Tag 5: Potosi

Früh morgens am Tag 5 ging es für 14 verschlafene Reisende und eine bestens gelaunte Reiseleiterin auf die dreistündige Reise von Sucre nach Potosi, der höchstgelegenen Stadt der Welt (4067m über Meeresspiegel). Die mal wieder sehr sehenswerte Fahrt führte vorbei an kleinen Dörfern, abgelegenen Orten und toller Natur… Je höher man kam umso weniger “Leben” sah man…

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…bis irgendwann (wie aus dem Nichts) auf einem Andenplateau gelegen Potosi auftauchte.

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Die ehemals reichste Stadt Südamerikas beherbergt heute noch etwa 100000 Einwohner und zeichnet sich vor allem durch Ihr Wahrzeichen aus, den “Cerro Rico” (reichen Hügel), aus dessen Mine seit 1545 Silber abgebaut wird und heute noch über 15000 Menschen Arbeit bietet… Der Cerro Rico türmt sich direkt neben der Stadt auf und ist quasi von überall zu sehen…

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Nach dem Check in im Hotel und einem kleinen Lunch entschieden sich 11 von uns die angebotene Besichtigung der Mine wahrzunehmen. Neben des wirklich minimalen “Eintrittspreises” ist es erwünscht, den Minenarbeitern vom nahegelegenen “Minersmarket” kleine Präsente mitzubringen, quasi als Entschädigung dafür, dass man sie bei der Arbeit stört… Neben alltäglichen Dingen wie Cola oder Zigaretten kann man dort vollkommen legal auch andere unglaubliche Dinge erwerben, wie uns unser Tourguide mit dem typisch bolivianischen Namen “Olga” uns verriet und zeigte… Ich nahm ein Beutel Kokablätter (auf denen die Arbeiter gerne rumkauen), und eine Stange Dynamit mit Zündschnur für günstige 2,50€ mit (kein Spass!), einfach so, vollkommen legal! Olga meinte später zu mir, dass die Menge Dynamit, die ich da auf dem Foto in meiner Hand halte, gut genug wäre um bis zu 10 Tonnen Gestein wegzusprengen…

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Bevor wir zur Mine weiterfuhren wurden wir natürlich noch mit entsprechender Schutzkleidung versehen, sie sich später als absolut notwendig erweisen sollte…

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Nach einer kurzen Einweisung von Olga gings dann los, etwa 100m in den Berg hinein… alles sehr eng, teilweise musste man durch den Matsch krabbeln weil die Decke so niedrig war,und immer wieder musste man Platz für die Minenarbeiter machen, die natürlich weiter ihren Job verrichteten. So ein bisschen erinnerte das alles an so alte Indianer- und Cowboyfilme… Smiley

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…täuscht jetzt auch n bissl durch den Blitz und unsere Lichter an den Helmen: Da drin war es stockdunkel! Während sieben Teilnehmern die 100m des Level eins genügten wagten sich Eddy, Collin, Anna und ich noch ins Level zwei vor. 80m tiefer mit leichten Kletter- und vielen Kriechpassagen… hat sich aber gelohnt, war wirklich interessant und spektakulär…

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Insgesamt gibt es in der Mine wohl mehr als sechs Ebenen, die bis über 300m in den Berg hineinragen… War toll, mal sowas gesehen zu haben…

Unser Abendessen war heute mal typisch bolivianisch: Stoned Soup… Eine Gemüsesuppe, in deren Mitte sich ein heisser Stein befindet, der dafür sorgt, dass die Suppe nicht so schnell abkühlt… im Gegenteil: Noch Minuten nach dem Servieren kocht sie auf dem Tisch… und lecker ist sie auch Smiley

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Und zum Ende des Tages hat es auch meine Tasche bis nach Potosi geschafft, obwohl ich sie vor lauter Schildern und Aufklebern kaum erkannt habe… endlich ist sie da!!!!

