Tag 25: Angekommen im Norden

Dienstag, 27.05.: Also die Sitze im Ghan-Zug sind wirklich nur zum Sitzen da. Selbst wenn man sie ganz runterklappt schläft man nicht wirklich komfortabel. Bin bestimmt zwischendurch zehnmal aufgewacht weil ich schlecht lag… Um 7:30 Uhr gingen dann die Lichter an und die Nacht war vorbei. Alle Mann die Sitze hochklappen und zum Frühstücksbuffet einen Wagen weiter!

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Kurze Zeit später erreichten wir dann das Örtchen Katherine, wo wir einen vierstündigen Stopp einlegen sollten um eine der insgesamt elf Schluchten (für die Katherine bekannt ist) zu besuchen. Im Stile einer Völkerwanderung wälzten sich also alle Passagiere Richtung der bereitstehende Busse. Wir hatten glücklicherweise ein eigenes kleines Taxi. Smiley

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Der Ort Katherine beherbergt ungefähr 10000 Einwohner, die zumeist in der benachbarten Goldmine oder in der Landwirtschaft tätig sind. Durch die Schluchten arbeiten in den letzten Jahren auch mehr und mehr Menschen im Tourismus.

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Die Fahrt zur Schlucht dauerte etwa 30 Minuten. Unsere Fahrerin Karen (ein echtes australisches Original) redete ohne Ende und startete zweimal das Taxameter neu, da die 100$ überschritten waren Smiley

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An ihren Fotokünsten muss sie wohl noch ein wenig arbeiten… vielleicht hat sie aber auch einfach nicht den Zoom an meiner Kamera gefunden Smiley

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Vom Cultural Center des Nitmiluk National Parks musste man noch etwa 20 Minuten wandern um einen schönen Ausblick auf die Schlucht zu haben.

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Vor allem im unteren Teil der Wanderung tummelten sich tausende Fledermäuse, die Krach ohne Ende machten und auch einen nicht wirklich angenehmen Geruch verbreiteten.

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Ansonsten gabs mal wieder jede Menge Kängurus, Vögel und anderes Kleinviehzeug Smiley

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Am Aussichtspunkt hatte man eine nette Übersicht über die Schlucht, die für die Aborigines auch eine sehr grosse spirituelle Bedeutung hat.

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Auf dem Rückweg zum Bahnhof stoppten wir kurz an der “Old Katherine Bridge”. Vor ein paar Jahren war diese mal komplett vom Fluss überschwemmt.

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Um 12:30 Uhr wurde dann wieder geboardet… Waren ja nur noch vier Stunden bis zur Ankunft in Darwin. Smiley

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Nach einem Chicken Wrap zum Mittag…

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…ein paar Seiten Seiten meines Buches und der Aufbereitung des heutigen Blogeintrages waren wir schon fast in Darwin. Muss wirklich sagen, dass die 23,5 Stunden Fahrt alles andere als langweilig waren. Dadurch, dass die Fahrt längere Pausen beinhaltet, man nachts ein paar Stunden schläft und durch das Bistro auch jederzeit was essen oder trinken kann hat man irgendwie immer was zu tun. Ab und zu hat sich sogar mal der Blick nach draussen gelohnt, denn neben dem ein oder anderen Tier gabs es streckenweise (kontrollierte) Buschbrände zu sehen…

Pünktlich gegen 17:30 Uhr rollte der Zug in Darwin ein… Wir schnappten unser Gepäck, quetschten uns wieder in ein Sammeltaxi und wurden zu unserer Unterbringung für die heutige Nacht gebracht.

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Darwin ist im übrigen mit 120000 Einwohnern die Hauptstadt des Northern Territorys. Als wir ankamen waren es noch schlappe 32 Grad. Die hatten wir im Red Center zwar teilweise auch, jedoch kühlt es hier oben bei weitem nicht so sehr ab. Für heute Nacht sind beispielweise 24 Grad als Minimaltemperatur vorhergesagt. Entsprechend sind auch die Leute gekleidet. Flip Flops, Shorts und wenns gut läuft ein T-Shirt. Kommt auch nicht selten vor, das die Jungs in der Stadt oder auch im Supermarkt oberkörperfrei rumlaufen… Sowohl von den Leuten, die man trifft, als auch von der Stimmung her erinnert Darwin (so auf den ersten Eindruck) sehr stark an Cairns: Viele junge Leute, Surfer, Backpacker usw.

Nach dem kurzem Einchecken in unserem mittelmässigen Hotel trafen wir uns im Restaurant nebenan zum Dinner.

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Unser “Interimsguide” Buck verabschiedete sich dann von uns, denn sein Shuttle zum Flughafen wartete schon auf ihn. Morgen früh lernen wir dann unseren Guide für die drei Tage im Nationalpark kennen. Nick heisst er, und wir sind schon gespannt… Ich geh jetzt mal schnell duschen, meine Sachen packen und dann ins Bett. Die Tour Richtung Kakadu-Nationalpark startet morgen bereits im 6:30 Uhr!

Da wir die nächsten beiden Nächte im Zelt ohne jegliches WLAN verbringen werden, kann ich erst wieder am Freitag die Einträge von Mittwoch und Donnerstag online stellen. Das Netbook ist natürlich trotzdem immer dabei. Ich denke, die nächsten drei Tage werden einige tolle Bilder liefern. Ihr dürft gespannt sein…

Dann bis in ein paar Tagen Smiley

Tag 24: The Ghan Train

Montag, 26.05.: Nach einer erholsamen Nacht in unserem Komfortzimmer wachte ich pünktlich um sieben Uhr auf um zu einem kleinen Lauf Richtung City Center von Alice Springs zu starten. Da die Stadt nicht gerade megasehenswert ist habe ich mal keine Kamera mitgenommen. Ausserdem sollten wir später sowieso noch eine Citytour machen… Frisch geduscht war ich pünktlich um neun Uhr an der Rezeption um unsere neuen Mitreisenden sowie unseren Guide für die Zugfahrt Richtung Darwin kennenzulernen. Das inkludierte Frühstück wurde im Stehen eingenommen. Es gab mal wieder Cornflakes und Coco Pops Smiley Naja, man gewöhnt sich an alles. Unser Guide für den kommenden Tag war Buck, der uns bis Darwin begleiten sollte. Für die Besichtigung der Parks bekommen wir in Darwin noch einen anderen Tourguide zugeteilt. Unsere neuen Mitreisenden sind (von links: Dominik aus London, Keith aus Nordirland und Patricia aus Gibraltar). Sie alle drei haben bereits eine Drei-Tages-Tour im Red Center mit Buck hinter sich.

