Norwegen, die Zusammenfassung

Samstag, 22.08.: Leider neigt sich die Zeit in Norwegen schon wieder dem Ende entgegen. Und wie ich es mir schon vorher gedacht hatte, reicht eine Woche nicht ansatzweise aus um dieses Land komplett kennenzulernen. Beim Lesen meines Reiseführers sind mir noch unzählige weitere Ziele aufgefallen, die ich früher oder später besuchen werde. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass ich wiederkommen werden Smiley

Grundsätzlich hat in der letzten Woche so gut wie alles super geklappt. Zunächst bin ich froh nach dem langen Hin und Her und ständigen Änderungen in den Einreisebestimmungen überhaupt an der Reise teilgenommen zu haben. Als ich erstmal hier war konnte ich natürlich der aktuellen Situation zumindest eine positive Seite abgewinnen: Weit und breit so gut wie keine Touristen, was die ganzen Wanderungen durch die tollen Landschaften natürlich noch spezieller machte. Auch das Wetter hätte nicht viel besser sein können. Ein paar Tropfen in den letzten beiden Tagen sind eigentlich nicht der Rede wert. Ansonsten genossen wir viel Sonnenschein und optimale (zeitweise sogar zu hohe) Temperaturen.

Auch die Reise an sich hat gepasst. Dadurch, dass wir irgendwo im Hinterland, fernab jeder Großstadt untergebracht waren und dazu noch (wie erwähnt) fast keine Touristen unterwegs waren konnte man die Zeit wirklich super geniessen. Wir haben tolle Wanderungen unternommen, sahen spektakuläre Landschaften, einen Gletscher, dazu den größten Fjord Norwegens und sogar am letzten Tag noch einen Elch Zwinkerndes Smiley , also alles was Norwegen zu bieten hat. Zur Unterbringung und Verpflegung habe ich ja in den letzten Tagen schon recht viel geschrieben. Martin und sein (kleines) Team haben sich wirklich toll um uns gekümmert, und das immer bestens gelaunt und sehr entspannt.

Auch Tatjana hat ihre Sache gut gemacht. Sie war wirklich immer präsent, hat sich stets nach unserem Wohlbefinden erkundigt und die Tour (auch in dieser schwierigen Situation) gut und souverän durchgezogen.

Dass ich in der Gruppe der jüngste sein würde war mir eigentlich schon vorher klar. War für mich nie ein Problem, da man (auch aufgrund der Gruppengröße von nur 7 Reisenden) mit allen recht schnell ins Gespräch gekommen ist. Insofern hat das auch sehr gut gepasst.

Wie Ihr seht bzw. lest habe ich an den letzten 8 Tagen relativ wenig auszusetzen, so wie ich mir das erhofft hatte. War eine wirklich tolle Reise und (wie geschrieben) ich komme bestimmt bald wieder Smiley

Wie gewohnt hier noch ein “best of” der Bilder:

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Vielen Dank mal wieder an alle Leser fürs “Mitreisen” und bis zum nächsten Blog. Aufgrund der aktuellen Situation ist natürlich noch nicht absehbar wann und von wo aus dieser geschrieben wird. Ich hoffe allerdings, dass ich dieses Jahr nochmal aus Deutschland rauskomme, wann und wohin auch immer.

Bis dann, ich fliege jetzt mal zurück nach Germany.

der Bloginhaber Volker Smiley

Tag 7: Jotunheimen

Freitag, 21.08.: An unserem letzten “richtigen” Urlaubstag in Norwegen war nochmal ein absolutes Highlight geplant, nämlich eine Tour zum höchsten Gebirge Skandinaviens, dem Jotunheimen-Gebirge. Gewohnt sicher chauffierte Martin uns in etwa 2 Stunden zum Fuss des Bitihornes (1.600m). Eigentlich war für heute eine Besteigung des selbigen geplant, doch die instabilen Wetterverhältnisse und ziemlich dichter Nebel über dem Gipfel (siehe Bild links) machten dieses Vorhaben sinnlos, so dass wir eine alternative Route durch Jotumheimen ohne Gipfelbesteigung in Angriff nahmen. Da Tatjana diese Route noch nie gegangen war, kam Martin einfach mit Smiley

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Die recht einfache Route über etwa 10km bot uns aber tolle Ausblicke auf die vielen Gipfel des Gebirges, aber auch auf ruhige Seenlandschaften sowie Moore und Fjellheidegebiete, die eine einzigartige Pflanzenwelt beheimaten.

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Im Laufe des Vormittages kam immer öfter die Sonne raus, so dass wir trotz recht frischer Temperaturen die dicken Jacken zunächst einmal im Rucksack lassen konnten.

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Das Jotunheimen-Gebirge (übersetzt “Heim der Riesen”) nimmt etwa eine Fläche von 3.500km² ein und ist mit insgesamt 250 (!!!) Gipfeln über 1.900m (davon sogar 20 höher als 2.300m) das höchste Gebirge ganz Skandinaviens. Der höchste Berg ist mit 2.469m der “Galdhopiggen”. Die meisten Gipfel (wie z.B. auch der Galdhopiggen) sind recht einfach (mit Bergführer) und ohne größere alpine Ausrüstung auch von Kindern zu besteigen, was die Gegend zu einem sehr familienfreundlichen Wander- und Urlaubsgebiet macht (im Normalfall).

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Nach zwei flachen Kilometern stiegen wir dann ein bisschen auf um weitere schöne Aussichten zu geniessen.

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Eine kleine kulinarische Überraschung hatte Martin noch für uns mitgebracht. Auf einem dünnen Fladenbrot durfte jeder mal den in Norwegen sehr beliebten “Gamalost”-Käse probieren. Dieser besticht vor allem durch seine Inhaltsstoffe (nur 1% Fett aber 50% Eiweiß), aber leider weniger durch seinen Geschmack. Ganz schön trocken das Ding… werde ich mir sicherlich nicht mitbringen.

