Tag 11: Die lange “Wasserwanderung”

Sonntag, 07.09.: Für den heutigen Tag stand die lange Wanderung im Tasermiut-Fjord an. Die schlechte Nachricht: Für den ganzen Tag war mal wieder Regen angesagt. “100% Rain forecastet” sagt Gabriel dann immer. Da es am Morgen wolkig, aber noch trocken war, traten alle 11 Reisende voll motiviert die Wanderung an.

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Die erste Herausforderung wartete bereits nach wenigen Metern: Überquerung des Flusses. Am Morgen war die Strömung noch relativ gering. Also Schuhe aus, und rein ins 2 Grad kalte Wasser.

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Unser Ziel war heute der Fuß des “Nalumasortoq”. Wir sind quasi den Tagen Tag auf ihn zugelaufen. Erst ging es noch relativ moderat berghoch, zum Ende hin stiegen wir dann nochmal ordentlich auf.

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In der Mitte des Weges wurde es dann leider immer nasser, auch wenn es zwischendurch ab und zu mal wieder aufhörte. Trotzdem ging ohne Regenausrüstung heute nichts!

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Der Nalumadortoq (1.970m) ist ebenso wie der Berg gestern bei Kletterern sehr beliebt. Bei dem Sauwetter heute kletterte natürlich keiner. Spektakulär anzusehen war er auf jeden Fall.

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Da es auf dem Rückweg dann durchgehend regnete, und auch die Flußüberquerung feuchter war als noch am Morgen, kamen wir quasi komplett durchnässt im Camp an. Unser “Gemeinschaftszelt” war daher gut frequentiert, denn es war im Grunde der einzige Platz, an dem man seine Sachen aufhängen und trocknen konnte…

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…es sei denn, der Regen lässt mal kurz nach. Dann stürmte alles nach draußen.

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Leider soll es auch morgen regnen. Das ist nicht schön, aber zumindest nächtigen wir wieder mit einem festen Dach über dem Kopf, so dass wir unsere nassen Sachen gut trocknen können. Ich hoffe mal die Fahrt mit dem Zodiac wird nicht allzu feucht.

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Bis morgen Smile

Tag 10: Der Tasermiut-Fjord

Samstag, 06.09.: Ganz schön frisch war es heute Morgen in unseren kleinen Häuschen, aber eigentlich habe ich ganz gut geschlafen. Bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt wurde das Frühstück draußen aufgebaut. Zumindest ist es recht unwahrscheinlich, dass hier irgendwas schlecht wird Winking smile

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Um 8:30 Uhr hieß es dann wieder dick einpacken, und rein ins Boot.

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Unser erstes Ziel war heute der ganz am Ende des gleichnamigen Fjordes liegende Tasermiut-Gletscher. Auch wenn er (laut Gabriel) in den letzten Jahren sehr geschrumpft ist, war er dennoch für uns sehr beeindruckend.

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Der Fjord ist im übrigen über 60km lang, und durch die steil ansteigenden Felsenwände wirklich sehr spektakulär.

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Am Mittag bezogen wir dann unser Camp auf einer kleinen Anhöhe. Wie findet Ihr die Lage? Ich finde, es gibt keinen besseren Platz um zu campen! Außer ein paar Kletterern ist weit und breit auch kein Mensch hier im Fjord.

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Am Nachmittag starteten wir dann zu einer schönen Wanderung Richtung “Ulamertorsuaq” (der Berg siehe rechts). Der Berg an sich ist zwar nur 1.858m hoch, erfreut sich aber vor allem bei Kletterern aufgrund seiner fast senkrecht aufsteigenden Wand großer Beliebtheit.

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Wir stiegen auf bis zum Fuß des Berges. Wirklich ein beeindruckend, das Ding. Und der Blick in alle Richtungen konnte sich auch “sehen lassen”.

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Am Abend zauberte Gabriel uns mal wieder ein leckeres, deftiges Dinner. Meatballs mit Reis wurden serviert. Ich schätze ich werde, trotz mindestens 25.000 Schritten jeden Tag, mit 1-2 kg Übergewicht zurück nach Deutschland kommen Smile with tongue out

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Für morgen ist eine sehr lange Wanderung geplant. Leider soll das schlechte Wetter zurückkommen… Puuuuuhhhh, das wäre wirklich schade, denn jeder von uns hat richtig Lust. Die Gegend hier ist wirklich richtig toll (Ich hoffe, das kommt auf den Bildern ein bisschen rüber).

