. Zum Glück mussten wir heute nicht in Swags schlafen, denn es gab “vorinstallierte” Zelte. Smiley

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Leider gab es auch keinen Strom, aber das Barbecue im Kerzenschein hatte auch was… selten so eine grosse Fleischauswahl beim Grillen gehabt: Rind, Schwein, Würstchen, Känguru und Krokodil Smiley

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Am Lagerfeuer gab packte Nick später seine Gitarre aus und gab ein paar selbstgeschriebene Songs zum besten… Hat er gut gemacht Smiley

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In der Nacht bekamen wir im Camp zahlreichen Besuch… ein paar Opossums raschelten in Bäumen und Sträuchen.

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So, und nach dem langen Tag heute wird es Zeit für mich…

Gute Nacht aus dem Nationalpark von

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wünscht Smiley

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Tag 25: Angekommen im Norden

Dienstag, 27.05.: Also die Sitze im Ghan-Zug sind wirklich nur zum Sitzen da. Selbst wenn man sie ganz runterklappt schläft man nicht wirklich komfortabel. Bin bestimmt zwischendurch zehnmal aufgewacht weil ich schlecht lag… Um 7:30 Uhr gingen dann die Lichter an und die Nacht war vorbei. Alle Mann die Sitze hochklappen und zum Frühstücksbuffet einen Wagen weiter!

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Kurze Zeit später erreichten wir dann das Örtchen Katherine, wo wir einen vierstündigen Stopp einlegen sollten um eine der insgesamt elf Schluchten (für die Katherine bekannt ist) zu besuchen. Im Stile einer Völkerwanderung wälzten sich also alle Passagiere Richtung der bereitstehende Busse. Wir hatten glücklicherweise ein eigenes kleines Taxi. Smiley

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Der Ort Katherine beherbergt ungefähr 10000 Einwohner, die zumeist in der benachbarten Goldmine oder in der Landwirtschaft tätig sind. Durch die Schluchten arbeiten in den letzten Jahren auch mehr und mehr Menschen im Tourismus.

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Die Fahrt zur Schlucht dauerte etwa 30 Minuten. Unsere Fahrerin Karen (ein echtes australisches Original) redete ohne Ende und startete zweimal das Taxameter neu, da die 100$ überschritten waren Smiley

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An ihren Fotokünsten muss sie wohl noch ein wenig arbeiten… vielleicht hat sie aber auch einfach nicht den Zoom an meiner Kamera gefunden Smiley

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Vom Cultural Center des Nitmiluk National Parks musste man noch etwa 20 Minuten wandern um einen schönen Ausblick auf die Schlucht zu haben.

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Vor allem im unteren Teil der Wanderung tummelten sich tausende Fledermäuse, die Krach ohne Ende machten und auch einen nicht wirklich angenehmen Geruch verbreiteten.

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Ansonsten gabs mal wieder jede Menge Kängurus, Vögel und anderes Kleinviehzeug Smiley

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Am Aussichtspunkt hatte man eine nette Übersicht über die Schlucht, die für die Aborigines auch eine sehr grosse spirituelle Bedeutung hat.

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Auf dem Rückweg zum Bahnhof stoppten wir kurz an der “Old Katherine Bridge”. Vor ein paar Jahren war diese mal komplett vom Fluss überschwemmt.

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Um 12:30 Uhr wurde dann wieder geboardet… Waren ja nur noch vier Stunden bis zur Ankunft in Darwin. Smiley

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Nach einem Chicken Wrap zum Mittag…

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…ein paar Seiten Seiten meines Buches und der Aufbereitung des heutigen Blogeintrages waren wir schon fast in Darwin. Muss wirklich sagen, dass die 23,5 Stunden Fahrt alles andere als langweilig waren. Dadurch, dass die Fahrt längere Pausen beinhaltet, man nachts ein paar Stunden schläft und durch das Bistro auch jederzeit was essen oder trinken kann hat man irgendwie immer was zu tun. Ab und zu hat sich sogar mal der Blick nach draussen gelohnt, denn neben dem ein oder anderen Tier gabs es streckenweise (kontrollierte) Buschbrände zu sehen…

Pünktlich gegen 17:30 Uhr rollte der Zug in Darwin ein… Wir schnappten unser Gepäck, quetschten uns wieder in ein Sammeltaxi und wurden zu unserer Unterbringung für die heutige Nacht gebracht.