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Und dann passierte etwas sehr seltenes: Wir sahen andere Touristen, und zwar gleich eine ganze Gruppe. Auch heute waren wir fast ganz alleine unterwegs, auch wenn wir hier und da schonmal den einen oder anderen Wanderer sahen…

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Am Nachmittag verzog sich dann die Sonne so langsam aber sicher, und die Bewölkung nahm (wie im Wetterbericht vorhergesagt) zu. Auch ein bisschen Wind kam auf. Zum Glück fing es aber erst an (heftig) zu regnen, als wir schon wieder im Bus saßen.

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Einen Elch bekamen wir auch heute nicht zu sehen, dafür aber eine kleine Gruppe Rentiere, die in relativ großer Entfernung unseren Weg kreuzten (daher auch die ziemlich schlechte Bildqualität).

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Kurz vor dem Abstieg dann der schönste Ausblick des Tages über die ersten Ausläufer des Gebirges. Wirklich ein toller Ort und eine schöne Abschlusswanderung Smiley

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Auf dem Rückweg stoppten wir noch für etwa 90 Minuten in dem kleinen Örtchen Fagernes um letzte Besorgungen zu tätigen, einen Kaffee zu trinken und Souvenirs zu shoppen. Neben Kleidungsstücken waren auch Rentier- und Elchsalami aus dem Supermarkt dabei hoch im Kurs Zwinkerndes Smiley

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Unser letztes 4-Gänge Menü war wieder einmal absolut lecker und wurde von Martin wie immer sehr nett und charmant serviert. Sein Team und er haben wirklich jederzeit super für uns gesorgt Smiley

Morgen geht es leider schon wieder nach Hause. Könnte locker noch ne Woche hierbleiben, ein bisschen wandern und einige Menüs zu mir nehmen… aber wer weiß… vielleicht komme ich ja mal wieder… Smiley

Tag 6: Wanderung durch das Golgebirge

Donnerstag, 20.08.: Für unsere heutige Wanderung mussten wir uns (zunächst) ein bisschen wärmer anziehen. Es war zwar immernoch sehr angenehm, aber trotzdem deutlich kühler als die Tage zuvor. Außerdem zeigte sich der Himmel am Morgen doch sehr bewölkt, so dass jeder auch noch das “Schlecht-Wetter-Outfit” einpackte.

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Direkt an der Haustür unseres Hotels konnten wir zur Wanderung aufbrechen, denn heute erkundeten wir das nahelegende Golgebirge , das wohl eher als Hochplateau zu bezeichnen ist. Den ganzen Tag liefen wir auf etwa 1.000m Höhe und stiegen dabei immer wieder auf kleinere Gipfel (etwa auf 1.100m) auf.

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Glücklicherweise kam relativ schnell die Sonne heraus, so dass wir unsere Regenjacken zunächst nicht brauchten.

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Bereits bei unserer Wanderung am zweiten Tag hatten wir ja eine solche Notunterkunft für (Schneeschuh-) Wanderer gesehen. Innen befindet sich übrigens ein kleiner Kamin und Sitzgelegenheiten für etwa 10 Personen.

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Nochmal für alle, die die Namen schon wieder vergessen haben sollten (von links): Daniela (Mannheim), Tatjana (Reiseleiterin), Jeannette (mit zwei “N” Zwinkerndes Smiley aus Bonn), Judith (ebenfalls Bonn), Joachim (Lörrach), Katharina (Tirol), Paul (Mannheim), Volker (Lubu). Das mit dem Gruppen-Jumping-Picture müssen wir allerdings noch ein wenig üben Smiley mit herausgestreckter Zunge

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Wir wanderten heute etwa 5 Stunden (16,5 km), und die Anzahl der Personen, die wir in dieser Zeit trafen konnte man erneut wieder an einer Hand abzählen.

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Eine einheimische Spezialität sollte uns zur Mittagspause serviert werden. Hierzu hatte Dobrev (so der Name des Mannes für alle Fälle Nr.2) an einem Rastplatz neben einer kleinen Wurstplatte auch “Römmegröt” (Rahmgrütze) angerichtet.

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Römmegröt wird traditionell mit saurer Sahne, Milch, Weizenmehl und Butter zubereitet und würde (laut Tatjana) wie Vanillepudding schmecken

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MMmmhhhhhhh… erster Eindruck: Im besten Fall mittelmässig. Irgendwie schwamm alles in Butter und die Anzahl an Kalorien wollte ich mir gar nicht erst vorstellen. Aber o.k., wenns schmeckt… hat es aber leider nicht so wirklich. Und es war auch gar nicht ansatzweise süß, so wie ich mir das vorgestellt hatte. Mit ein paar Löffeln Zucker und Zimt ging es dann. Irgendwie hat es wohl allen nicht so dolle geschmeckt, denn der Zucker war ganz schnell leer Smiley mit herausgestreckter Zunge Aber egal, ich habe mal Römegröt gegessen… es war eine Erfahrung Smiley

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Während sich Judith und Jeannette nach diesem opulenten Mahl auf den Heimweg machten, bestiegen alle anderen noch den höchsten “Berg” des Golgebirges.

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Zwischenzeitlich zogen kurz ein paar Wolken auf und die Regenjacken kamen zum Einsatz, aber nach ein paar Minuten hatte sich das auch wieder erledigt.

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Genau 1.149m hoch ist der Storefjelltoppen, und damit die höchste Erhebung auf diesem Hochplateau. Eine schöne Aussicht hatte man von oben auch noch Smiley

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Bis zum Hotel ging es nun nur noch eine gute halbe Stunde den Berg hinunter. Inzwischen strahlte die Sonne wieder so wie wir es in den letzten Tagen gewohnt waren.