Grüße, gute Nacht und bis morgen mal wieder Smile

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Tag 9: Mit dem Zodiac nach Kuusuaq

Freitag, 05.09.: Heute Nacht gabs leider wieder keine Nordlichter. Und dass, obwohl ein Großteil der Gruppe (inkl. mir) extra um Mitternacht zum See runter gelaufen ist, weil es da schön dunkel war… und leider auch blieb. Um ein Uhr trat ich dann mal den Heimweg an, da wirklich nichts von Nordlichtern zu sehen war Sad smile

Immerhin startete der heutige Morgen recht entspannt und sonnig. Der Wind hatte sich auch komplett beruhigt, so dass wir mittags mit dem Zodiac weiterfahren konnten. Den Morgen nutzen den meisten von uns um das gute Wetter in der Stadt zu genießen. Wir genehmigten uns einen schönen Kaffee in der Sonne. Übrigens: In dem kleinen gemütlichen Café, sowie in allen Supermärkten und den meisten Geschäften auf Grönland gibt es (was den Bestell- und Bezahlprozess angeht) kompletten Self-Service mit Terminals, und alles mit Kartenzahlung. Selbst hier ist die Digitalisierung weiter als in Deutschland.

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Nach dem Mittagspicknick ging es dann los mit den Zodiacs. Über 4 Stunden sollten wir heute auf dem Boot verbringen. Oberstes Gebot ist dabei jedes Mal: Alles Anziehen, was geht! Zwei Paar Handschuhe, dicke Socken und warme Mütze sind absolute Pflicht. Dazu stellte uns der Reiseanbieter noch dicke Parker-Jacken zur Verfügung, die leider nicht wirklich wasserfest sind, aber immerhin gut warm halten.

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Großen Respekt für die Fahrer, die bei jeden Wetter jeden Tag stundenlang unterwegs,  aber selbstverständlich auch immer optimal ausgerüstet sind.

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Um ein bisschen aufzuwärmen, und die Toiletten des Supermarktes zu nutzen stoppten wir zunächst im beschaulichen Örtchen “Alluitsup Paa”. Wer die absolute Ruhe sucht, wird sie hier definitiv finden. Genau 136 Einwohner zählt das Dorf.

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Immer wieder beeindruckend: Die vielen riesigen Eisberge, die auf dem offenen Meer und in den Fjorden treiben.

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Eine Art Großstadt (für grönländische Verhältnisse) ist “Nanortalik”. Fast 1.100 Menschen leben hier. Wir stoppten nur kurz um Essensvorräte für die kommenden Tag aufzufüllen.

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Nach etwa vier Stunden fuhren wir dann in den “Tasermiut-Fjord” ein. Eine tolle Felsformation reiht sich hier an die nächste.

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Relativ am Anfang des Fjordes befindet sich unsere heutige Unterkunft, die “Cabins” von Kuusuaq. Drei putzige, kleine Hütten, die grundsätzlich alles haben, was man für ein paar Nächte hier benötigt, und das in einer tollen Lage.

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Vor dem Abendessen brachen wir noch zu einer kleinen Wanderung durch die Umgebung auf.

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Bis zum Abend sahen wir keine Wolke am Himmel. Gerne kann es die kommenden Nächte auch so bleiben Smile

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Morgen fahren wir dann weiter in den Fjord hinein. Die nächsten beiden Nächte übernachten wir dann in echten Campingzelten… dafür soll die Natur auch unglaublich schön sein. Na das hoffe ich doch auch mal Smile

Gute Nacht und bis morgen dann Smile

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…Denkste Winking smile um 2:20 Uhr klopfte es an die Tür, denn es gab noch ein paar Nordlichter zu sehen Smile

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Tag 8: Wandertag in Qaqortoq

Donnerstag, 04.09.: Heute Morgen erreichte uns direkt nach dem Frühstück die Nachricht, dass wir leider nicht mit den Zodiacs fahren können, und somit eine weitere Nacht in Qarqotoq bleiben müssen. Und tatsächlich reichte ein Blick aus dem Fenster um zu sehen, dass es heute wohl nix werden wird mit der Fahrt zu unserem nächsten Camp. Ziemlich wellig kam der Fjord daher.

