Tag 3: Glacier National Park

Montag, 22.12.: Heute stand nun also unsere erst grosse Tour auf dem Programm. Es sollte zu Fuss in den Glacier Nationalpark gehen. Unser Tagesziel hiess dabei “Laguna de los tres”, ein kleiner See, der genau unterhalb des Fitz Roy liegt und von dem aus man einen tollen Blick auf den Berg haben sollte. Dabei warteten rund 22km Fussmarsch bei ständig wechselnden Wetterbedingungen auf uns…

Aber eins nach dem anderen. Der Tag startete um sieben Uhr mit einem sehr leckeren Frühstück im Restaurant gegenüber unseres Hotels. Ich war zwar noch ziemlich müde, hatte aber auch grosse Lust auf die Tour heute.

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Gegen acht Uhr machten wir uns dann auf den Weg Richtung Nationalpark. In absoluter Profimanier zeigte Joanna vorbildlich diverse Aufwärm- und Stretchingübungen und bereitete sich so auf die etwa 10-stündige Tour vor.

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Bereits heute Morgen bliess der Wind wirklich ordentlich. Entsprechend waren wir alle vorbereitet und hatten genug Klamotten dabei… einige sogar viel zu viel…

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Etwa halb neu Uhr machten wir uns dann auf den Weg… Landschaftlich sehr schön, und immer mit einem guten Blick auf die Gletscher der Umgebung, die auch von unten sehr beeindruckend wirkten.

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Das erste richtige Highlight, war dann ein Aussichtspunkt zum “Piedras Blancas”-Gletscher.

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Die Suche nach Tieren gestaltete sich als äusserst schwierig… einige Vögel und einen Fuchs konnten wir ausmachen, ansonsten war da nicht viel. “It depends on the season and the weather conditions!” meinte Joanna, die auch heute wieder bestens gelaunt und äusserst gesprächig war…

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…und für ein Selfie am Eingang des Nationalparks ist Sie natürlich sofort zu haben.

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Wir setzten unseren Weg (vorbei an zahlreichen tollen Gletschern) fort und näherten uns etwa nach 10 km dem schwierigsten Stück der Tour: Dem etwa einstündigen, und sehr steilen Anstieg zur Laguna de los tres (Der See wurde von drei Bergsteigern entdeckt, daher der Name).

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Vorher hatten wir allerdings noch die Möglichkeit unsere mitgebrachten Lunchpakete in einem windgeschützten Picknickbereich zu uns zu nehmen.

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Die unterschiedlichen Wetterbedingungen kommen auf den Bildern glaub ich gar nicht so raus… es ist aber wirklich so wie es uns beschrieben wurde. Es kann sich ganz schnell fast alles ändern. Bei fehlender Sonne und dabei kräftig einsetzendem Wind ist es von jetzt auf gleich gefühlte 20 Grad kälter… entsprechend verhält es sich mit der Anzugsordnung: Jacke an, dann wieder aus, Mütze auf und ab usw… Irgendwie hat es auch heute den ganzen Tag geregnet, aber irgendwie auch nicht. Ständig kamen hier und da ein paar Tropfen vom Himmel. Mal ein paar mehr, mal weniger…

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Die letzte Stunde des Aufstieges war dann wirklich sehr steil. Hier teilte sich dann auch die Gruppe auf…

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Früher oder später schafften es dann aber alle nach oben und konnten dann auch den wirklich spektakulären Ausblick auf die Laguna und den Fitz Roy bewundern. Der war zwar teilweise durch Wolken verdeckt, was das Erlebnis aber nur minimal getrübt hat.

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Natürlich ein perfekter Ort für ein paar “Jumping-Pictures!” Smiley

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Direkt nebenan befand sich ein weiterer, und nicht weniger spektakulärer Gletschersee, den wir danach noch besichtigten.

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Bei immer weiter zunehmendem Wind, dafür aber toller Landschaft stiegen wir ganz gemütlich wieder ab Richtung El Chalten…

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Bei der Durchquerung eines Tals dann die Schrecksekunde des bisherigen Urlaubs. Der Wind frischte fast schlagartig nochmal auf. Laut Schätzung des einheimischen Guides Federico wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 120km/h erreicht. Auf jeden Fall war der Wind stark genug, dass man nicht mehr stehen bzw. laufen konnte, da man ansonsten “umgeweht” worden wäre. So etwas hatte ich bisher auch noch nie erlebt! Nachdem Joanna und drei weitere Reiseteilnehmer mehrfach (im wahrsten Sinne des Wortes) vom Winde verweht wurden und sich nicht mehr auf den Füssen halten konnten, setzen bzw. knieten sich alle für etwa fünf Minuten hin. Dann hatte es sich leicht beruhigt und wir konnten weitergehen.

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Kurz vor sieben erreichten wir dann alle sehr erschöpft unser Hotel. Viel Zeit blieb nicht, denn Joanna hatte für 19:30 Uhr einen Tisch in einem sehr leckeren Restaurant reserviert. Nach einer schnellen Dusche aller kamen wir auch nur minimal zu spät. Mary, die vor ein paar Tagen 30 Jahre alt wurde, und Vijay, der heute Geburtstag hatte, bekamen nach dem Essen noch eine schöne Geburtstagstorte von Joanna geschenkt.

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Danach ging es für alle zügig ins Bett. War ein sehr langer, aber auch wirklich toller Tag. Morgen gehts zum Ice-Trekking… da bin ich mal richtig gespannt. Laut Joanna ein absolutes Muss hier in Patagonien…

Gute Nacht und mal wieder viele Grüsse in die Heimat! Smiley

Tag 2: Transfer to El Chalten

21.12.: Wie von unserem “Interims”-Guide Thomas gestern angekündigt begann der Tag heute sehr, sehr früh… nämlich bereits um 4:15 Uhr. War aber gar nicht so schlimm, denn Strassenlärm und laute Musik die ganze Nacht hindurch liessen mich sowieso nicht wirklich viel und lange schlafen. Nach einer schnelle Dusche stand um 4:45 Uhr unser sehr überschaubares Frühstücksbuffet bereit… war aber nicht so schlimm, da die meisten von uns nach dem üppigen Steak gestern Abend eh noch sehr satt waren.

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Kurz darauf wartete Thomas bereits in der Lobby, um mit uns zum Flughafen zu fahren. Laut Tripdossier und Angaben von Thomas durften wir maximal 15kg Gepäck mitnehmen, was natürlich niemand von uns hingekriegt hat. Beim Check Inn hats übrigens später auch niemanden interessiert! Smiley

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Am Flughafen hiess es dann Abschied nehmen von Thomas, denn in El Calafate sollte unsere eigentliche Reiseleiterin “Joanna” auf uns warten…

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Alle waren nach der kurzen Nacht ein wenig müde, aber trotzdem bestens gelaunt und motiviert. Grundsätzlich ist die Gruppe ziemlich heterogen, aber jeder für sich sehr interessant und (was ich bisher sagen kann) unkompliziert. Ich bin mal gespannt was ich noch alles rausfinde Smiley

Mit gehöriger Verspätung startete unser Flieger dann Richtung El Calafate. Der Ärger über die Verspätung wurde mir allerdings recht schnell genommen, als ich nämlich freudig zur Kenntnis nahm, dass die beiden Plätze in der Reihe neben mir frei blieben, und ich mich somit noch für über zwei Stunden in die Horizontale begeben konnte Smiley Da tat auch das sehr dürftige Menu (zwei Kekse und eine Minipackung Cracker) keinen Abbruch.