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Nach dem nicht ganz so leckeren Mittagssnack schmeckten die hausgemachten Waffeln in unserem Hotel dann umso besser.

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Da Martin noch immer mit der anderen Gruppe unterwegs war kochten heute wieder seine Mitarbeiter. Besonders interessant war dabei der Snickerskuchen zum Dessert. Hatte ich so auch noch nie gegessen, war aber lecker und hat genauso im Magen gelegen wie ein “normaler” Snickers-Riegel.

Morgen ist leider schon der letzte Tag hier in Norwegen. Geplant ist eine Tour nach Jotunheimen, dem höchsten Gebirge Norwegens. Leider soll das Wetter wohl nicht ganz so dolle werden…  ich bin aber mal optimistisch Smiley

Tag 5: Der Hardangergletscher

Mittwoch, 19.08.: Da unsere heutige Tour erst etwas später startete hatte ich zum ersten mal die Möglichkeit meine Laufschuhe zum Einsatz zu bringen. Bei sehr angenehmen äußeren Bedingungen schaute ich mir mal die schöne Umgebung in der Morgenstimmung an.

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Gegen 10:40 starteten wir dann von Gol aus mit dem Zug Richtung Südwesten in das kleine Örtchen “Finse”. Die Bergenbahn (die wir dazu nutzen) ist eine sehr alte traditionelle Zugverbindung, die insgesamt 516km von Bergen bis nach Olso (und zurück) fährt. Nach 14 Jahren Bauzeit wurde sie 1909 eingeweiht. Durch zahlreiche Brücken und Tunnel war der Bau sehr aufwendig und schwierig. 14 Bauarbeiter verloren dabei ihr Leben.

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Aufgrund der aktuellen Lage fährt der Zug täglich nur dreimal, und trotzdem war er (zumindest unser Zug) total leer. Laut Tatjana steigen in Finse im Normalfall etwa 100 Leute aus um den Gletscher zu erwandern. Heute waren es (ohne uns) gerade einmal 5 weitere Personen.

Die Fahrt an sich ist natürlich auch wirklich sehenswert. Ich bitte die schlechte Bildqualität mancher Bilder zu entschuldigen. Die Scheiben des Zuges waren sehr dreckig.

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Sogar aus dem Zug heraus konnte man bereits eine Gletscherzunge (Bild unten rechts) sehen.

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Die Fahrt nach Finse dauerte etwa 90 Minuten. Finse selbst würde ich persönlich noch nicht einmal als Dorf bezeichnen. Ein paar Häuser, kleiner Appartements und Hotels… das wars. Der Ort besitzt noch nicht einmal so etwas wie eine feste Anzahl an Einwohnern. Er ist quasi nur “geschaffen” worden um Touristen den Zugang zum Hardangergletscher zu ermöglichen.

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Gegen 12:30 Uhr starteten wir dann unsere Wanderung zum Gletscher…

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Insgesamt waren es etwa 650 Höhenmeter und 7,5km bis zum Fuße des Gletschers. Zumeist war der Untergrund ziemlich geröllig, ab und zu passierten wir einige kleine Schneefelder. Das Wetter hat auch wieder super gepasst. Zwar schauten wir zumeist in einen bewölkten Himmel, und ab und zu kamen auch mal ein paar Tropfen herunter, aber im Großen und Ganzen hatten wir wieder Glück und blieben so gut wie trocken Smiley

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Wie schon vermutet und gewohnt war auch heute weit und breit nichts zu sehen von anderen Touristen, und dass an einem Ort, der ansonsten wirklich sehr hoch frequentiert ist. Uns wars natürlich wieder vollkommen recht Zwinkerndes Smiley

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Nach etwas 2,5 Stunden Wanderung erreichten wir dann den Fuß des Hardangergletschers. Mit 73km² ist er der fünft- bzw. sechstgrößte (das variiert ab und zu ) Gletscher Norwegens. Der höchste Punkt des Gletschers liegt auf 1.800m, der niedrigste auf 1.100m. Aufgrund der klimatischen Veränderungen schmilzt der Gletscher leider immer weiter… Trauriges Smiley Was den Gletscher an sich betrifft würde ich mal ein mittelmäßiges “geeeeeeeeeeehhht” als Bewertung vergeben. Man hat eben nicht viel Gletscher gesehen, und das was man sah haute einen jetzt nicht gerade um wenn man schonmal einen oder mehrere Gletscher gesehen hatte. Regelmäßige Leser meines Blogs erinnern sich vielleicht an meine Gletschertouren in Neuseeland oder Argentinien… da war natürlich deutlich mehr geboten. Trotzdem möchte ich die Tour heute nicht schlechtreden. Die Wanderung und die ganze umgebende Landschaft waren mal wieder top. Insofern hat sich der Ausflug auf jeden Fall gelohnt, auch wenn der Gletscher an sich nicht so viel hergemacht hat…

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Zurück nach Finse nahmen wir einen alternativen Weg… ging auch ein kleines bisschen schneller. Inzwischen hatte sich die Sonne komplett verabschiedet, und es wurde etwas frischer…

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In Finse fiel uns noch dieser verlassene Fahrradverleih (es waren locker über 100 Räder) auf. Die Anzahl der Räder lässt erahnen, was hier im Normalfall los wäre… Übrigens: Keines der Fahrräder war durch ein Schloss o.ä. gesichert (vielleicht waren sie gechipt). So ist das eben in Norwegen. Kriminalität gibt es so gut wie nie… und hier auf dem Land sowieso nicht.

