Saudi-Arabien, die Zusammenfassung

Sonntag, 28.12.: Wie bei jeder Reise gibt es natürlich auch zu diesem Urlaub eine kurze Zusammenfassung und ein “best of” Bilder. Fangen wir mal mit dem Land an: Man merkt relativ schnell, dass der (Massen-) Tourismus in Saudi-Arabien noch nicht angekommen ist. Die englische Sprache ist noch nicht weit verbreitet, Sehenswürdigkeiten haben manchmal merkwürdige Öffnungszeiten, viele Einheimische sind noch nicht an Touristen gewöhnt (was ja auch gar nicht so schlecht ist). Ich bin mir allerdings sicher, dass in den nächsten Jahren mehr und mehr Urlauber den Weg auf die arabische Insel finden werden, denn zu sehen gibt es eine Menge. In den Großstädten wird ohne Ende gebaut und auch die ländlichen Regionen stellen sich zunehmend auf Touristen ein. Es werden Visitor Center errichtet und lokale Reiseleiter geschult. Seit kurzem lernen Schüler ab der ersten Klasse englisch.

Die Reise an sich war sehr abwechslungsreich. Riad war ein super Start. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Stadt über kurz oder lang zu einer Art zweitem Dubai wird. Die Tage in der Wüste waren sehr eindrucksvoll und interessant. Die starke Konfrontation mit dem Islam in Medina hat sicherlich auch meine Sicht auf diese Religion verändert. Grundsätzlich ist man uns immer freundlich und offen entgegengetreten, auch wenn jeder wusste, dass wir Touristen sind, und nicht dem Islam angehören. Ich habe dazu gestern auch noch einmal mit unseren Damen der Gruppe gesprochen. Auch sie haben sich die Tour und den Umgang mit Ihrem Geschlecht und ihrer Religion deutlich schwieriger vorgestellt. Außer in Medina hat sich alles so angefühlt, wie bei jeder anderen Tour: Ganz normaler Umgang mit Frauen, keine Geschlechtertrennung in Restaurants, keine Kopftuch- oder Abayapflicht für Frauen (wie gesagt: außer in Medina) usw. Auch die einheimischen Frauen sind (aus meiner Sicht) freier und selbständiger als ich das vorher dachte… natürlich heißt es nicht, dass ich hier alles gut finde, aber zumindest habe ich mir jetzt mal persönlich ein Bild gemacht, und kann viele Dinge besser einschätzen.

Unsere kleine Gruppe hat gut gepasst und fast alles zusammen gemacht. Unser Reiseleiter Atef hatte hier und da ein paar Organisations- und Kommunikationsprobleme. Man hat gemerkt, dass er eigentlich Jordanier ist, und diese Tour nicht so häufig betreut. Aber es hielt sich alles im Rahmen. Er hat sein bestes gegeben. 10 von 10 Punkten vergebe ich definitiv für unsere Unterkünfte. Hier gab es wirklich nichts auszusetzen, aber das hatte ich auch so erwartet. Alles in allem bin ich froh die Tour gemacht zu haben, und auch zu dieser Jahreszeit (auch wenn es in Riad doch recht frisch war), denn bei 40-45 Grad in Sommer ist das sicherlich auch kein Spaß.

Und nun noch die Bilder-Highlights der Tour:

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Vielen Dank mal wieder fürs Mitreisen an alle Leser.

Nun wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und freue mich schon auf neue Reisen in 2026.

Grüße vom Bloginhaber Volker Smile

Tag 10: Letzte Station: Jeddah

Samstag, 27.12.: Um zu unserem Endziel Jeddah zu gelangen, nahmen wir heute mal den Zug. Bis zum Bahnhof war es noch ein gutes Stück zu fahren. Unser Guide Atef hat sich nicht lumpen lassen, und uns zwei Luxus-SUV`s organisiert. Sehr komfortabel!

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Anders als in Deutschland fuhr unser Zug pünktlich ab, und kam sogar ein paar Minuten früher als geplant in Jeddah an.

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Für die etwa 400km brauchten wie schlanke 1:40 Std. Kein Wunder bei der Geschwindigkeit.

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In Jeddah angekommen fiel uns direkt der noble Bahnhof auf. Andererseits gibt es in den Städten aber auch durchaus dreckige und unschöne Ecken. Dieses oft in den Medien verbreitete Bild, dass Saudi-Arabien Luxus pur ist, stimmt auf gar keinen Fall.

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Wir starteten direkt mit unserer Citytour durch Jeddah. Mit knapp 4 Millionen Einwohnern ist Jeddah die zweigrößte Stadt des Landes. Als einzige Millionenstadt liegt sie direkt am Wasser (Rotes Meer). Deshalb ist hier natürlich der Fischfang ein großes Thema. Ich mag ja Fisch und den dazu gehörigen Geruch absolut nicht. Dafür war der Markt aber sehr sauber, aufgeräumt und hygienisch.