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Den heutigen Tag hatten wir bis 15:30 Uhr zur freien Verfügung. Die meisten nutzen den Morgen um sich Alice Springs anzusehen. Vorher mussten wir uns aber noch von Iwan und Louise verabschieden, die uns heute verliessen und beide in den nächsten Tagen nach Sydney fliegen werden. War ne schöne Zeit mit ihnen Smiley Waren beide wirklich supernett.

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Ruud, Sarah. Almu und ich machten uns kurze Zeit später also auf den Weg in das kleine Zentrum von Alice Springs…

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Viel zu sehen gab es hier nicht wirklich. Das kleine Zentrum der Stadt ist auch recht fix abzulaufen.

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Der ANZAC-Hill ist zwar nicht besonders hoch, da aber alles rundherum ziemlich flach ist hat man eine ganz gute Aussicht auf Alice Springs und die Umgebung.

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In einem Cafe der Fussgängerzone trafen wir zufällig Keith und Dominik, die uns beim Lunch Gesellschaft leisteten.

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Am Nachmittag besuchten wir die Zentrale des “Royal Flying Doctor Service”. Seit 1928 wird dieser von Alice Springs aus koordiniert. Auf einem grossen Flatscreen (siehe unten) hat man jederzeit die Übersicht wo sich gerade welches Flugzeug befindet (egal ob im Einsatz, oder nicht).

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Im dazugehörigen Museum erfährt man alles über die inzwischen 86-jährige Geschichte der fliegenden Ärzte. Sehr interessant.

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Als vorbildlicher Tourist habe ich natürlich auch mal kurz im Nachbau einer “Flying Doctor Maschine” Platz genommen Smiley

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Zurück im Hotel wurde dann fix zusammengepackt… Gerade so passten wir sieben plus Buck, Fahrer und Gepäck in unser Grossraumtraxi Smiley

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Bis zum Bahnhof waren es etwa 15 Minuten, was was ziemlich lächerlich gegen das war, was die Zugfahrt mit sich bringen sollte. Für die Fahrt nach Darwin waren nämlich satte 23,5 Stunden veranschlagt. Diese sollten wir im legendären “Ghan-Zug” zurücklegen.

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Der Ghan-Zug ist mit einer Gesamtstrecke von fast 3000km eine der längsten Zugstrecken der Welt. Wer die komplette Tour von Adelaide nach Darwin bucht verbringt ungefähr zwei Tage im Zug und überwindet in dieser Zeit vier Klimazonen und 22,5 Breitengrade. Der ganze Zug ist in etwa 500m lang und wird in der Regel von drei Lokomotiven gezogen (wovon zwei ständig in Betrieb sind) für den Fall, dass eine mal ausfällt.

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Das Besondere ist aber, dass der Zug im Stile eines Sightseeing-Busses an verschiedenen Stationen stoppt, die Passagiere aussteigen und sich umschauen können. So stand der Zug heute zum Beispiel fünf Stunden in Alice Springs. Wir machen morgen früh an der “Katherine-Schlucht” eine vierstündige Pause um diese zu besichtigen.

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Im Bordrestaurant gabs ganz leckeres Dinner…

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In 15 Minuten gehen hier die Lichter aus. Angeblich kommt dann ein Ghan-Mitarbeiter und läutet eine Glocke, dass jeder seinen Sitz nach hinten klappen kann und weiss, dass es gleich dunkel wird… Ich werde morgen berichten… ich hoffe, ich kann ein bisschen schlafen, bin nämlich noch ziemlich müde…

Nachtrag: Gerade gingen hier die Lichter aus, aber nix von nem Mitarbeiter mit Glocke zu sehen Trauriges Smiley Schade… Corperal Stuart hatte das vollmundig angekündigt!

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Tag 23: Alice Springs

Sonntag, 25.05.: So, die vorerst letzte Nacht im Swag geschafft. Wirklich gut geschlafen habe ich nicht, aber egal. Der Wecker klingelte schon wieder recht früh, da ich gestern Abend kurzfristig noch einen Helikopter-Rundflug für heute Morgen buchen konnte.

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Also packte ich meine Sachen, frühstückte fix und fand mich pünktlich um 7:45 Uhr beim Helikopter-Landplatz ein. Paul (der Pilot meines Vertrauens für den heutigen Tag Smiley) war schon dabei den anderen beiden Flugteilnehmern Steven und Frank aus den USA einige Dinge zu erklären.

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Ich wurde kurz mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut gemacht, dann gings los zu folgender Route (da wir zu dritt waren und somit die Kapazität des Helikopters voll ausschöpften bekamen wir noch einen ordentlichen Discount und mussten nicht die beschriebenen 275$ sondern nur 220$ zahlen, was in etwa 150€ entspricht).

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Vor allem der erste Teil des Fluges (Petermann Pound) sollte interessant sein, da dieser Bereich weder zu Fuss, noch mit dem Auto zugänglich ist und er zu dieser Jahreszeit sehr grün ist.

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Halb neun hatten wir dann wieder festen Boden unter den Füssen. War ein wirklich sehenswerter Flug Smiley Ein paar Minuten später wurde ich direkt am Landeplatz eingesammelt, denn wir hatten ja noch etwa fünf Stunden Fahrt Richtung Alice Springs vor uns, die wir also direkt in Angriff nahmen.

Auf einem Rastplatz gabs sogar ein bisschen Wildlife zu sehen.