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Die Zeit bis zur Abfahrt unseres Zuges zurück nach Gol vertrieben wir uns im einzigen geöffneten Cafe in Finse. Ich versuchte mich mal an einem “Solskinnsbolle” (übersetzt: Sonnenscheinball). Mich erwartete ein etwas trockener Hefeteig mit deutlich zu wenig Vanillecreme und Kokosraspeln. Geschmacklich aber ganz lecker Smiley

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Gegen 20 Uhr waren wir dann erst wieder zurück im Hotel. Da Martin heute mit einer anderen Gruppe unterwegs war, haben seine Mitarbeiter das Dinner angerichtet, und zwar in mindestens genauso guter Qualität. Heute hat auch das Dessert (Schokoküchle mit flüssigem Kern und Vanilleeis) wieder vorzüglich gemundet Smiley

Morgen ist eine etwas kleinere Tour hier in der Gegend geplant, so dass wir direkt vom Hotel aus loslaufen können.

Gute Nacht und bis morgen dann Smiley

Tag 4: Durch den Sognefjord

Dienstag, 18.08.: Hallo zusammen. Heute wurde also (wie gestern bereits angekündigt) nicht (viel) gewandert. Trotzdem wars (so viel kann ich jetzt schon verraten) wieder ein toller und ereignisreicher Tag. Das Wetter ließ uns auch heute nicht im Stich. Den ganzen Tag Sonne mit einzelnen Wolken am Nachmittag, also optimal für eine schöne Tour zum größten Fjord Norwegens Smiley

Um 8:30 Uhr starteten wir mit dem Bus zu einer dreistündigen Fahrt Richtung Westen. Unser Mann für alle Fälle hatte uns mal wieder ein spitzenmäßiges Frühstück serviert und nahm kurze Zeit später gut gelaunt (auch wie immer) seinen Platz hinter dem Steuer seines komfortablen Mercedes-Busses ein um uns sicher zum Sognefjord zu bringen.

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Jede Fahrt durch diese Landschaften ist wirklich traumhaft schön. Das Bild links zeigt übrigens den Berg mit dazugehörigem Wasserfall, den wir gestern “bestiegen” hatten, und heute erneut passierten.

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Nach etwa 2 Stunden Fahrtzeit wurde es dann sehr lange sehr dunkel. Mit genau 24,51 km ist der Laerdaltunnel der längste Straßentunnel der Welt. Gut 20-25 Minuten braucht man um ihn zu passieren. Aller 5 Kilometer passiert man eine schön illuminierte Halle. Warum das so gebaut wurde? Keine Ahnung…

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Für einige Minuten geriet unsere Tagesplanung dann ins Stocken. Bei einer Verkehrskontrolle meinte es eine Beamtin sehr genau mit Martins Fahrtenbuch. Auch Martins Hinweis, dass seine Gäste pünktlich ein Boot bekommen müssen, brachte die gute Frau nicht aus der Ruhe. 20 Minuten später ging es dann glücklicherweise weiter. Leider kann man in Norwegen auch nur sehr schwer verlorene Zeit durch ein bisschen höhere Geschwindigkeit aufholen, den die Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen sind durchaus saftig. Bei einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um maximal 5km/h ist man bereits 80€ los. Fährt man innerorts 21 km/h zu schnell muss man ratzfatz 850 (!!!) Euro blechen (+ 3 Punkte), bei 31 km/h zu schnell ausserorts zahlt man dann bereits deutlich über 1.000€ (+ 3Punkte). Laut Tatjana werden in Norwegen bei noch deutlich höheren Geschwindigkeitsüberschreitungen, aber vor allem auch bei Alkohol am Steuer (0,2 Promille sind hier erlaubt) auch oft Haftstrafen verhängt. Ich würde sagen, da sind wir Deutsche selbst mit dem neuen Bußgeldkatalog noch gut bedient.

Martin fuhr zügig, aber jederzeit sicher und innerhalb der jeweils zulässigen Geschwindigkeitsbegrenzungen, und brachte uns rechtzeitig zum Hafen des kleinen Örtchens Gutvangen wo unser schickes Boot (nicht das Boot unten rechts Zwinkerndes Smiley) bereits geboardet wurde.

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Bei recht strammem Gegenwind holten wir erst einmal unsere Jacken (die wir bisher noch nicht benötigten) aus den Rucksäcken und konnten dann die Fahrt auf dem Sognefjord geniessen. Außer uns waren schon noch einige Touristen an Board (was auch sicher daran lag, dass dies die einzige Fahrt des Tages war), aber ich würde schätzen, dass locker noch 5 mal so viele Leute Platz gehabt hätten.

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Mit über 200km Länge ist der Sognefjord der längste Fjord Norwegens. Auch in Sachen Tiefe rangiert der Sognefjord ganz vorne. An seiner tiefsten Stelle misst er 1.300m. Die am Fjord liegenden Berge erheben sich auf einer Höhe bis 1.700m, weshalb dieser Anblick durchaus beeindruckte. Unsere Tour führte uns durch den schmalsten und bekanntesten Fjordarm, den Naerofjord, der an seiner engsten Stelle nur 250m breit ist. Trotzdem fahren hier (In “Normalfall”) große Kreuzfahrtschiffe regelmässig durch. Wir waren auf jeden Fall froh, dass wir sowohl bei uns auf dem Boot, als auch bezüglich anderer Schiffe mal wieder “unsere Ruhe” hatten, und diese tollen Ausblicke geniessen konnten Smiley

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Nach etwa 2 Stunden Fahrt erreichten wir das kleine Örtchen Flam. Nett gestaltet, aber sehr touristisch. Hier merkte man wirklich, dass normalerweise deutlich mehr Touristen vor Ort sind.