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Darwin ist im übrigen mit 120000 Einwohnern die Hauptstadt des Northern Territorys. Als wir ankamen waren es noch schlappe 32 Grad. Die hatten wir im Red Center zwar teilweise auch, jedoch kühlt es hier oben bei weitem nicht so sehr ab. Für heute Nacht sind beispielweise 24 Grad als Minimaltemperatur vorhergesagt. Entsprechend sind auch die Leute gekleidet. Flip Flops, Shorts und wenns gut läuft ein T-Shirt. Kommt auch nicht selten vor, das die Jungs in der Stadt oder auch im Supermarkt oberkörperfrei rumlaufen… Sowohl von den Leuten, die man trifft, als auch von der Stimmung her erinnert Darwin (so auf den ersten Eindruck) sehr stark an Cairns: Viele junge Leute, Surfer, Backpacker usw.

Nach dem kurzem Einchecken in unserem mittelmässigen Hotel trafen wir uns im Restaurant nebenan zum Dinner.

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Unser “Interimsguide” Buck verabschiedete sich dann von uns, denn sein Shuttle zum Flughafen wartete schon auf ihn. Morgen früh lernen wir dann unseren Guide für die drei Tage im Nationalpark kennen. Nick heisst er, und wir sind schon gespannt… Ich geh jetzt mal schnell duschen, meine Sachen packen und dann ins Bett. Die Tour Richtung Kakadu-Nationalpark startet morgen bereits im 6:30 Uhr!

Da wir die nächsten beiden Nächte im Zelt ohne jegliches WLAN verbringen werden, kann ich erst wieder am Freitag die Einträge von Mittwoch und Donnerstag online stellen. Das Netbook ist natürlich trotzdem immer dabei. Ich denke, die nächsten drei Tage werden einige tolle Bilder liefern. Ihr dürft gespannt sein…

Dann bis in ein paar Tagen Smiley

Tag 24: The Ghan Train

Montag, 26.05.: Nach einer erholsamen Nacht in unserem Komfortzimmer wachte ich pünktlich um sieben Uhr auf um zu einem kleinen Lauf Richtung City Center von Alice Springs zu starten. Da die Stadt nicht gerade megasehenswert ist habe ich mal keine Kamera mitgenommen. Ausserdem sollten wir später sowieso noch eine Citytour machen… Frisch geduscht war ich pünktlich um neun Uhr an der Rezeption um unsere neuen Mitreisenden sowie unseren Guide für die Zugfahrt Richtung Darwin kennenzulernen. Das inkludierte Frühstück wurde im Stehen eingenommen. Es gab mal wieder Cornflakes und Coco Pops Smiley Naja, man gewöhnt sich an alles. Unser Guide für den kommenden Tag war Buck, der uns bis Darwin begleiten sollte. Für die Besichtigung der Parks bekommen wir in Darwin noch einen anderen Tourguide zugeteilt. Unsere neuen Mitreisenden sind (von links: Dominik aus London, Keith aus Nordirland und Patricia aus Gibraltar). Sie alle drei haben bereits eine Drei-Tages-Tour im Red Center mit Buck hinter sich.

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Den heutigen Tag hatten wir bis 15:30 Uhr zur freien Verfügung. Die meisten nutzen den Morgen um sich Alice Springs anzusehen. Vorher mussten wir uns aber noch von Iwan und Louise verabschieden, die uns heute verliessen und beide in den nächsten Tagen nach Sydney fliegen werden. War ne schöne Zeit mit ihnen Smiley Waren beide wirklich supernett.

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Ruud, Sarah. Almu und ich machten uns kurze Zeit später also auf den Weg in das kleine Zentrum von Alice Springs…

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Viel zu sehen gab es hier nicht wirklich. Das kleine Zentrum der Stadt ist auch recht fix abzulaufen.