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Gegen Ende des Fluges konnte man am Horizont schon die ersten schneebedeckten Andengipfel ausmachen…

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Unsere neue Reiseleiterin “Joanna” (genannt “Joy”) stand samt Fahrer bereits pünktlich am Gate und begrüsste jeden freundlich. “Tell me if I talk too much or too fast!” meinte sich mit einem Lächeln auf den Lippen. Wenn man diesen Satz für bare Münze genommen hätte, dann wäre Sie wahrscheinlich aller 30 Sekunden von irgendjemandem von uns unterbrochen worden. Sie redet echt wie ein Wasserfall. War heute aber auch nicht so schlimm, denn Sie hat uns mit den wichtigsten Infos für die Tour allgemein und für die nächsten Tage versorgt.

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Bis zu unserem heutigen Zielort El Chalten (siehe Karte oben) waren es etwa noch gut drei Stunden mit dem Bus. Zwischendurch hielten wir mitten im Nirgendwo in einem kleinen Bistro/Shop/Restaurant/Kiosk/Hotel (was auch immer es war) um einen Mittagssnack einzunehmen. Für mich gab es ein Schinken-Käsesandwich und einen “Alfachor”, was nichts anderes als eine traditionelle argentinische Süssspeise ist… laut Joy “highly recommended to taste!” Bappsüss das Ding, dazu noch ziemlich trocken… naja, der Hunger hats reingetrieben. Überhaupt muss man sagen, dass die Argentinier hier allgemein sehr süss essen. Schon zum Frühstück gibt es fast nur Marmelade, Karamell, Nugatcreme, Kuchen usw. Wurst, Käse oder Eier sucht man vergeblich.

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Wir setzten unsere Fahrt fort und hatten dann etwa 20 Minuten vor El Chalten einen ersten tollen Ausblick auf das “Fitz Roy Massiv” und die Gletscher des Nationalparks. Wir hatten heute übrigens grosses Glück mit dem Wetter. Der Fitz Roy liegt auch gerne mal für Wochen in Wolken begraben. “So guys, you are really lucky today!” Allgemein ist das Thema Wetter ein sehr heikles in Patagonien. “Be prepared for all the four seasons! The weather can be completely change within one day!” sagte Joy warnend. Das markanteste Wettermerkmal Patagoniens ist allerdings der Wind, der (laut Joy) auch niemals aus Patagonien verschwinden wird. Teilweise bläst es richtig heftig. Meist ist es auch der Wind, und nicht Schnee oder Regen, der die Durchführung von Touren gefährdet…

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Kurze Zeit später erreichten wir dann den Eingang des Gletscher Nationalparks, und den kleinen Touristenort El Chalten, der direkt am Fuss des wohl bekanntesten Berges Patagoniens, dem Fitz Roy (knapp 3500m hoch) liegt.

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Nach einem kurzen Briefing über den Ablauf des nächsten Tages…

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…machten wir uns dann zu Fuss auf den Weg um noch ein paar Kleinigkeiten für die morgige Tour zu besorgen. El Chalten ist eine der jüngsten “Städte” Südamerikas. Die etwa 1000 Einwohner leben hier ausschliesslich vom Tourismus, denn El Chalten ist ein perfekter Startort für alle Touren in den Gletscher Nationalpark.

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O.k., auch wenn auf dem Bild leider drei Teilnehmer fehlen und man alle nicht genau erkennt versuche ichs mal: Von links nach rechts: July (USA), Mary (USA), Volker (Ludwigsburg), William (Südafrika), unten stehend: Joana (Guide), Mark (USA), darüber Vjay (USA), Jennifer (USA, Frau von Mark), Katja (USA, eigentlich aus Russland stammend), in der Luft: Ravi (USA), Marianna (Rumänien). Es fehlen: Mariannas Mann Dubro (oder so ähnlich), Sylvie (aus Belgien) und Roslyn (London). Roslyn lässt sich allgemein nicht so gerne fotografieren Trauriges Smiley Wirklich ne nette Gruppe… wie gesagt: Roslyn ist hier und da ein wenig merkwürdig, und die beiden Rumänen machen auch meistens ihr eigenes Ding… alle anderen (vor allem die Amis und William) sind echt gut drauf. Wir haben drei Lehrer und mindestens sechs Dipl.-Ing`s unter uns. William ist Anwalt, Vijay selbstständiger Physiker… wirklich sehr interessante Leute dabei…

Gegen sieben gab es Abendessen in einer kleinen Brauerei. Auch hier wurde traditionelles argentinisches Essen serviert… für mich gab es argentinische Pasta… auch sehr empfehlenswert… Auf dem Bild unten sieht man auch Dubro (ganz links mit der Glatze), Roslyn (zwei Plätze weiter mit dem roten Haarband) und Sylvie (zweite von rechts mit Kurzhaarschnitt und weissem Pulli).

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Morgen gehts also mit der ersten Tour im Glacier Park los. 22km und eine Tour von etwa 8 Stunden stehen auf dem Programm. Ich werde jetzt mal schnell meine Sachen packen und dann nicht so spät schlafen gehen.

Und jetzt hoffe ich mal, dass das sehr langsame Internet hier in der Pampa meinen Blog vernünftig uploaded Smiley

Gute Nacht zusammen!

Ps.: Hier ist es gerade kurz nach 10 abends und noch fast taghell Smiley Hochsommer auf der Südhalbkugel!

Anreise und Tag 1

Samstag, 20.12.: So nun ging es also endlich los Richtung Südamerika. Rechtzeitig am Donnerstag Abend hatte ich alles gepackt und war am Freitag nach dem Arbeiten also direkt bereit um die Reise anzutreten. Neben der inzwischen “gewohnten” Begleitung meines Vaters nahm dieses Mal auch meine Mutter mit Platz im “Transferbus” Richtung Flughafen Frankfurt, wo es nach dem (ebenfalls gewohnten) Starbucks…

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…dann pünktlich um 19:45 Uhr Richtung Sao Paulo und später Buenos Aires losgehen sollte.