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Auch heute durfte natürlich eine kurze Abkühlung nicht fehlen. Und wann hat man schonmal die Möglichkeit im größten Fjord Norwegens zu baden. Es mal wieder sehr frostig, aber inzwischen habe ich mich fast dran gewöhnt Smiley mit herausgestreckter Zunge

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Auf unserem Rückweg zum Hotel stoppten wir noch für ein Stündchen im kleinen Örtchen Borgund, um uns dort die bekannteste und am besten erhaltene Stabskirche Norwegens anzusehen. Etwa 1180 wurde die Kirche komplett aus Kiefernholz gebaut. Laut der lokalen Reiseleiterin sind immernoch etwa 30% des Holzes original, was fast unglaublich ist. Die Farbe der Kirche stammt von Schwarzteer, der aller 5 Jahre erneuert wird und die Kirche vor der Witterung schützt. Das Fundament besteht aus einer beachtlichen Schicht aus Steinen, die dafür sorgt, dass das Holz von unten keine Feuchtigkeit erhält. Sehr interessant und beeindruckend.

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Insgesamt gab es in Norwegen einmal über 1.000 Stabskirchen, die alle ab dem 12. Jahrhundert erbaut wurden. Haute stehen davon noch ganze 28 Stück…

Etwa 2 Stunden fuhren wir dann noch bis zum Hotel wo wir gegen 19 Uhr ankamen.

Nachdem Martin zwischendurch noch “schnell” eine andere Gruppe abholte, stand er kurz nach 8 wieder in seinem “Koch-Outfit” in der Küche und servierte uns das Dinner. War alles mal wieder einwandfrei, bis auf das hausgemachte Preiselbeereis zum Nachtisch. Damit hat irgendwas nicht gestimmt (hier waren sich alle aus der Gruppe einig)… es sei ihm verziehen. Sonst ist (wie schon mehrfach geschrieben) immer alles lecker Smiley

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Unser zweiter Mann für alles Fälle entpuppt sich inzwischen zu einem echten musikalischen Multitalent. Heute bekamen wir einige Songs auf der Trompete präsentiert. Auch dieses Instrument beherrschte er super. Mal schauen welche Überraschungen er noch präsentieren wird Smiley

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Auch morgen wird es (hoffentlich) wieder spektakulär werden. Mit der Bergbahn fahren wir nach Finse (südwestlich von uns) und dort den Hardangergletscher zu besichtigen. Es ist ein bisschen Regen vorhergesagt, aber das sollte kein großes Problem werden.

Gute Nacht und bis morgen! Smiley

Tag 3: Veslihödn und Hydnefossen

Montag, 17.08.: Auch heute Morgen war das Wetter wieder tadellos. Da ist ist in Norwegen wirklich nicht selbstverständlich, vor allem wenn man bedenkt, dass eine der regenreichsten Städte der Welt (Bergen, mit etwa 250 Regentagen pro Jahr) gerade einmal 200km Luftlinie entfernt ist. Die urigen kleinen Häuschen mit den bewachsenen Dächern auf dem Bild unten gehören im übrigen auch zum Hotel und werden vermietet.

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Heute ging es für uns mit dem Bus eine knappe Stunde Richtung Westen. Allein auf den Fahrten bekommt man immer wieder tolle Natur zu sehen. Es lohnt sich wirklich häufiger aus dem Fenster zu sehen und die Kamera bereit zu halten.

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Unser erstes Ziel war der gigantische Wasserfall “Hydnefossen”. Sicherlich ist er nicht der wasserreichste Wasserfall der Welt, aber mit einer Höhe von über 250m schon sehr imposant anzusehen. Bis zur Kante, an der das Wasser in die Tiefe fällt, kann man an den Wasserfall herangehen, was wir später auch taten Smiley

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Dazu mussten wir zunächst einmal ein paar Höhenmeter aufsteigen. Insgesamt waren es heute auch wieder recht überschaubare 600m, die wir in den 4,5 Stunden unserer Wanderung insgesamt aufstiegen.

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Ein kleines bisschen zu warm war es auch heute wieder. Nachmittags zogen ein paar Wolken und ein leichter Wind auf, die das Gehen dann ein bisschen angenehmer machten.

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Nach guten 45 Minuten hatten wir dann die Kante des Hydnefossen erreicht und wurden mit einer tollen Aussicht über das Hallingdal belohnt. Natürlich konnten wir auch heute wieder jede Sehenswürdigkeit in aller Ruhe genießen. Den ganzen Tag über begegneten uns genau 8 (!!!) Touristen (alles Norweger).

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Gegen 13 Uhr passierten wir dann den idyllisch gelegenen See “Horntjörni” mit den daneben gelegenen Gipfeln Storehorn (1.482m auf dem Bild links unten gut zu sehen) und Veslehorn (1.300m).

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Da das Storehorn relativ schwierig zu besteigen ist führte uns Tatjana lieber auf den Gipfel des Veslehorn.

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Auch eine Top-Aussicht von da oben und natürlich hatten wir auch diesen Berg ganz für uns allein Smiley

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Auf dem Rückweg passierten wir dann wieder den Horntjörnisee…

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…natürlich nicht ohne wieder eine kleine Abkühlung zu nehmen. Das Wasser war allerdings nochmal deutlich frischer als gestern (ich hätte 13 oder 14 Grad maximal geschätzt), so dass kein neuer “Badegast” für die kurze Erfrischung  zu gewinnen war. Also sprangen (wie gestern) nur Judith und ich kurz in den frostigen See.

