Tag 11: Der unendliche Transfer nach Ushuaia! :-(

Dienstag, 30.12.: Wie der Titel schon unmissverständlich verraten lässt war der Tag heute recht unspannend, da wir ihn fast komplett im Bus verbrachten. Zwischen 10 und 20 Stunden Transferzeit bis nach Ushuaia sollten wir (laut Tripdossier) einplanen. Die grosse Zeitspanne ergibt sich aus den vielen Ungewissheiten, die uns bevorstanden: Wetter, Fähre nach Feuerland, Zwei Grenzen zu überwinden, Buswechsel usw. Um es vorweg zu nehmen: Wir brauchten insgesamt 14 Stunden, die uns allen wie eine Ewigkeit vorkamen…

Aber fangen wir doch mal von vorne an: Wissend, dass wir den ganzen Tag nur rumsitzen werden verabredete ich mich am Vorabend mit Mark zu einem kleinen morgendlichen Lauf am Hafen, damit wir wenigstens noch ein bisschen Bewegung hatten. Bin sogar pünktlich um 5:30 Uhr aus dem Bett gekommen Smiley Die Stadt Punta Arenas gibt an sich nicht so viel her… der Lauf am Hafen war aber wirklich angenehm…

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Nach ein paar Kilometern hatten wir auch einen treuen Begleiter, am Ende waren es sogar drei Zwinkerndes Smiley

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Zurück im Hotel nahmen wir schnell unser sehr nett gestaltetes Frühstück ein…

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…bevor es auf die gewohnte Art und Weise per Taxi zum Busbahnhof von Punta Arenas ging.

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Bis zu unserem ersten Stopp waren es etwa drei Stunden. Mit der Fähre überquerten wir die Magellan-Straße Richtung Feuerland…

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Ausser uns warteten natürlich schon diverse andere Fahrzeuge auf die Fähre, so dass sich Mary und Joanna die Zeit mit ein bisschen südamerikanischem Tanzen vertrieben.

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Nach etwa 45 Minuten Wartezeit konnten wir dann boarden Smiley

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Nach der halben Stunde Fahrt kam dann der unangenehme Teil des Tages auf uns zu…Die nächsten Stunden zogen sich echt wie Kaugummi. An der Grenze mussten wir auch ewig warten, bis genau eine Beamtin jeden einzelnen Passagier unseres Busses sorgfältig abgefertigt hatte. In Rio Grande stiegen wir dann um in einen ziemlich engen Kleinbus… Naja, von da aus waren es ja auch nur noch drei Stunden…

Die Fahrt durch Feuerland war wenigstens landschaftlich wirklich sehenswert. Am “Paso Garibaldi” stoppte unser Fahrer netterweise für ein paar Fotos.

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Die letzten Stunden gingen dann auch noch irgendwie rum…

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…und gegen 23 Uhr Ortszeit hatten wir dann auch unser schönes Cityhotel in Ushuaia erreicht! Smiley

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Nach insgesamt 14 Stunden Reisezeit war jeder froh endlich angekommen zu sein… Ich freu mich jetzt auch auf mein Bett.

Morgen können wir ein bisschen länger schlafen, bevor es mittags endlich Pinguine zu sehen gibt. Abends hat Joanna dann wieder ein schönes Plätzchen für unser Silversterdinner organisiert. Wird bestimmt lustig…

Gute Nacht und Grüsse vom Ende der Welt (wo ich inzwischen wirklich angekommen bin Smiley)

Tag 10: Punta Arenas

Montag, 29.12.: Guten Abend Smiley Der Tag heute verlief recht unspektakulär. Aber endlich konnten wir mal ein bisschen länger schlafen, denn für unseren Transfer mit dem Bus nach Punta Arenas wurden wir “erst” um 9:20 Uhr abgeholt. Taxis brachten uns zum Busbahnhof in Puerto Natales. In Chile ist es übrigens gar kein Problem wenn man zu viel Gepäck mit dem Taxi transportieren will. Zwei sehr einfache Möglichkeiten wurden uns heute präsentiert. Möglichkeit eins: Einfach alles in den Kofferraum, mit einem Gummizug “fixieren” und hoffen, dass nix rausfällt. Zwinkerndes Smiley

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Die öffentlichen Reisebusse sind in Südamerika echt top: Neu, bequem, klimatisiert usw. 10 Uhr ging es dann los Richtung Punta Arenas…

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…wo wir drei Stunden später ankamen und mit der zweiten Möglichkeit konfrontiert wurden, wie man möglichst viel Gepäck in ein Taxi bekommen kann: Einfach alles in den Innenraum laden (es waren insgesamt 5 Koffer und drei Rucksäcke) und hoffen, dass kein Passagier erstickt Smiley

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In unserem etwas in die Jahre gekommenen Hotel in Punta Arenas erklärte uns Joanna den Plan für die nächsten beiden Tage…

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…bevor wir zu einer kleinen Stadttour starteten. Punta Arenas ist mit etwa 120000 Einwohnern die grösste und wichtigste Stadt im südlichen Patagonien. Sie dient als wichtiger Start- und Endpunkt vieler Exkursionen nach Feuerland oder in die Antarktis. Bis zur Eröffnung des Panamakanals war die Stadt (an der Magellan-Straße gelegen) wichtige Durchgangsstation für Schiffe, die vom Pazifik in den Atlantik wollten, oder andersrum.

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Einen kleinen Snack inklusive Kaffee nahmen wir in der bekannten “Lomitosbar” im Zentrum ein.

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Leider regnete es diesen Nachmittag relativ stark, aber wir waren glücklicherweise gut ausgestattet… und bisher konnten wir uns ja über das Wetter wirklich nicht beschweren.

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Ein weiteres tolles Abendessen nahmen wir im Restaurant “La Mamita” ein. Nach einer sehr delikaten Karottensuppe gab es gefüllte Crepes mit Käse überbacken Smiley

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Nach einem kurzen Meeting über die Aktivitäten der kommenden Tage in der Hotellobby gingen dann alle recht zügig schlafen…

Hier noch ein paar wichtige Informationen wie sich Argentinier verständigen. Laut Joanna kommunizieren Argentinier mindestens genauso viel mit den Händen und dem Gesicht wie mit Worten. Was ich bisher mitbekommen habe kann ich das auch bestätigen… Hier mal die wichtigsten Handbewegungen (inkl. Mimik) von Joanna präsentiert:

Bild 1 (links): “Gleich gibt`s Schläge!” (dazu bewegt man die Hand wie eine Axt hoch und runter!)

Bild 2 (rechts): “Ist das Dein Ernst, was Du gerade gesagt hast?” (dazu legt man die Stirn in Falten und schaut verwundert)

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Bild 3 (links): selbe Bedeutung wie in Deutschland

Bild 4 (rechts): “Hast Du verstanden wie ich es meine?” oder “Hast Du den Witz verstanden?” (dazu dreht man das Handgelenk hin und her)

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Bild 5 (links): “Willst Du Ärger mit mir haben?” (dazu öffnet und schliesst man die Hand)

Bild 6 (rechts): “Ich habe gerade kein Geld” oder “Ich bin heute geizig!” (dazu schlägt man leicht mit dem Handteller auf den Ellenbogen)

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Bild 7 (links): etwas in “Anführungszeichen” sagen. Selbe Bedeutung wie in Deutschland. (dazu werden Zeige- und Mittelfinger gebeugt)

Bild 8 (recht): “Ist mit doch egal!” (dazu streicht man mit dem Fingerrücken unten am Kinn entlang)

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Also, jetzt wisst ihr alle wie man mit Südamerikanern kommuniziert… Joanna ist dafür auch eine perfekte Lehrerin Smiley

Ich hau mich mal hin… morgen steht eine lange Busfahrt an… und wenn ich rechtzeitig aus dem Bett komme gibts vorher noch n schönen Lauf mit Mark.