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Etwa eine Stunde vor Alice Springs hatten wir an einem grösseren Rastplatz die Möglichkeit zu einem “Camelride”. Da wir das alle irgendwann schonmal gemacht hatten und auch der Weg nicht so wirklich attraktiv war wollte niemand das Geld dafür ausgeben (auch wenns gar nicht so teuer war).

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Eine plötzliche Vollbremsung von Drill Instructor Stuart kurz vor unserem heutigen Tagesziel machte uns auf diesen etwa 1,50m langen Waran aufmerksam, der in aller Ruhe die Strasse überquerte. Wir nahmen mal die Verfolgung auf. “Don`t go too close. Maybe he bites you!” meine Squat Leader Stuart noch.

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In Alice Springs angekommen waren wir alle sehr positiv von unserer Behausung überrascht. Angenehme Grösse, Klimaanlage, eigenes Bad mit Dusche (man wird ja bescheiden Smiley) und sogar ein kleiner Pool. Die Stadt Alice Springs ist mit etwa 28000 Einwohnern ein sehr beliebter Ausgangspunkt für Touren zum Ayers Rock oder zum Kings Canyon. Eine Stadt mit vergleichbarer Grösse (oder grösser) sucht man weit und breit vergeblich. Dazu müsste man bis Darwin (etwa 120000 Einwohner) fahren und das sind schlappe 1500km!!!

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Bis zum Abendessen hatten wir noch etwa vier Stunden zur freien Verfügung. Nachdem ich die letzten drei Tage dieses Blogs mit einem absoluten Turbo-WLAN an der Rezeption unseres Hotels hochgeladen hatte entschied ich mich zu einer kleinen Wanderung auf die Berge hinter unserem Hotel (siehe letztes Bild oben), da man von dort aus wohl einen schönen Blick auf Alice Springs und die Ranges in der Umgebung haben sollte…

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Dazu gab es noch jede Menge verschiedene Kängurus zu bestaunen. Vor allem die kleinen schwarzen Bergkängurus (die wirklich ziemlich klein) sind sehr niedlich, dazu geschickte Kletterer.

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Nach einer kurzen Dusche im Zimmer trafen wir uns zum letzten gemeinsamen Dinner mit der Gruppe im hoteleigenen Bistrot. Major Stuart wartete schon auf uns.

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Auch bei unserer letzten Runde Billard klinkte er sich mit ein und verabschiedete sich dann gegen halb zehn von der Gruppe. Wenn man bedenkt, dass er jetzt zwei Wochen lang gefahren ist (fast 3000km), unser Guide war und dazu noch regelmässig gekocht hat war das schon in Ordnung. Er hat auch wirklich fast alles gewusst und mit Begeisterung sein Wissen über seine Heimat an uns weitergegeben. Manchmal hat er einfach ein bisschen zu viel gestresst wenn es (aus meiner Sicht) gar nicht nötig war.

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Morgen trifft sich die Gruppe zu letzten mal zum Frühstück, bevor die gestern angesprochenen vier von uns am Nachmittag mit dem legendären Ghan-Zug Richtung Darwin fahren. Da wir die ganze Nacht im Zug verbringen werden, kann ich morgen Abend wohl auch keinen Post online stellen. Den Tag später sollte ich aber in Darwin wieder was hochladen können…

Ich wünsche eine angenehme Nachtruhe Smiley

Tag 22: Kings Canyon

Samstag, 24.05.: Nach dem schönen Sonnenuntergang gestern wollte natürlich jeder von uns auch heute Morgen den Sonnenaufgang sehen… Dies war allerdings mit einem noch früheren Aufstehen als gewöhnlich verbunden: Um 6:10 Uhr war die eigentlich ganz angenehme Nacht im Swag schon wieder vorbei. Schnell anziehen, dann direkt in den Bus und Richtung Nationalpark, wo heute Morgen wesentlich weniger los war als noch gestern Abend.

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Ziemlich frisch wars heute Morgen. Iwan hatte ordentlich verschlafen und ist quasi in seinen Schlafhosen in den Bus gehüpft. Aber auch Ruud und Louise froren in ihren Flip Flops ordentlich. So gegen 7:20 Uhr ging dann die Sonne neben dem Uluru auf.

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Nach der Rückkehr ins Camp, einem schnellen Brecky (so nennt Curnell Stuart immer unser Frühstück) und dem Zusammenräumen unserer Sachen starteten wir dann Richtung Kings Canyon. Draussen wars inzwischen wieder ordentlich warm. Die meisten nutzten die über drei Stunden Fahrt um noch ein bisschen Schlaf nachzuholen.

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Am Kings Canyon angekommen stand eine Wanderung am Rande des Canyons auf dem Programm. Die 5,5 km waren teilweise ziemlich steil, so dass wir für die ganze Tour inklusive Pausen über drei Stunden brauchten. Aufgrund der grossen Hitze und der trockenen Luft konnte überall auf Hinweisschildern lesen, dass man doch bitte genug trinken soll. Sogar auf der Toilette konnte mal seinen aktuellen Status bestimmen Smiley

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Gegen 13 Uhr machten wir uns dann auf den Weg und stiegen zum Rand des Canyons auf.

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Gewohnt fachmännisch stoppte Captain Stuart alle fünf Minuten um irgendwelche Gesteinsformationen oder Pflanzen zu erklären. Dazu fragte er auch ständig ob irgendjemand eine Pause braucht und ob alles o.k, wäre… dabei schien er derjenige zu sein, der am meisten zu pumpen hatte Smiley

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Der Kings Canyon ist etwa 420km südwestlich von Alice Springs gelegen und galt früher bestenfalls als Geheimtipp unter den Backpackern. Inzwischen ist die Schlucht mit den bis zu 270m hohen Klippen ein absolutes Highlight des Northern Territory. Die Millionen Jahre alten Sandsteinformationen kann man über zwei Wanderwege oder mit dem Helikopter besichtigen.

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Zur Mittagspause stiegen wir ab in den Canyon hinab, wo viele exotische Pflanzen, Bäume und eine hübsche Lagune auf uns warteten.

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Etwa um 15 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg bzw. den Abstieg zurück zum Bus.