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Bis zu unserem “Abholpunkt” waren es dann noch etwa 90 Minuten zu wandern. Ich glaube die Bilder können nicht wirklich die Unberührtheit und Weite dieser Gegend hier darstellen. Eine tolle Wanderung war das heute Smiley

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Hier auf dem Land werden die Zäune um die Grundstücke übrigens immer so gebaut wie unten rechts zu sehen… die Zaunpfähle sind schräg gesetzt, damit selbst stärkste Winde sie nicht umblasen können. Die hohen Pfähle sollen bei großen Schneehöhen sicherstellen, dass die Grundstückgrenzen trotzdem noch ersichtlich sind… sehr clever! Smiley

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Je länger wir hier im Hotel sind, umso mehr wissen wir die Arbeit unseres Gastgebers Martin und seinem kleinen (genauso netten) Team zu schätzen. Morgens macht er das Frühstück, dann fährt er die Gruppen hin und her holt andere Gäste vom Flughafen ab (3 Stunden entfernt), schaut das im Hotel alles klappt und zaubert jeden Abend ein leckeres 4-Gänge-Menü. Dabei ist er immer gut gelaunt und freundlich… wirklich top… wie auch der Elchbraten heute Abend Smiley

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Morgen machen wir einen Tag Wanderpause. Mit dem Bus und dann mit dem Boot geht es zum mächtigen Sognefjord. Sollte auf jeden Fall auch ein Highlight der Tour werden.

Gute Nacht und bis morgen Smiley

Tag 1: Eine Wanderung zum “warm” werden

Sonntag, 16.08.: Bei strahlendem Sonnenschein, sehr angenehmen Temperaturen und idyllischer Ruhe öffnete ich heute Morgen meine Balkontür… wirklich traumhaft hier Smiley

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Wie auch das Abendessen gestern ließ auch das Frühstück heute Morgen keine Wünsche offen. So ein Riesenbuffet für gerade mal 10-12 Leute, die diese Nacht hier im Hotel waren.

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Zum ersten Mal kam ich in den Genuss von Elchsalami (Bild rechts unten). Von der Konsistenz her ein bisschen härter als unsere “normale” Salami, dafür aber deutlich würziger im Geschmack.

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Unsere Reiseleiterin Tatjana (links) und unser Chauffeur/Hotelier/Koch (der Mann für alle Fälle) Martin waren heute Morgen auch wieder bestens gelaunt. Mit dem Bus sollten Sie uns (etwa eine Stunde Transfer) zur Ostseite des Nystölsfjellet bringen, von wo aus wir unsere erste Wanderung starteten. Auf der Fahrt hatte man zwischenzeitlich einen schönen Ausblick auf das Örtchen Gol und dessen nicht gerade kleinen Campingplatz.

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Insgesamt knapp 15 km Wanderstrecke standen heute auf dem Programm. Da wir in gemütlichem Tempo gingen und viele Pausen machten, brauchten wir fast 5 Stunden. Dabei bewegten wir uns zumeist zwischen 1.000 und 1.300 Höhenmetern und überquerten einige kleinere Gipfel. Da die Baumgrenze in Norwegen schon auf etwa 900m liegt wanderten wir also hauptsächlich durch relativ karge, aber wirklich sehenswerte Landschaften.

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Unser höchstes Ziel des Tages steuerten wir gleich zu Beginn an, den Nystölvarden (1.296m).

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Ganz häufig sieht man hier in der Gegend übrigens Häuser deren Dächer dicht bewachsen sind. Oft sind die Pflanzen bzw. Blumen richtig hoch und gut gepflegt. Hat man seinen Garten direkt auf dem Dach… auch nicht schlecht Smiley

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Relativ schnell hatten wir den Gipfel des Nystölvarden erreicht und konnten die tolle 360-Grad-Aussicht geniessen. Auch super war, dass außer uns kaum Touristen unterwegs waren, so dass wir (wie erwartet) das ganze Gebiet fast für uns alleine hatten.

Ich versuche mich mal mit den Namen von links: Joachim (in der Nähe von Lörrach an der Schweizer Grenze), Volker (Lubu), Judith (Bonn), Katharina (Tirol), Jeanette (Bonn), Paul (Mannheim), Daniela (Mannheim). Mit Paul und Daniela hatte ich noch nicht so viel Kontakt, meine aber mitbekommen zu haben, dass sie aus Mannheim kommen…

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Fast ein bisschen zu warm was es heute schon… ab und zu kam ein gutes Lüftchen auf, dann ging es besser. Ansonsten ist die Gruppe recht homogen. Alle sind recht fit und werden sicherlich auch mit den noch kommenden (schwierigeren) Touren keine Probleme haben.

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Ein kleines bisschen enttäuscht war ich heute leider von der (fehlenden) Fauna. Außer ein paar Schneehühnern gabs da nicht viel zu sehen. Ich hoffe ja noch, dass wir im Laufe der Woche noch ein paar Elche zu Gesicht bekommen, aber Tatjana meinte, dass die hier sehr scheu sind und man schon Glück braucht um welche beobachten zu können.

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An dieser kleinen Hütte mit dem Namen “Durgudsbue” und dem davor gelegenen malerischen See machten wir unsere Mittagspause.

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Immerhin zwei unerschrockene Reisende nahmen ein “erfrischendes Bad” im frostigen Durgudsbue-See… Sehr lange hab ich allerdings nicht in dem frostigen Wasser ausgehalten… aber immerhin, ich war drin Smiley mit herausgestreckter Zunge

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Noch etwa zwei weitere Stunden wanderten wir so gut wie allein durch tolle unberührte Landschaften. Immer wieder kamen wir dabei an kleinen Seen und Bächen vorbei. War eine wirklich schöne und entspannte Wanderung zum Beginn unserer Zeit in Norwegen.

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Auf der Rückfahrt zum Hotel wollte uns eine Kuhherde nicht so gerne passieren lassen, und versperrte kurzfristig die Straße. Nach kurzer Gesichtskontrolle durften wir netterweise weiterfahren Smiley

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Auch heute wurde uns wieder ein tolles 4-Gänge-Menü serviert, dass die Gruppe ohne zusätzliche Hotelgäste in Restaurant einnahm. Gang Nummer 5 war dann ein kleines aber feines Klavierkonzert mit Gesangseinlage unseres Kellners/Koch Nr.2/Fahrer Nr.2 (irgendwie ist hier wohl jeder ein Mann für alle Fälle). Bezüglich der Zugabe vertröstete er uns auf morgen.