Also hieß es umdisponieren, was aber kein großes Problem war, denn natürlich gibt es auch in der Umgebung von Qaqortoq genug Wanderrouten. Nach dem Frühstück nahmen wir uns zunächst den “Hausberg” der Stadt vor, nämlich den 319m hohen “Saqqaarsuk”.

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Die Herausforderung beim Aufstieg war aber weniger der Weg selber, sondern der inzwischen wirklich sehr, sehr starke Wind, der einen teilweise sogar aus dem Gleichgewicht bringen konnte. Ansonsten ein sehr angenehmer Weg, den wir gingen.

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Obwohl der Berg nicht wirklich hoch ist, hatte man von oben einen tollen Blick in alle Richtungen.

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Grönland ist im übrigen das einzige Gebiet im dänischen Königreich, dass eine eigene Flagge besitzt (siehe Bild unten links). Die Farben rot und weiß symbolisieren dabei die Verbindung zu Dänemark. Die obere weiße Hälfte soll den Schnee und das Eis symbolisieren, dass Grönland ja zum größten Teil bedeckt. Die untere rote Hälfte steht für das Meer, dass für Grönland lebenswichtig ist (Fischfang, Jagd, Transport usw.). Die rote Halbkreis oben steht für die Sonne, die im Meer versinkt, der weiße Kreis unten für das Eis im Meer. Finde ich irgendwie eine coole Erklärung der Landesflagge.

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Unsere “Mittagspicknicke” sind auch jedes mal ein Highlight. Grundsätzlich steht einfach immer wahnsinnig viel Essen auf dem Tisch, so dass man auf jeden Fall satt wird. Brot, Wurst, Käse, Aufstriche usw. gibt es immer. Dazu gibt es etwas Warmes, wie Suppen, gekochte Eier o.ä. Alles ist schnell zubereitet, lecker und es ist immer für jeden etwas dabei.

Nun komme ich endlich mal zu den Namen (von vorne links nach vorne rechts): Gabriel (Guide, Argentinien), Jörg (Nürtingen), Merten (Berlin), Sina (Berlin), Aneshka (Australien), Caro (Düsseldorf), John (Australien), Laurent (Frankreich), Stephy (München), Franz (Stuttgart), Sindy (Mittenwalde), Volker (Ludwigsburg).

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Am Nachmittag liefen wir (bei immer noch sehr starkem Wind) in Richtung des nahe gelegenen Sees…

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…und dann weiter zur anderen Seite des Fjordes. Auch eine sehr schöne Strecke.

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Zum Abendessen wurden wir heute von Merten bekocht. Es gab Chili con Carne.

Für heute sind zu 100% Nordlichter vorhergesagt. Also wenn das heute nix gibt, dann weiß ich es auch nicht. Ich denke jeder von uns wird heute gegen Mitternacht zumindest mal aus dem Fenster schauen. Ich werde dann morgen berichten.

A propos morgen: da wir die nächsten drei Nächte campen werden, gehe ich nicht davon aus, dass ich irgendetwas hochladen kann… Ich bitte entsprechend um Verständnis Winking smile

Letzte Grüße aus Qaqortoq und bis in vier Tagen dann Smile

Tag 7: Qaqortoq

Mittwoch, 03.09.: Die letzte Nacht in unserem Gletschercamp verlief recht entspannt, da es (zumindest gefühlt) nicht ganz so kalt war, wie in der Nacht zuvor.

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Unser heutiger Zodiac-Transfer nach Qaqortoq stand aufgrund der Wetterbedingungen lange auf der Kippe. Doch glücklicherweise war der Wind nicht zu stark, so das auch die Passage über das offene Meer gut befahrbar war. Insgesamt waren wir etwa 70km unterwegs, und haben dafür “nur” 90 Minuten benötigt… ganz schön flott, diese Boote.

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In Qaqortoq angekommen bezogen wir erstmal unsere Bleibe für die kommende Nacht. Etwas in die Jahre gekommen ist die Ferienwohnung (erstes OG), aber gemütlich, funktionell und (vor allem) schön warm Smile Dazu ein schöner Blick vom Balkon.