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Der Flug mit der brasilianischen Airline “TAM” war recht angenehm. Bei ausbaufähigem Essen und leicht veralteter Filmauswahl (u.a. “Legenden der Leidenschaft”, “Zurück in die Zukunft” oder “Ben Hur”) landeten wir nach über 12 Stunden und einigen Turbulenzen sicher in Sao Paulo, wo ich etwa drei Stunden Aufenthalt hatte…

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Nach einem sehr unproblematischen Weiterflug (bei dem ich auch etwas schlafen konnte) landete ich etwa um 10 Uhr Ortszeit in Buenos Aires, wo ich auf eine “kleine” Warteschlange bei der Passkontrolle traf. Trauriges Smiley

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Nunja, ich durfte einreisen, das war mal das Wichtigste. Ein Taxi war auch schnell gefunden, dass mich recht zügig zum Hotel bringen sollte. Leider spielte das Wetter nicht so mit. Es regnete wie aus Kübeln… Zudem mussten wir gefühlt aller zwei Kilometer halten (und teilweise warten) um die Mautgebühren zu zahlen Trauriges Smiley

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Wie wohl 99,9% aller Südamerikaner war auch mein Taxifahrer der englischen Sprache nicht mächtig, so dass er mir leider auch keine Tipps für mein weiteres Tagesprogramm geben konnte. Immerhin setze er mich sicher an meinem (sehr zentral gelegenen) Hotel ab. Das war allerdings eine nette Überraschung. Gutes Hotel, schöne und grosse Zimmer. Mein Zimmernachbar war auch noch nicht da.

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Nach kurzem Auspacken entschied ich mich trotz des schlechten Wetters (mal wieder) zu Fuss die Stadt zu erschliessen. So ganz ist das nicht möglich, da Buenos Aires einfach zu weitläufig ist. Ich ging erstmal in die Fussgängerzone um ein paar Einkäufe zu tätigen (Getränke, Essen, sonstiger Kleinkram)… Die Innenstadt an sich ist kein grosses Highlight. Viele kleine Geschäfte und massig Fast Food-Restaurants. An jeder Ecke steht jemand und ruft “Cambio, cambio”. Doch bei solchen Leuten sollte man eher kein Geld wechseln. Auf Touristen warten da eher schlechte Kurse oder gar gefälschte Banknoten…

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Eine Pizza und einen Starbucks später…

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…widmete ich mich dann weiteren nahegelegenen Sehenswürdigkeiten.

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Im Stadtkern von Buenos Aires (deutsch: schöne Lüfte) wohnen heute etwa drei Millionen Menschen. Zählt man alle Aussenbezirke hinzu, kommt man auf eine Gesamteinwohnerzahl von fast 15 Millionen. Die meisten davon arbeiten im Stadtzentrum, was einen entsprechenden Berufsverkehr mit sich bringt. So wirklich viele “schöne Lüfte” gibts hier also nicht. Trauriges Smiley

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Nachdem das Wetter im Laufe des Nachmittages immer besser geworden war entschied ich mich nach meinem ersten “Stadtrundgang” zurück zum Hotel zu schlappen um bei mittlerweile schönem Sommerwetter zu einem kleinen Lauf zu starten. Bei meinem kurzen “Hotelzwischenstopp” begegnete ich dann auch meinem Zimmernachbarn. William aus Südafrika. Lustiger Kerl… etwa Mitte 50 und hat quasi schon die ganze Welt gesehen… Bin mir sicher, dass ich von ihm im Laufe der Reise noch ein paar tolle Reisetipps bekommen werde… ich bin gespannt… nach kurzem “Bekanntmachen” und seiner Frage: “You must be very tired!” nickte er gefühlte 30 Sekunden später selber ein und ich startete zu meinem kleinen Lauf um den Hafen herum…

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Das Wetter war inzwischen richtig gut. Hat sich wirklich gelohnt.

Um sieben traf sich dann die Gruppe erstmals zum Welcome-Meeting. Leider lernten wir heute noch nicht unseren Guide kennen. Das wird dann erst morgen Nachmittag in El Calafate passieren. Trotzdem wurde uns von Thomas (einem anderen G-Adventure-Mitarbeiter) alles Wissenswerte zur anstehenden Tour vermittelt. Insgesamt sind wir 14 Reisende. Bunt gemischt vom Alter her. Die meisten sind aus den USA, zwei Rumänen, eine Engländerin, ein Südafrikaner und ein Ludwigsburger Smiley

Nach dem Meeting führte uns Thomas noch in ein typisch argentinisches Steakhouse wo wir ein ebenso typische Steak zu uns nahmen… sehr lecker!

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Da ich bis jetzt leider noch fast gar keine Namen weiss, werde ich die Vorstellung der einzelnen Reiseteilnehmer bei einem der nächsten Gruppenbilder natürlich nachholen Smiley

Sooo, ich muss jetzt ganz dringend ins Bett, denn morgen gehts schon wieder um 4:45 Uhr zum Frühstück. Also, Grüsse aus Argentinien Smiley

Ps.: Ich bin aktuell vier Stunden zur MEZ zurück… wird sich aber bald wieder ändern!

Die Tour im Überblick

Sonntag, 07.12.: Hallo mal wieder an alle Leser meines kleinen Urlaubsblogs. Endlich ist es soweit: Der Volker geht mal wieder on Tour. Wie bereits 2012 und 2013 wird es mich nach Südamerika verschlagen, dieses mal an den südlichsten Zipfel des Kontinents. Los geht`s am 19.12. Richtung Buenos Aires in Argentinien, von wo aus ich auch meinen Rückflug starten werde (mit zweitägigem Zwischenstopp in Rio de Janeiro). Am 06.01. werde ich dann wieder in Frankfurt landen. Um Euch einen kleinen Eindruck von dem zu vermitteln, was da zweieinhalb Wochen lang (hoffentlich) auf mich zukommt habe ich dieses mal auch den Überblick mit ein paar Fotos “aufgepeppt”, die ich mir mal aus dem Netz gemopst habe. Ich hoffe, ich werde während der Tour mindestens genauso gute Bilder machen. Wie in den letzten Jahren auch schliess ich mich ab Buenos Aires wieder einer Reisegruppe an, mit der ich dann bis zur Rückkehr in die Hauptstadt Argentiniens unterwegs sein werde.

Hier die Stationen der Reise im Einzelnen:

Chile

Nach der Ankunft in Buenos Aires, wo ich dann auch meine Reisegruppe kennenlernen werde, geht es mit dem Flugzeug am nächsten Tag direkt weiter nach El Chalten und zum Gletscher Nationalpark, in dem wir eine Ganztageswanderung absolvieren werden. Die Tour führt uns auch am wohl bekanntesten und spektakulärsten Berg Patagoniens vorbei, dem Fitz Roy (Bild links).

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Unser nächster Stopp ist dann El Calatafe von wo aus wir zu einer Tagestour zum sehenswerten Perito-Moreno-Gletscher starten…

Perito Perito-Moreno

Der Nationalpark Torres del Paine ist bekannt für seine spektakulären Felsformationen und Landschaften. Eine dreitägige Trekkingtour wird mir hoffentlich dies bestätigen.