Gute Nacht und Grüsse aus Punta Arenas Smiley

Tage 7-9: Torres del Paine

Freitag, 26.12.: Hallo mal wieder. Da ich (aufgrund des fehlenden WLAN-Netzes hier im Nationalpark) die Tage 7-9 sowieso zusammen in Puerto Natales hochladen werde, habe ich mich entschieden, die drei Tage in einem Blogeintrag zusammenzufassen. Ist wahrscheinlich auch deutlich einfacher für Euch zu lesen.

Heute ging es also für uns in eines der reizvollsten Reiseziele Südamerikas, nämlich in den “Torres del Paine”-Nationalpark (Torres del Paine = blaue Türme). Der Nationalpark ist vor allem bei Wanderern und Kletterern wegen der herausfordernden, steilen Felswände, der eindrucksvollen Gletscher und der abwechslungsreichen und vielfältigen Landschaften allgemein bekannt. Wir sollten für die nächsten drei Tage einige attraktive Wanderungen zu den schönsten Punkten des “Torres del Paine” machen.

Pünktlich um acht Uhr saßen wir alle (etwas gequetscht) in dem Kleinbus, der uns zum Park bringen sollte. Joanna und unser lokaler Guide Christian waren natürlich auch wieder bestens gelaunt.

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Am Eingang des Parks wurde dann der Bus abgestellt und es ging zu Fuss weiter.

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Christian hielt nochmal eine kurze Ansprache über das, was in den kommenden 8-9 Stunden auf uns zukommen sollte. Unser Tagesziel war heute die Besichtigung der Wahrzeichen des Parks, nämlich die drei “blauen Türme”. Bis dahin hatten wir etwa 9km und gute 700 Höhenmeter zu überwinden. Mit Rückweg lagen also heute gute 18km Fussmarsch vor uns.

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Auch heute konnten wir uns über das Wetter überhaupt nicht beklagen. Christian und Joanna (die diese Tour ständig machen) konnten ihr Glück über den Dauersonnenschein gar nicht fassen und erwähnten mehrmals was wir doch für ein Glück mit dem heutigen Wetter hatten. Laut (nicht sehr zuverlässigem)Wetterbericht für die nächsten Tage soll es auch einigermassen gut bleiben.

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Die ersten 5km ging es recht stetig bergauf. Der auch hier sehr starke Wind machte das Aufsteigen allerdings nicht leichter. Bläst der Wind nicht so stark kann man eigentlich im T-Shirt laufen, frisch er allerdings auf, dann muss man sofort ein, zwei Schichten anziehen, da man sonst direkt friert.

Gegen 12:30Uhr machten wir dann unsere Mittagspause und vertilgten unsere sehr üppigen Lunchboxen…

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Nach dem Mittagessen ging es zwei Stunden zumeist auf und ab grösstenteils durch Waldgebiet. Der letzte Kilometer brachte dann den schwierigsten Teil des Aufstieges. 300 Höhenmeter galt es auf schotterigem Terrain zu überwinden. Da der Bereich sehr offen war kam auch hier ein ordentliches Lüftchen an…

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Etwa zehn Minuten vor dem Ziel hatten wir dann den ersten Ausblick auf die drei “Torres del Paine”. Sehr beeindruckend!

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Ein paar Höhenmeter weiter hatten wir es dann geschafft und wurden (bei immernoch bestem Wetter) mit einem tollen Ausblick belohnt. Laut Christian trifft man die drei Türme nur in den seltensten Fällen wolkenlos an.

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Die Perspektive täuscht hier übrigens ein wenig… der linke Turm ist mit etwa 2850m der höchste der drei.

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Nach 45 Minuten Aufenthalt machten wir uns dann auf den Rückweg, den der eine oder andere auch gut in den Beinen spürte. William klagte zwischendurch ein bisschen über Knieprobleme, biss sich aber dann doch durch.

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Recht fix waren wir dann wieder am Ausgangspunkt angekommen. Alle haben die 18km gut hinter sich gebracht…

Kurz vor Ende des Abstiegs flog dann ein beachtlich grosser Kondor über uns drüber (den ich glücklicherweise ganz gut erwischt habe).  Ansonsten gabs ausser ein paar kleineren Vögeln und Hasen nicht viel Fauna zu sehen.

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Unser Camp erreichten wir dann gegen 20:30 Uhr. Kurz vor dem Eingang zum Park gelegen hatten wir von unseren Zelten aus nochmal einen schönen Blick auf die Türme.

Als kleine Überraschung wartete ein wirklich leckeres 4-Gänge-Menü auf uns, dass wir auch nötig hatten. War schon sehr anstrengend der Tag heute…

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Morgen sind wir nicht so lang unterwegs, und auch die Strecke soll nicht ganz so anspruchsvoll wie heute werden… dafür gibts mal wieder ein paar Gletscher zu sehen. Ich bin gespannt und werde mich jetzt mal zu William ins Zelt begeben. Beim Abendessen war er (trotz Knieschmerzen) wieder gut drauf und hat drei Pisco Sour (einheimische alkoholische Spezialität) und zwei Gläser Wein gezischt. Smiley Seinen Lieblingssatz habe ich inzwischen auch schon einige Male gehört. Wenn irgendjemand nicht so auf seiner Wellenlänge ist, oder mit jemandem nicht klarkommt sagt er immer: “That`s not my cup of tea!” Smiley

Gute Nacht und Grüsse aus Zelt Nr.2 Smiley

 

Samstag, 27.12.: Tag zwei unseres “Torres del Paine”-Abenteuers begann mal wieder mit einem recht frühen “Wake up”-Call. Eigentlich habe ich ganz gut geschlafen, nur der ein oder andere Schnarcher und ein paar sehr laute Vögel (siehe unten) haben für ein bisschen Unruhe gesorgt. Gut frisch wars heute Morgen, dazu ein bisschen wolkenverhangen, was sich aber später glücklicherweise änderte.

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Irgendwann hatte ich dann auch William wach bekommen, und nach kurzem Packen nahmen wir dann unser sehr reichhaltiges Frühstück ein. Unsere Lunchpakete “durften” wir uns selber zusammenstellen, was uns Christian vorbildlich demonstrierte Zwinkerndes Smiley

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Bevor es heute mit dem Wandern losging mussten wir erst einmal mit der Fähre zu unserem Campingplatz für den heutigen Abend übersetzen. So langsam, aber sicher kam die Sonne raus, so dass Sonnencreme für jeden von Nöten war (auch für Joanna) Zwinkerndes Smiley

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Nachdem wir unser Gepäck abgelegt hatten starteten wir gegen 10:30 Uhr zu unserer heutigen Tour, die uns Christian nochmal an der Karte erklärte. Unser Ziel war heute das “French Valley” und der dazugehörige “French Glacier”. Wie man wahrscheinlich aus den Namen schon schliessen kann, wurde diese Gegend von den Franzosen erschlossen. Insgesamt 18 Kilometer waren heute wieder zu gehen. Allerdings waren diese vom Profil her deutlich einfacher zu bewältigen.

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Neben fast ganztägigem Sonnenschein hatten wir heute auch nahezu Windstille, was die Tour heute sehr angenehm gestaltete. Man musste sich nicht ständig an- und ausziehen. Ab Mittags konnte man eigentlich im T-Shirt wandern Smiley

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Die Wege waren recht einfach zu gehen. Zumeist liefen wir über Schotterwege, teilweise durch Waldstücke, und viel an Seen und Bächen entlang. Auch schön war, dass auf unserer Route nicht viele Wanderer unterwegs waren.