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Sooooo, das wars für heute… morgen in Uyuni könnte eventuell nochmal n Blogeintrag gehen. Danach bin ich für drei Tage auf Allradtour durch die Salzseen, fernab jeglichen W-Lan-Hotspots… ich werde natürlich trotzdem fleissig fotografieren und tippseln… geht dann halt erst in drei Tagen online…

Also, Gute Nacht aus 4000m Höhe, ganz schön düüüünnn, die Luft hier oben… Smiley

Tag 4: Freizeit in Sucre Teil 2

Der heutige Tag sollte das Highlight meines bisherigen Südamerika-Aufenthaltes mit sich bringen. Während ein Teil der Gruppe eine Quadbike-Tour buchte, wagten zwei mutige Norwegerinnen, zwei ebenso abenteuerlustige Neuseeländerinnen und ein zu allem bereiter Deutscher einen Ausflug der besonderen Art…

Früh morgens wurden wir von unserem Guide und unserem Fahrer mit einem Allradtruck abgeholt. Eine etwa 70 minütige Fahrt durch unberührte Andenlandschaft schloss sich an. Ausser ein paar Eseln, Schafen und Kühen sahen wir bis zu unserem Ziel keine Lebewesen Smiley.

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Mitten in der Pampa hielten wir ein einer Stelle mit toller Aussicht ins Tal, in das wir fünf uns alle gleich mit dem Fallschirm hinabschweben lassen sollten. Paragliding stand also heute auf dem Programm… Unser “Flugbegleiter” Yusbel checkte kurz die Wetterlage bereitete sein Equipment vor und dann konnte es losgehen…

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Da die Mädels unbedingt zuerst fliegen wollten musste ich noch etwa zwei Stunden warten, was aber kein Problem war, da es genug zu sehen gab und es mittags richtig sonnig wurde…

Ein paar kurze Sicherheitsanweisungen…

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dann konnte es losgehen… Smiley Smiley Smiley

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Tja, was soll ich sagen? Paragliding in Bolivien über den Anden… War wirklich unglaublich. Der Flug dauerte etwa 15 Minuten. Die Aussicht von ganz oben ist unbeschreiblich. Glücklicherweise war das Wetter bei mir so sonnig und warm mit ein bisschen Wind, dass wir gut aufsteigen und ordentlich Höhe gewinnen konnten (Mareite kam schon nach etwa 8 Minuten runter, da es morgens noch wolkig und recht frisch war). Hanna hatte bei Ihrem Flug das Glück, das für kurze Zeit drei Kondore direkt neben ihr herflogen…

Kurz vor Ende des Fluges (und in relativ grosser Höhe) meinte dann Yusbel: “Are you ready for some acrobatic”?

Es folgten einige ziemlich zügige Kreisel Richtung Erdboden, bevor wir sicher landeten. Guter Mann, unser Fluglehrer. Man hatte bei ihm nie das Gefühl unsicher zu sein. Man konnte den Flug, die Aussicht und das Erlebnis an sich jederzeit geniessen…

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Nach unserer Rückkehr und einem gemeinsamen Getränk mit der Gruppe entschieden die beiden Neuseeländerinnen und ich uns dazu noch ein bisschen in der Stadt zu bummeln und eventuell zu shoppen… da es morgen in Potosi wahrscheinlich relativ frisch werden könnte legte ich mir mal eine schöne,  warme und kuschlige Alpacajacke und ein paar Alpacahandschuhe für kleines Geld zu Smiley

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Unser Abendessen nahmen wir in einer etwas feineren Lokalität ein. Sehr lecker! Smiley Eddy und Colin (so hiess er, und er ist aus England und nicht aus Norwegen, wie ich erst dachte) kamen ein bisschen später und dezent beschwipst, da sie ihrem Freigetränk nach der Quadtour noch einige weitere folgen liessen… Cheers!

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Morgen früh gehts dann weiter nach Potosi… Ich hoffe weiterhin auf top W-Lan-Verbindungen in den Hotels…

Gute Nacht aus Sucre Smiley

Tag 3: Freizeit in Sucre Teil 1

Die Tage drei und vier unserer Tour konnten und können wir uns relativ frei einteilen. Es ist kein festes Programm vorgesehen. Diesbezüglich wurden gestern Abend noch im Touristenzentrum diverse Aktivitäten angeboten und gebucht. Da ich unbedingt die 60 Millionen alten Dinosaurierspuren sehen wollte, die ganz in der Nähe zu bestaunen sind, entschied ich dies heute zu tun…

Einige aus der Gruppe hatten heute morgen eine Hiking- oder Mountainbiketour gebucht. Die 11 Personen, die erst gestern zu uns gestossen waren mussten in Sucre bei der Ausländerbehörde auflaufen, da sie (durch eine eigentlich geschlossende Grenze von Brasilien nach Bolivien ins Land gekommen waren) sich aktuell illegal in Bolivien aufhielten… konnte aber alles geklärt werden…

Ich machte mich also allein auf die Socken und erkundete Sucre. Die Hauptstadt Boliviens liegt mitten in den Anden auf einem Hochplateau in einer Höhe von 2800m. Mit rund 200000 Einwohnern ist die schönste Stadt Boliviens deutlich geringer besiedelt als La Paz.