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Inzwischen steht wohl auch der Plan für die restliche Woche (wie gestern bereits geschrieben wurde hier aufgrund der aktuellen Situation einiges getauscht). Und so wie es momentan aussieht soll offensichtlich auch das Wetter zumindest bis Freitag gut bleiben, so dass wir alle Wanderungen angehen können.

Für morgen ist die Besteigung des Veslihöden geplant sowie ein Besuch des mächtigen Hydnefossen-Wasserfalls. Ich bin gespannt Smiley

Tag 1: Die Anreise

Samstag, 15.08.: Mein Anreisetag begann natürlich wieder mit einem gemütlichen Starbucks-Getränk gemeinsam mit meinem Vater, der mich selbstverständlich sicher zum Flughafen Frankfurt chauffierte. Die Anreise nach Oslo verlief unkompliziert, auch wenn es wirklich sehr gewöhnungsbedürftig ist die ganze Zeit diese doofe Maske tragen zu müssen. Interessanterweise sind die Norweger diesbezüglich viel entspannter… dazu aber sicherlich später bzw. in den nächsten Tagen mehr.

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Bei bestem Urlaubswetter fand ich auch schnell meine Gruppe und unsere Reiseleiterin Tatjana, die direkt aus Griechenland angereist war. Unser schwarzer Mercedes Bus (der uns zu unserem Hotel in Gol bringen sollte) war auch schnell vor Ort. Martin (so Name unseres etwas wie Reinhold Messner aussehenden Fahrers) wurde uns nicht nur als unser Chauffeur, sondern auch noch als unser Hotelier sowie Koch für die nächsten 8 Tage vorgestellt… ein Mann für alle Fälle würde ich sagen Smiley

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Unsere etwa dreistündige Fahrt Richtung Nordwesten nach Gol führte uns vorbei an unzähligen Wäldern, Seen, Bergen und Weidefeldern. Nur Menschen sah man fast gar keine.

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Wir stoppten kurz in einer Shopping Mall, in der leider alle Geschäfte (mit Ausnahme des Supermarktes) geschlossen hatten. Immerhin ein paar “Wildtiere” gab es hier zu bestaunen Zwinkerndes Smiley

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Mit knapp 6 Millionen Einwohnern (wovon sich über ein Viertel im Großraum Oslo aufhalten) ist Norwegen eher dünn besiedelt, wobei sich das Land von Norden bis Süden über fast 2.500km erstreckt. Kein Wunder also, dass wir also auch auf unserem zweiten Teilstück mit dem Bus Natur pur zu sehen bekamen.

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Gegen 19:30 Uhr erreichten wir dann unser Hotel, das wirklich mitten in der Natur liegt. Von dem kleinen Örtchen Gol (knapp 5.000 Einwohner) fuhren wir dazu noch etwa 1.000 Höhenmeter den Hügel hinauf. Sowohl von der Lage, als auch vom Hotel selbst hätten wir es nicht besser treffen können.

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Die Zimmer sind nicht luxuriös (das braucht ja hier auch keiner), aber es ist alles da was man braucht, inklusive eines tollen Blicks in die Natur.

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Auch die sonstige Einrichtung ist wirklich urig und total gemütlich. Hinzu kommt noch, dass außer uns aktuell nur noch 5 weitere Gäste da sind, und so viel mehr sollen auch nicht mehr kommen. Laut Tatjana wird es sich bei unseren Wanderungen ähnlich verhalten. Aufgrund der aktuellen Lage werden wir wohl die meisten Wanderwege ganz für uns alleine haben. Sehr schön Smiley

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Bei den hohen Preisen für Essen und Getränke hier in Norwegen ist es natürlich umso besser, dass wir ein All Inklusive Paket mitgebucht haben. Frühstück, Lunchpaket und ein Vier-Gänge-Menü am Abend sind jeden Tag mit dabei. Der hausgemachte Rhabarber-Kuchen mit Himbeereis als Nachtisch heute war absolut unschlagbar!

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Morgen früh steht dann die erste Wanderung an. So ganz werden wir den Plan (siehe ersten Eintrag) wohl nicht einhalten. Einige Tage bzw. Wanderungen werden getauscht (ich gehe mal davon aus, dass hier auf die aktuelle Entwicklung des Wetters Rücksicht genommen wird…).

So viel für heute… also bei mir ist alles gut. Ich freue mich auf die kommenden Tage!

In diesem Sinne Gute Nacht und “Ha det” (Tschüss) Zwinkerndes Smiley

Norwegen: Die Übersicht

Donnerstag, 13.08.: Hallo an alle Leser meines Urlaubsblogs. Ich hoffe Ihr seid wohlauf und gesund durch die letzten turbulenten Monate gekommen.

Nach vielen (Um)Planungen, Verschiebungen und Stornierungen sieht es nun (hoffentlich) ganz gut aus, dass ich übermorgen eeeeeeeendlich meine nächste Reise antreten kann. Sonderlich groß und reichhaltig ist die Auswahl an Reisezielen aktuell ja wirklich nicht. Insofern bin ich froh, dass ich überhaupt aus Deutschland rauskomme. Für eine Woche geht es nach Norwegen, genauer gesagt nach Gol (etwa 3 Stunden nördlich von Oslo) von wo aus ich mit einer kleinen Gruppe (etwa 8-10 Reisende) einige Tagesausflüge in die schöne Natur Norwegens unternehmen werde. Ich freue mich drauf, da Norwegen schon lange auf meiner “To do-Liste” steht.

Alles Weitere zum Reiseverlauf und den Highlights findet Ihr (wie immer) in der detaillierten Beschreibung (siehe unten).