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Nach etwa dreieinhalb Stunden Wanderung hatten wir dann den ersten schönen Blick auf den Gletscher. Da einigen noch die anstrengende Tour von gestern in den Beinen steckte kehrte Joanna mit acht aus der Gruppe zum Camp zurück.

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Sylvie, Katja, Mary, Christian und ich entschieden uns dafür noch eine Stunde weiter aufzusteigen, um noch einen besseren Blick auf den Gletscher zu haben.

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Hatten wir dann glücklicherweise auch Smiley Der höchste Punkt des “French Glaciers” liegt übrigens auf 3050m Höhe. Besonders spektakulär: Alle drei bis vier Minuten kommen Lawinen den Gletscher herunter, die von einem entsprechenden Geräusch begleitet werden, dass man recht weit hört.

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Der Abstieg ging dann wieder recht fix. Christian hat da ordentlich auf die Tube gedrückt, so dass wir sogar nicht einige aus der Gruppe einholten, die früher abgestiegen waren.

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Da William als Vorsichtsmaßnahme (wegen seinen Knieproblemen) heute nicht mit auf dem Berg war, wartete er schon unten auf dem Campingplatz auf uns. Unsere Zelte waren auch schon aufgebaut. Allerdings habe ich nicht ganz verstanden, warum unser Zelt irgendwo in der Pampa stand, und nicht bei den restlichen Zelten unserer Gruppe.

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Das Abendessen erinnerte mich irgendwie an alte Mensazeiten in der Uni Smiley Bis auf den matschigen Schokokuchen zum Nachtisch wars aber eigentlich ganz lecker.

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Nach dem Essen saßen wir alle noch ein wenig bei tollem Ausblick auf die Berge zusammen. Die Mädels hatten noch ein bisschen Wein mitgebracht, der noch geleert werden musste Smiley Da die Sonne noch bis nach 22 Uhr schien war es auch noch angenehm warm.

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Morgen haben wir noch eine recht kurze Tour von etwa 11 km vor uns. Christian versprach uns eine spektakuläre Aussicht auf den Grey-Gletscher. Ich glaube, danach habe ich aber auch erstmal genug Gletscher gesehen Zwinkerndes Smiley

Am späten Nachmittag sollten wir dann wieder zurück in Puerto Natales sein, von wo aus wir dann übermorgen Richtung Punta Arenas fahren werden.

Ich verkriech mich ins Zelt und bin dann mal weg Smiley

 

Sonntag, 28.12.: Leider begann der heutige Tag ein wenig verregnet. Schon in der Nacht hatte es ordentlich auf unser Zeltdach runtergehauen. Glücklicherweise legte sich er Regen pünktlich zum Start unserer heutigen Tour. William war auch wieder mit dabei. Unsere Wanderung ging ja heute auch “nur” über 11km und die bei recht einfach zu begehendem Terrain. Geschlafen hatten wir eigentlich recht gut, so dass wir nach dem Frühstück im “Mensa-Stil” gut gelaunt zur dritten und letzten Etappe unseres “Torres del Paine”-Ausfluges starteten.

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Unser Ziel war heute der Grey-Gletscher, und der direkt davor liegende Grey-Lake. Hier und da ging es hoch und runter, aber im Großen und Ganzen war die Strecke heute nicht wirklich schwierig, dafür aber landschaftlich sehenswert, mit vielen Tälern, Gletscherseen und immer wieder dem Ausblick auf schneebedeckte Berge und Gletscher.

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Nach gut zwei Stunden hatten wir bereits unser Tagesziel erreicht, mit tollem Blick auf den Gletscher. Inzwischen hatte es komplett aufgeklart. Dazu war es wieder fast windstill, was für diesen Aussichtspunkt absolut untypisch ist. Laut Joanna wäre dies einer der windigsten Punkte in Patagonien.

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Der Grey-Gletscher ist deutlich grösser (von der Flächen her) als der Perito Moreno, was man von unserem Aussichtspunkt auch gut sehen konnte. Dafür mündet er recht flach ins Wasser (maximal 40m), was auch den “Icebreak” (das Abbrechen und “ins Wasser stürzen” von Teilen des Gletschers) nicht ganz so spektakulär wirken lässt. Trotzdem ein wirklich toller Ausblick!

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Nach kurzer Pause am Aussichtspunkt ging es dann wieder zügig zurück ins Camp, da bereits um 12:30 Uhr unsere Fähre zurück fuhr. Auch wenn die Tour heute sowohl von der Zeit, als auch von der Strecke her nicht wirklich lange dauerte wars ein schöner Abschluss der drei Tage.

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Bis Puerto Natales waren es dann noch einmal fast zwei Stunden mit dem Bus. Einen kurzen Stopp legten wir bei dieser Gruppe Guanacos ein (niiiiiiiiiiiiiiedlich Zwinkerndes Smiley)

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Den Rest des Tages hatten wir zur freien Verfügung, da Joanna noch diverse Dinge für die kommenden Tage zu organisieren hatte. Will und ich entschieden uns für einem kurzen Spaziergang durch die Stadt und einem Käffchen im Bistrot neben dem Hotel.

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Um 19 Uhr trafen wir uns dann mit ein paar anderen aus der Gruppe um nach etwas Essbarem für den Abend zu suchen. Nach etwa einstündigem, recht orientierungslosem Suchen kehrten wir im Atama-Restaurant ein, einem kleinen Familienbetrieb mit (glaube ich) sechs Tischen. Neben einem superleckeren traditionellen Drei-Gänge-Menu (alles hausgemacht) bekamen wir auch noch die komplette Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Chilenen zu spüren. Es war einfach ein wirklich witziger Abend mit den Leute aus der Gruppe, aber auch den Inhabern und Mitarbeitern des Restaurants. Und das Essen war einfach sensationell!

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Gegen 22 Uhr traten wir dann den kurzen Spaziergang am Fjord entlang zurück zum Hotel an…

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Morgen fahren wir weiter nach Punta Arenas, wo wir eigentlich eine Pinguinkolonie besichtigen wollten. Leider sind diese wohl Richtung Ushuaia weitergezogen, so dass wir auf die Pingus noch ein wenig warten müssen. Mal schauen was die Stadt sonst noch zu bieten hat.

Ich geh auch mal schlafen. Bis morgen Smiley

Tag 6: Puerto Natales/Chile

Donnerstag, 25.12.: Die Geschichte unseres ersten Weihnachtsfeiertages ist eigentlich recht schnell erzählt, da wir den halben Tag im Bus verbrachten und auch den Rest des Tages nicht wirklich viel Spektakuläres passiert ist. Heute ging es für uns Richtung Chile, von wo aus wir morgen zu unserer dreitägigen Tour durch den Nationalpark “Torres del Paine” starten werden.

Nach unserer kleinen Weihnachtsfeier gestern war für die meisten die Nacht recht kurz. Trotzdem fanden sich alle pünktlich zu unserem reichhaltigen Frühstück im Hotel ein.

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Bei strahlendem Sonnenschein hiess es dann Abschied nehmen von El Calafate… überhaupt freuen wir uns jeden Tag über das anhaltend gute Wetter. Das ist hier wirklich nicht normal. Auch wenn gerade Sommer in Patagonien ist glänzt diese Region normalerweise nicht gerade mit Beständigkeit was das Wetter angeht.