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Der bekannteste Stadtteil Jeddah`s ist zweifellos die Altstadt, auch “Al-Balad” genannt. Ab dem 7. Jahrhundert entwickelte sich Al-Balad zu einem der wichtigsten Häfen des roten Meers. Für Pilger aus Afrika, Asien oder dem Nahen Osten war der Hafen das Tor nach Mekka, denn hier kamen Sie nach Ihrer langen Anreise mit dem Schiff an. Seit 2014 gehört die Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

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Die Häuser, die zumeist aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen, wurden hautsächlich aus Korallenstein gefertigt, dass auch dem Roten Meer gewonnen wurde. Die hölzernen Erkerfenster (Rawashin) sind typisch für Al-Balad. Sie sorgen für Belüftung und Schatten, ermöglichen Privatsphäre und sind häufig kunstvoll verziert.

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Zwischen den Häusern und in den Innenhöfen findet man auch einige Märkte, die (im Vergleich zu den bisher gesehenen Märkten) ganz sehenswert waren und zum Souvenir-Shoppen einladen.

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Nach einem kurzen Abstecher in die größte Shopping-Mall der Stadt…

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…hieß es dann schon Abschied nehmen von einigen aus der Gruppe. Ich bin der einzige, der noch eine Nacht länger in Saudi-Arabien bleibt.

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Im Holiday Inn nahe des Flughafens erhielt ich ein Upgrade, und hause zum Abschluss meiner Reise noch einmal in einer Suite im Obergeschoss Smile

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Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang schaffte ich es dann zur Strandpromenade, etwa 20 min (mit dem Taxi) von meinem Hotel entfernt.

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Die “Corniche Jeddah” verläuft einige Kilometer am Ufer des roten Meeres und lädt mit vielen Restaurants, Eisdielen und Cafè`s zum Verweilen ein. Wahnsinn, was auch da los war. Die zwei Mädels waren noch mit dabei, sind aber kurze Zeit später auch zum Flughafen aufgebrochen.

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Ich bin inzwischen auch wieder in meiner Suite angekommen, und hau mich jetzt mal aufs Ohr. Um 6:25 Uhr hebt mein Flieger ab. Entsprechend eher muss ich aufstehen.

Natürlich folgt zeitnah noch der Abschlussbericht mit den Highlights. Doch zunächst schicke ich letzte Grüße aus Saudi-Arabien und sage “Gute Nacht”! Smile

Tag 9: Medina

Freitag, 26.12.: Heute Morgen mussten wir Abschied nehmen von unserer schönen Unterkunft in Al-`Ula. Es waren zwei wirklich sehr schöne und erlebnisreiche Tage in der Wüste.

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Nicht weniger spannend sollte es heute in Medina werden. Nach etwa 4 Stunden Busfahrt erreichten wir die zweitheiligste Stadt des Islam. Und es war endlich richtig schön warm (28 Grad) als wir den Bus verließen. Etwa 1,5 Millionen Menschen leben heute in der Stadt in die 622 n. Chr. Mohammed auswanderte, nachdem er in Mekka der Verfolgung ausgesetzt war. Erst seit etwa 4 Jahres ist es “Nicht-Muslimen” erlaubt die Stadt zu betreten. Daher war ich mir anfangs nicht sicher, wie man auf uns Touristen reagieren würde. Aber alles ganz entspannt.

Zunächst stoppten wir beim Uhud-Berg. Hier fand 625 n. Chr. eine historische Schlacht statt. Zum Gedenken an diese besuchen täglich zahlreiche Gläubige den (nicht allzu hohen) Berg, von dem man eine schöne Sicht auf die dazugehörige Moschee (Masjid al-Schuhada) hat.

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Für die beiden wichtigsten Moscheen der Stadt mussten sich unsere Damen erst einmal entsprechend ausstatten. Ohne Abaya darf sich keine Frau den heiligen Stätten nähern. Für schlanke 15-20€ war man da schon dabei.

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Das Highlight der Stadt ist allerdings ohne Zweifel der Prophetenmoschee (Al-Madschid an-Nabawi), in der sich das Grab von Mohammed befindet. Nach der Al-Haram Moschee in Mekka ist die Prophetenmoschee die zweigrößte und zweitwichtigste Moschee der Welt. Inklusive der umgebenden Höfe beläuft sich die Fläche der Moschee auf satte 400.000 Quadratmeter. Genug Platz für über eine Million Gläubige!!! Das Bild unten habe ich aus dem Netz geklaut, da es so gut wie unmöglich ist ein Bild von der kompletten Moschee zu bekommen.