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Der ANZAC-Hill ist zwar nicht besonders hoch, da aber alles rundherum ziemlich flach ist hat man eine ganz gute Aussicht auf Alice Springs und die Umgebung.

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In einem Cafe der Fussgängerzone trafen wir zufällig Keith und Dominik, die uns beim Lunch Gesellschaft leisteten.

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Am Nachmittag besuchten wir die Zentrale des “Royal Flying Doctor Service”. Seit 1928 wird dieser von Alice Springs aus koordiniert. Auf einem grossen Flatscreen (siehe unten) hat man jederzeit die Übersicht wo sich gerade welches Flugzeug befindet (egal ob im Einsatz, oder nicht).

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Im dazugehörigen Museum erfährt man alles über die inzwischen 86-jährige Geschichte der fliegenden Ärzte. Sehr interessant.

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Als vorbildlicher Tourist habe ich natürlich auch mal kurz im Nachbau einer “Flying Doctor Maschine” Platz genommen Smiley

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Zurück im Hotel wurde dann fix zusammengepackt… Gerade so passten wir sieben plus Buck, Fahrer und Gepäck in unser Grossraumtraxi Smiley

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Bis zum Bahnhof waren es etwa 15 Minuten, was was ziemlich lächerlich gegen das war, was die Zugfahrt mit sich bringen sollte. Für die Fahrt nach Darwin waren nämlich satte 23,5 Stunden veranschlagt. Diese sollten wir im legendären “Ghan-Zug” zurücklegen.

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Der Ghan-Zug ist mit einer Gesamtstrecke von fast 3000km eine der längsten Zugstrecken der Welt. Wer die komplette Tour von Adelaide nach Darwin bucht verbringt ungefähr zwei Tage im Zug und überwindet in dieser Zeit vier Klimazonen und 22,5 Breitengrade. Der ganze Zug ist in etwa 500m lang und wird in der Regel von drei Lokomotiven gezogen (wovon zwei ständig in Betrieb sind) für den Fall, dass eine mal ausfällt.

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Das Besondere ist aber, dass der Zug im Stile eines Sightseeing-Busses an verschiedenen Stationen stoppt, die Passagiere aussteigen und sich umschauen können. So stand der Zug heute zum Beispiel fünf Stunden in Alice Springs. Wir machen morgen früh an der “Katherine-Schlucht” eine vierstündige Pause um diese zu besichtigen.

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Im Bordrestaurant gabs ganz leckeres Dinner…

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In 15 Minuten gehen hier die Lichter aus. Angeblich kommt dann ein Ghan-Mitarbeiter und läutet eine Glocke, dass jeder seinen Sitz nach hinten klappen kann und weiss, dass es gleich dunkel wird… Ich werde morgen berichten… ich hoffe, ich kann ein bisschen schlafen, bin nämlich noch ziemlich müde…

Nachtrag: Gerade gingen hier die Lichter aus, aber nix von nem Mitarbeiter mit Glocke zu sehen Trauriges Smiley Schade… Corperal Stuart hatte das vollmundig angekündigt!

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Tag 23: Alice Springs

Sonntag, 25.05.: So, die vorerst letzte Nacht im Swag geschafft. Wirklich gut geschlafen habe ich nicht, aber egal. Der Wecker klingelte schon wieder recht früh, da ich gestern Abend kurzfristig noch einen Helikopter-Rundflug für heute Morgen buchen konnte.

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Also packte ich meine Sachen, frühstückte fix und fand mich pünktlich um 7:45 Uhr beim Helikopter-Landplatz ein. Paul (der Pilot meines Vertrauens für den heutigen Tag Smiley) war schon dabei den anderen beiden Flugteilnehmern Steven und Frank aus den USA einige Dinge zu erklären.

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Ich wurde kurz mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut gemacht, dann gings los zu folgender Route (da wir zu dritt waren und somit die Kapazität des Helikopters voll ausschöpften bekamen wir noch einen ordentlichen Discount und mussten nicht die beschriebenen 275$ sondern nur 220$ zahlen, was in etwa 150€ entspricht).