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Taxis brachten uns zum örtlichen Busbahnhof, von wo aus wir mit dem öffentlichen Bus Richtung Puerto Natales aufbrachen. Die Fahrt sollte ungefähr sechs Stunden dauern…

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Nachdem ich sogar ein bisschen im Bus schlafen konnte mussten wir nach etwa vier Stunden Fahrt den Bus komplett ausräumen. Nein, wir waren leider noch längst nicht an unserem Ziel angekommen, sondern erst an der Grenze zu Chile. Dort ist man ziemlich strikt was die Einfuhr von Lebensmitteln aller Art angeht, weswegen unser Gepäck komplett gescannt wurde, bevor es etwa 45 Minuten später weitergehen konnte.

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Gegen 14 Uhr checkten wir dann in unserem wiederum sehr akzeptablen Hotel ein. Bei einer kleinen Citytour zeigte uns Joanna dann wo wir vor der Tour in den nächsten drei Tagen trotz des Feiertages in Chile noch Geld wechseln und Snacks besorgen konnten.

Die Kleinstadt Puerto Natales (etwa 20000 Einwohner) ist erst kurz vor Ende des 19.Jahrhunderts gegründet worden und liegt recht schön an einem Pazifik-Fjord in der “Bucht der letzten Hoffnung” (Ultima Esperanza). Ein bisschen fühlt man sich hier auch so, als wäre man am Ende der Welt (was man ja quasi auch ist).

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Nach einem leckeren Milchkaffee mit Sylvie (Atlanta, früher Belgien) und William…

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…lernten wir um 16 Uhr unseren Tourguide für den Nationalpark kennen. Christian ist sein Name, und macht einen wirklich netten Eindruck. Nach den Infos zu den kommenden drei Tagen bekam jeder noch sein Equipment (Drybag, Schlafsack usw.). Somit kanns morgen früh losgehen!

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Bis zum Abendessen hatten wir noch ein bisschen Zeit, weshalb ich mich zu einem gemütlichen Lauf am Fjord entlang entschied. Landschaftlich wirklich schön, aber eben auch sehr ruhig. Vielleicht lags ja am Weihnachtsfeiertag, aber ich glaube, so richtig viel ist hier nie los Trauriges Smiley Zumindest gibts einen recht grossen Hafen und einen Schiffsfriedhof, der mindestens genauso gross ist Zwinkerndes Smiley

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Im “Aldea-Restaurant” nahmen wir (nach der Meinung von allen) bisher unser bestes Abendessen ein. Mein Rindersteak war auch überragend zart und sensationell lecker!

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Gegen 21:30 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel, wo sich dann alle ans Packen ihres Gepäcks für morgen machten…

Wie bereits vorgestern geschrieben werden wir die nächsten Tage im Nationalpark campen. Natürlich gibt es da kein WLAN, und somit auch keine Blogeinträge. Das Netbook ist trotzdem dabei, so dass ihr am Sonntag Abend wieder frisches Material zum Anschauen und Lesen bekommt.

Ich wünsche Euch allen einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag und melde mich dann mal bis in drei Tagen ab…

Zum Grusse Zwinkerndes Smiley

Tag 5:Perito Moreno Gletscher

Mittwoch, 24.12.: Ich wünsche allen Lesern meines Blogs auf diesem Wege noch einmal ein frohes Weihnachtsfest! Smiley

Unser Heiligabend begann mit einem wirklich sehr reichhaltigem Frühstück hier im Hotel. Überhaupt ist zu sagen, dass die Hotels bisher absolut in Ordnung sind, und man sich immer wohlfühlt. Man merkt schon, dass die Orte hier hauptsächlich vom Tourismus leben. In El Calatafe ist das nicht anders. Fast alle, der etwa 20000 Einwohner, verdienen ihr Geld mit den Touristen… Die Stadt ist wirklich sehr angenehm. Es gibt viele kleine Restaurants, Geschäfte und Passagen, die zum Bummeln und Shoppen einladen.

Nach dem Frühstück sollte es dann für uns zum nächsten Highlight des Tages losgehen, dem Glacier Perito Moreno. Wie immer war Joanna gut organisiert und hatte schon wieder rechtzeitig unsere Lunchboxes gepackt und bereitgestellt Smiley

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Nach etwa zehn Minuten Fahrt stoppten kurz für ein paar Fotos am Lago Argentino, der viele Vögel (u.a. auch Flamingos) beheimatet.

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Neben Joanna hatten wir heute auch wieder einen lokalen Guide, der den Tag mit uns verbrachte. Er hatte sehr viel mit Joanna gemeinsam: war bestens gelaunt, hatte immer ein Spässchen drauf und laberte mindestens genauso viel… Die Fahrt zum Gletscher dauerte etwa 80 Minuten. Diese Zeit nutze Alec (so der Name des lokalen Guides) komplett aus um uns sein (zugegebenermassen umfangreiches) Wissen über Gletscher in Patagonien zu vermitteln. Ich habe versucht so viel wie möglich aufzunehmen, aber ab einem gewissen Punkt musste man glaub ich einfach abschalten… Smiley

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An einem Aussichtspunkt etwa 3km vom Gletscher entfernt hatten wir einen ersten Blick auf den wohl spektakulärsten Gletscher Patagoniens…

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Für umgerechnet etwa 15 Euro nutze jeder von uns die Gelegenheit um den Gletscher vom Boot aus zu sehen. Etwa eine Stunde waren wir dafür unterwegs.

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von links nach rechts: Ravi (San Francisco), Tasha (seine Frau), Julia (Chicago), Vijay (New Mexico), Silvie (früher Belgien, jetzt Atlanta), Jennifer (USA), Katja (früher Russland, jetzt USA), Mark (Mann von Jennifer), Volker (früher Kaiserslautern, jetzt Ludwigsburg Zwinkerndes Smiley), Mary (USA). Da William für das Foto gerade nicht auffindbar war gabs halt noch eins mit ihm allein (siehe unten).

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Nach der wirklich beeindruckenden Bootstour hatten wir dann noch die Möglichkeit zu Fuss auf den unten fotografierten “Wanderrouten” den Gletscher von allen Seiten zu betrachten.

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Der Perito Moreno-Gletscher ist zwar nicht der grösste Gletscher Patagoniens, dafür wohl aber der bekannteste. Er ist insgesamt 250km lang (!!!), hat eine Gesamtfläche von 195km² und misst am See eine Breite von 4km. Das Eis ist (ebenfalls am See) zwischen 50 und 70m hoch. Bis vor wenigen Jahren ist der Gletscher noch gewachsen. Aktuell ist seine Grösse relativ konstant. Immer wieder sieht und hört man das Eis brechen, was die ganze Szenerie noch spektakulärer macht.

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Ich hoffe, auf den Bildern ist einigermassen rausgekommen, was wir heute Unglaubliches gesehen haben. Sicherlich einer der tollsten Orte, an dem ich jemals war. Auch William (der schon so ziemlich die ganze Welt gesehen hat) ist aus dem Staunen kaum rausgekommen. Ich kann nur jedem empfehlen sich das Ding mal anzuschauen. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Den Heimweg nutzen die meisten von uns um ein bisschen zu schlafen… Mit Ausschlafen wird das diesen Urlaub wohl nichts mehr. Nach kurzem Stopp in der Stadt El Calafate für letzte Einkäufe vor Weihnachten hatten wir noch ein paar Stunden Zeit um uns auszuruhen für unser Weihnachtsdinner.

Um 21 Uhr trafen wir uns dann in der Hotellobby und kamen kurz später im Restaurant “don Pichon” an. Nach einem Begrüssungsgetränk nahmen wir an unserem Tisch mit schönem Stadtblick Platz Smiley

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Nach einem üppigen Vorspeisenbuffet, einer gemischten Grillplatte und dem leckeren Dessert waren alle ziemlich satt.