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Fazit unserer dreistündigen Wanderung: Spektakulärer Canyon! Definitiv noch beeindruckender als der Uluru. Wer mal in der Nähe ist sollte hier unbedingt vorbeischauen.

Unser Campingplatz lag keine 15 Minuten entfernt mal wieder irgendwo in der Pampa.

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Zum Abendessen kochte Lieutenant Stuart (ich glaube es war) Lammgulasch mit Reis. Hat ehrlich gesagt ein bisschen fad geschmeckt… aber o.k.

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Später gab Iwan alles um das vorher gesammelte Brennholz zu zerkleinern, damit der Tag dann mit einem schönen Lagerfeuer beschlossen werden konnte.

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Morgen haben wir dann noch etwa 450km Richtung Alice Springs zu fahren, wo uns dann Louise, Craig und Iwan verlassen werden. Almu, Sarah, Ruud und ich fahren dann übermorgen weiter in die Nationalparks. Die vorerst letzte Nacht im Swag liegt an… Freue mich auf jeden Fall morgen mal wieder in einem Bett zu schlafen. Smiley

Tag 21: Uluru + Kata Tjuta NP

Freitag, 23.05.: Stockdunkel war es heute Morgen noch als mich meine Uhr (für meinen Geschmack) deutlich zu früh aufweckte… immerhin fand ich ein paar Stunden Schlaf in meinem Komfort-Swag.

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Es ging mal wieder zackig zum Frühstück, denn wir hatten einen erlebnisreichen Tag vor uns. Heute sollte der “Uluru & Kata Tjuta”-Nationalpark besichtigt werden, der in etwa 1325m² gross und circa 15km entfernt von unserem Campinplatz in Yulara gelegen ist. Zuerst nahmen wir uns das Kata Tjuta-Gebirge vor.

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Kata Tjuta (übersetzt “viele Köpfe”) ist eine Ansammlung von insgesamt 36 gerundeten Hügeln, die etwa 50 km vom Uluru entfernt auf einer Fläche von etwa 35km² zu finden sind. Der höchste “Kopf” ist mit knapp 550m etwa 200m höher als der Uluru (Ayers Rock). Rein optisch wirkt das Kata Tjuta Gebirge mindestens genauso beeindruckend wie der wesentlich bekanntere Nachbar. Nachdem wir uns auf einem Aussichtspunkt einen ersten Eindruck verschafft haben starteten wir zu einer etwa 7,5 km langen Wanderung durch das “Valley of the winds”. Da es noch recht früh am Morgen war konnte man die Temperaturen noch einigermassen ertragen. Gegen Ende der Wanderung (nach etwa 2,5 Std.) hat die Sonne dann schon ordentlich gedrückt. Sonnencreme, Wasser und ein Sonnenhut gehörten heute zur Basisausstattung.

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Im Cultural Center des Nationalparks machten wir dann unsere Mittagspause. Fotos waren da leider nicht erwünscht… war aber auch nicht wirklich sehenswert…

Gegen 13 Uhr näherten wir uns dann dem Uluru.

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Schon n ordentlicher Berg…Smiley hier vielleicht einige nicht ganz uninteressante Fakten zum Wahrzeichen Australiens: Der für die Aborigines heilige Ayers Rock liegt etwa 450km südwestlich von Alice Springs und ist 348m hoch. Einem Eisberg ähnelnd ragt der Berg mehrere Kilometer in den Boden hinein, d.h. man sieht eigentlich nur einen Bruchteil davon. Die Ureinwohner fordern seit langem ein “Besteigungsverbot” des imposanten Monolithen, bisher jedoch ohne Erfolg. Ein etwa 10km langer Rundweg führt um den Berg, den wir dann auch mal in Angriff nahmen. Mittlerweile war es richtig heiss. Zwischendurch gab es allerdings genug Möglichkeiten die Wasserflaschen aufzufüllen.

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Aus etwa 10km wurden insgesamt fast 13km, da wir hier und da noch eine kleine Abzweigung mitnahmen, in der Hoffnung noch das ein, oder andere gute Foto zu bekommen. Gegen 16:30 Uhr hatten wir dann also etwa 20km Fussmarsch in den Beinen und eine Dusche bitternötig. Natürlich musste aber alles wieder ganz fix gehen, denn wir durften abends ja nicht zu spät zum Sonnenuntergang kommen.

Wie (gefühlt) andere 10000 Leute standen wir dann rechtzeitig am “Sunset-Viewpoint”.

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Eigentlich dachte ich immer man kann beim Anschauen eines Sonnenuntergangs nicht so viel falsch machen, aber weit gefehlt: Unser Kommandant Stuart hat vermutlich nach jahrelangem Tüfteln eine astreine Strategie entwickelt: “Well folks, take a picture every three minutes! When you upload the Fotos later you`ll see the magnificant change of the colours.” Ahso… gesagt, getan! Iwan stellte seine schweizer Stoppuhr auf ein drei Minuten-Intervall, dann wurde geknippst. Ich will hier mal nicht alle Pics hochladen (es waren insgesamt 20). Ich gebe hier mal jedes dritte zum Besten. Ich muss zugeben, unser Admiral und seine Taktik sind in diesem Fall gar nicht so schlecht gewesen… oder was meint ihr?

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Den Abend verbrachten wir dann in Yulara im “Ayers Rock Resort”. Erst gabs ein bisschen Fast Food für alle (ich habe mich mal an einem leckeren Känguru-Wrap versucht Smiley), dann wurde der Tag mit ein bisschen Billard, trinken, erzählen und australischen Football beschlossen.

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Die Swags wurden dann gegen 0 Uhr aufgesucht… langer Tag heute Smiley

Tag 20: Angekommen im Red Center

Donnerstag, 22.05.: Heute hatten wir also satte 753km vor uns mit dem Ziel Yulara, dass etwa 25km entfernt vom Ayers Rock liegt. Nach einer angenehmen Nacht unter Tage und einem (wie immer) hektischen Frühstück stand der Bus samt unserem Fahrer Stuart pünktlich um sieben Uhr vor dem Hotel. Die Fahrt (auf glücklicherweise asphaltierten Strassen) sollte inklusive Pausen etwa neun Stunden dauern… puuuuuhhhh, ganz schön lang.