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Vor allem der erste Teil des Fluges (Petermann Pound) sollte interessant sein, da dieser Bereich weder zu Fuss, noch mit dem Auto zugänglich ist und er zu dieser Jahreszeit sehr grün ist.

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Halb neun hatten wir dann wieder festen Boden unter den Füssen. War ein wirklich sehenswerter Flug Smiley Ein paar Minuten später wurde ich direkt am Landeplatz eingesammelt, denn wir hatten ja noch etwa fünf Stunden Fahrt Richtung Alice Springs vor uns, die wir also direkt in Angriff nahmen.

Auf einem Rastplatz gabs sogar ein bisschen Wildlife zu sehen.

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Etwa eine Stunde vor Alice Springs hatten wir an einem grösseren Rastplatz die Möglichkeit zu einem “Camelride”. Da wir das alle irgendwann schonmal gemacht hatten und auch der Weg nicht so wirklich attraktiv war wollte niemand das Geld dafür ausgeben (auch wenns gar nicht so teuer war).

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Eine plötzliche Vollbremsung von Drill Instructor Stuart kurz vor unserem heutigen Tagesziel machte uns auf diesen etwa 1,50m langen Waran aufmerksam, der in aller Ruhe die Strasse überquerte. Wir nahmen mal die Verfolgung auf. “Don`t go too close. Maybe he bites you!” meine Squat Leader Stuart noch.

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In Alice Springs angekommen waren wir alle sehr positiv von unserer Behausung überrascht. Angenehme Grösse, Klimaanlage, eigenes Bad mit Dusche (man wird ja bescheiden Smiley) und sogar ein kleiner Pool. Die Stadt Alice Springs ist mit etwa 28000 Einwohnern ein sehr beliebter Ausgangspunkt für Touren zum Ayers Rock oder zum Kings Canyon. Eine Stadt mit vergleichbarer Grösse (oder grösser) sucht man weit und breit vergeblich. Dazu müsste man bis Darwin (etwa 120000 Einwohner) fahren und das sind schlappe 1500km!!!

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Bis zum Abendessen hatten wir noch etwa vier Stunden zur freien Verfügung. Nachdem ich die letzten drei Tage dieses Blogs mit einem absoluten Turbo-WLAN an der Rezeption unseres Hotels hochgeladen hatte entschied ich mich zu einer kleinen Wanderung auf die Berge hinter unserem Hotel (siehe letztes Bild oben), da man von dort aus wohl einen schönen Blick auf Alice Springs und die Ranges in der Umgebung haben sollte…

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Dazu gab es noch jede Menge verschiedene Kängurus zu bestaunen. Vor allem die kleinen schwarzen Bergkängurus (die wirklich ziemlich klein) sind sehr niedlich, dazu geschickte Kletterer.

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Nach einer kurzen Dusche im Zimmer trafen wir uns zum letzten gemeinsamen Dinner mit der Gruppe im hoteleigenen Bistrot. Major Stuart wartete schon auf uns.

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Auch bei unserer letzten Runde Billard klinkte er sich mit ein und verabschiedete sich dann gegen halb zehn von der Gruppe. Wenn man bedenkt, dass er jetzt zwei Wochen lang gefahren ist (fast 3000km), unser Guide war und dazu noch regelmässig gekocht hat war das schon in Ordnung. Er hat auch wirklich fast alles gewusst und mit Begeisterung sein Wissen über seine Heimat an uns weitergegeben. Manchmal hat er einfach ein bisschen zu viel gestresst wenn es (aus meiner Sicht) gar nicht nötig war.

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Morgen trifft sich die Gruppe zu letzten mal zum Frühstück, bevor die gestern angesprochenen vier von uns am Nachmittag mit dem legendären Ghan-Zug Richtung Darwin fahren. Da wir die ganze Nacht im Zug verbringen werden, kann ich morgen Abend wohl auch keinen Post online stellen. Den Tag später sollte ich aber in Darwin wieder was hochladen können…

Ich wünsche eine angenehme Nachtruhe Smiley

Tag 22: Kings Canyon

Samstag, 24.05.: Nach dem schönen Sonnenuntergang gestern wollte natürlich jeder von uns auch heute Morgen den Sonnenaufgang sehen… Dies war allerdings mit einem noch früheren Aufstehen als gewöhnlich verbunden: Um 6:10 Uhr war die eigentlich ganz angenehme Nacht im Swag schon wieder vorbei. Schnell anziehen, dann direkt in den Bus und Richtung Nationalpark, wo heute Morgen wesentlich weniger los war als noch gestern Abend.