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Es gibt weder einen Aussichtspunkt noch eine hohe Brücke oder einen Berg von dem aus man die Moschee komplett betrachten kann. Die Dächer der umgebenden Hotels sind ebenso nicht begehbar. Neben sicherheitstechnischen Aspekten will man natürlich auch eine gewisse Privatsphäre für die Gläubigen schaffen, die natürlich ungern von ewig vielen Touristen beim Beten beobachtet werden wollen.

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Ein Übriges dazu tun auch die vielen (in Deutschland hergestellten) riesigen Schirme, die einerseits eine freie Sicht auf die Moschee verbauen, andererseits auch den vielen auf dem Hof betenden Gläubigen ein bisschen Schatten spenden sollen. Im Hochsommer wird es bis zu 45 Grad.

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Eigentlich hatten wir (als Ungläubige) gar keinen Zutritt zum Moscheegelände. Allerdings waren wir einfach mal so frech, und sind mit der Masse auf das Gelände durchgeschlüpft. So richtig interessiert hat es niemanden. Die Mädels in Ihren Abayas hatten es natürlich noch ein bisschen einfacher, und konnten in Ihren Outfits sogar bis ins Innere der Moschee vorstoßen.

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Ist aber schon wirklich krass was in der Stadt, und vor allem in der Moschee los ist. Es sind wirklich unglaublich viele Menschen dort waren. Alle Gläubigen des Islam müssen ja mindestens einmal in ihrem Leben für mindestens 10 Tage nach Mekka und Medina pilgern. Manche tun dies deutlich öfter, um somit Ihren starken Glauben zu zeigen. Für uns war es toll dies alles mal zu sehen. Es sind Dimensionen (sowohl was die Größe der Moschee angeht, als auch die Menschenmenge), die ich so zuvor noch nie gesehen hatte.

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Nicht ganz so groß, aber trotzdem absolut sehenswert war danach die “Quba-Moschee”. Sie ist die erste Moschee des gesamten Islams, und wurde 622 n. Chr. von Mohammed erbaut. Wahnsinn, was auch da los war.

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Wir sind gerade zur Gebetszeit an der Moschee gewesen. Auch mal interessant zu sehen.

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Zudem durften wir sogar die Moschee von innen besichtigen. Doch wie in jeder Moschee gilt: Schuhe vorher ausziehen!

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Es war eine tolle Erfahrung heute. Auch wenn man sich sicherlich ein bisschen fremd in der Stadt fühlt, hat der Ort definitiv eine gewisse Strahlkraft.

Zum Dinner wurde heute parkistanisch gegessen. Ziemlich scharf, aber auch sehr lecker.

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Morgen geht`s dann schon weiter nach Jeddah, der letzten Station unserer Tour.

Guuuuuute Nacht und Grüße aus Medina.

Tag 8: Al-`Ula und Umgebung

Donnerstag, 25.12.: Schon vor sechs Uhr klingelte heute Morgen der Wecker, denn wir brachen früh nach “Hegra” zu den nabathäischen Felsengräbern von “Mada`in Salih” auf, die ganz in der Nähe unserer schönen Unterkunft gelegen waren.

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Um das Gebiet zu besichtigen, muss man leider in einen großen Touristenbus einsteigen, und wird dann (mit etwa 50 weiteren Personen) zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten gefahren. Doof, aber ging leider nicht anders.

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Das ganze Gebiet mit den interessanten Felsenformationen und den Gräbern erinnert sehr stark an die antike jordanische Felsenstadt Petra.

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Die Stadt wurde vor allem zwischen dem ersten Jahrhundert vor Christus und dem ersten Jahrhundert nach Christus gebaut und genutzt, und liegt an einer alten Karawanenroute, die den südarabischen Raum mit dem Mittelmeer verband. Daher spielte sie eine sehr bedeutende Rolle im Fernhandel von Weihrauch, Gewürzen und anderen Waren.

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Besonders beeindruckend ist sicherlich die Grabstätte von Qasr al-Farid, die aus einem einzelnen Monolit (mit einer Höhe von 20 Metern) herausgearbeitet wurde.

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Insgesamt finden sich deutlich über 100 monumental gearbeitete Felsengräber in Hegra, von denen 94 mit reich dekorierten Fassaden ausgestattet wurden. Natürlich zählen die Grabstätten längst zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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Wir fuhren weiter zur schönen Altstadt von Al-`Ula. Die alten Lehmbauten wurden im Laufe der Jahre schön restauriert und mit vielen kleinen Geschäften, Restaurants und Cafè`s ausgestattet.

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Wir machten ein kurzes Päuschen, tranken einen Kaffee und hielten ein wenig Ausschau nach schönen Fotomotiven.