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Wir kamen gerade rechtzeitig aus dem Hotel um noch den Sonnenuntergang mitzubekommen.

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Die Fahrt führte uns natürlich wieder durch ein andauerndes “Nichts” im Outback. Nach etwa einer Stunde und einer kurzen Pause auf einem Rastplatz wurde es dunkel und es begann ordentlich zu regnen.

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Trotz der recht entspannten Einstellung der meisten Aussies gelten auf Rastplätzen doch strenge Regeln Smiley

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Zwischendurch verabschiedeten wir uns dann aus “South Australia” und fielen ins “Northern Territory” ein.

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Zur Mittagspause gegen 13:30 Uhr hatten wir wieder strahlenden Sonnenschein. Bei mir gabs noch die Reste der Pizza von gestern. Aber auch die anderen hatten noch genug John`s Pizza übrig Smiley

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Die neun Stunden zogen sich ganz schön. Zumal es heute auch wenig “Wildlife” zu sehen gab. Trauriges Smiley

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Etwa eine Stunde vor Yulara stoppten wir beim “Mt. Connor”, einem Felsen, der oft mit dem Ayers Rock verwechselt wird, da er auch irgendwo im Outback ganz alleine steht.

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Im Yulara angekommen errichteten wir erstmal unser “Lager”. Die nächsten drei Nächte verbringen wir ja wieder im Swag, also auf dem Boden… Naja, gemütlich ist anders.

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Yulara ist inzwischen fast zu einer kleinen Stadt gewachsen. Fast jeder, der zum Ayers Rock will, startet seine Tour von hieraus. An Übernachtungsmöglichkeiten ist hier wirklich alles geboten, vom Fünf-Sterne-Hotel bis eben zum Swag. Alles eine Frage des Kleingelds. Und das braucht man garantiert wenn man hier ein Komforthotel bucht…

Nachdem wir alles ausgeräumt hatten startete ich mal wieder zu einem kleinen Lauf durch und sah mich mal um. Der “Ort” Yulara bietet den Touristen neben zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten auch eine Reihe von weiteren Unternehmungen. Neben Bus- und Helicoptertouren zum Ayers Rock, hat man auch die Möglichkeit Motorrad-, Quadbike- oder Kamelausflüge zu buchen. Dazu gibt es ein riesiges Visitorcenter mit allem drum und dran.

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Nicht weit entfernt von unserem Campingplatz gab es auch einen netten Aussichtspunkt zum Ayers Rock.

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Zum Abendessen servierte Stuart seine selbstgemachten Spaghetti Bolognese. Sehr lecker, auch wenn vielleicht ein Tick zu wenig Essen da war Trauriges Smiley

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Später war Craig dann wieder voll in seinem Element und schürte ein wärmendes Feuerchen.

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Unter sternenklarem Himmel sind dann alle nicht so spät ins Bett bzw. in den Swag… frisch ists auch geworden. Ich geh jetzt auch mal schlafen und schau mir noch ein wenig die Milchstrasse an… Erkennt man auf dem zweiten Bild die vier Sterne des “Southern Cross”? Mal ganz genau hinschauen! Smiley

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Morgen gehts dann also zum Uluru (so nennen die Aborigines den Ayers Rock). Wir sind alle gespannt und ich verkriech mich jetzt auch mal in meinen Swag!

Tag 19: Coober Pedy

Mittwoch, 21.05.: Leider war ich heute ein kleines bisschen spät dran, bis ich mich aus unserem 6qm-Luxuszimmer rausschälte um den Sonnenaufgang zu sehen…

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…ging aber trotzdem noch Smiley

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Erster Programmpunkt des Tages war (wie gestern angekündigt) ein schöner, einstündiger Rundflug von Willam Creek nach Anna Creek über die “Painted Hills”, eine (wie der Name schon sagt) farbefrohe Ansammlung von Hügeln mitten im Outback. Da insgesamt sechs von uns diesen Flug machen wollten mussten wir uns aufteilen, da in das Flugzeug jeweils nur drei Personen + Pilot Platz fanden. Die Mädels und Craig nahmen den Flug um sieben, Ruud, Iwan und ich waren dann um acht Uhr dran. also machten wir uns kurz vor acht auf zum “Flughafen”, oder besser gesagt, zur (nicht asphaltierten) Start- und Landebahn. Glücklicherweise war das Wetter heute super. Auch etwa 50 Papageien waren anwesend und machten ordentlich Krach.

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Kurz nach acht landete dann die “Maschine” mit den Mädels und Craig. Die fanden den Flug schonmal toll Smiley

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Unsere Pilotin Sarah checkte mal kurz ob noch genug Benzin an Bord war, dann ging es los. Leider zog ich beim “Schnick schnack schnuck” gegen Ruud den Kürzeren und musste hinten sitzen Trauriges Smiley

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Die ersten 20 Minuten flogen wir übers Outback. Da gab es wirklich gar nix… n paar Bäume, ausgetrocknete Flussläufe, Sand, Staub… das wars… trotzdem irgendwie interessant das mal zu sehen.

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Kurze Zeit später tauchten dann die “Painted Hills” wie aus dem Nichts auf. Die Hügel sind absolute Sperrzone sofern man sie übers das Land ansteuern will, da auch dieser Platz den Aborigines heilig ist. Also ist das Flugzeug die einzige Möglichkeit, diese spektakuläre Sehenswürdigkeit zu Gesicht zu bekommen.

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Nach der besagten Stunde und einem wirklich sehenswerten Flug landeten wir wieder sicher auf der etwas holprigen Landebahn.