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Ähnlich wie La Paz ist Sucre umrahmt von mächtigen Andengipfeln. Das Flair der Stadt ist allerdings ganz anders. Die Stadt ist sehr grün, es gibt viele kleine Parks und ruhige Plätze. Fast alle Häuser der Innenstadt sind weiss (oder waren es zumindest mal Smiley). Die Strassen sind eng und viel befahren. Es gibt nur Einbahnstrassen, was das Befahren dieser Stadt für Auswärtige wohl sehr schwer macht… Ähnlich wie Mannheim ist das Stadtzentrum quadratisch aufgebaut. Die Orientierung ist sehr einfach… Überall sieht man Strassenhändler, Schuhputzer oder Kinder, die einem Süssigkeiten verkaufen wollen… Die Stadt ist wirklich sehr angenehm. Die Wege sind kurz, man hat überall die Möglichkeit sich mal kurz auf eine Bank im Grünen zu setzen, es gibt viele nette kleine Cafes, Restaurants und Bars und man kann gut shoppen…

Nachmittags traf ich mich dann mit Janine aus der Schweiz um zu den Dinospuren zu fahren… Sie war inzwischen auch offiziell und legal in Bolivien eingereist Smiley Mit dem Dinotruck (sah eigentlich aus wie ein ganz normaler, alter Doppelstockbus) waren wir etwa 20 min unterwegs bis wir auf einer Anhöhe ankamen, wo eine Art Dinosaurier Park aufgebaut war…Von oben hatte man eine tolle Sicht auf Sucre und die Anden…

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Wir nahmen an einer englischsprachigen Führung mit unserem sehr engagierten Guide Juan Carlos teil, wurden aber anfangs direkt enttäuscht, da man aufgrund von sicherheitstechnischen Gründen nicht wirklich nah an die Spuren (die teilweise 1,50m Durchmesser hatten) randurfte, die auf der gegenüberliegenden Seite in einer grossen Felswand zu sehen waren…

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Mmmmhhhh, viel sieht man nicht… wie gesagt, wir konnten leider nicht näher ran Trauriges Smiley Hier vielleicht mal ein Bild aus dem Netz, damit man mal n Eindruck bekommt…

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Nunja… wir schauten uns noch ein wenig im Dinopark um… Smiley

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…und traten dann die Heimreise mit dem Dinotruck an…

Da mein Gepäck immernoch nicht da ist, und wohl auch erst am Donnerstag kommt (superanstrengend, die ganze Rumtelefoniererei) beschloss ich mich noch in der Stadt mit diversen Kleidungsstücken einzudecken. Darf dann alles KLM zahlen, wenn die es nicht gebacken kriegen meine Tasche in den nächsten Flieger nach Lima zu verfrachten… inzwischen bin ich diesbezüglich echt genervt und  werde dem auch nach meiner Rückkehr nachgehen. Kann einfach nicht sein, dass ich hier fast ne Woche auf mein Gepäck warten muss!!!

Ansonsten alles o.k. bei mir… ich geh mal schlafen, morgen steht Action auf dem Programm!!! Smiley

Tag 2: Transfer nach Surce

Der Tag startete ziemlich plötzlich und viel zu früh mit einem Wake-Up-Call um genau 5 Uhr… also schälten sich mein dezent schnarchender englischer Zimmerkollege und ich aus unseren Betten um pünktlich um 5:30 Uhr in der Lobby zu sein… Bei wirklich saukaltem Wetter wurden wir dann zum Flughafen transferiert wo Karina und ich uns erstmal wieder um mein Gepäck bzw. dessen Standort kümmerten… Im Vergleich zu gestern konnte man uns heute Morgen wenigstens sagen wo es ist, nämlich auf dem Weg von Amsterdam nach Lima… mmmmhhh, also wird das heute wieder nix Trauriges Smiley, denn es muss ja noch nach Surce transportiert werden… Nunja, ärgerlich, aber ich kanns nunmal leider nicht ändern… Ich hoffe, dass es morgen in Sucre ankommt…