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Zum Mittagessen kehrten wir in ein arabisches Restaurant ein, in dem dann irgendwie doch alle etwas Asiatisches bestellten Winking smile

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Einen überragenden Ausblick über die ganze Al-`Ula-Region hatten wir am späten Nachmittag vom “Hattar”-Aussichtspunkt. Neben den bequemen Loungemöbeln konnte man sich auch vom dazugehörigen Restaurant aus den Sonnenuntergang ansehen.

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…oder mal wieder ein paar Leute beobachten Winking smile

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Leider war der Himmel heute ziemlich wolkig, so dass vom Sonnenuntergang nicht viel zu sehen war. Wir hatten es dennoch nicht bereut , denn allein der Blick ins Tal war wirklich top!

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Den “Elephant Rock” kennt Ihr ja schon von gestern. Er ist auch im Dunkeln sehr schön beleuchtet…

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Morgen geht`s dann schon weiter nach Medina, neben Mekka sicherlich die zweite Islam-Hochburg. Ich bin sehr gespannt.

Viele Grüße und einen schönen Weihnachtsfeiertagsabend wünsche ich noch Smile

Tag 7: Es geht in die Wüste

Mittwoch, 24.12.: Auch heute lagen wieder einige Kilometer vor uns, denn es ging von Ha`il über Jubbah bis zu unserem Tagesziel nach Al-`Ula. Inzwischen waren wir komplett in der Wüste angekommen. Die Landschaft wechselte zwischen Steinwüste, Sanddünen und Felsenformationen.

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Nach etwa 90 Minuten erreichten wird Jubbah. Allein die sehenswerten Felsformationen waren den Besuch schon wert. Doch wir (so wie allen anderen Besucher) waren wegen der bekannten Felsenmalereien gekommen.

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Neben uns war auch noch ein größere Schulklasse samt Lehrer vor Ort. Die Jungs waren sehr interessiert und gaben Ihre gelernten Englischkenntnisse zum besten um mit uns ins Gespräch zu kommen. Am einfachsten ging das mit Fußball. Bayern München kennt man auch in Saudi-Arabien Smile

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Doch zurück zu den Felsenmalereinen. Die zahlreichen (gut erhaltenen) Zeichnungen und Petroglyphen zeigen rund 10.000 Jahre menschlicher Geschichte, von der frühen Jungsteinzeit bis in die historische Zeit. Die Darstellungen zeigen Menschen, Tiere und Alltagsszenen, wie z.B. Jagd, Riten, Kleidung, Jagdwaffen usw. Zu Großteil konnte man die Zeichnungen wirklich noch gut erkennen.

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Nach drei weiteren Stunden Fahrt erreichten wir am Nachmittag, Al-`Ula. Da der Sonnenuntergang kurz bevor stand, stoppten wir am bekanntesten Felsen der Gegend, dem Elephant-Rock. Besonders zum Sonnenuntergang leuchtet der 52 Meter hohe Felsen in einem warmen rotbraun.

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Das erste mal auf der Tour erlebten wir hier eine Art größere Touristenansammlung. Die Gegend um den Felsen war mit bequemen Sitzgelegenheiten und auch Gastronomie versehen, so dass man den Sonnenuntergang ganz entspannt bei einer Tasse arabischem Kaffee oder einem Eis genießen konnte.

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Eigentlich darf man die verschleierten Frauen nicht fotografieren, was mich die ganze Zeit schon genervt hat, da sie (aus meiner Sicht) tolle Motive abgeben. Bei einer größeren Menschenansammlung wie heute konnte ich (unbemerkt) ein paar schöne Bilder machen Smile

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Unser heutiges Hotel liegt wirklich wunderschön zwischen den Felsformationen von Al-`Ula.

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Unser (inoffizielles) Weihnachtsmenu nahmen wir in Buffetform ein, bevor wir dann in unsere Zimmer verschwanden.

Morgen haben wir den ganzen Tag Zeit die Gegend zu erkunden. Und hier gibt es einiges zu sehen (so viel darf ich jetzt schonmal verraten Winking smile).

Zum Schluss wünsche ich natürlich allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest Smile

Tag 6: Die fliegenden Kamele

Dienstag, 23.12.: Unser erster Programmpunkt des heutigen Tages war der Besuch des Kamelmarktes in Buraida. Ich hatte ja im Marokko-Blog schon relativ viel über den Nutzen der Tiere gesprochen. Ziemlich ähnlich ist das natürlich hier in Saudi-Arabien. Wie wichtig diese Tiere sind, und wie viel es davon gibt, wurde uns heute Morgen deutlich. Jeden Tag werden hier etwa 1.000 Tiere ver- bzw. gekauft. Die Preise für ein “normales” Kamel liegen dabei zwischen 1.000 und 5.000 Dollar. Besonders schöne Tiere oder gar Rennkamele können deutlich teurer (bis 100.000€) sein. Letztere werden aber eher nicht auf dem Markt gehandelt.