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In Argentinien wird Weihnachten etwa so gefeiert wie bei uns Silvester. Kurz vor 12 gingen die Lichter aus, jeder bekam einen Sekt in die Hand und um Punkt 12 wurde geprostet und gefeiert. Sogar ein kleines (eigentlich in El Calafate illegales) Feuerwerk wurde in der Stadt abgebrannt… wir hatten ja eine gute Sicht Smiley

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Gegen ein Uhr waren wir wieder zurück am Hotel…war auf jeden Fall mal eine etwas andere Weihnachtsfeier Zwinkerndes Smiley

Ich geh mal schlafen, denn morgen gehts (mal wieder) früh raus. Ein etwa sechsstündiger Transfer nach Puerto Natales liegt vor uns von wo aus wir übermorgen unsere Tour durch den Torres del Paine Nationalpark starten werden. Dabei verlassen wir vorübergehend Argentinien in Richtung Chile.

Gute Nacht und Feliz Navidad! Smiley

Tag 4: Glacier Trekking

Dienstag, 23.12.: Hallo mal wieder Smiley Auch einen Tag vor Weihnachten kannte Joanna kein Erbarmen und scheuchte uns früh aus den Betten, was heute ziemlich hart war, denn gestern dauerte es (aufgrund der megalangsamen Internetverbindung) wirklich ewig bis ich den Blog hochgeladen hatte. Ich hoffe, es geht heute schneller (so richtig glaube ich ja nicht dran). Pünktlich um sieben Uhr sassen William und ich beim Frühstück, dass wir heute mal im Hotel einnahmen. Mit ihm wird es wirklich nicht langweilig. er hat immer was zu erzählen. Heute Morgen hat er von seinen drei Töchtern berichtet, die alle in der Welt verstreut leben und alle drei jeweils mit einem Deutschen liiert sind… Andererseits interessiert er sich auch für mich und die anderen Teilnehmer, lacht viel und ist allgemein total unkompliziert. Gute Typ!

Nach dem Frühstück checkten wir schnell im Hotel aus und machten uns dann bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf den Weg zu unserem heutigen “Abenteuer”. Ice-Trekking auf dem “Viedma-Gletscher” stand auf dem Programm. Vorbildlich hatte Joanna am vorherigen Abend alle Bestellungen für die Lunch-Boxes aufgenommen und diese pünktlich zur Tour abgeholt! Smiley

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Bis zum Ufer des Lago Viedma (von wo aus wir mit dem Boot zum Gletscher übersetzten) waren es etwa 15 Minuten mit dem Bus…

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Bei diesem Wetter hatten wir unterwegs einen schönen Ausblick auf den heute fast wolkenlosen Fitz Roy.

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Am Ufer angekommen hatten wir noch ein wenig Zeit um das schöne Wetter und die angenehme Aussicht zu geniessen…

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…bevor kurz später das Boot zum etwa einstündigen Transfer Richtung Viedma-Gletscher ablegte. Glücklicherweise war es heute fast den ganzen Tag so wolkenlos und sonnig wie auf den Bildern. Je länger wir allerdings mit dem Schiff unterwegs waren, umso mehr frischte der Wind auf. Nach etwa der Hälfte der Fahrt mussten wir das “Sonnendeck” verlassen und in die Kabine gehen, da es richtig stürmte und man ansonsten patschmass geworden wäre (was einige auch wurden Smiley)

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Kurz vor dem Anlegen konnten wir bereits einen ersten Blick auf unser heutiges Tagesziel werfen.

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Da Joanna an der heutigen Tour leider nicht teilnahm, galt unser vollstes Vertrauen dem “Local-Guide” Federico (rechts unten). Und er machte seine Sache wirklich gut!

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Nach einem schnellen Briefing über den Ablauf der Tour hatten wir noch einen kurzen, aber sehr sehenswerten Fussmarsch über zahlreiche Felsen vor uns…

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…bevor wir dann den Gletscher erreichten. Ein wirklich spektakulärer Anblick!

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Um sich auf dem Gletscher gefahrenfrei bewegen zu können wurde jeder mit Steigeisen ausgestattet. Bei der Nutzung dieser gab es auch einiges zu beachten. Mehrere Erklärungen und Demonstrationen über diverse “Gang- und Steigtechniken” von Federico sollten dafür sorgen, dass jeder die Tour sicher und unverletzt übersteht.

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Dann konnte es also endlich losgehen zu unserer Tour über einen der grössten Gletscher Südamerikas… Ich hoffe, die einmalige Szenerie kommt auf den Bildern einigermassen raus. War wirklich der Wahnsinn…

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Insgesamt ist der Gletscher etwa 35km lang und umfasst eine Gesamtfläche von fast 600km². Er ist einer von insgesamt 48 Auslassgletschern der “Campo de Hielo Sur-Eiskappe”. Das gesamte Gletschergebiet ist nach der Antarktis und Grönland das drittgrösste der Welt!

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Natürlich konnten wir in der Kürze der Zeit nicht den kompletten Gletscher ansehen, doch wir steuerten einige tolle Aussichtspunkte an, so dass alle einen schönen Eindruck von der Grösse des Viedma-Gletschers bekommen konnten. Federico wusste wirklich alles über die Entstehung und die Geschichte des Gletschers. War sehr interessant zu hören. Zum Beispiel wusste ich auch nicht, dass es in der Campo de Hielo Sur-Eiskappe einige Gletscher gibt, die auch heute noch wachsen. Ich dachte immer, dass aufgrund der allgemeinen Klimaentwicklung alle Gletscher langsam aber sicher zurückgehen.

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Am Ende der Tour griffen dann alle sehr hungrig nach ihrer Lunchbox, die (wie immer) Panadas (Teigtaschen mit verschiedenen Fleisch- oder Gemüsefüllungen) enthielt (eine absolute argentinische Spezialität). Joanna würde sagen: “Very highly recommended to taste!” Smiley

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Auf der Rückfahrt gab es dann nochmal einen letzten Blick auf den Gletscher…

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…bevor wir dann mit unserem Katamaran wieder an unserem Ausgangspunkt anlegten.

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War wirklich ein absolutes Highlight. Toller Gletscher, schöne Tour!!! Absolut empfehlenswert. Aufgrund der Platzkapazität konnte ich leider auch nur einen Bruchteil der Bilder hochladen…

Zurück im Hotel stand schon unser Bus bereit, der uns noch heute Abend Richtung El Calafate bringen sollte. Joanna war auch wieder anwesend und erklärte uns noch kurz das Programm für die kommenden Tage.

Auf der dreistündigen Fahrt stoppten wir kurz bei einem sehr interessanten Schild, dass ich heute zum ersten mal sah. Die Bedeutung ist ja relativ eindeutig. Eigentlich müsste das Schild hier an jeder Ecke stehen, so wie das hier bläst!

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In El Calatafe angekommen checkten wir erstmal in unserem schönen, aber komplett überheizten Hotel ein, bevor wir für heute Abend komplett frei hatten.