Also starteten wir nach Surce durch mit Zwischenstopp in Cochabamba, einem kleinen Städtchen mitten in den Anden. Der Flug dorthin war wirklich toll. Da die Flugzeit nicht so lange war flogen wir auch nicht so hoch und somit direkt durch die Andengipfel vorbei an einigen beeindruckenden 6000ern… Leider konnte ich aus dem Flugzeug keine Fotos machen, da ich direkt über dem Flügel saß, und die Sonne im Gesicht hatte Trauriges Smiley aber echt ein sehenswerter Flug…

Nach drei ewig langen Stunden Aufenthalt ging es dann weiter nach Sucre… dieses mal saß ich besser (auch wenns keine schneebedeckten Gipfel mehr zu sehen gab).

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In Surce angekommen wurden wir fix zu unserem (sehr schönen) Hotel transferiert, wo ich dann auch den Rest der Gruppe kurz kennenlernte… Da wir aufgrund unserer frühen Abflugzeit aus La Paz kein Frühstück einnehmen konnten und hungrig waren gingen wir dann erstmal direkt zum Lunch über…

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Auf Karinas Tipp hin entschied ich mich für das linke Gericht: Lamafilet (medium gebraten) mit bolivianischem Kartoffelpüree und Gemüse. Erst war ich skeptisch, nach dem Probieren absolut überzeugt… sehr lecker!!! Erik und Marte (so hieß sie glaub ich) aus Norwegen entschieden sich für den Mexican Platter. Auch keine schlechte Wahl…

Und hier nun also die komplette Gruppe. Die elf, die heute noch zu uns gestossen sind haben schon einen Brasilientrip hinter sich und nehmen nun noch ein bisschen Bolivien und Peru mit…

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Links auf dem Bild ist unser Guide Karina mit Ihrem Freund Ariel, der kurz fürs Essen vorbeikam…

Und rechts wäre dann der Rest der Gruppe… leider hab ich noch nicht alle Namen drauf… Ich fange mal links an und kreise dann um den Tisch bis rechts vorne:

Janine aus der Schweiz, Anna aus Neuseeland, Erik aus Norwegen, Marte aus Norwegen, … (seinen Namen habe ich gerade nicht mehr parat) aber auch aus Norwegen Smiley, hinten links in der Ecke ist Eddy aus Winchester in England (mein Zimmernachbar), Emanuel und Tamara aus der Schweiz, bissl verdeckt sind Carmela aus Norwegen und Joan aus Quebec in Kanada, Hanna aus Neuseeland, Volker aus Ludwigsburg Smiley, Laureen aus Irland und … (weiss ich gerade auch nicht mehr) aus Norwegen…

Insgesamt sind wir also 14 Reisende… Ich bin nach Joan glaub ich der Zweitälteste (natürlich nur auf dem Papier Smiley mit geöffnetem Mund). Ein paar sind so um die 30. Eddy und die ganzen Norweger dürften so Anfang bis Mitte 20 sein… alle sehr nett, sehr weltoffen und interessiert. Denke mit ihnen werde ich noch viel Spass haben… Smiley

Nach dem Essen zeigte uns Karina dann noch ein bisschen was von Sucre…

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Nach einem kurzen Besuch im Hotel, konnten sich noch einige dann noch zu einer kleinen Abendaktivität aufraffen, während die meisten müde vom Tag ins Bett sind. Im Joyride Cafe ging nach dem Lama am Mittag aber nur noch n kleiner Snack bei mir… Chilli mit Nachos und n bissl Salat Smiley

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Nochmal zum Üben von links nach rechts: Karina (Guide), Anna aus Neuseeland, Janine aus der Schweiz, Laureen aus Irland und Hanna aus Neuseeland…

Soweit die News des Tages… wir sind jetzt noch zwei Tage hier in Sucre, die wir grösstenteils selber gestalten können. Ich werde mir morgen mal die 60 Millionen alten Dinosaurierspuren ansehen, die nur wenige Kilometer von hier zu sehen sein sollen…

Ps.: Eine Person, die ich hier jetzt nicht öffentlich nennen will fragte mich heute per Mail, warum die Bilder so klein sind… Mein Tipp: Einfach die Bilder anklicken, dann werden sie gross (für die, die das auch nicht wussten) Smiley mit geöffnetem Mund