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Die gehandelten Tiere werden dann zumeist auf LKW`s abtransportiert. Doch die kommen diese auf die Ladefläche?

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Ganz einfach: Sie fliegen Smile Ist schon irgendwie skurril die Tiere so an einem Kran hängen zu sehen. Und ob es für die Kamele so ein wahnsinniges Vergnügen ist würde ich auch mal dahingestellt lassen. Aber so ist es leider nunmal. Das Kamel wird hier einfach als Ware und als Nutztier gesehen, und daher (leider) auch so behandelt.

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Etwa 4 Stunden Fahrt nach Ha`il hatten wir heute noch vor uns. Nach einer Stunde stoppten wir im kleinen Örtchen Ar-Rass, das bekannt für seinen Wachturm “Al Shinanah” ist. Dieser ist zwar nur 24 Meter hoch, trotzdem hatten man (aufgrund des flachen Geländes) eine kilometerweite Sicht. Der Turm ist das letzte Überbleibsel einer Befestigungs- und Verteidigungsanlage, die ab dem 18. Jahrhundert dafür genutzt wurde Handelsrouten zu überwachen und frühzeitig feindliche Angriffe zu bermeken. Der aus Lehmziegeln errichtete Turm hat ganz unten einen Durchmesser von über 8 Metern. An der Spitze ist ein nur noch ein knapper Meter.

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Es gab auch noch einen kleinen Visitor Center, auf den man aber auch hätte verzichten können.

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Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass wir den Turm besteigen können, aber leider ist er nicht mehr für Touristen zugänglich. Schade Sad smile

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Was ich vorher auch nicht wusste. Alle Städte (zumindest, die wir bisher sahen) sind voll mit Fastfood-Ketten. An jeder Ecke steht ein McDonalds, KFC oder Dunkin` Donuts. Dafür sehen die meisten Saudis noch recht schlank aus. Vielleicht kommen Ihnen aber auch Ihre weit geschnittenen Roben zu Gute. Winking smile 

“Al Baik” ist eine Art arabischer McDonalds. Den liefen wir heute Mittag mal an.

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Weiter ging es noch etwa drei Stunden mit dem Bus. Grundsätzlich ist das aber für uns alle kein Problem. Die Straßen sind super, also kommen wir wirklich schnell voran. Dazu ist unser 17er-Mercedes Bus mit 6 Passagieren (+ 2mal Crew) nicht ansatzweise an seiner Belastungsgrenze, also sitzen wir sehr komfortabel. Hinzu kommen so Kleinigkeiten wie WLAN und Lademöglichkeiten für Handys.

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À propos Crew. Höchste Zeit diese zumindest mal kurz zu erwähnen. Unseren Guide Atef sieht man in der Regel immer in dieser Pose (mit Fluppe in der Hand). Kalid (Bild links) ist unser Fahrer: Immer freundlich, gut gelaunt und sicher fahrend. In den ersten Tagen haben wir ihn ab und zu mal gesucht, weil er von jetzt auf gleich verschwand. Inzwischen wissen wir, dass er streng gläubig ist, und innerhalb von ein paar Minuten mit seinem Gebetsteppich in der Hand um die Ecke kommen wird.

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Angekommen in Ha`il statteten wir noch der Festung “Qishlah” einen Besuch ab. Das früherer Verwaltungs- und Militärzentrum gilt als bedeutendes Wahrzeichen der Region. Wie viele andere Festungen (wir haben ja auch schon einige besichtigt) wurde Qishlah hauptsächlich aus Lehm gefertigt.

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Unser heutiges Hotel ist auf jeden Fall das schönste bisher. Wobei hier der Standard sicherlich grundsätzlich ein bisschen höher ist als in anderen Ländern.

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Während alle anderen aus der Gruppe im Hotel dinierten, gingen Rainer und ich ein paar Schritte zu einem kleinen Burgerladen, der von außen ziemlich unscheinbar leer aussah. Zum Glück hatte Rainer vorher die Rezensionen gecheckt, so dass wir guter Dinge Burger und Pommes bestellten… und nicht enttäuscht wurden. Smile

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Morgen geht es dann für zwei Tage in die Wüste Al-`Ula. Ich bin mir sicher, das wird nochmal ein richtiges Highlight.

Guuuuuute Nacht und schöne Grüße Smile

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Tag 5: Riad – Uschaiqir – Buraida

Montag, 22.12.: Heute Morgen holten wir (wie gestern bereits angekündigt) den Besuch des Nationalmuseums nach. Laut Atef ist es eines der größten Museen des Landes. Groß war es schon, sehenswert… naja. Ich würde sagen, es war o.k. Winking smile

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Danach ging es auf die erste größere Tour mit dem Bus Richtung Nordwesten. Die Straßen in Saudi-Arabien sind gut ausgebaut, so dass man (mit Tempolimit 120km/h) recht zügig vorankommt.