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Die meisten blieben im Hotel und ruhten sich ein bisschen aus. Ich habe auch nur eine kurze Runde durch die Stadt gedreht und ein paar Snacks für die nächsten Tage besorgt. An Weihnachten hat auch hier in Argentinien nicht wirklich viel geöffnet…

Soooo, auch hier neigt sich der Tag langsam dem Ende entgegen. Morgen gehts zum Perito Moreno-Gletscher. Das was ich bisher über den Gletscher gehört und gesehen habe verspricht einiges. Ich bin gespannt. Morgen Abend sind wir nochmal in diesem Hotel hier, so dass ich im Idealfall nochmal was posten kann. Danach sind wir drei Tage im “Torres del Paine”-Park unterwegs inklusive Camping. Da wird also nicht viel mit WLAN gehen Trauriges Smiley

Da ihr den Eintrag von heute ja “erst” am 24.12. lest wünsche ich Euch allen schon jetzt ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest. Besondere Grüsse und die besten Wünsche natürlich an meine Familie. Smiley

Des Weiteren wünsche ich Dir, lieber Schwabbl, alles Gute zum Geburtstag, wo immer in Asien Du Dich auch gerade rumtreibst!

Gute Nacht und weihnachtliche Grüsse aus Patagonien!

Tag 3: Glacier National Park

Montag, 22.12.: Heute stand nun also unsere erst grosse Tour auf dem Programm. Es sollte zu Fuss in den Glacier Nationalpark gehen. Unser Tagesziel hiess dabei “Laguna de los tres”, ein kleiner See, der genau unterhalb des Fitz Roy liegt und von dem aus man einen tollen Blick auf den Berg haben sollte. Dabei warteten rund 22km Fussmarsch bei ständig wechselnden Wetterbedingungen auf uns…

Aber eins nach dem anderen. Der Tag startete um sieben Uhr mit einem sehr leckeren Frühstück im Restaurant gegenüber unseres Hotels. Ich war zwar noch ziemlich müde, hatte aber auch grosse Lust auf die Tour heute.

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Gegen acht Uhr machten wir uns dann auf den Weg Richtung Nationalpark. In absoluter Profimanier zeigte Joanna vorbildlich diverse Aufwärm- und Stretchingübungen und bereitete sich so auf die etwa 10-stündige Tour vor.

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Bereits heute Morgen bliess der Wind wirklich ordentlich. Entsprechend waren wir alle vorbereitet und hatten genug Klamotten dabei… einige sogar viel zu viel…

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Etwa halb neu Uhr machten wir uns dann auf den Weg… Landschaftlich sehr schön, und immer mit einem guten Blick auf die Gletscher der Umgebung, die auch von unten sehr beeindruckend wirkten.

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Das erste richtige Highlight, war dann ein Aussichtspunkt zum “Piedras Blancas”-Gletscher.

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Die Suche nach Tieren gestaltete sich als äusserst schwierig… einige Vögel und einen Fuchs konnten wir ausmachen, ansonsten war da nicht viel. “It depends on the season and the weather conditions!” meinte Joanna, die auch heute wieder bestens gelaunt und äusserst gesprächig war…

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…und für ein Selfie am Eingang des Nationalparks ist Sie natürlich sofort zu haben.

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Wir setzten unseren Weg (vorbei an zahlreichen tollen Gletschern) fort und näherten uns etwa nach 10 km dem schwierigsten Stück der Tour: Dem etwa einstündigen, und sehr steilen Anstieg zur Laguna de los tres (Der See wurde von drei Bergsteigern entdeckt, daher der Name).

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Vorher hatten wir allerdings noch die Möglichkeit unsere mitgebrachten Lunchpakete in einem windgeschützten Picknickbereich zu uns zu nehmen.

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Die unterschiedlichen Wetterbedingungen kommen auf den Bildern glaub ich gar nicht so raus… es ist aber wirklich so wie es uns beschrieben wurde. Es kann sich ganz schnell fast alles ändern. Bei fehlender Sonne und dabei kräftig einsetzendem Wind ist es von jetzt auf gleich gefühlte 20 Grad kälter… entsprechend verhält es sich mit der Anzugsordnung: Jacke an, dann wieder aus, Mütze auf und ab usw… Irgendwie hat es auch heute den ganzen Tag geregnet, aber irgendwie auch nicht. Ständig kamen hier und da ein paar Tropfen vom Himmel. Mal ein paar mehr, mal weniger…

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Die letzte Stunde des Aufstieges war dann wirklich sehr steil. Hier teilte sich dann auch die Gruppe auf…

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Früher oder später schafften es dann aber alle nach oben und konnten dann auch den wirklich spektakulären Ausblick auf die Laguna und den Fitz Roy bewundern. Der war zwar teilweise durch Wolken verdeckt, was das Erlebnis aber nur minimal getrübt hat.

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Natürlich ein perfekter Ort für ein paar “Jumping-Pictures!” Smiley

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Direkt nebenan befand sich ein weiterer, und nicht weniger spektakulärer Gletschersee, den wir danach noch besichtigten.

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Bei immer weiter zunehmendem Wind, dafür aber toller Landschaft stiegen wir ganz gemütlich wieder ab Richtung El Chalten…

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Bei der Durchquerung eines Tals dann die Schrecksekunde des bisherigen Urlaubs. Der Wind frischte fast schlagartig nochmal auf. Laut Schätzung des einheimischen Guides Federico wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 120km/h erreicht. Auf jeden Fall war der Wind stark genug, dass man nicht mehr stehen bzw. laufen konnte, da man ansonsten “umgeweht” worden wäre. So etwas hatte ich bisher auch noch nie erlebt! Nachdem Joanna und drei weitere Reiseteilnehmer mehrfach (im wahrsten Sinne des Wortes) vom Winde verweht wurden und sich nicht mehr auf den Füssen halten konnten, setzen bzw. knieten sich alle für etwa fünf Minuten hin. Dann hatte es sich leicht beruhigt und wir konnten weitergehen.

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Kurz vor sieben erreichten wir dann alle sehr erschöpft unser Hotel. Viel Zeit blieb nicht, denn Joanna hatte für 19:30 Uhr einen Tisch in einem sehr leckeren Restaurant reserviert. Nach einer schnellen Dusche aller kamen wir auch nur minimal zu spät. Mary, die vor ein paar Tagen 30 Jahre alt wurde, und Vijay, der heute Geburtstag hatte, bekamen nach dem Essen noch eine schöne Geburtstagstorte von Joanna geschenkt.

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Danach ging es für alle zügig ins Bett. War ein sehr langer, aber auch wirklich toller Tag. Morgen gehts zum Ice-Trekking… da bin ich mal richtig gespannt. Laut Joanna ein absolutes Muss hier in Patagonien…

Gute Nacht und mal wieder viele Grüsse in die Heimat! Smiley

Tag 2: Transfer to El Chalten

21.12.: Wie von unserem “Interims”-Guide Thomas gestern angekündigt begann der Tag heute sehr, sehr früh… nämlich bereits um 4:15 Uhr. War aber gar nicht so schlimm, denn Strassenlärm und laute Musik die ganze Nacht hindurch liessen mich sowieso nicht wirklich viel und lange schlafen. Nach einer schnelle Dusche stand um 4:45 Uhr unser sehr überschaubares Frühstücksbuffet bereit… war aber nicht so schlimm, da die meisten von uns nach dem üppigen Steak gestern Abend eh noch sehr satt waren.

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Kurz darauf wartete Thomas bereits in der Lobby, um mit uns zum Flughafen zu fahren. Laut Tripdossier und Angaben von Thomas durften wir maximal 15kg Gepäck mitnehmen, was natürlich niemand von uns hingekriegt hat. Beim Check Inn hats übrigens später auch niemanden interessiert! Smiley

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Am Flughafen hiess es dann Abschied nehmen von Thomas, denn in El Calafate sollte unsere eigentliche Reiseleiterin “Joanna” auf uns warten…

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Alle waren nach der kurzen Nacht ein wenig müde, aber trotzdem bestens gelaunt und motiviert. Grundsätzlich ist die Gruppe ziemlich heterogen, aber jeder für sich sehr interessant und (was ich bisher sagen kann) unkompliziert. Ich bin mal gespannt was ich noch alles rausfinde Smiley

Mit gehöriger Verspätung startete unser Flieger dann Richtung El Calafate. Der Ärger über die Verspätung wurde mir allerdings recht schnell genommen, als ich nämlich freudig zur Kenntnis nahm, dass die beiden Plätze in der Reihe neben mir frei blieben, und ich mich somit noch für über zwei Stunden in die Horizontale begeben konnte Smiley Da tat auch das sehr dürftige Menu (zwei Kekse und eine Minipackung Cracker) keinen Abbruch.