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Nach dem Mittagessen starteten wir dann zu einem Orientierungsspaziergang durch die Stadt. Mit etwa 3.000 Einwohnern ist Qaqortoq die größte Stadt Südgrönlands, und für viele auch die schönste. Das liegt hauptsächlich an der tollen Lage, der kleinen Altstadt sowie an den vielen bunten Häusern, die nach und nach am Hang gebaut wurden. Besonders belebt ist das Städtchen, wenn (so wie heute) Kreuzfahrtschiffe in der Bucht Halt machen. Allerdings sind die vielen Menschenmassen (aus meiner Sicht) für diesen (eigentlich) entspannten Ort absolut unpassend.

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Die Nationalblume Grönlands trägt übrigens den Namen “Niviarsiak” und blüht sehr auffällig lila (Bild unten rechts).

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Von einem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt hatte man einen tollen Blick auf die oben bereits beschriebenen bunten Häuser.

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Fast alles spielt sich aber mehr oder weniger um den Hafen herum ab. Hier finden sich auch noch viele alte Kolonialgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Dazu einige Café`s, Restaurants, Museen aber auch der einzige Springbrunnen Grönlands. Für (Kreuzfahrt-) Touristen ist hier also einiges geboten.

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Zum Abendessen kehrten wir dann in einem thailändischen Restaurant ein.

So wie es jetzt aussieht müssen bzw. dürfen wir noch eine Nacht hier bleiben, da es wohl morgen zu windig ist um weiter in den Süden zu fahren. Naja, wir machen auf jeden Fall das beste draus.

Gute Nacht zunächst mal. Vielleicht gibt`s ja auch heute wieder eine “Nightsession”. Zumindest sind mal Nordlichter vorausgesagt worden.

Tag 6: Gletschertour

Dienstag, 02.09.: Erst einmal geht es mit einem Nachtrag von letzter Nacht los: Kurz nach Mitternacht klopfte es an unser Zelt: “Northern Lights are out!” Also raus aus den kuschligen Schlafsäcken und Zelten, und dann den Blick in den Himmel. Und so langsam baute sich da doch einiges auf. Es war noch nicht dieses klassische grüne oder violette Flackern, aber für den Anfang schonmal sehr schön anzusehen.

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Doch was sind Nordlichter eigentlich? Mein schlauer Reiseführer weiß es ganz genau: “Bei Sonneneruptionen werden lichtschnelle Röntgenstrahlen sowie elektrisch geladene Partikel wie Protonen und Elektronen ins All geschleudert, sie erreichen die Erde einige Tage später als Sonnenwind. Beim Aufprall auf das Magnetfeld der Erde staucht der Sonnenwind dieses zusammen, und bewegt sich entlang der magnetischen Feldlinien zu den Polen. Die Partikel dringen in die oberste Schicht der Erdatmosphäre ein, wo sie auf Sauerstoff- oder Stickstoffmoleküle treffen. Bei der Kollision mit Sauerstoff entsteht grünes, bei der mit Stickstoff rotes Licht.” Mmmmmmhhh, nun wisst Ihr Bescheid Winking smile Ich fands einfach toll anzusehen Smile

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Der heutige Tag startete dann nicht minder schön mit einem tollen Sonnenaufgang.

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Leider war die Wettervorhersage für den heutigen Tag auch nicht perfekt, denn ab dem frühen Nachmittag war schon wieder Regen angesagt. Deshalb nutzten wir den Morgen zu unserer Gletscherwanderung.

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Doch bevor wir mit dem Zodiac übersetzen konnten, musste noch dieser Eisblock aus dem Weg geräumt werden.

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Dann konnte es losgehen: Steigeisen, Helm und Gurt angelegt und ab auf den Gletscher.

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Leider trifft der Klimawandel auch die Gletscher auf Grönland sehr hart. Etwa 30-40m pro Jahr verschwindet das Eis ins Landesinnere. Gabriel, der seit fast 10 Jahren diesen Gletscher “besteigt”, konnte uns dies gut verdeutlichen.

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Glücklicherweise machte das Wetter einigermaßen gut mit. Erst am Ende der Wanderung fing es leicht an zu regnen.

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Fast noch spektakulärer war dann die Fahrt mit dem Zodiac an der Gletscherfront entlang.

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Immer wieder hörte und sah man Gletscherteile ins Wasser fallen.