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Ziemlich frisch wars heute Morgen. Iwan hatte ordentlich verschlafen und ist quasi in seinen Schlafhosen in den Bus gehüpft. Aber auch Ruud und Louise froren in ihren Flip Flops ordentlich. So gegen 7:20 Uhr ging dann die Sonne neben dem Uluru auf.

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Nach der Rückkehr ins Camp, einem schnellen Brecky (so nennt Curnell Stuart immer unser Frühstück) und dem Zusammenräumen unserer Sachen starteten wir dann Richtung Kings Canyon. Draussen wars inzwischen wieder ordentlich warm. Die meisten nutzten die über drei Stunden Fahrt um noch ein bisschen Schlaf nachzuholen.

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Am Kings Canyon angekommen stand eine Wanderung am Rande des Canyons auf dem Programm. Die 5,5 km waren teilweise ziemlich steil, so dass wir für die ganze Tour inklusive Pausen über drei Stunden brauchten. Aufgrund der grossen Hitze und der trockenen Luft konnte überall auf Hinweisschildern lesen, dass man doch bitte genug trinken soll. Sogar auf der Toilette konnte mal seinen aktuellen Status bestimmen Smiley

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Gegen 13 Uhr machten wir uns dann auf den Weg und stiegen zum Rand des Canyons auf.

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Gewohnt fachmännisch stoppte Captain Stuart alle fünf Minuten um irgendwelche Gesteinsformationen oder Pflanzen zu erklären. Dazu fragte er auch ständig ob irgendjemand eine Pause braucht und ob alles o.k, wäre… dabei schien er derjenige zu sein, der am meisten zu pumpen hatte Smiley

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Der Kings Canyon ist etwa 420km südwestlich von Alice Springs gelegen und galt früher bestenfalls als Geheimtipp unter den Backpackern. Inzwischen ist die Schlucht mit den bis zu 270m hohen Klippen ein absolutes Highlight des Northern Territory. Die Millionen Jahre alten Sandsteinformationen kann man über zwei Wanderwege oder mit dem Helikopter besichtigen.

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Zur Mittagspause stiegen wir ab in den Canyon hinab, wo viele exotische Pflanzen, Bäume und eine hübsche Lagune auf uns warteten.

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Etwa um 15 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg bzw. den Abstieg zurück zum Bus.

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Fazit unserer dreistündigen Wanderung: Spektakulärer Canyon! Definitiv noch beeindruckender als der Uluru. Wer mal in der Nähe ist sollte hier unbedingt vorbeischauen.

Unser Campingplatz lag keine 15 Minuten entfernt mal wieder irgendwo in der Pampa.

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Zum Abendessen kochte Lieutenant Stuart (ich glaube es war) Lammgulasch mit Reis. Hat ehrlich gesagt ein bisschen fad geschmeckt… aber o.k.

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Später gab Iwan alles um das vorher gesammelte Brennholz zu zerkleinern, damit der Tag dann mit einem schönen Lagerfeuer beschlossen werden konnte.

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Morgen haben wir dann noch etwa 450km Richtung Alice Springs zu fahren, wo uns dann Louise, Craig und Iwan verlassen werden. Almu, Sarah, Ruud und ich fahren dann übermorgen weiter in die Nationalparks. Die vorerst letzte Nacht im Swag liegt an… Freue mich auf jeden Fall morgen mal wieder in einem Bett zu schlafen. Smiley

Tag 21: Uluru + Kata Tjuta NP

Freitag, 23.05.: Stockdunkel war es heute Morgen noch als mich meine Uhr (für meinen Geschmack) deutlich zu früh aufweckte… immerhin fand ich ein paar Stunden Schlaf in meinem Komfort-Swag.