Torres1 Argentina, Santa Cruz, Los Glaciares National Park, Alpenglow illuminates Mount Fitz Roy (11,073ft/3,375m), Aguja Poincenot, and Aguja Saint Exupery above Laguna de los Tres

Weiter geht es dann Richtung Süden. In Punta Arenas werde ich dann (hoffentlich) die Möglichkeit haben eine der dort ansässigen Pinguinkolonien zu sehen…

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Der südlichste Punkt unserer Reise ist die Stadt Ushuaia, von der es dann mit dem Flugzeug wieder zurück nach Buenos Aires geht.

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In Buenos Aires habe ich eine weitere Übernachtung gebucht, so dass ich genug Zeit haben sollte, die wichtigsten Attraktionen der Stadt sehen zu können.

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Rio de Janeiro wird dann sicherlich ein würdiger Abschluss dieser tollen Tour. Für zwei Nächte habe ich in einem schönen Hotel an der Copacabana eingebucht. Auf die Stadt bin ich wirklich neugierig…

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Wie Ihr das von mir gewohnt seid habe ich natürlich mein Netbook immer mit dabei und werde so regelmässig wie möglich Tagesberichte hier online stellen. Bis auf die drei Tage im Torres del Paine (wo wir campen) sollte ich eigentlich recht zuverlässiges W-LAN in allen Orten vorfinden.

Ich freu mich auf die Tour. In zwei Wochen gehts los… Smiley

Zusammenfassung Australien

Sonntag, 01.06.: Hallo zusammen! Wie immer gibts auch von dieser Reise eine kurze Zusammenfassung von mir.

Es waren auf jeden Fall zwei tolle, wenn auch sehr unterschiedliche Touren. Bei der Ostküstentour hatten wir ständig den Ozean um uns rum. Die tollen Inseln, schöne Landschaften und die Mentalität der Leute war schon toll.

Die zweite Tour bot mir dann ganz andere Landschaften, die erhoffte Vielfalt an Tieren und eine ganz andere Art Menschen. Einerseits beeindruckend, andererseits auch irgendwie unverständlich wie man irgendwo im Nichts in einem 300-Seelen Dörfchen wohnen kann und zu wissen, dass der nächste einigermassen grössere Ort 600km weit weg ist.

Die beiden Parks im Norden sind landschaftlich absolut sehenswert und ich habe es auch nicht bereut, dass ich sie der Stadt Sydney vorgezogen habe (vielleicht schreib ich das ja auch nur, weil ich nicht weiss wie Sydney ist Smiley).

Singapur war für mich ein toller Abschluss, auch wenn ich feststellen muss, dass ein Tag deutlich zu wenig ist um diese beeindruckende Stadt kennenzulernen. Vielleicht komme ich ja nochmal wieder.

Grundsätzlich war es mal wieder eine tolle Zeit. Die beiden Gruppen waren ebenfalls super. Auch wenn es nachts (vor allem im Süden) ein bisschen frischer war würde ich trotzdem wieder im Winter nach Australien kommen. Wenn ich überlege, wir hätten den Aysers Rock im Sommer bei 50 Grad umrundet… Trauriges Smiley

Australien ist schon recht teuer. Allerdings hängt das ganz davon ab welchen Komfort, welches Essen und welche Transportmöglichkeiten man wählt. Wenn man hart im Nehmen ist, einem Camping oder auch ein 8er Zimmer nix ausmacht, dann kann man sicherlich auch günstig reisen. Für Komforthotels und gutes Essen muss man aber schon ein bisschen mehr zahlen (zum Vergleich: die selbe Tour, die ich gemacht habe hätte in der Comfort-Class das dreifache gekostet).

Sooo, und jetzt gibts natürlich (wie immer) noch die Highlight-Bilder des Urlaubs:

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Vielen Dank mal wieder an alle, die mich den letzten Monat via Blog bei meiner Tour begleitet haben. Ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Spass beim Lesen. Ich kann meine beiden Touren wärmstens empfehlen…

In diesem Sinne… ich boarde jetzt und bin dann mal weg. Smiley

Viele Grüsse vom Bloginhaber

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Tag 30: Abschied aus Singapur :-(

Sonntag, 01.06.: Wenn man mal n ganzen Monat in “Basic”-Unterkünften verbracht hat weiss man ein schönes warmes Bett doch richtig zu schätzen. Nach den letzten (recht kurzen und teilweise unbequemen) Nächten konnte ich das durchaus geniessen.

Viel Zeit hatte ich heute Morgen leider nicht mehr, da ich spätestens um 11:30 Uhr am Flughafen sein musste, aber für einen kleinen morgendlichen Lauf im Fort Canning Park hats allemal noch gereicht. Aber wieder war der Wettergott nicht auf meiner Seite. Kaum war ich drei Minuten unterwegs hat es angefangen zu schütten wie aus Kübeln Trauriges Smiley

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Etwa zur Halbzeit des Laufes klarte es dann ein bisschen auf. Zwar war ich zu diesem Zeitpunkt eh schon klatschnass, aber zumindest habe ich noch ein paar schöne Bilder von der Stadt und Chinatown machen können.

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Gegen halb zehn war ich wieder im gut klimatisierten Hotel zurück… draussen war es schon wieder fast unerträglich warm, und der Regen hat (wie gestern auch) noch sein übriges zur Steigerung der Luftfeuchtigkeit getan.

Neben meinem Komfortbett konnte ich heute Morgen auch noch ausgiebig zwei leckere Omelettes und einen Obstteller geniessen. Die Cornflakes und das wabbelige Toastbrot der letzten Wochen liess ich ausnahmsweise mal weg Smiley

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Um 11 Uhr wurde ich dann zum Flughafen chauffiert…

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…von wo aus ich in etwa einer Stunde (hoffentlich) abheben werde. “Your flight is in time!” sagte die nette Singapore Airlines-Mitarbeiterin zumindest mal zuversichtlich.

Inzwischen habe ich (von meinem Taxifahrer) auch mitbekommen, dass wohl ein Vulkan in Indonesien gerade ein wenig spinnt und es deswegen zu ständigen Flugverschiebungen und Absagen kommt… Auch hier sind einige Flüge Richtung Australien und Neuseeland gestrichen worden. Dann bin ich doch mal froh, dass ich gestern noch gut hier angekommen bin…

Soooooo, ich werde mich dann mal auf die ekligen 13 (!!!) Stunden Flug Richtung Frankfurt vorbereiten…

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Also, wünsche noch einen angenehmen Sonntag und ein letztes mal Grüsse aus der Ferne. Wir sehen, hören bzw. lesen uns. Smiley

Tag 29: Singapur

Samstag, 31.05.: Also, das mit der “volcanic activity” scheint irgendwie eine ernstere Geschichte gewesen zu sein, denn der Flieger ist insgesamt fast zwei Stunden später als geplant in Singapur angekommen und musste also offensichtlich einen ordentlichen Bogen um die Rauchwolken fliegen. Ich fands nicht so schlimm, und bin im Nachhinein froh, dass der Flug nicht gecancelt wurde. N paar Stunden geschlafen habe ich auch. Trotzdem war ich keineswegs ausgeschlafen, nach den ewigen Verschiebungen und Verspätungen…

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Da ich ziemlich hungrig war nahm ich an einem kleinen chinesischen Imbiss mein Frühstück ein… die “soft boiles eggs” waren noch ziemlich flüssig, und kamen ohne Schale in einer kleinen Plastikschüssel… nicht wirklich ein optisches Highlight, aber geschmeckt hats schon wie weichgekochtes Ei.