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War ein wirklich toller und spannender Tag heute!

Morgen früh geht es dann weiter nach “Quarqortoq” (die grönländische Sprache arbeitet wirklich mit sehr vielen Q`s Winking smile), einem etwas größerem Ort. Auch wenn es den meisten von uns hier im Gletschercamp gefallen hat, freuen sich doch nun alle auf eine warme Unterkunft und eine heiße Dusche.

Letzte Grüße vom Gletscher und (mal wieder) gute Nacht Smile

Tag 5: Der Wettergott ist nicht auf unserer Seite :-(

Montag, 01.09.:  Bereits gestern beim abendlichen Briefing informierte uns Gabriel über die leider nicht so erfreuliche Wetterprognose für den heutigen Tag: Dauerregen bis 18 Uhr! Doof, da heute ja eigentlich unsere Gletscherwanderung auf dem Programm stand. Nun wurde diese eben auf morgen verschoben.

Viel war mit dem Tag also nicht anzufangen. Entweder man verbachte Zeit im Gemeinschaftszelt oder eben im Schlafsack…

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Gegen 16 Uhr klarte es dann ein wenig auf, so dass Sindy und ich noch zu einer kleinen, aber sehr schönen Wanderung aufbrachen.

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Für kurze Zeit kam an unserem Ziel (einem See) sogar mal die Sonne raus… immerhin.

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Zum Abendessen kochte unser Guide Gabriel (ganz hinten an der Kopfseite des Tisches) ein Risotto mit Pilzen und Käse. Allgemein ist das Essen (zumindest bisher) wirklich gut. Keine Sterneküche, aber man wird satt, und das ist das Wichtigste.

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Aktuell sind wir voller Hoffnung, dass sich das Wetter bald bessern wird. Die Temperaturen (3-10 Grad) in Verbindung mit dem Regen sind wirklich nicht besonders angenehm. Auch die nassen Klamotten trocknen so nur schwerlich. Trotzdem ist die Stimmung in der Gruppe gut. Wir sind ja hier grundsätzlich an einem tollen Platz.

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Nun werde ich mal ins Bett gehen und darauf hoffen, dass ich morgen früh bei Öffnen unserer Zelttür die Sonne lacht. Doch leider ist auch für morgen die Prognose nicht besonders Sad smile

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Gute Nacht und bis morgen dann Smile

Tag 4: Erste schöne Grönland-Eindrücke

Sonntag, 31.08.: Leider gab es heute Nacht (trotz sternenklarem Himmel) noch keine Polarlichter zu sehen. Schade, denn von den Wetterbedingungen hatte es ansonsten eigentlich super gepasst. Ein bisschen wurden wir immerhin mit einem schönen Sonnenaufgang entschädigt.

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Nach dem Frühstück verließen wir unser Hostel in Narsarsuaq und fuhren mit dem Zodiac zum Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung. Das Zodiac (oder auch einfach Schlauchboot genannt) ist neben dem Flugzeug und dem Hubschrauber das einzige brauchbare Fortbewegungsmittel auf Grönland. Aufgrund der vielen kleinen Inseln und langen Fjorde sind Autos höchstens in größeren Städten (und von denen gibt es nicht viele) sinnvoll. Im Winter kommen auch gerne Hundeschlitten zum Einsatz.

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Unsere landschaftlich sehr schöne Wanderung führte uns in das malerisch gelegene Örtchen “Igaliku”.

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Die 56 Einwohner Igaliku`s leben hier gefühlt am ruhigsten und entspanntesten Ort der Welt. Die Versorgung des Dorfes findet über den angrenzenden Fjord statt, also zu Wasser. Für die drei Kinder der “Stadt” gibt es eine eigene Lehrerin. Einkäufe werden selbstverständlich im “am Hafen” liegenden Supermarkt getätigt. Sogar ein kleines, hübsches Hotel und eine Kirche gibt es. Wer also die ruhigste Ruhe sucht, ist hier auf jeden Fall richtig.