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Gegen Ende des Fluges konnte man am Horizont schon die ersten schneebedeckten Andengipfel ausmachen…

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Unsere neue Reiseleiterin “Joanna” (genannt “Joy”) stand samt Fahrer bereits pünktlich am Gate und begrüsste jeden freundlich. “Tell me if I talk too much or too fast!” meinte sich mit einem Lächeln auf den Lippen. Wenn man diesen Satz für bare Münze genommen hätte, dann wäre Sie wahrscheinlich aller 30 Sekunden von irgendjemandem von uns unterbrochen worden. Sie redet echt wie ein Wasserfall. War heute aber auch nicht so schlimm, denn Sie hat uns mit den wichtigsten Infos für die Tour allgemein und für die nächsten Tage versorgt.

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Bis zu unserem heutigen Zielort El Chalten (siehe Karte oben) waren es etwa noch gut drei Stunden mit dem Bus. Zwischendurch hielten wir mitten im Nirgendwo in einem kleinen Bistro/Shop/Restaurant/Kiosk/Hotel (was auch immer es war) um einen Mittagssnack einzunehmen. Für mich gab es ein Schinken-Käsesandwich und einen “Alfachor”, was nichts anderes als eine traditionelle argentinische Süssspeise ist… laut Joy “highly recommended to taste!” Bappsüss das Ding, dazu noch ziemlich trocken… naja, der Hunger hats reingetrieben. Überhaupt muss man sagen, dass die Argentinier hier allgemein sehr süss essen. Schon zum Frühstück gibt es fast nur Marmelade, Karamell, Nugatcreme, Kuchen usw. Wurst, Käse oder Eier sucht man vergeblich.

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Wir setzten unsere Fahrt fort und hatten dann etwa 20 Minuten vor El Chalten einen ersten tollen Ausblick auf das “Fitz Roy Massiv” und die Gletscher des Nationalparks. Wir hatten heute übrigens grosses Glück mit dem Wetter. Der Fitz Roy liegt auch gerne mal für Wochen in Wolken begraben. “So guys, you are really lucky today!” Allgemein ist das Thema Wetter ein sehr heikles in Patagonien. “Be prepared for all the four seasons! The weather can be completely change within one day!” sagte Joy warnend. Das markanteste Wettermerkmal Patagoniens ist allerdings der Wind, der (laut Joy) auch niemals aus Patagonien verschwinden wird. Teilweise bläst es richtig heftig. Meist ist es auch der Wind, und nicht Schnee oder Regen, der die Durchführung von Touren gefährdet…

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Kurze Zeit später erreichten wir dann den Eingang des Gletscher Nationalparks, und den kleinen Touristenort El Chalten, der direkt am Fuss des wohl bekanntesten Berges Patagoniens, dem Fitz Roy (knapp 3500m hoch) liegt.

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Nach einem kurzen Briefing über den Ablauf des nächsten Tages…

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…machten wir uns dann zu Fuss auf den Weg um noch ein paar Kleinigkeiten für die morgige Tour zu besorgen. El Chalten ist eine der jüngsten “Städte” Südamerikas. Die etwa 1000 Einwohner leben hier ausschliesslich vom Tourismus, denn El Chalten ist ein perfekter Startort für alle Touren in den Gletscher Nationalpark.

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O.k., auch wenn auf dem Bild leider drei Teilnehmer fehlen und man alle nicht genau erkennt versuche ichs mal: Von links nach rechts: July (USA), Mary (USA), Volker (Ludwigsburg), William (Südafrika), unten stehend: Joana (Guide), Mark (USA), darüber Vjay (USA), Jennifer (USA, Frau von Mark), Katja (USA, eigentlich aus Russland stammend), in der Luft: Ravi (USA), Marianna (Rumänien). Es fehlen: Mariannas Mann Dubro (oder so ähnlich), Sylvie (aus Belgien) und Roslyn (London). Roslyn lässt sich allgemein nicht so gerne fotografieren Trauriges Smiley Wirklich ne nette Gruppe… wie gesagt: Roslyn ist hier und da ein wenig merkwürdig, und die beiden Rumänen machen auch meistens ihr eigenes Ding… alle anderen (vor allem die Amis und William) sind echt gut drauf. Wir haben drei Lehrer und mindestens sechs Dipl.-Ing`s unter uns. William ist Anwalt, Vijay selbstständiger Physiker… wirklich sehr interessante Leute dabei…

Gegen sieben gab es Abendessen in einer kleinen Brauerei. Auch hier wurde traditionelles argentinisches Essen serviert… für mich gab es argentinische Pasta… auch sehr empfehlenswert… Auf dem Bild unten sieht man auch Dubro (ganz links mit der Glatze), Roslyn (zwei Plätze weiter mit dem roten Haarband) und Sylvie (zweite von rechts mit Kurzhaarschnitt und weissem Pulli).

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Morgen gehts also mit der ersten Tour im Glacier Park los. 22km und eine Tour von etwa 8 Stunden stehen auf dem Programm. Ich werde jetzt mal schnell meine Sachen packen und dann nicht so spät schlafen gehen.

Und jetzt hoffe ich mal, dass das sehr langsame Internet hier in der Pampa meinen Blog vernünftig uploaded Smiley

Gute Nacht zusammen!

Ps.: Hier ist es gerade kurz nach 10 abends und noch fast taghell Smiley Hochsommer auf der Südhalbkugel!

Anreise und Tag 1

Samstag, 20.12.: So nun ging es also endlich los Richtung Südamerika. Rechtzeitig am Donnerstag Abend hatte ich alles gepackt und war am Freitag nach dem Arbeiten also direkt bereit um die Reise anzutreten. Neben der inzwischen “gewohnten” Begleitung meines Vaters nahm dieses Mal auch meine Mutter mit Platz im “Transferbus” Richtung Flughafen Frankfurt, wo es nach dem (ebenfalls gewohnten) Starbucks…

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…dann pünktlich um 19:45 Uhr Richtung Sao Paulo und später Buenos Aires losgehen sollte.

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Der Flug mit der brasilianischen Airline “TAM” war recht angenehm. Bei ausbaufähigem Essen und leicht veralteter Filmauswahl (u.a. “Legenden der Leidenschaft”, “Zurück in die Zukunft” oder “Ben Hur”) landeten wir nach über 12 Stunden und einigen Turbulenzen sicher in Sao Paulo, wo ich etwa drei Stunden Aufenthalt hatte…

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Nach einem sehr unproblematischen Weiterflug (bei dem ich auch etwas schlafen konnte) landete ich etwa um 10 Uhr Ortszeit in Buenos Aires, wo ich auf eine “kleine” Warteschlange bei der Passkontrolle traf. Trauriges Smiley

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Nunja, ich durfte einreisen, das war mal das Wichtigste. Ein Taxi war auch schnell gefunden, dass mich recht zügig zum Hotel bringen sollte. Leider spielte das Wetter nicht so mit. Es regnete wie aus Kübeln… Zudem mussten wir gefühlt aller zwei Kilometer halten (und teilweise warten) um die Mautgebühren zu zahlen Trauriges Smiley

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Wie wohl 99,9% aller Südamerikaner war auch mein Taxifahrer der englischen Sprache nicht mächtig, so dass er mir leider auch keine Tipps für mein weiteres Tagesprogramm geben konnte. Immerhin setze er mich sicher an meinem (sehr zentral gelegenen) Hotel ab. Das war allerdings eine nette Überraschung. Gutes Hotel, schöne und grosse Zimmer. Mein Zimmernachbar war auch noch nicht da.