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Die meiste Zeit fuhren wir durch die riesige Wüste, die sich durch das Zentrum des Landes zieht. Zumeist handelte es sich dabei um karge Steinwüste, hier und da gab es aber auch ein paar Sanddünen zu sehen,

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“Uschaiqer” nannte sich das kleine Örtchen, an dem wir nach etwa 2 Stunden kurz stoppten. Das aus Stroh und Lehm um 600 n Chr. erschaffene Dorf gilt als eines der am besten erhaltenen traditionellem Njad-Dörfer, und ist ein wichtiges Beispiel für zentrale arabische Siedlungskultur. Besonders sehenswert (weil gut erhalten) sind die gut erhaltene Moschee, die Palmengärten sowie die typischen Heritage-Häuser.

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Weiter ging es dann zu einem traditionellen Markt in “Unaizah”. Für uns, der beste Markt bisher. Zwar gab es mehr oder weniger die selben Dinge zu kaufen, wie in Riad, doch man merkte deutlich, dass man aus der Großstadt raus war. Die “Verschleierungsquote” der Frauen (bis auf die Augen) lag hier im ländlichen Bereich bei genau 100%. Wir wurden sehr nett begrüßt, zum Kaffee bzw. Tee eingeladen und mit traditioneller Musik unterhalten.

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Unser Tagesziel heute war die etwas größere Stadt Buraida (knapp 600.000 Einwohner). Unser Zimmer im Towers-Hotel sind ein bisschen kleiner, dafür haben wir eine Küche (warum auch immer).

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Eigentlich hatten wir nach kurzer Suche ein schönes arabisches Restaurant gefunden. Doch leider wurden wir nicht bedient, weil gerade Gebetszeit war, und da wird grundsätzlich alles stehen und liegen gelassen. Also versuchten wir unser Glück bei einem Libanesen, was wir nicht bereut haben. Sehr lecker wars.

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Morgen wird`s dann wieder etwas spannender, denn wir besuchen einen Kamelmarkt hier in der Stadt. Wird bestimmt interessant.

Bis morgen dann und Grüße.

Tag 4: Riad City Tour

Sonntag, 21.12.: Nachdem ich die Nachtruhe gestern Abend allein antrat, so wachte ich heute Morgen neben Rainer aus München auf. Er war erst nachts um 3 Uhr in Riad angekommen und wird sich nun für den Rest der Reise das Zimmer mit mir teilen.

Um 8 Uhr heute Morgen lernten wir dann den Rest unserer Gruppe kennen. Dabei sind noch zwei allein reisende Mädels, sowie ein Ehepaar. Alle scheinen sehr reiseerfahren zu sein. Unser Guide Atef ist gebürtiger Jordanier, führt aber seit einer Weile auch Touren in Saudi-Arabien durch. Nach eigenen Angaben raucht er täglich etwa 40 Zigaretten, was man auch an seiner Stimme deutlich hört. In unserem komfortablen Reisebus starteten wir dann zu unserer heutigen Tour durch Riad.

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Bereits gestern war ich ja kurz an der Masmak-Festung. Das 1902 komplett aus Lehm und Palmenholz gefertigte Wahrzeichen der Stadt ist für viele Saudis ein Symbol für Nationalstolz und Stärke. Wir hatten Glück, und durften die Festung von innen besichtigen. Neben historischen Artefakten und traditionellen Waffen sind auch zahlreiche Kleidungsstücke und Alltagsgegenstände dieser Zeit ausgestellt.

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Weiter ging es zum Murabba-Palast, der von König Abdulazziz in den 1930ern erbaut wurde. Von außen recht unspektakulär, bietet er innen einen ausführlichen Einblick in das Leben der Königsfamilie. Auch die (für diese Zeit) stattliche Autosammlung des Königs war zu bestaunen.

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Den größten Teil der Zeit planten wir für das riesige Nationalmuseum ein. Aber Pustekuchen! Leider heute geschlossen. Hätte man ja eventuell vorher wissen können Smile with tongue out Also wurde dieser Programmpunkt auf morgen verschoben.

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Es gab etwa 2 Stunden Zeit totzuschlagen… also besuchten wir wieder einen Markt (der ähnlich unspektakulär war, wie der von gestern)…

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…und tranken ein Käffchen in der Sonne. Heute war es zumindest mal ein bisschen wärmer als noch die ersten beiden Tage Smile

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Am Nachmittag besuchten wir dann “Diriyah”, die erste Hauptstadt des ersten saudischen Staates. Bis 1818 war die Stadt ein bedeutender und religiöser Mittelpunkt der Region. Später wurde Sie von den Omanen erobert und fast komplett zerstört. Der historische Bezirk “At-Tuarif” wurde 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Wir konnten das ehrlich gesagt nicht ganz verstehen, da viele Gebäude doch relativ schlecht (und billig) restauriert wurden.