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Es ging mal wieder zackig zum Frühstück, denn wir hatten einen erlebnisreichen Tag vor uns. Heute sollte der “Uluru & Kata Tjuta”-Nationalpark besichtigt werden, der in etwa 1325m² gross und circa 15km entfernt von unserem Campinplatz in Yulara gelegen ist. Zuerst nahmen wir uns das Kata Tjuta-Gebirge vor.

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Kata Tjuta (übersetzt “viele Köpfe”) ist eine Ansammlung von insgesamt 36 gerundeten Hügeln, die etwa 50 km vom Uluru entfernt auf einer Fläche von etwa 35km² zu finden sind. Der höchste “Kopf” ist mit knapp 550m etwa 200m höher als der Uluru (Ayers Rock). Rein optisch wirkt das Kata Tjuta Gebirge mindestens genauso beeindruckend wie der wesentlich bekanntere Nachbar. Nachdem wir uns auf einem Aussichtspunkt einen ersten Eindruck verschafft haben starteten wir zu einer etwa 7,5 km langen Wanderung durch das “Valley of the winds”. Da es noch recht früh am Morgen war konnte man die Temperaturen noch einigermassen ertragen. Gegen Ende der Wanderung (nach etwa 2,5 Std.) hat die Sonne dann schon ordentlich gedrückt. Sonnencreme, Wasser und ein Sonnenhut gehörten heute zur Basisausstattung.

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Im Cultural Center des Nationalparks machten wir dann unsere Mittagspause. Fotos waren da leider nicht erwünscht… war aber auch nicht wirklich sehenswert…

Gegen 13 Uhr näherten wir uns dann dem Uluru.

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Schon n ordentlicher Berg…Smiley hier vielleicht einige nicht ganz uninteressante Fakten zum Wahrzeichen Australiens: Der für die Aborigines heilige Ayers Rock liegt etwa 450km südwestlich von Alice Springs und ist 348m hoch. Einem Eisberg ähnelnd ragt der Berg mehrere Kilometer in den Boden hinein, d.h. man sieht eigentlich nur einen Bruchteil davon. Die Ureinwohner fordern seit langem ein “Besteigungsverbot” des imposanten Monolithen, bisher jedoch ohne Erfolg. Ein etwa 10km langer Rundweg führt um den Berg, den wir dann auch mal in Angriff nahmen. Mittlerweile war es richtig heiss. Zwischendurch gab es allerdings genug Möglichkeiten die Wasserflaschen aufzufüllen.

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Aus etwa 10km wurden insgesamt fast 13km, da wir hier und da noch eine kleine Abzweigung mitnahmen, in der Hoffnung noch das ein, oder andere gute Foto zu bekommen. Gegen 16:30 Uhr hatten wir dann also etwa 20km Fussmarsch in den Beinen und eine Dusche bitternötig. Natürlich musste aber alles wieder ganz fix gehen, denn wir durften abends ja nicht zu spät zum Sonnenuntergang kommen.

Wie (gefühlt) andere 10000 Leute standen wir dann rechtzeitig am “Sunset-Viewpoint”.

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Eigentlich dachte ich immer man kann beim Anschauen eines Sonnenuntergangs nicht so viel falsch machen, aber weit gefehlt: Unser Kommandant Stuart hat vermutlich nach jahrelangem Tüfteln eine astreine Strategie entwickelt: “Well folks, take a picture every three minutes! When you upload the Fotos later you`ll see the magnificant change of the colours.” Ahso… gesagt, getan! Iwan stellte seine schweizer Stoppuhr auf ein drei Minuten-Intervall, dann wurde geknippst. Ich will hier mal nicht alle Pics hochladen (es waren insgesamt 20). Ich gebe hier mal jedes dritte zum Besten. Ich muss zugeben, unser Admiral und seine Taktik sind in diesem Fall gar nicht so schlecht gewesen… oder was meint ihr?

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Den Abend verbrachten wir dann in Yulara im “Ayers Rock Resort”. Erst gabs ein bisschen Fast Food für alle (ich habe mich mal an einem leckeren Känguru-Wrap versucht Smiley), dann wurde der Tag mit ein bisschen Billard, trinken, erzählen und australischen Football beschlossen.