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Mein Taxifahrer auf dem Weg zum Hotel (er sah aus wie der Dalai Lama) versuchte nach besten Kräften ein verständliches Englisch zu sprechen und ich gab mir Mühe beim Versuch alles zu verstehen, aber beides klappte nicht immer. Er gab mir jedenfalls den ein oder anderen Tipp wie ich denn den Rest meines Tages verbringen könnte und brachte mich sicher zu meinem Hotel.

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Die Dame an der Rezeption hatte irgendwie nicht so den Durchblick: Erst fand sie meine Reservierung nicht, dann war auf einmal kein Zimmer mehr frei und, und, und. Ich glaube, ich habe zehnmal von ihr den Satz “ääääähhhh, one moment please!” gehört. Egal, mein Zimmer war auf jeden Fall noch nicht gereinigt, so dass ich mich dazu entschied mein Gepäck zu hinterlegen und mich schonmal auf den Weg in die Stadt zu machen. Ich fragte den Consierge noch nach dem Wetterbericht des heutigen Tages, da es draussen ein bisschen wolkig wurde. “There is no rain forcasted for this afternoon” antwortete er “Maybe late in the evening”. O.k., also liess ich den Regenschirm mal im Hotel und ging los. Keine fünf Minuten später musste ich mich für eine halbe Stunde leicht durchnässt in den Starbucks begeben, da es draussen kräftig angefangen hatte zu regnen… guter Mann, der Concierge… den Rest des Tages sollte es dann allerdings trocken bleiben Smiley

Singapur hat sich in den letzten Jahren zu einer Metropole in Asien entwickelt, die inzwischen auf stattliche fünf Millionen Einwohner kommt. Hinzu kommen jährlich etwa 13 Millionen Besucher in das Tropenparadies die den zuvorkommenden Service in den Hotels sowie bis 22 Uhr geöffneten Shoppingmals zu schätzen wissen. Das ganze Land Singapur ist mit 42km Länge und maximal etwa 20km Breite wirklich sehr winzig. Auf den ersten Eindruck wirkt die Stadt ein wenig hektisch. Die Strassen sind voll (auch wenn es fast gar keinen Stau gibt), aus den Läden kommt Musik… schon morgens ist in der Innenstadt richtig was los. Die Bevölkerung sind zu 95% Asiaten, und davon die meisten Chinesen, aber auch einige Inder und Malaysier. Es war schon heute früh drückend heiss. Der Regen sorgte dann noch dafür, dass die Luftfeuchtigkeit von 99,5% auf 140% stieg… Zwinkerndes Smiley

Nunja, ich machte mich jedenfalls mal auf die Socken, überquerte den Singapore-River (der sich durch die komplette Innenstadt zieht), machte einen kurzen Abstecher in den Fort Canyonpark und kam kurz später in der Haupteinkaufsstrasse Singapurs an, nämlich in der Ochard-Road.

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Ich habe wirklich keine Ahnung wie viele Shopping Center Singapur zählt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in irgendeiner Stadt mehr gibt… An jeder Ecke findet man eine in jeder Preiskategorie und man bekommt einfach alles.

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Relativ schnell wurde mir allerdings klar, dass das mit dem Ganztages-Sightseeing-Spaziergang durch Singapur nichts gibt, da es erstens einfach viiiiiiel zu heiss dafür war und ich (trotz der geringen Grösse des Landes Singapur) die Weitläufigkeit der Stadt etwas unterschätzt hatte. Also buchte ich im Visitor-Center ein Ticket für den Sightseeing Hopp on hopp off- Bus. War auch ne gute Entscheidung (das zweite Bild zeigt im Übrigen die Formel1-Boxengasse).

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Einen etwas längeren Stopp machte ich an den etwa 52 ha grossen Botantic Gardens, in denen sich über 2000 verschiedene Pflanzenarten befinden und die über einen echten Primärregenwald verfügen.

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Nach einer Runde mit dem Bus war ich zurück auf der Orchard Road, nahm ein frühes Dinner ein und entdeckte dann zufällig ein sehr interessantes Geschäft, in dem ich natürlich direkt ein bisschen Geld lassen musste! Smiley

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Da mein Sightseeing-Busticket 24 Stunden gültig war nutze ich es um mich langsam in Richtung Marina Bay zu begeben, wo ich im Dunkeln noch ein bisschen die Skyline anschauen wollte…

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Heute Abend fand im übrigen der Singapur-Sundown-Marathon statt, und ich wusste nix davon!!! Das wäre doch mal ein guter Abschluss meines Urlaubs gewesen, oder? Smiley

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Soooo, pünktlich zum Anbruch der Dunkelheit hatte ich es also in die Marina Bucht geschafft in der ich den ganzen Abend verbrachte. Es sollte eines meiner Urlaubshighlights werden. Schon von Weitem sieht man den “Singapore Flyer”, ein Riesenrad (ähnlich dem London Wheel), dass ich in etwa einer halben Stunde einmal um die eigene Achse dreht und von dem man aus einen tollen Überblick über die Stadt hat.

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Das neue Wahrzeichen der Marina Bay ist das Art Science Museum, dass durch die Optik einer Lotusblüte auffällt.

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Die “Gardens of the Bay” sind botanische Gärten, die sich in der Marina Bay auf etwa einem km² verteilen. Etwa fünf Millionen Besucher wurden allein im letzten Jahr gezählt. Die künstlich errichteten und beleuchteten Tropenbäume aus Stahl sind nützliche Attraktionen, denn sie sind eigentlich Abluftrohre für die Klimaanlagen. Neben künstlichen und echten Pflanzen gibt auch 13 Restaurants sowie weitere Entertainment-Möglichkeiten für klein und gross. Die Farben der Bäume wechseln übrigens ständig. Um neun Uhr gibt es eine Lasershow mit Musik (braucht man nicht unbedingt).

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Das Highlight bietet jedoch der Marina Bay Sands-Komplex wozu neben dem Hotel (mit 146m Pool auf dem Dach) auch 50 Restaurants, ein Kasino, ein Musicaltheater, eine Eislaufbahn, sowie ein an Dekadenz nicht zu überbietender Shoppingbereich gehören, wo sich ausschliesslich die Nobelmarken finden. Das Hotel selber hat 2560 Zimmer und ist selbst im 57. Stock schnell zu erreichen. Der Turbolift braucht dafür gerade mal 19 Sekunden.