Wie immer wünsche ich viel Spass beim “Mitreisen” Smiley

  1. Tag
    Willkommen in Norwegen

    Ankunft am Flughafen Oslo und Empfang durch unseren ASI Bergwanderführer. Am Nachmittag Ankunft in unserem Hotel für die nächsten 7 Nächte.

  2. Tag
    Einsam und weit: Nystølsfjellet

    Ein ca. 1-stündiger Transfer bringt uns hinunter in das Tal von Gol und weiter auf die Ostseite des Nystølsfjellet. Anders als in den Golbergen befinden wir uns hier bereits komplett über der Baumgrenze in einer sehr wilden und abweisenden Landschaft. Über einige kleine Gipfel und vorbei an zahlreichen kleinen Gebirgsseen wandern wir Richtung Westen. Belohnt werden wir von dem Panorama, welches bei gutem Wetter bis zum höchsten Gebirge Norwegens, Jotunheimen, reicht.

  3. Tag
    Vom Hotel über das Golgebirge

    Ohne Bustransfer brechen wir direkt von unserem Hotel zu unserer Wanderung auf. Hinter dem Haus steigen wir hinauf auf den Gipfel Veslefjell (1.126 m) und genießen die weiten Blicke über die dahinterliegenden Berge. Genussvoll folgen wir den Pfaden auf der Anhöhe des Golgebirges, bevor wir am Ende der Wanderung absteigen und einkehren. Nach der Pause wartet noch eine etwa 6 km lange Wanderung zurück zum Hotel auf uns.

  4. Tag
    Mit der Bergenbahn an den Hardangergletscher

    Mit der Bergenbahn fahren wir von Gol zu Norwegens höchstgelegenem Bahnhof Finse. Eine Wanderung bringt uns an den Fuß des Hardangergletscher, einem riesigen Plateaugletscher, größer als „unsere“ Alpengletscher. Wir wandern zur Randzone und staunen über das blaue, Jahrtausende alte Eis. Rückfahrt mit der Bergenbahn am späteren Nachmittag.

  5. Tag
    Bitihorn: Stolzer Gipfel im Süden

    Ein neues Gebiet will von uns entdeckt werden. Eine zweistündige Busfahrt bringt uns nach Norden an den Südrand des Jotunheimengebirges. Vergletschert und schroff liegen die mehr als 2.000 Meter hohen Gipfel vor uns. Wir besteigen auf einem spektakulär schönen Pfad Jotunheimens Vorgipfel Bitihorn (1.600 m): Während des Aufstieges begleiten uns auf unserer Linken die Blicke in die grenzenlose Weite der Valdresflya, während zu unserer Rechten die Blicke hinab in den tiefen Gebirgsfjord Bygdin und auf die angrenzenden Berge wandern.

  6. Tag
    Bootsfahrt auf dem Sognefjord und Stabkirche Borgund

    Mit dem Bus geht es vom Golgebirge über den Aurlandsvegen bis an den Sognefjord. Eine erlebnisreiche Bootsfahrt bringt uns durch den spektakulärsten Teil des Sognefjords – den Naeroyfjord – bis nach Gudvangen. Hier holt uns der Bus wieder ab und bringt uns aussichtsreich über das Gebirge zum Laerdalsfjord und über die Stabkirche Borgund zurück zum Hotel.

  7. Tag
    Hallingdalpanorama vom Veslihødn

    Die Besteigung des Veslihødn wartet am Ende der Reise auf uns. Oberhalb des Hemsedals steigen wir, begleitet von spannenden Blicken hinunter ins Tal, bis zur Absturzkante des Hydnefossen: Aber keine Angst: Wer nicht schwindelfrei ist, bleibt einfach weiter hinten! Einige hundert Meter oberhalb der Kante überqueren wir den Bach und stiegen auf angenehmen Wegen hinauf auf den Gipfel Veslihødn.

  8. Tag
    Abschied nehmen von Norwegen

    Gruppentransfer zum Flughafen von Oslo (Gardermoen).

Ägypten Zusammenfassung

Donnerstag, 03.01.: Auch von dieser Reise gibt es natürlich wieder eine kurze Zusammenfassung:

Alsoooooo: Ägypten hat als Urlaubsland natürlich sehr viele Vorteile: Es regnet nie, es ist immer warm (eher ist es im Sommer viel zu heiss), man bekommt noch einiges an Kultur geboten (sofern dies von Interesse sein sollte) und man kommt für (im Normalfall) relativ wenig Geld relativ schnell an sein Ziel (4-5 Std. Flug). Dazu kann man im Roten Meer noch toll tauschen oder schnorcheln.

Für uns war es ein sehr entspannender Urlaub mit einigen schönen Ausflügen. Aus unserer Sicht ist es auf jeden Fall ein Muss sich bei einem Besuch im Land der Pharaonen auch mit der Kultur zu beschäftigen. Luxor und Kario sollten ein Pflichtprogramm darstellen, wenngleich viele der historischen Orte nicht mehr ganz so gut erhalten waren wie von uns erhofft.

Bei der Auswahl einer Unterkunft sollte man locker 1-2 Sterne (im Vergleich zu deutschen Hotels) abziehen. Ansonsten sind sicherlich für einige Touristen die teilweise aggressiven und zuweilen etwas anstrengenden fliegenden Händler gewöhnungsbedürftig.

Makadi Bay als Urlaubsort und unser Hotel (Cleopatra Luxury Resort) können wir ebenfalls empfehlen. Eine sehr schöne Anlage mit vielen Möglichkeiten, einem netten Hausriff und tollem Essen. Dazu keine 30 Minuten vom Flughafen Hurghada entfernt.

Und nun noch die Highlight Bilder der letzten beiden Wochen Smiley

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Vielen Dank mal wieder an alle Leser. Bis zur nächsten Tour sind es ja nur knapp zweieinhalb Monate. Smiley

Zum Grusse

der Bloginhaber Volker Zwinkerndes Smiley