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Ein neu erbauter Teil Diriyah`s ist die “Bujairi Terrace”. Hier finden sich zahlreiche schöne und gemütliche Restaurants oder Cafè`s.

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Übrigens: Wenn man in Saudi-Arabien auf die Toilette gehen möchte, sollte man sich sicher sein, dass man durch die richtige Tür geht. Lieber zweimal hinschauen Winking smile

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Hier die Auflösung Smile

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Am Abend besuchten wir dann gemeinsam das Kingdom Center. Im Hilton Hotel gegenüber war ich ja die ersten beiden Nächte untergebracht…

Da einige von uns (inkl. mir) seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, entschieden wir uns zunächst einmal das Dinner im Foodcourt der Shopping Mall einzunehmen.

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Fünf andere Namen lernen sich relativ schnell. Von links vorne, nach rechts vorne: Christine, Ursula, Madlin, Rainer, Amer (da bin ich mir nicht sicher, ob ich seinen Namen richtig geschrieben habe), Volker. Da wir mir einem deutschen Reiseanbieter unterwegs sind, sind alle Teilnehmende auch der deutschen Sprache mächtig.

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Zum Abschluss des Tages fuhren wir dann noch gemeinsam in den 99 Stock des Kingdom Towers auf 300m Höhe und überquerten einmal die Skybridge.

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Wie oben bereits angedeutet holen wir morgen früh den Besuch des Nationalmuseums nach, bevor wir dann Riad verlassen und weiter Richtung Nordwesten fahren. Die drei Tage Riad war sehr schön, doch nun freue ich mich auch darauf die ländlicheren Gegenden Saudi-Arabiens kennenzulernen.

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Letzte Grüße aus Riad und bis morgen. “Inshallah” (So Gott will) Winking smile

Tag 3: Riad Entertainment Tour

Samstag, 20.12.: Zunächst stand heute Morgen der erste Umzug an. Von meinem schönen Hilton Olaya Hotel ging es ins nicht ganz so luxuriöse Warwick Riyadh. Aber auch das ist vollkommen in Ordnung. Ich will mich gar nicht beschweren Winking smile

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Gegen Mittag startete ich dann den zweiten Teil meiner Tour durch Riad mit dem Besuch des Al Faisaliah-Turms. Von der Aussichtsplattform auf 267m erwartete ich mir einen schönen Blick über die Stadt.

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Das Highlight des Turms ist zweifellos diese goldene Kugel aus 655 einzelnen Glasfragmenten mit etwa 24 Quadratmetern im Durchmesser. In dieser befindet sich eines der luxuriösesten Restaurants der Stadt. Leider war ich ein bisschen früh dran, so dass das Restaurant noch geschlossen hatte.

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Wie jede Attraktion in Riad, so hat auch der Turm eine eigene Luxusshopping-Mall. Hier und da sieht man arabische Damen mit Tüten aus den Nobelgeschäften herauskommen. Doch warum kauft man sich solche teuren Kleidungsstücke, wenn man eh den ganzen Tag die Abaya drüberziehen muss??? Versteht ich nicht. Angeblich ist es aber wirklich so, dass die verschleierten Frauen unter der Abaya ganz normal und gut gekleidet sind.

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Weiter ging es Richtung Süden, da ich mir noch einen schönen Markt ansehen wollte. In der Nähe des Gebietes um den Al Masmak Palast (den schauen wir uns morgen noch detaillierter an) sollte es einen sehr traditionellen und alten Markt geben. Das Areal um den Palast war sehr schön..

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…der Markt selber leider nix besonderes Sad smile

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In Riad bewegt man sich übrigens super mit “Uber” (toller Reim Winking smile) durch die Stadt. In der Regel ist innerhalb von 5 Minuten ein Fahrer da, und die Fahrt kostet etwa nur die Hälfte eines normalen Taxis. Heute habe ich für eine Fahrt nie mehr als 7 Euro gezahlt, obwohl ich bei dieser Fahrt fast 45 min unterwegs war. Top! Da nehme ich es sogar gerne in Kauf, dass so gut wie kein Taxifahrer englisch spricht.

Gegen 18 Uhr setzte mich mein Fahrer dann an der “Riad Boulevard World” ab. Ähnlich wie im Dubai Global Village wurden hier einzelne Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Ländern nachgebaut. Dazu gibt es das passende Essen, die passende Musik und auch die entsprechenden Kleidungsstücke und andere Souvenirs zu kaufen.

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Und falls man sehr lauffaul sein sollte, kann man sich die Boulevard World auch von der Seilbahn aus ansehen.