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Da wir (mal wieder) etwas spät dran waren und Stuart schon wieder ein bissl stresste (manchmal nervt das ein wenig) frühstückten wir fix und verliessen Williams Creek weiter Richtung Norden. Dieses interessanten Schild gibt vielleicht einen kleinen Eindruck über die Distanzen, die wir hier so zurücklegen. Zur Erinnerung: Wir starteten in Melbourne und enden in Darwin… also haben wir noch einiges vor uns…

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Unsere heutige Fahrt nach Coober Pedy sollte mit etwa 170km und einer Reisezeit von knapp drei Stunden relativ moderat ausfallen. Strassen: Schotter, Sehenswürdigkeiten unterwegs: keine (wenns gut läuft ein paar Tiere) Smiley Ungefähr so wars dann auch. Ausser nem Dingo gabs nicht wirklich viel zu sehen.

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Etwa eine halbe Stunde von unserem heutigen Ziel passierten wir den mit etwa 5000km (!!!) längsten Zaun der Welt, den “Dog Fence”. Dieser wurde vor vielen Jahren von Farmern errichtet um die vielen Schafe vor Dingoangriffen zu schützen.

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Gegen 13 Uhr bekamen wir dann mal wieder eine Art “Stadt” zu sehen. Coober Pedy wird auch die Welthauptstadt des Opals genannt, da hier die grösste Anzahl dieser Edelsteine in Minen gefunden wird. Der grösste Teil der Einwohner ist auch heute noch in diesen Minen beschäftigt.

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Da die Temperaturunterschiede hier sehr massiv sein können (im Sommer bis 52 Grad, im Winter deutlich unter null) leben 70% aller Einwohner unter der Erde, in stillgelegten Minen, da es hier immer zwischen 20 und 25 Grad warm ist (egal wie die Temperaturen draussen sind). Nur die Aborigines leben an der Oberfläche. Auch unsere heutige Unterkunft liegt unter Tage.

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Direkt neben unserem “Hotel” konnte man in einer Mine sehen wie heute die Opale bearbeitet werden und die Minenarbeiter früher und heute arbeite(te)n und wohn(t)en. Sehr interessant.

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Um 17:30 Uhr schlugen wir pünktlich zur Fütterung in einer Känguru-Auffangstation auf. Vor allem verletzte Tiere oder Kängurus deren Eltern bei einem Verkehrsunfall getötet wurden, werden regelmässig zu Terry und Jo auf die Station gebracht.

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Bei John`s Pizza hat man im allerbesten Fall die Hälfte der wirklich riesigen Pizzen geschafft… Naja, wir haben ja morgen eine lange Fahrt vor uns Smiley

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Zur späteren Stunde schauten wir mal in der “Undergroundbar” vorbei, die natürlich (passend zum ganzen Ort) unterirdisch lag. Wir waren zwar die einzigen Gäste hatten aber trotzdem unseren Spass Smiley

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Nochmal kurz zur Orientierung…äääähhhhhhhhmmmmm Smiley Mannheim fast 16500km entfernt… ganz schön weit…

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Nach dem morgigen Tag wird Mannheim nicht mehr ganz so weit weg sein, denn wir fahren weiter ordentlich Richtung Norden. Etwa zehn Stunden werden wir wohl morgen im Bus verbringen bis wir in Yulara ganz in der Nähe des Ayers Rock ankommen… Neben den National Parks wird das hoffentlich das Highlight der Tour… ich bin mal gespannt.

Gute Nacht Smiley

Tag 18: William Creek

Dienstag, 20.05.: Hallo zusammen. Wie gestern geschrieben wollte ich mir heute Morgen mal den Sonnenaufgang von der Beltana Station aus ansehen. Nachdem ich erstmal ne halbe Stunde zu früh war musste ich beim zweiten Versuch gegen sieben Uhr feststellen, dass der Himmel voller Wolken war und man leider nicht so wirklich viel vom Sonnenaufgang sehen konnte Trauriges Smiley Da wir heute erst recht spät losfuhren (gegen 9 Uhr) war noch genug Zeit… na, für was wohl? Na klar n kleines Läufchen. Viel gab es leider auch heute Morgen nicht zu sehen… zumindest n bissl Sonnenaufgang ging dann doch noch.

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Nach einem fixen Frühstück ging es dann pünktlich los Richtung William Creek. Da wir heute über ziemlich ruppige Strassen fuhren und die Heckscheibe scheinbar etwas locker war, fixierte Stuart diese noch fachmännisch mit ein paar Pappen Smiley zumindest so fachmännisch, dass die “Stationsmama” Laura seine kleine daraus entstandene Schnittwunde verarzten musste.

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Bis nach William Creek waren es eigentlich “nur” etwa 250km. Da wir aber grösstenteils (wie oben erwähnt) über Schotterstrassen und mitten durchs Gelände fuhren, kamen wir nicht sonderlich schnell voran.

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Nach etwa zwei Stunden Fahrt machten wir einen kurzen Stopp im etwa 40 Einwohner zählenden Kaff “Lyndhurst”. Leider war die örtliche Tankstelle geschlossen… Pech für alle die, die nicht mehr genug Sprit für weitere 473km hatten Trauriges Smiley

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Etwa drei Kilometer ausserhalb dieser Metropole stiessen wir dann auf den nächsten “Ureinwohner”. “Alf” war passenderweise sein Name. “Don`t take him too serious my friends. Sometimes he`s hart to understand, but he`s really funny!” meinte Stuart. Alf ist ein 69-jähriger “Künstler”, der seit etwa 40 Jahren ziemlich alleine mitten in der Pampa wohnt, seine Speckstein-Kunstwerke fertigt und ab und zu Besuch empfängt. Ein sehr gewöhnungsbedürftiger Typ… Smiley

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Wir fuhren weiter zu “Orche-Schlucht”, ein Ort, der den Aborigines hier in Australien heilig ist. Spektakulär sind vor allem die vielen verschiedenen Farben, weswegen die Schlucht auch ein sehr beliebtes Motiv für Postkarten ist.