Mal wieder einen Gruss und eine gute Nacht von mir Smiley

Tag 1: La Paz im Alleingang

Gegen 10 Uhr startete ich meine Tour durch die Innenstadt von La Paz. Da mein Hotel ziemlich zentral liegt und ich durch fundierte Infos von Karina sowie einem Stadtplan bestens informiert war entschied ich mich die Innenstadt zu Fuss zu besichtigen, was ungefähr drei Stunden dauerte, sich aber lohnte… Ein bisschen nervig ist, dass es entweder nur steil berghoch, oder bergrunter geht… es gibt so gut wie keine ebenen Strassen und Wege… dann noch die Höhe von 3600m dazu…mmmhhhh, anstregend! Auf den Strassen und in den Gassen ist wirklich einiges los, sehr belebt diese Stadt. Überall wird was verkauft, gehupt, gerufen usw. Trotzdem hat man nicht den Eindruck, das Unruhe oder Hektik herrscht. Die Menschen sind ziemlich reserviert und keiner, aber wirklich gar keiner kann auch nur einen Satz englisch!!!

Ich schaute mich in Ruhe um…

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Für den Nachmittag entschied ich mich auf einheimische Mithilfe zurückzugreifen um ein paar Insider Tipps zu erhalten. Ich sprach etwa 10 Taxifahrer an, ob sie zumindest ein bisschen englisch können, aber Pustekuchen… Der elfte antwortete auf meine Frage “Du you speak english?” mit einem entschiedenen “Yes“! Ich stieg freudig erregt ein und wollte eine Kommunikation starten. Doch als ich auf meine Fragen “How are you?” und “Are you sure that you speak english?” in ein verdutztes Gesicht blickte reduzierte sich meine Freude wieder ein wenig… Nun gut, ich entschied mich mit Händen und Füssen zu verständigen, was dann irgendwie auch klappte… also, Freddy hiess mein Fahrer für diesen Nachmittag. Und da der Shuttleservice für 3 Stunden schlappe 15 Euro kostete nahm ich dann auch in Kauf, dass er dann doch nicht so gut englisch konnte… ansonsten ein wirklich lässiger Typ…

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Nun, auch Freddys Toyota schien seine besten Tage schon hinter sich gehabt zu haben, aber wozu braucht man auch schon solche Dinge wie einen Kotflügel, ein Amaturenbrett, oder einen Blinker… Smiley

O.k., ich gab Freddy zu verstehen, dass ich gerne die Insider-Highlights von La Paz sehen würde. Zielsicher brachte er mich zuerst zum Valle de la Luna (Mondtal), und so sah es dort auch aus. Direkt neben der Stadt gab es diese riesigen Stein und Fels-Formationen zu sehen… sehr beeindruckend…

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Ein paar schöne Plätze, Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte gabs auch noch…

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Was die Stadt wirklich spektakulär werden lässt sind die grossen Höhenunterschiede. Das relativ niedrig gelegene Zentrum (in dem die etwas reicheren Leute leben) ist quasi umrahmt von deutlich höher gelegenen Vierteln El Alto auf der einen Seite und Miraflores auf der anderen.Beeindruckend ist sicherlich auch die tolle Sicht auf die schneebedeckten Andengipfel…

La Paz ist meiner Meinung nach eine wirklich sehenswerte Stadt, sowohl der Stadtkern an sich, als auch die Umgebung… top!

Heute Abend habe ich dann mal meine Gruppe kennengelernt, zumindest mal ein Teil davon… Eddy aus England ist mein Zimmernachbar. Netter Typ, und schon über zwei Monate in Südamerika unterwegs… dazu kommt ein schweizer Ehepaar und eine Irin… den Rest werde ich morgen kennenlernen… schaun wir mal…

Ich bin dann mal weg… morgen klingelt der Wecker schon um 5 Uhr, da es mit dem Flieger in die Hauptstadt Boliviens geht, nämlich nach Sucre…

Gute Nacht aus La Paz Smiley

Anreise Teil 2

Soooo, einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich Euch allen…

Ich hätte es dann auch geschafft und meine Zieldestination erreicht… Was in Lima alles noch so gut aussah, hat dann in La Paz nicht mehr ganz so gut geklappt… Wollte eigentlich den ganzen Flug schlafen, aber irgendwie kam die nervige Stewardess ständig mit irgendwelchen neuen Einreisepapieren, die ich ausfüllen sollte, aber im Endeffekt gar nicht wichtig waren… Nunja, es kam so wie es kommten musste…