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Die Skyline und die Marina Bay sind wirklich im Dunkeln doppelt so viel wert. Macht richtig was her…

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Fazit: Absolut sehenswerte Stadt!!! Schade, dass ich so wenig Zeit hier habe Trauriges Smiley

Sooooo, und damit nähert sich mein Urlaub leider auch schon dem Ende… morgen Mittags gehts wieder zurück nach Germany. Hätte es sowohl in Australien als auch hier in Singapur noch ein bisschen aushalten können Smiley

Ich muss schlafen, und mach das jetzt auch mal Smiley

Tag 28: Lichtfield National Park

Freitag, 30.05.: Nachdem unser Holländer Ruud gestern Abend am Lagerfeuer ne ganze Flasche Wodka fast im Alleingang geleert hatte, dachte er wohl heute Nacht, er müsse alle dafür bestrafen, dass keiner mit ihm besoffen sein wollte und schnarchte dermassen einen weg, dass sogar die Mädels im Nebenzimmer kaum schlafen konnten. Nach mehreren erfolglosen Versuchen ihn mit mit Rufen, Tritten und Schlägen zur Ruhe zu zwingen gaben wir auf und hatten dadurch eine recht kurze Nacht. Diese war dann auch mal wieder recht früh vorbei. Punkt um sechs gab es unser Standardfrühstück aus der Lunchbox. Da leider kein Toaster vorhanden war musste man sich diesbezüglich ein wenig anders behelfen.

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Nach schnellem Zusammenpacken starteten wir noch im Stockdunkeln zum unserem heutigen Ziel, dem Lichtfield National Park, der etwa zwei Stunden entfernt war. Heute gabs unterwegs auch mal wieder ein paar Tiere zu sehen. Kurz vor uns überquerten einige Büffel die Strasse. Laut Nick wären diese gar nicht so ungefährlich und durchaus angriffslustig wenn man ihnen in freier Wildbahn begegnet.

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Einen kurzen Zwischenstopp legten wir im kleinen Ort “Batchelor” ein, in dem sich die einzige Universität ausschliesslich für Aborigines befindet. Viele Studenten finden sich hier allerdings nicht zum Unterricht ein, da die meisten (laut Nick) gar nicht studieren wollen, sondern in ihren Stämmen im Landesinneren und in den Parks bleiben wollen. Die Aborigines, die man in den Städten antrifft, sind zumeist verstossene und aufgegebene Ureinwohner, die in Melbourne, Sydney oder auch Darwin auf der Strasse leben und dadurch leider bei vielen Touristen ein falsches Bild über die gesamte Kultur und die Menschen abgeben.

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Gegen neun Uhr erreichten wir dann den Lichtfield National Park, der wesentlich kleiner als der Kakadu National Park ist, und wegen seiner grossen Anzahl an landschaftlich idyllisch gelegenen Wasserfällen auch bei den Australiern als beliebtes Badeausflugsziel an Wochenenden gilt (Im Ozean zu baden ist aufgrund der Haie, Quallen und Krokodile viel zu gefährlich). Und ich habe das Gefühl, wir haben heute alle Wasserfälle des Parks gesehen Smiley

Hier vielleicht mal eine Karte zur Orientierung, die in einem Kaffee an der Wand aufgemalt war:

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O.k., los gehts mit dem “Buley Rockhole”, einem flachen, terrassenartig aufgebauten Wasserfall, den man auch super runterrutschen konnte.

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Ein wenig Glück hatten wir bei den “Wangi Falls”. Dieser Wasserfall ist erst vor einer Woche wieder eröffnet worden, da vorher der Wasserstand noch zu hoch war und auch einige Krokodile hier hausten. Die Aborigines betrachten diesen Pool als heiliges Becken vor allem für Frauen, die nach einem Bad in diesem Wasser besonders fruchtbar sein sollen. Smiley

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Bei den “Tolmer Falls” gab es zum Lunch wieder Sandwiches und Wraps. Wurde ja auch mal wieder Zeit Smiley

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In den “Tolmer Falls” durfte man leider nicht schwimmen, da sowohl im Wasser, als auch am Ufer einige Tiere beheimatet waren, die nicht gestört werden sollten.

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Auf dem Weg zum nächsten Wasserfall kamen wir an der “Lost City” vorbei. Dabei handelt es sich um Felsformationen, die (warum auch immer sie so positioniert sind) alten Ruinen ähneln, und deshalb eben, wie eine alte, unbewohnte und “verlorene” Stadt wirken.

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Auch heute war Nick wieder in absoluter Bestform und konnte uns zu jedem Wasserfall, zu jedem Tier und natürlich zur Aborigines-Kultur alles Wissenswerte in seiner ganz eigenen Art und Weise vermitteln. Er liebt das Land und die Kultur wirklich, und das merkt man auch…

Heute gibts vielleicht nur eine kurze Geschichte. Er fragte uns nach dem Schlucht in Katherine und ob wir auch die “Old Katherine Bridge” besichtigt hätten. Haben wir ja vor ein paar Tagen gemacht. Ich hatte dazu ja auch geschrieben, dass diese Brücke vor ein paar Jahren (1996) in der Regenzeit komplett unter Wasser stand. “Hey Guys, you wanna know how smart the Guys in Katherine are?” fragte Nick und erzählte folgende Geschichte:

Als das Wasser damals so hoch stand und somit auch die ganze Stadt wegen des Hochwassers evakuiert werden musste, dachten sich zwei Jugendliche, dass sie mal den örtlichen Supermarkt ausräumen konnten, da sich ja niemand mehr in der Stadt aufhielt und sie somit einiges an Essen und Getränken unbemerkt mitgehen lassen könnten. Da auch der Supermarkt überflutet war stiegen sie über das Dach ein, fanden wirklich einen menschenleeren und (scheinbar) unbewachten Supermarkt vor und packten ihre Taschen voll. Als Sie gerade die teuren Spirituosen einsacken wollten bemerkten Sie Geräusche hinter sich und erschraken ein wenig Smiley, denn ein paar Meter weiter bediente sich gerade ein fünf Meter langes Krokodil an der Wursttheke. Das Krokodil bemerkte die beiden Eindringlinge, die auf ein Regal flohen. Dort hofften sie, dass sich das Krokodil mit vollem Magen bald zurück Richtung Fluss begeben würde. Doch weit gefehlt. Das Krokodil war wohl mit dem vorgefundenen Festmahl ziemlich glücklich und hielt die Stellung. Zwei Tage später wurden die beiden Räuber von der Polizei aus ihrer brenzligen Lage befreit und für ihren Diebstahl bestraft. Das Krokodil wurde von Fachpersonal unbestraft (es hatte die Wursttheke komplett geleert) wieder zurück in den Fluss eskortiert.