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Unser Mittagessen (es gab mal wieder Wraps) nahmen wir ein paar Kilometer weiter in “Marree” ein. Auch dieser Ort sollte (meiner Meinung nach) die 100-Einwohner-Grenze bei weitem nicht überschreiten. Inzwischen war es auch ziemlich heiss… schon ein deutlicher Temperaturunterschied zum Süden und Westen des Landes… Richtig witzig ist auch (auf dem Bild unten rechts) der Marree Yacht Club, denn der dazugehörige See hat in etwa aller 20 Jahre überhaupt mal Wasser… Smiley

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Auf unserem Weg lag heute auch der grösste Salzwassersee Australiens, der Lake Eyre. Heute präsentierte er sich uns gut mit Wasser gefüllt, was nicht immer der Fall ist. Stuart nutze die kurze Pause um den Bus mit dem Reservekanister aufzutanken… sonst hätten wir wohl die 473km nicht geschafft Smiley

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Kurz vor dem Sonnenuntergang erreichten wir dann “William Creek”. Auch nicht wirklich eine Weltstadt. Aber immerhin gibts (bzw. gabs) hier mal einen sehr günstigen 9-Loch-Golfplatz Smiley

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Unsere heutige Unterkunft toppte (von der Grösse her) unsere bisherigen Zimmer locker… grob geschätzt 6qm, davon 4qm Bett Smiley

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Im ortsansässigen Restaurant gab es gute Portionen, und lecker war das Dinner auch.

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Auf dem Weg zum Zimmer zurück fanden Iwan und ich unter ner Laterne irgendwo n WLAN-Hotspot, der auch noch ganz vernünftig war und uns bis etwa halb zehn beschäftigte… leider konnte ich nur einen, der letzten drei Tage hochladen, dann war das Netz weg. Ich versuchs jetzt nochmal, ansonsten kann ich wohl leider erst wieder in drei bis vier Tagen was hochladen… Am Campingplatz beim Ayers Rock geht da wohl nicht viel…

Morgen früh haben wir einen Rundflug über William Creek gebucht. Soll wohl eine ziemlich spektakuläre Sicht von oben sein. Ich bin mal gespannt.

ps.: Vielen Dank für die zahlreichen Geburtstagsgrüsse, die ich aufgrund des fehlenden WLANs erst eben unter der besagten Laterne lesen konnte. Habe mich über jede Nachricht sehr gefreut, auch wenn ich gerade ewig weit weg bin. Also nochmal: Danke! Smiley

Tag 17: Angekommen im Outback!

Montag, 19.05.: Alsoooooo, meine zweite Nacht im Swag habe ich deutlich besser rumgekriegt als die erste vor zwei Wochen. Habe mir ein bisschen grösseres Kissen gebaut und bis sieben Uhr durchgeschlafen (trotz holländischer Schnarchbeschallung Smiley).

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Nach einem kurzen Frühstück…

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…ging es direkt los zu einem Spaziergang Richtung Warambaroo Aussichtspunkt, von wo aus wir einen schönen 360 Grad-Blick über das Wilpena-Tal haben sollten.

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Etwa eineinhalb Stunden und sieben Kilometer später hatten wir dann den Aussichtspunkt erreicht und einen schönen Blick ins Tal.

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Den Rückweg legten wir dann ein bissl fixer zurück Smiley

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Zum Mittag gab es im Camp selbstgemachte Wraps… sehr lecker. Ein paar Zuschauer im Baum nebenan hatten wir auch.

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Gegen 12:30 Uhr verliessen wir dann den Campingplatz Richtung der “Beltana Station”. Eigentlich keine weite Strecke (etwa zwei Stunden Fahrzeit), doch Stuart bot uns an mit unserem Bus samt Anhänger ein bisschen ins Gelände zu fahren. “This gorge ist amazing, guys. It`s really magnificant.” Er sprach von der Barchina-Schlucht. Diese ist dafür bekannt, das die darin befindlichen Gesteinsformationen teilweise über 600 Millionen Jahre alt sind. Mit ein bisschen Glück sollten wir auch ein paar Tiere zu Gesicht bekommen. Also steuerten wir mal die Felsen an, die schon von weitem aus dem Bus, und später auch von einem Aussichtspunkt gut zu sehen waren.

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Auch die ersten Tiere liessen nicht lange auf sich warten. Zum ersten mal sahen wir die grösste aller Känguruarten, das rote Riesenkänguru (kann bis 2,50m gross werden) sowie einen Adler (die genaue Bezeichnung ist mir leider entfallen Trauriges Smiley). Spannweite (bis drei Meter!).

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Teilweise hatte Stuart mit dem Bus ganz schön zu kämpfen. So wirklich ist der nicht fürs Gelände ausgelegt. Hat sich aber wirklich gelohnt, die Fahrt durch die Schlucht.

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Kurz vor dem Verlassen der Schlucht begegneten wir noch einer kleinen Kängurufamilie sowie einem etwas merkwürdigen Leguan Smiley

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Bis zur Beltana Station war es nun noch etwa eine Stunde. Eine kurze Pause machten wir noch mitten im Nichts beim Prairie Hotel. Eigentlich unspektakulär bis das unten gezeigte Fahrzeug samt alten Ehepaar vor der Bar anhielt. “It was an emu!” sagte der Mann als er auf sein ziemlich ramponiertes Fahrzeug blickte. Schon ordentlich was so ein Vogel bei einer entsprechenden Kollision für Schäden hinterlassen kann. Nach Stuarts Informationen kann so ein Vogel gut und gerne 90kg wiegen…

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Gegen 16 Uhr erreichten wir dann die grösste Schafstation der Welt (!!!). Die “Beltana sheep station” ist (ungelogen) etwa so gross wie Belgien und beherbergt knapp 30000 Schafe (wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Ansonsten gibts hier in der Nähe absolut gar nix. Die nächste einigermassen grosse “Stadt” heisst “Port Augusta”, fasst knapp 10000 Einwohner und ist satte 240km entfernt.