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Die Swags wurden dann gegen 0 Uhr aufgesucht… langer Tag heute Smiley

Tag 20: Angekommen im Red Center

Donnerstag, 22.05.: Heute hatten wir also satte 753km vor uns mit dem Ziel Yulara, dass etwa 25km entfernt vom Ayers Rock liegt. Nach einer angenehmen Nacht unter Tage und einem (wie immer) hektischen Frühstück stand der Bus samt unserem Fahrer Stuart pünktlich um sieben Uhr vor dem Hotel. Die Fahrt (auf glücklicherweise asphaltierten Strassen) sollte inklusive Pausen etwa neun Stunden dauern… puuuuuhhhh, ganz schön lang.

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Wir kamen gerade rechtzeitig aus dem Hotel um noch den Sonnenuntergang mitzubekommen.

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Die Fahrt führte uns natürlich wieder durch ein andauerndes “Nichts” im Outback. Nach etwa einer Stunde und einer kurzen Pause auf einem Rastplatz wurde es dunkel und es begann ordentlich zu regnen.

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Trotz der recht entspannten Einstellung der meisten Aussies gelten auf Rastplätzen doch strenge Regeln Smiley

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Zwischendurch verabschiedeten wir uns dann aus “South Australia” und fielen ins “Northern Territory” ein.

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Zur Mittagspause gegen 13:30 Uhr hatten wir wieder strahlenden Sonnenschein. Bei mir gabs noch die Reste der Pizza von gestern. Aber auch die anderen hatten noch genug John`s Pizza übrig Smiley

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Die neun Stunden zogen sich ganz schön. Zumal es heute auch wenig “Wildlife” zu sehen gab. Trauriges Smiley

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Etwa eine Stunde vor Yulara stoppten wir beim “Mt. Connor”, einem Felsen, der oft mit dem Ayers Rock verwechselt wird, da er auch irgendwo im Outback ganz alleine steht.

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Im Yulara angekommen errichteten wir erstmal unser “Lager”. Die nächsten drei Nächte verbringen wir ja wieder im Swag, also auf dem Boden… Naja, gemütlich ist anders.

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Yulara ist inzwischen fast zu einer kleinen Stadt gewachsen. Fast jeder, der zum Ayers Rock will, startet seine Tour von hieraus. An Übernachtungsmöglichkeiten ist hier wirklich alles geboten, vom Fünf-Sterne-Hotel bis eben zum Swag. Alles eine Frage des Kleingelds. Und das braucht man garantiert wenn man hier ein Komforthotel bucht…

Nachdem wir alles ausgeräumt hatten startete ich mal wieder zu einem kleinen Lauf durch und sah mich mal um. Der “Ort” Yulara bietet den Touristen neben zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten auch eine Reihe von weiteren Unternehmungen. Neben Bus- und Helicoptertouren zum Ayers Rock, hat man auch die Möglichkeit Motorrad-, Quadbike- oder Kamelausflüge zu buchen. Dazu gibt es ein riesiges Visitorcenter mit allem drum und dran.

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Nicht weit entfernt von unserem Campingplatz gab es auch einen netten Aussichtspunkt zum Ayers Rock.

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Zum Abendessen servierte Stuart seine selbstgemachten Spaghetti Bolognese. Sehr lecker, auch wenn vielleicht ein Tick zu wenig Essen da war Trauriges Smiley

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Später war Craig dann wieder voll in seinem Element und schürte ein wärmendes Feuerchen.

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Unter sternenklarem Himmel sind dann alle nicht so spät ins Bett bzw. in den Swag… frisch ists auch geworden. Ich geh jetzt auch mal schlafen und schau mir noch ein wenig die Milchstrasse an… Erkennt man auf dem zweiten Bild die vier Sterne des “Southern Cross”? Mal ganz genau hinschauen! Smiley

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Morgen gehts dann also zum Uluru (so nennen die Aborigines den Ayers Rock). Wir sind alle gespannt und ich verkriech mich jetzt auch mal in meinen Swag!