So gestaltete Nick also die Zeit im Land Rover für uns interessant… Oki, nach dem Mittag ging es direkt weiter zu den “Florence Falls”. Ebenfalls sehr spektakulär. Leider waren wir nicht die einzigen Menschen dort Trauriges Smiley

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Sooooo, das sollten dann mal genug Wasserfälle für heute sein Smiley Sehr beeindruckend war aber auch unser letzter Anlaufpunkt des heutigen Tages. Nicht weit von den Wasserfällen entfernt befand sich ein Wald- und Sumpfgebiet, dass für seine zahlreichen und riesigen Termitenhügel bekannt ist. Diese Hügel (und damit auch die darin lebende “Königin” (die ihr Leben lang nichts anderes macht als Eier zu legen)) sind teilweise 70 Jahre alt und bis acht Meter hoch.

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Etwa um 17:30 Uhr verliessen wir den Lichtfield Park wieder Richtung Darwin. War ein wirklich vollgepackter und ereignisreicher Tag. Mir persönlich hats im Lichtfield noch besser gefallen als im grösseren und bekannteren Kakadu National Park.

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Nach einer schnellen Dusche in unserem Hotel in Darwin stürzten wir uns dann (am letzten gemeinsamen Abend mit der Gruppe) ins (wirklich angenehme) Nachtleben der Stadt. Leider konnte Nick nicht mitkommen, da er noch den Land Cruiser zurück nach Humpty Doo fahren musste. Trotzdem grosses Dankeschön an ihn!!! Bester Tourguide! Leider nur für drei Tage!

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Unser Abschlussparty ging leider nur bis halb zwölf, da Almu, Pat und ich zum Flughafen mussten… Die beiden Mädels fliegen weiter nach Sydney… Ich bin der einzige aus der ganzen Gruppe, der nach Hause muss Trauriges Smiley War ne tolle Gruppe, auch Keith, Dominik und eben Pat waren superlocker drauf und absolut unkompliziert.

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Schlechte Nachrichten dann am Flughafen: Mein Flug war “delayed”. Keine Ahnung warum… die Mädels verabschiedeten sich gegen ein Uhr zum Abfluggate und ich sass bis drei Uhr rum, bis ich endlich einsteigen durfte…

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Gerade habe ich auch den Grund erfahren warum der Flug ne Stunde später kam und wir auch eben noch ne halbe Stunde auf dem Rollfeld standen: “Volcanic activities!” meinte eine Stewardess. Irgendwo zwischen Darwin und Singapur schein wohl ein Vulkan ziemlich stark zu rauchen, so dass sogar einige Flüge gestrichen wurden und alle anderen das Gebiet weiträumig umfliegen müssen. Herzlichen Glückwunsch! O.k., wir sind jetzt zumindest mal in der Luft und wenn ihr das später lest bin ich auch sicher in Singapur gelandet Smiley

Ich versuch jetzt (endlich) mal n bissl zu schlafen.

Bye bye Australien… war sehr nett in down under Smiley

Tag 27: Kakadu Teil 2

Donnerstag 29.05.: Heute Morgen habe ich dezent verschlafen. Hab mich schon gewundert warum es im Camp so laut war. Da es bereits um 6:30 Uhr Frühstück gab war es natürlich noch stockdunkel. Ist aber mal ganz schön in Ruhe zu frühstücken, nicht wie wir das von Hauptmann Stuart gewohnt waren…

Kurz nach sieben Uhr starteten wir dann um den Kakadu-Nationalpark weiter zu erkunden… Bissl eng gehts hinten im Land Cruiser schon hier und da mal zu. Vor allem heute, bei sehr hügeligen Strassen ist das nicht immer wirklich komfortabel.

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Unser erster “Programmpunkt” der Tages war ein Aussichtspunkt ganz in der Nähe unseres Camps. Der “Bukbukluk”-Lookout hatte zwar einen tollen Namen aber leider keine so wirklich tolle Aussicht, da es morgens auch noch ein bisschen diesig war Trauriges Smiley

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Nach einer etwa zweistündigen Fahrt über ein wenig holprige Strassen kamen wir dann am etwa 150m hohen Gunlom-Wasserfall an, der wesentlich spektakulärer sein sollte.

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Neben der Besichtigung von unten hatten wir auch die Möglichkeit den Wasserfall über einen recht steilen Wanderweg zu besteigen, was wir natürlich auch taten.

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Der Aufstieg dauerte nur etwa 15 Minuten. Dann hatten wir neben einer tollen Aussicht auch ein paar schöne Pools zum Baden.

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Da man dem “Fluss” ein wenig folgen konnte gab es quasi noch ein kleines “Canyoning” gratis dazu Smiley

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Nach diesem kleinen “Canyoning-Intermezzo” trauten wir uns dann mal in die andere Richtung, nämlich zum Wasserfall und dessen schöner Aussicht. Smiley

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Der Abstieg ging bedeutend schneller und Nick hatte unten schon alles für unsere “Standard-Sandwiches” zum Lunch vorbereitet.

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Den Nachmittag verbrachten wir an einem etwa eine Stunde entfernten kleineren Wasserfall mit idyllischem Pool… Nick meinte, wir sollten die “Krokodil-Warnschilder” ignorieren. Smiley

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Nach unserem sehr angenehmen Badetag heute verliessen wir am späten Nachmittag den Kakadu-Park…

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…und kamen kurz später mal wieder im Nirgendwo auf einem ziemlich leeren Campingplatz mit immerhin nettem Sonnenuntergang an.

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Zum Abendessen kochten Pat und Nick im Wok… Nudelpfanne mit Hähnchen und Gemüse… saulecker Smiley

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Morgen gibts sogar schon um sechs Uhr Frühstück, was bedeutete, dass alle heute ganz früh ins Bett gingen und nur kurz am Lagerfeuer saßen. Mal schauen, was der Lichtfield National Park morgen zu bieten hat…

Wünsche eine angenehme Nachtruhe Smiley

Ps.: Leider kann ich den Blog heute nicht mehr hochladen und somit auch meinem Vater quasi erst nachträglich alles Gute zum Vatertag wünschen! Smiley Vielen Dank für alles, Karli. Freue mich wenn Du mich am Sonntag vom Flughafen abholst!

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Tag 26: Kakadu NP

Mittwoch, 28.05.: Pünktlich um 6:15 Uhr standen wir am der Rezeption unseres Hotels und warteten auf unseren neuen Tourguide Nick. Angesagt war: 6:15 Uhr Treffen, 6:30 Uhr Abfahrt Richtung Kakadu Nationalpark. Im Stile eines echten Australiers kam Nick dann gegen 6:50 Uhr vollkommen tiefenentspannt um die Ecke und begrüsste uns mit einem “Hey Guys, you must be the G-Adventure-Group.”

Nach dem Beladen und Besteigen unseres Land Cruisers starteten wir recht zügig zu unserer Tour. Vor uns lagen drei Tage Kakadu und Lichtfield Nationalpark.