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Nachdem wir unsere recht geräumigen Zimmer bezogen hatten war noch genug Zeit für mich um mit einem kleinen Läufchen die Umgebung zu erkunden… Viel gabs nicht zu sehen… Eine alte Bahnstation, ein kleines (vier Häuser fassendes)Dörfchen… das wars…

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Auf dem Rückweg lief ich direkt dem Sonnenuntergang entgegen… hatte ich in diesen Farben auch noch nie gesehen…

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Zum Abendessen wurde uns von der Hausherrin das beste Lammfleisch serviert, dass ich jemals gegessen habe. Die Beilagen (Kartoffeln, Süsskartoffeln, Karotten, Blumenkohl und anderes Gemüse) waren mindestens genauso lecker. Zum Nachtisch gab es Quandong-Kuchen (keine Ahnung wie man das schreibt) mit Vanilleeis. Quandong ist eine etwa golfballgrosse Frucht, die nur in Zentralaustralien wächst. Sie hat einen sehr grossen Kern in der Mitte, so dass die Frucht nur sehr wenig Essbares hergibt, weswegen man für einen Kuchen etwa 200 Früchte braucht. Geschmacklich schwer zu definieren… ein bisschen kirschig vielleicht, aber auf jeden Fall süss und lecker Smiley

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Im selben Gebäude wie das Restaurant ist im Übrigen eine Art “Beltana Schafzuchtmuseum”. Sehr interessant, wenngleich es auch ziemlich übel nach Schaf roch. Da das Restaurant (wie geschrieben) gleich nebenan war müffelte es auch dort ganz ordentlich… naja, das Essen hat ja trotzdem geschmeckt Smiley

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Die meisten sind nach dem langen Tag und der Nacht im Swag heute recht früh ins Bett. Iwan und Ruud schauen noch einen Film, und ich werde jetzt auch mal ins Bett verschwinden. Der Sonnenaufgang soll hier noch schöner sein als der Untergang. Mal schauen, ob ich so früh aus dem Bett komme Smiley

Zum Schluss noch einen herzlichen Gruss und ein nettes Dankeschön für das Geschenk und die Karte samt Reime an das Life Team… Starbucks geht ja bei mir immer… habt ihr gut gemacht. Bei folgendem “Zweizeiler” suche ich allerdings noch immer nach dem Reim:

“Beim TRX macht ihm so schnell keiner etwas vor, beim Bowling jedoch macht er irgendwie ne komische Figur!” Das hat sich bestimmt der Rob “einfallen” lassen!!! Wir werden beim nächsten Life-Meeting nochmal andiskutieren Smiley Auf jeden Fall: Danke nochmal!

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Tag 16: Wilpena Pounds

Sonntag, 18.05.: Guten Abend zusammen! Die Nacht in unserem schönen Motel in Adelaide war leider ziemlich unruhig, da einige feierwütige Australier scheinbar vor unserem Zimmer die ganze Nacht durchgesoffen und einen entsprechenden Krach gemacht haben… Trauriges Smiley Um acht Uhr waren wir aber trotzdem pünktlich und wach am und im Bus. Natürlich hat Stuart schon ganz ungeduldig mit den Hufen gescharrt, aber wie gesagt: Wir waren alle pünktlich Smiley Auch unser siebtes Mitglied der Reisegruppe war inzwischen zu uns gestossen. Almu aus Spanien ist seit etwa einem halben Jahr in Australien und hat vor dem Trip in Tasmanien gearbeitet. Nach den zwei Wochen mit uns wird sie nach Sydney fliegen um dort einen neuen Job zu finden. Auch Iwan und Lousie sind für ein ganzes Jahr unterwegs. Tja, dagegen sind meine vier Wochen hier echt mickrig.

Ok, heute ging es für uns insgesamt etwa 450km nordwärts mit dem Ziel Wilpena Pounds… Camping unter den Sternen war heute mal wieder angesagt.

Wie jeden Morgen begrüsste uns Stuart mit den Worten: “It`s a beautiful day, look at the magnificent sunshine this morning.” Überhaupt sind die Worte “Beautiful” und “magnificant” bei ihm ganz hoch im Kurs… ist ja auch toll hier in Australien Smiley

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Nachdem wir etwa eine Stunde unterwegs waren stoppte Stuart urplötzlich den Bus. Wir alle fragten uns was passiert war. Er eilte drei Damen zu Hilfe, die Probleme beim Wechseln ihres Reifens hatten… Ein willkommene Pause für alle Raucher unter uns (immerhin drei).

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Im kleinen Örtchen “Laura” hielten wir kurz um im letzten Supermarkt für die nächsten vier Tage Essen und Getränke einzukaufen und um kurz Mittag zu essen… Curry-Chicken-Pie gabs bei mir. Sehr lecker!

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Am Nachmittag wartete auf sechs von uns dann eine nette Weinprobe im für seine Vielfalt an Weinen bekannten Ort Melrose. Insgesamt sechs Weine durfte jeder mal probieren. Unser Neuzugang Ruud aus Holland nahm gleich mal ne Kiste Rotwein mit. Eher ne langweilige Veranstaltung für mich.

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Bis nach Wilpena Beach waren es etwa noch zwei Stunden Fahrt. “Watch out for Wildlife, guys!” sprach Stuart durch sein Mikro, “We often have kangaroos and emus in this place.” Die waren auch recht zahlreich am Strassenrand zu sehen. Dazu schöne Berglandschaft und viel grün.

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Gegen 16:30Uhr erreichten wir unseren Campingplatz, wo wir erstmal den Anhänger ausräumten und uns an unserem Parkplatz einrichteten. Ein recht grosser und mitten in der Natur gelegener Campground… auch hier waren wieder etliche Kängurus, die uns interessiert zuschauten.

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Da noch ein bisschen Zeit bis zum Abendessen war und es hier sehr schöne Wanderwege gab habe ich natürlich noch einen kleinen Lauf gemacht Smiley

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Im Campingplatz eigenen Restaurant gab es ein leckeres Hähnchenschnitzel…

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…bevor wir zu unserem “Übernachtungsplatz” zurückgingen um am Lagerfeuer noch ein paar Marsh Mellows zu grillen… Sehr lustige Runde, muss ich sagen. Smiley

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Soooo, ich sitze hier gerade noch am Lagerfeuer und höre unseren holländischen Freund schon von der Ferne schnarchen… ich versuche das mal zu ignorieren und selber ein bisschen Schlaf zu bekommen Smiley

Bis morgen dann mal!