In La Paz angekommen stand ich dann um ein Uhr nachts Ortszeit eine geschlagene Stunde neben dem saulaut quietschenden Gepäckband, aber meine Tasche kam natürlich nicht!!! O.k., am Schalter Bescheid gegeben… und jetzt schauen wir mal…

Mein Transfer zum Hotel war leider auch nicht anwesend, so dass ich mit dem Taxi mein Hotel ansteuerte. Mein Fahrer Jose holte alles aus seinem etwa 20 Jahre alten Toyota Corolla raus. Netterweise wollte er auch ein bisschen Tourguide spielen, doch es haperte massiv am Englisch… aber er wusste sich zu helfen. Immer wenn irgendwas von der Stadt zu sehen war deutete er mit dem Finger drauf und meinte voller Freunde: “La Paz!” Soso, guter Mann… Ich war also richtig Smiley

Gegen halb drei Uhr nachts erreichte ich dann supermüde mein Hotel mitten im Zentrum…

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Geschlafen habe ich allerdings durch den Jetlag nicht allzu viel… und heute ging es früh raus, da ich meinem Gepäck hinterhertelefonieren musste…

Glücklicherweise war mein Tourguide bereits heute Morgen im Hotel… Karina Molina heisst sie, und sieht nicht wirklich aus wie ein Tourguide (Bilder folgen sicherlich noch). Gut, dass ich sie bereits heute Morgen schon traf. Sie beruhigte mich bezüglich meines Gepäcks und kümmert sich selber drum… sollte schnell gehen. Sie gab mir noch wertvolle Tipps bezüglich meiner Tagesplanung heute und dem gesamten Ablauf der Tour… Heute Abend lerne ich meine 16 Teilnehmer grosse Gruppe kennen. So wie es mitbekommen habe sind auch zwei, drei deutsch sprechende dabei… ich bin gespannt…

Gerade habe ich mal beim Frühstück bolivianische Rühereier und sehr leckeren Südamerikanischen Kaffee getestet… top!!!

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Einen Stadtplan habe ich auch, also werde ich gleich mal in die City durchstarten und schauen was da so geht…

Vielleicht noch ein paar kurze Anmerkungen zu La Paz: La Paz ist nicht die Hauptstadt Boiliviens, wenngleich sich der Regierungssitz hier befindet. Die Stadt erhebt sich teilweise bis 4200m über dem Meeresspiegel… Mein Hotel ist etwa auf 3800m Höhe. Als ich vorhin zwei Stockwerke runter zur Rezeption bin aber oben etwas vergessen habe und nochmal hoch musste hab ichs richtig gemerkt… gepumpt wie ein Maikäfer… wirklich übel… nachts kühlts auch richtig runter. Bin froh, dass ich auch im Handgepäck einiges zum Anziehen dabei hatte. Hier im Hotel findet sich alles was es an Nationalitäten gibt… Asiaten, Europäer, Australier… Mein Frühstück habe ich eben mit ner kanadischen Familie eingenommen…

So, ich geh dann mal ein wenig on Tour… Wir haben strahlend blauen Himmel hier bei angenehmen 16 Grad…

Viele Grüsse. Ich hoffe Euch gehts allen gut!

Ps.: Hier in Bolivien bin ich sechs Stunden zurück, in Peru sinds dann sieben.

Die Anreise

Hallo alle zusammen und ein morgendlicher Gruss (bei mir ist es eher ein abendlicher) aus Lima, wo ich gerade vier Stunden Wartezeit überbrücke…

Bis hierher habe ich es also schonmal geschafft… Bei mir ist alles gut,ich hoffe mal bei meinem Gepäck auch… leider hatte nämlich mein Verbindungsflug von Frankfurt nach Amsterdam aufgrund des schlechten Wetters und eines vollen Rollfeldes eine kräftige Verspätung. Im zügigen Ludwigsburger Citylauf-Tempo gings dann für mich quer über den ganzen Flughafen von Amsterdam. Den Flug habe ich eigentlich noch recht locker bekommen… wie gesagt, mein Gepäck hoffentlich auch… aber das werde ich gleich mal in Erfahrung bringen…