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Nach kurzem Auspacken entschied ich mich trotz des schlechten Wetters (mal wieder) zu Fuss die Stadt zu erschliessen. So ganz ist das nicht möglich, da Buenos Aires einfach zu weitläufig ist. Ich ging erstmal in die Fussgängerzone um ein paar Einkäufe zu tätigen (Getränke, Essen, sonstiger Kleinkram)… Die Innenstadt an sich ist kein grosses Highlight. Viele kleine Geschäfte und massig Fast Food-Restaurants. An jeder Ecke steht jemand und ruft “Cambio, cambio”. Doch bei solchen Leuten sollte man eher kein Geld wechseln. Auf Touristen warten da eher schlechte Kurse oder gar gefälschte Banknoten…

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Eine Pizza und einen Starbucks später…

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…widmete ich mich dann weiteren nahegelegenen Sehenswürdigkeiten.

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Im Stadtkern von Buenos Aires (deutsch: schöne Lüfte) wohnen heute etwa drei Millionen Menschen. Zählt man alle Aussenbezirke hinzu, kommt man auf eine Gesamteinwohnerzahl von fast 15 Millionen. Die meisten davon arbeiten im Stadtzentrum, was einen entsprechenden Berufsverkehr mit sich bringt. So wirklich viele “schöne Lüfte” gibts hier also nicht. Trauriges Smiley

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Nachdem das Wetter im Laufe des Nachmittages immer besser geworden war entschied ich mich nach meinem ersten “Stadtrundgang” zurück zum Hotel zu schlappen um bei mittlerweile schönem Sommerwetter zu einem kleinen Lauf zu starten. Bei meinem kurzen “Hotelzwischenstopp” begegnete ich dann auch meinem Zimmernachbarn. William aus Südafrika. Lustiger Kerl… etwa Mitte 50 und hat quasi schon die ganze Welt gesehen… Bin mir sicher, dass ich von ihm im Laufe der Reise noch ein paar tolle Reisetipps bekommen werde… ich bin gespannt… nach kurzem “Bekanntmachen” und seiner Frage: “You must be very tired!” nickte er gefühlte 30 Sekunden später selber ein und ich startete zu meinem kleinen Lauf um den Hafen herum…

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Das Wetter war inzwischen richtig gut. Hat sich wirklich gelohnt.

Um sieben traf sich dann die Gruppe erstmals zum Welcome-Meeting. Leider lernten wir heute noch nicht unseren Guide kennen. Das wird dann erst morgen Nachmittag in El Calafate passieren. Trotzdem wurde uns von Thomas (einem anderen G-Adventure-Mitarbeiter) alles Wissenswerte zur anstehenden Tour vermittelt. Insgesamt sind wir 14 Reisende. Bunt gemischt vom Alter her. Die meisten sind aus den USA, zwei Rumänen, eine Engländerin, ein Südafrikaner und ein Ludwigsburger Smiley

Nach dem Meeting führte uns Thomas noch in ein typisch argentinisches Steakhouse wo wir ein ebenso typische Steak zu uns nahmen… sehr lecker!

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Da ich bis jetzt leider noch fast gar keine Namen weiss, werde ich die Vorstellung der einzelnen Reiseteilnehmer bei einem der nächsten Gruppenbilder natürlich nachholen Smiley

Sooo, ich muss jetzt ganz dringend ins Bett, denn morgen gehts schon wieder um 4:45 Uhr zum Frühstück. Also, Grüsse aus Argentinien Smiley

Ps.: Ich bin aktuell vier Stunden zur MEZ zurück… wird sich aber bald wieder ändern!

Die Tour im Überblick

Sonntag, 07.12.: Hallo mal wieder an alle Leser meines kleinen Urlaubsblogs. Endlich ist es soweit: Der Volker geht mal wieder on Tour. Wie bereits 2012 und 2013 wird es mich nach Südamerika verschlagen, dieses mal an den südlichsten Zipfel des Kontinents. Los geht`s am 19.12. Richtung Buenos Aires in Argentinien, von wo aus ich auch meinen Rückflug starten werde (mit zweitägigem Zwischenstopp in Rio de Janeiro). Am 06.01. werde ich dann wieder in Frankfurt landen. Um Euch einen kleinen Eindruck von dem zu vermitteln, was da zweieinhalb Wochen lang (hoffentlich) auf mich zukommt habe ich dieses mal auch den Überblick mit ein paar Fotos “aufgepeppt”, die ich mir mal aus dem Netz gemopst habe. Ich hoffe, ich werde während der Tour mindestens genauso gute Bilder machen. Wie in den letzten Jahren auch schliess ich mich ab Buenos Aires wieder einer Reisegruppe an, mit der ich dann bis zur Rückkehr in die Hauptstadt Argentiniens unterwegs sein werde.

Hier die Stationen der Reise im Einzelnen:

Chile

Nach der Ankunft in Buenos Aires, wo ich dann auch meine Reisegruppe kennenlernen werde, geht es mit dem Flugzeug am nächsten Tag direkt weiter nach El Chalten und zum Gletscher Nationalpark, in dem wir eine Ganztageswanderung absolvieren werden. Die Tour führt uns auch am wohl bekanntesten und spektakulärsten Berg Patagoniens vorbei, dem Fitz Roy (Bild links).

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Unser nächster Stopp ist dann El Calatafe von wo aus wir zu einer Tagestour zum sehenswerten Perito-Moreno-Gletscher starten…

Perito Perito-Moreno

Der Nationalpark Torres del Paine ist bekannt für seine spektakulären Felsformationen und Landschaften. Eine dreitägige Trekkingtour wird mir hoffentlich dies bestätigen.

Torres1 Argentina, Santa Cruz, Los Glaciares National Park, Alpenglow illuminates Mount Fitz Roy (11,073ft/3,375m), Aguja Poincenot, and Aguja Saint Exupery above Laguna de los Tres

Weiter geht es dann Richtung Süden. In Punta Arenas werde ich dann (hoffentlich) die Möglichkeit haben eine der dort ansässigen Pinguinkolonien zu sehen…

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Der südlichste Punkt unserer Reise ist die Stadt Ushuaia, von der es dann mit dem Flugzeug wieder zurück nach Buenos Aires geht.

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In Buenos Aires habe ich eine weitere Übernachtung gebucht, so dass ich genug Zeit haben sollte, die wichtigsten Attraktionen der Stadt sehen zu können.

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Rio de Janeiro wird dann sicherlich ein würdiger Abschluss dieser tollen Tour. Für zwei Nächte habe ich in einem schönen Hotel an der Copacabana eingebucht. Auf die Stadt bin ich wirklich neugierig…

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Wie Ihr das von mir gewohnt seid habe ich natürlich mein Netbook immer mit dabei und werde so regelmässig wie möglich Tagesberichte hier online stellen. Bis auf die drei Tage im Torres del Paine (wo wir campen) sollte ich eigentlich recht zuverlässiges W-LAN in allen Orten vorfinden.

Ich freu mich auf die Tour. In zwei Wochen gehts los… Smiley