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Nick ist seit fünf Jahren Tourguide in ganz Australien und sieht genau so aus, wie man sich einen Australier vorstellt. Lange Haare, blaue Augen, Drei-Tage-Bart… eben wie ein Surfer. Dazu hat er eine sehr direkte Art und einen unschlagbaren Humor. Er ist sehr stark mit der Natur und dem Leben der Aborigines verbunden, und scheint wirklich alles über Australien zu wissen… Hier und da erzählt er mal eine Geschichte aus seinem Leben als Guide… auch meistens saulustig Smiley

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Die Fahrt zum Kakadu-Nationalpark dauerte etwa eineinhalb Stunden…

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…war aber ziemlich kurzweilig, da wir einige Stopps einlegten und zwischendurch Nick immer mal wieder ne Geschichte auf Lager hatte: So passierten wir zum Beispiel den Ort “Humpty Doo”, dessen Name von einem spontanen Freudenausruf eines Bauern stammt…

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“Humpty Doo” ist für zwei Dinge in Australien sehr bekannt. Hier befindet sich die zweitgrösste Mangoplantage der Welt. Auf meine Frage, wo sich denn die grösste befinden würde zuckte Nick nur mit den Schultern und meinte: “I don`t know!”

Die zweite Sache, für die “Humpty Doo” bekannt ist, ist Australiens grösster Biertrinkwettbewerb, der denkbar einfach funktioniert. Wer in einer bestimmten Zeit am meisten Bier trinkt gewinnt ein Jahr lang bei jedem Besuch in der Kneipe ein Freibier. Seit sieben Jahren gewinnt diesen Wettbewerb, die Kuh “Daisy”, die in der Lage ist einen Liter Bier in drei Sekunden zu trinken. Ihr Besitzer freut sich also seit sieben Jahren jeden Abend über ein kostenloses Feierabendbier und darüber, dass im Regelwerk vergessen wurde zu vermerken, dass dieser Wettbewerb nur für Menschen gedacht ist… Smiley

“Hey Guys, bevor we head into Kakadu I have to introduce you to my two friends.” An Nicks Grinsen konnten wir schon ablesen, dass es sich dabei nicht um Menschen handeln sollte, sondern um ein Süss- und ein Salzwasserkrokodil:

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Kurz vor dem Nationalpark stoppten wir am Mary-River um eine kleine Bootsfahrt zu machen. Der Mary-River ist dafür bekannt, dass er die grösste Konzentration an Salzwasserkrokodilen aller Gewässer der ganzen Welt hat. Unsere Fahrerin und Moderatorin (leider habe ich ihren Namen vergessen) redete mit den teilweise sechs Meter langen Echsen so als wären sie kleine Hundewelpen… sehr merkwürdig.

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Dafür waren die Krokodile umso beeindruckender.

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An den Ufern und im Wasser gab es natürlich auch diverse andere Tiere. Vor allem verschiedene Vögel.

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Über die Gefährlichkeit der Krokodile und der Tiere allgemein in Australien hatte Nick auch einiges zu erzählen. “Guys, what do you think, which animal killt the most people in australia within the last five Years?” Die naheliegensten Tiere wie Spinnen, Schlangen und Krokodile waren natürlich falsch. Auf Schlangen- und Spinnenangriffe gehen in Australien in den letzten fünf Jahren genau null Todesopfer, auf Krokodile 17 und auf herabfallende Eukalyptusäste 21 Todesfälle zurück. Das Tier, dass die meisten Menschen in Australien in den letzten fünf Jahren umgebracht hat ist das Pferd!!! Insgesamt wurden (laut Nick) über 15000 Menschen durch Pferdetritte oder Abwürfe getötet.

Eine (ebenfalls laut Nick) wahre Geschichte vielleicht noch: Ein Mann klappte in seinem Land Rover die Sonnenblende herunter. Darauf befand sich die giftigste Spinne der Welt. Diese landete zielsicher auf seiner Brust und biss ihn in die selbige. Normalerweise hätte der Mann jetzt noch zwischen fünf und zehn Minuten zu leben gehabt. Wissend, dass er jetzt auf keinen Fall in Panik geraten sollte (da sich sonst Herzfrequenz und Blutdruck massiv erhöhen würden und sich das Gift dadurch viel schneller im Körper verteilen Herz gelangen würde) blieb er ruhig und überlegte was er tun sollte. Das Ende vom Lied: Er rauchte einen Marihuana-Joint, entspannte sich, fuhr selber ins Krankenhaus und überlebte. Vom Zeitpunkt des Bisses bis zur Behandlung im Hospital vergingen 35 Minuten!

O.k., zurück zum heutigen Tag: Kurz vor unserem Lunchbreak erreichten wir dann den Kakadu-Nationalpark. Mit etwa 22000km² ist er etwa so gross wie Belgien und ist für seine wunderschöne Landschaft (mit vielen verschiedenen Vegetationszonen), die vielfältige Tierwelt (der Park beherbergt elf Tierarten, die es ausschliesslich hier gibt) und die Kultur der Aborigines, die nirgends so wie hier bewundert werden kann.

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Nach einem kurzen Sandwichstopp…

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… fuhren wir noch etwa eine Stunde durch verschiedene Klimazonen… erst durch trockene Wüste, dann durch Wetlands (mit teilweise überfluteten Strassen und Sumpflandschaft) und am Ende durch Felsen und Gebirgszüge.

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In “Ubirr” (einem für die Aborigines besonders heiligen Ort) zeigte uns Nick bei einem Spaziergang eine Reihe von beeindruckenden Felsenmalereien der Aborigines, die teilweise 20000 Jahre alt waren.

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Schöner Ausblick vom Gipfel des Felsens (siehe oben):

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Leider hat der Park nicht nur schöne Seiten. Aufgrund des hohen Urananteils in der Erde, der vor allem im Zentrum des Parks zu finden ist beschloss die australische Regierung vor ein paar Jahren dieses abzubauen. Trotz grosser Proteste der Aborigines ziert nun also eine ziemlich hässliche Uranmine das Herz des Kakadu-Nationalparks Trauriges Smiley

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Gegen 18 Uhr erreichten wir dann unseren Campingplatz… mal wieder irgendwo im Nichts. Zum Glück mussten wir heute nicht in Swags schlafen, denn es gab “vorinstallierte” Zelte. Smiley

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Leider gab es auch keinen Strom, aber das Barbecue im Kerzenschein hatte auch was… selten so eine grosse Fleischauswahl beim Grillen gehabt: Rind, Schwein, Würstchen, Känguru und Krokodil Smiley

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Am Lagerfeuer gab packte Nick später seine Gitarre aus und gab ein paar selbstgeschriebene Songs zum besten… Hat er gut gemacht Smiley

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In der Nacht bekamen wir im Camp zahlreichen Besuch… ein paar Opossums raschelten in Bäumen und Sträuchen.

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So, und nach dem langen Tag heute wird es Zeit für mich…

Gute Nacht aus dem Nationalpark von

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wünscht Smiley

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