Die Flüge an sich waren o.k. Die Stunde von Frankfurt nach Amsterdam brach mein Sitznachbar Neill aus Irland alle möglichen Alkoholrekorde… 5 Dosen Heineken Bier und einen Gin Tonic… Erstaunlich, dass die Stewardessen ihm immer wieder was gebracht haben Smiley

Der Flug von Amsterdam nach Lima dauerte fast 13 Stunden und die ganze Zeit musste ich mir holländisch anhören Trauriges Smiley Naja, jetzt sinds nur nochmal drei weitere nach La Paz und dann hab ichs geschafft…

Übrigens: Bei der Ankunft hier ist man ein wenig irritiert… nix mit lange hell im Juli… Bin hier um kurz nach sechs Ortszeit gelandet, da wars schon fast stockdunkel! Etwa 20 Grad hats noch draussen und es ist ordentlich bewölkt…

So, ich schau dann nochmal was mein Gepäck so macht… Melde mich wieder wenn ich angekommen und wieder W-Lan habe…

Ps.: Eventuelle Rechtschreibfehler liegen auf jeden Fall an der kleinen Netbooktastatur und nicht an mir Smiley

pps.: Kleiner Nachtrag: Nach Gepäckcheck alles in Ordnung… Meine Tasche hat also genauso schnell wie ihr Besitzer den Weg zum richtigen Gate in Amsterdam gefunden. Smiley

Der Countdown läuft :-)

Hallo und schönen guten Abend…

Hiermit melde ich nun offiziell für die nächsten 31 Tage ab und bin dann mal weg… So ganz weg werde ich für alle Leser dieses kleinen Blogs hoffentlich nicht sein, und hoffe (wie schon in meinem Eingangspost geschrieben) auf die regelmässige Möglichkeit Euch mit südamerikanischen News zu versorgen…Es wird ja vermutlich genug zu erzählen geben…

In diesem Sinn wünsche ich ein schönes Wochenende, einen schönen Restsommer und mir eine gute und problemlose Reise…

Die Koffer sind gepackt… es kann losgehen… bis bald!!!

 

 

Die Tour in der Übersicht :-)

Hallo Freunde, Verwandte, Bekannte, Kollegen und alle Leser dieses Urlaubsblogs…

Nun ist es also bald soweit, und ich starte in meinen
langersehnten Sommerurlaub. Doch anders als sonst stehen dieses Mal keine
entspannten zwei Wochen Strand mit ab und zu ein bisschen Laufen und dem ein,
oder anderen Ausflug auf dem Programm, sondern eine komplett durchgeplante Tour
über 31 Tage quer durch Peru und Bolivien…

Alles hatte mit der unverhofften Möglichkeit durch
meinen Arbeitgeber begonnen vier Wochen Urlaub am Stück zu nehmen (danke
nochmal, Andrea). Diese Möglichkeit packte ich natürlich am Schopf und kümmerte
mich umgehend darum diese vier Wochen möglichst sinnvoll zu füllen (der wer
mich kennt weiss, dass ich nicht so gern in meinem Urlaub zu Hause rumsitze).

Die ersten Planungsversuche auf eigene Faust oder mit
Hilfe einiger Reisebüros waren weniger vielversprechend, bis ich über eine sehr
nette Ludwigsburger Reisebüromitarbeiterin auf eine Homepage eines
Reiseveranstalters aufmerksam wurde, die eben solche längeren Gruppentouren in
aller Welt organisiert… So bin ich auch auf diese Peru/Bolivien-Tour aufmerksam
geworden… Nach längerer Recherche über die Reiseroute und Befragung einiger
Bekannter mit Peruerfahrung stand für mich das Ziel meines diesjährigen
Sommerurlaubes fest!

Die Fakten:

–       31 Tage Rundreise Peru und Bolivien

–       Gruppenreise mit 15 Personen aus aller Welt, die ich nie zuvor gesehen habe

–       Benutzte Verkehrsmittel: Flugzeug, Bus, Nachtzug, Boot, Kanu, Allradjeeps, zu Fuss