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Allgemein ist Grönland nicht für seine große Anzahl an Einwohnern bekannt. Gerade einmal 56.000 Menschen leben auf der größten Insel der Welt (knapp 2.300.000 Quadratkilometer groß). Diese verteilen sich vor allem auf die südlichen und westlichen Teile der Insel. Auch die Hauptstadt “Nuuk” im Westen ist mit 6.000 Einwohnern wohl gerade mal als Kleinstadt zu bezeichnen Da etwa 85% der grönländischen Fläche dauerhaft mit Schnee und Eis bedeckt ist, ist auch klar, dass es sicherlich (rein wettertechnisch) attraktivere Länder gibt. Rein politisch wird Grönland Dänemark zugeordnet, doch die Grönländer fühlen sich selbst längst als unabhängig, und wollen oft nicht mit den Dänen “in einen Topf geworfen” werden. 89% der Inselbewohner sind auch in Grönland geboren, die meisten Inuit. Daher ist neben dänisch auch Kalaallisut eine offizielle Amtssprache.

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Nach der Rückkehr zum Ausgangsort der Wanderung hieß es dann: Dick anziehen, denn wir hatten eine fast zweistündige Fahrt mit dem Zodiac vor uns. Und da die Dinger auch alles andere als langsam fahren, wird es für die Mitreisen mitunter ganz schön frisch… vor allem wenn die Fahrt so lange dauert.

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Leicht angefroren erreichten wir am Abend dann das toll gelegene “Qualeralliq”-Camp, dass allerdings vom Komfort her doch leichte Abzüge von uns bekam.

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Unglaublich viele Schneehasen liefen hier rum. Und die sind gar nicht mal scheu…

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Zum Abendessen wurden Nudeln serviert. So langsam kenne ich auch alle Namen. Beim nächsten Gruppenbild versuche ich mich mal… zumindest sind mal sehr viele Deutsche dabei.

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Für morgen ist leider sehr viel Regen angesagt, weshalb unser geplante Gletscherwanderung wahrscheinlich um einen Tag nach hinten geschoben werden muss. Naja, mal schauen was morgen geht.

Hier im Camp habe ich leider WLAN, noch ein Telefonnetz, weshalb ich wahrscheinlich erst in drei Tagen wieder etwas hochladen kann. Tut mir leid Sad smile

Tag 3: Weiterreise nach Grönland

Sonntag, 31.08.: Heute Morgen war es in Reykjavik etwas wechselhaft, so dass wir bei unserem Lauf am Wasser leider ein bisschen abgeduscht wurden, zumindest kurzzeitig.

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Nach dem Ausschecken ging es dann recht fix zum Flughafen, wo wir dann Stephy trafen, die ja mit uns die Grönlandreise antreten wird.

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Das Grönland (glücklicherweise) noch kein Massentourismusziel ist, sahen wir an der “Größe” des Flugzeuges, das uns am Nachmittag nach Narsarsuaq brachte. Dabei waren die 76 möglich Plätze nicht ansatzweise komplett belegt.

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Etwa drei Stunden später hatten wir bei klarem Wetter (aber leider dreckigen Flugzeugscheiben) die ersten tollen Aussichten auf die größte Insel der Welt.

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Nach der Landung ging dann alles recht flott. Unser Reiseleiter Gabriel holte uns direkt am Flughafen ab. Weiter ging es mit dem Bus zum Hafen, dann mit dem Schlauchboot auf die andere Seite des Fjordes…

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…wo unser sich unser Hostel für die heutige Nacht befindet… wirklich malerisch am Fjord gelegen. Das Komfortlevel ist allerdings ziemlich niedrig, aber o.k. das war uns schon vorher klar.

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Nach dem Abendessen mussten wir dann noch schnell für die nächsten Tage packen… alles ein bisschen hektisch heute, deshalb fasse ich mich auch mit dem Blog ein bisschen kürzer… Morgen dann mehr zu unserer Reise, den Mitreisenden, und natürlich zu Grönland allgemein. Landschaftlich wird das sicherlich ein absolutes Highlight.