–       Übernachtungen: einfache Hotels, Dschungel Lodges, Gastfamilien, Camping

–       Hoher Fitnessfaktor, viel Adventure

–       Highlights: Machu Picchu, Titicacasee, Atacama Wüste

Für alle, die Lust haben mich auf dieser Reise zu begleiten habe ich diesen Blog erstellt… Mein kleines Netbook und ich versuchen Euch regelmässig über meine Aktivitäten in Südamerika upzudaten und Neuigkeiten in die Heimat zu schicken. Ob und wenn ja wie regelmässig das klappt kann ich zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht sagen. Meiner Information nach gibt es in Peru und Bolivien vor allem in den Städten in Cafes und Hotels die Möglichkeit online zu gehen und diesen Blog entsprechend zu aktualisieren. In der Atacama Wüste und auf dem Weg nach Machu Picchu wird es eher schwer werden einen Hotspot zu finden, aber ich werde mich auf die Suche begeben. Insofern ist es wahrscheinlich, dass Ihr auch mal ein paar Tage auf Neuigkeiten von mir warten müsst… ich hoffe aber, dass ich das schon regelmässig hinbekomme…

Ich wünsche Euch eine gute Zeit und viel Spass beim
Lesen meines Blogs!

Hier noch eine kleine Übersicht über das, was mich in
den nächsten 31 Tagen erwartet!

Tag 1 La Paz

Ankunft im Laufe des Tages.

Tag 2-4 Sucre

Flug nach Sucre. Optional kannst du 60 Millionen Jahre
alte Dinosaurierspuren begutachten.

Tag 5 Potosí

Busfahrt nach Potosí. Optionaler Besuch einer
funktionierenden Silbermine oder Zeit die Stadt und die Casa de la Moneda zu
entdecken.

Tag 6-8 Uyuni/Salzpfannen (3F, 3M, 3A)

Busfahrt nach Uyuni. Freue dich auf eine dreitägige
Allradexkursion in die Salar de Uyuni, die Wüste der Umgebung und spektakuläre
Landschaften.

Tag 9 Nachtbus/Zug nach La Paz

Fahrt mit Nachtbus und Zug zurück nach La Paz.

Tag 10-11 La Paz

Optionale Stadtrundfahrt oder Zeit, die Märkte und
Gassen der Stadt zu entdecken.

Tag 12-14 Puno/Taquile (F, M, A)

Busfahrt durch das Altiplano über die Grenze in die
peruanische Stadt Puno am Ufer des Titicacasees. Du besuchst die kommenden zwei
Tage die schwimmenden Inseln der Uros und genießt eine Führung über den See.
Übernachtung bei einer einheimischen Familie. Optionaler Besuch des Friedhofes
von Sillustani.

Tag 15 Cuzco

Du reist nach Cuzco.

Tag 16-17 Amazonasdschungel (2F, 2M, 2A)

Du fliegst nach Puerto Maldonado. Mit einem
motorisierten Kanu fährst du in deine komfortable „G Amazon Lodge“,
die nachhaltig bewirtschaftet wird, und erkundest mit deinem lokalen Führern
den Urwald. Möglichkeit, Piranhas zu fischen. Gummistiefel sind an der Lodge
vorhanden.

Tag 18 Cuzco

Rückflug nach Cuzco am Morgen. Freizeit, Cuzco zu
entdecken oder zu entspannen. Optional kannst du eine Stadtrundfahrt machen.

Tag 19 Ollantaytambo

Ganztägige geführte Besichtigung des Heiliges Tals und
der Ruinen von Ollantaytambo. Besuch einer lokalen Gemeinde.

Tag 20-23 Der Inkapfad nach Machu Picchu (3F, 3M, 3A)

Viertägige geführte Wanderung auf dem Inkapfad nach
Machu Picchu. Option, vor der Rückkehr nach Cuzco die Inkabrücke zu
besichtigen.

Tag 24 Arequipa

Flug nach Arequipa. Freier Nachmittag, um die Stadt zu
erkunden oder optional das Santa Catalina Kloster zu besuchen.

Tag 25-27 Colca Canyon/Arequipa

Führung in die Colca-Schlucht, um Condore zu
beobachten. Optionaler Besuch der lokalen Thermalquellen. Rückfahrt nach
Arequipa an und Fahrt mit dem Nachtbus nach Nazca.

Tag 28 Nazca

Führung des Nazca-Wüstenfriedhofs und Besuch einer
Töpferwerkstatt. Optionaler Flug über die Nazcalinien.

Tag 29 Pisco

Fahrt nach Pisco. Unterwegs Besuch eines Weinguts und
der Oase von Huacachina. Optional kannst du Sandboarden.

Tag 30 Lima

Optionaler Besuch der Ballestas Inseln und Busfahrt
nach Lima.

Tag 31 Lima

Abreise im Laufe des Tages.