Gute Nacht und erste Grüße aus Grönland Smile

Tag 2: Der Vulkan “Fagradalsfjall”

Freitag, 29.08.: Für den heutigen Tag hatten wir eine Vulkanwanderung (teilweise) auf der Lava des Vulkans “Fagradalsfjall” gebucht. Dass es in Island viele (sehr) aktive Vulkane gibt, erfuhren viele Europäer spätestens 2010, als der Rauch des “Eyjafjallajökull” den Flugverkehr fast aller europäischer Flughäfen für viele Tage fast gänzlich lahmlegte. Über 100.000 Flugverbindungen mussten damals gestrichen werden. Diese häufigen vulkanischen Aktivitäten erklären sich durch den Verlauf der beiden tektonischen Platten (siehe Bild unten), deren “Grenze” mitten durch Island hindurch führt. Da sich die Platten voneinander entfernen sind zumindest die selten vorkommenden Erdbeben nicht so stark wie in anderen Regionen der Erde. Mehr als 6,5 auf der Richterskala werden so gut wie nie erreicht.

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Da der Fagradalsfjall etwa 25km südlich von Reykjavik liegt, hatten wir noch eine Anfahrt von etwa 45 Minuten mit dem Bus hinter uns zu bringen. Bereits viele Kilometer vor dem Vulkangebiet passierten wir zahlreiche Lavafelder.

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Zunächst stoppten wir kurz in der kleinen Stadt “Grindavik”. Einst lebten hier bis zu 3.000 Menschen. Vor dem letzten großen Ausbruch des Fagradalsfjall im Jahr 2021 musste die Stadt allerdings komplett evakuiert werden. Einige große, im Stadtkern aufgestellte Bilder erinnern noch an die zerstörerische Wirkung dieser Naturkatastrophe.

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Heute gleicht Grindavik einer Geisterstadt. Fast niemand ist nach dem Ausbruch zurückgekehrt. Aufgrund einiger Magmaströme direkt unter der Stadt ist die Angst vor einem neuen Ausbruch einfach zu groß. Auch heute noch kann man die schwarze Lavazunge, die große Teile Grindaviks zerstörte, besichtigen.

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Ein paar Kilometer weiter starteten wir dann unsere Wanderung. Unser einheimischer Guide “Gudni” war sehr kompetent, mitteilungsfreudig und hatte stets einen lustigen Spruch auf Lager.

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Bereits nach einem kurzen Aufstieg konnte man das riesige Lavafeld sehen. Zwischen dem 19.03. und dem 18.09.2021 (also 5 Monate lang!!!) spuckte der Fagradalsfjall Unmengen an Lava. Weitere Ausbrüche wurden im August 2022 sowie im Juli 2023 verbucht. Der Vulkan ist also wirklich noch sehr aktiv.

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Ein bisschen später konnte man dann das Lavafeld betreten.

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Aus vielen Stellen des Feldes entwich Rauch. Teilweise waren die Spalten im Boden über 400 Grad heiß, so dass Papier nach wenigen Sekunden anfing zu brennen. Unser Guide Gudni hatte ein kleines Picknick mitgebracht und erhitze die Würstchen für unsere Hotdogs mit der Hitze der Lavaspalten.

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Der Krater des 365m hohen Vulkanes war etwa 70m tief. Auch hier waren einige Stellen aufgrund zu hoher Temperaturen nicht begehbar.

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Es war wirklich eine sehr interessante und spannende Wanderung. Gudni zeigte uns zwischendurch noch einige Videos vom Ausbruch damals, den er live mitverfolgte. Ein wahnsinniges Naturschauspiel!

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Auf dem Rückweg nach Reykjavik stoppten wir noch kurz an ein paar heißen Quellen. Diese haben in Island in der Regel eine Temperatur von über 60 Grad und riechen sehr unangenehm nach Schwefel…

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Zurück in der Hauptstadt Islands nahmen wir in der Stadt noch schnell unser Abendessen ein. Zwei Burger mit Pommes, ein paar Hähnchenteile, dazu zwei Softdrinks = 59€! Und damit ist man sogar noch recht preisgünstig unterwegs. Dafür verdienen die Isländer aber auch durchschnittlich deutlich mehr als wir Deutschen, so dass sie sich die regelmäßigen Restaurantbesuche auch gut leisten können.

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Gegen 20 Uhr waren wir dann wieder zurück im Hotel. Am Nachmittag hatte es ein wenig angefangen zu regnen, aber wir sind ja zum Glück ganz gut ausgestattet, so dass uns das nichts ausmachte.

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Morgen Nachmittag geht es dann weiter Richtung Grönland. Dann ist auch erst einmal das “luxuriöse” Hotelleben für uns vorbei Winking smile

Gute Nacht und bis morgen dann Smile