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Die einzelnen Bereich sind übrigens um einen See herumgebaut, auf dem man auch mit Gondeln herumfahren kann. Diese fahren natürlich passenderweise in Italien ab.

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Direkt gegenüber der Boulevard World befindet sich die Boulevard City. Hier geht es eher ruhig zu. Der Fokus liegt neben der Gastronomie auf kleinen Events, wie zum Beispiel einer Kartbahn, einer Eislaufhalle, eine Boxarena (in der jeden Abend echte Profikämpfe stattfinden) usw. Viel wird hier auch für Kinder geboten, wie z.B. eine Walt Disney-World, Eine Minecraft-Arena, das Marvel-Universum usw. Alles ist sehr weitläufig und einfach nur riesig.

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Gegen 21 Uhr war ich dann wieder zurück im Hotel. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, das mein Zimmerpartner für die nächste Woche schon da ist, aber er reist wohl etwas später an. Zumindest sollte er morgen früh um 8 Uhr da sein, denn dann beginnt die Rundreise offiziell. Naja, er wird sicherlich heute Nacht irgendwann eintrudeln.

Ich mach mich jetzt mal lang und sage mal wieder “Gute Nacht”!

Tag 2: "The Edge of the World”

Freitag, 19.12.: Heute war also mein erster “richtiger” Urlaubstag in Saudi-Arabien. Da für den ersten Tag der Rundreise (beginnend am Sonntag) noch eine Citytour durch Riad auf dem Programm steht, konzentrierte ich mich heute auf die Sehenswürdigkeiten, die die Tour nicht abdecken wird.

Zunächst aber (wie immer) ein paar Zahlen und Fakten zum Land: Mit etwa 2,15 Millionen Quadratkilometern ist Saudi-Arabien etwa 6 mal so groß wie Deutschland. Dafür ist das Land (mit etwa 36 Millionen Einwohnern) eher dünn besiedelt. Etwa 30% der Bevölkerung sind nicht saudischen Ursprungs. Viele kommen aus asiatischen Ländern um hier zu arbeiten. Neben Riad (etwa 8 Millionen Einwohner) sind Dammam, Medina, Jeddah und natürlich Mekka die größten Städte des Landes. Im Landesinneren domminiert die Arabische Wüste, jedoch bietet das Land auch tolle Bergketten-, Küsten- und Oasenlandschaften. Über die Religion des Landes gibt es viele (Vor-) Urteile. Es ist sicherlich richtig, dass der Islam in Saudi-Arabien sehr stark ausgeprägt ist, und teilweise sehr strikt befolgt wird. Das betrifft auch Touristen. Christliche, oder andere religiöse Symbole sind absolut tabu. Im öffentlichen Raum sind Schultern und Knie jederzeit zu bedecken. Wenn man seinem Gegenüber etwas überreicht, ist stets die (reine) rechte Hand zu benutzen. Die linke Hand gilt als unrein. Hier muss ich (als zumindest Teilzeitlinkshänder) hin und wieder gut aufpassen. Andere Vorurteile werden längst nicht mehr so strikt gehandhabt, wie ich dachte. Sicherlich laufen noch sehr viele Frauen mit dem Niqab (Gesichtsschleier) herum. Jedoch ist dies nicht die Regel und auch nicht verpflichtend. Ich würde schätzen, dass locker 70% der Frauen Ihr Gesicht oder auch ihr Haar zeigen. Sie tragen dann entweder das klassische Kopftuch (Hijab) oder eine Shayla (Schal, der locker um Hals und Kopf gelegt) wird. Die Abaya (klassisches islamische Gewand) an sich ist jedoch für gläubige Frauen ein Muss. Aber auch hier gibt es zwischenzeitlich modern geschnittene oder bestickte Modelle. Am Steuer vieler Autos hier in der Stadt sitzen oft Frauen (selbst wenn ihre Männer daneben sitzen). Das war ja bis vor ein paar Jahren auch total unüblich. Auch die klassische Geschlechtertrennung beispielsweise in Restaurants oder an anderen öffentlichen Plätzen habe ich bisher nicht so wahrgenommen. Vielleicht ist das nur hier in der Stadt so… keine Ahnung. Ich bin ja noch ein paar Tage hier und werde noch ein paar weitere Eindrücke erhalten.

Natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass viele hier viele Dinge nicht so laufen wie bei uns, und deutlich toleranter (um es mal vorsichtig zu sagen) mit einigen Themen umgegangen werden sollte. Aber genau diese Toleranz bringe auch den Menschen und der Kultur entgegen, egal ob ich das alles hier gut oder eben nicht so gut finde.

Sooooo, kommen wir nun zum heutigen Tag. Am Morgen fuhr ich zunächst zum “King Abdullah Financial District” oder kurz KAFD. Das Finanz- und Businessviertel der Stadt beherbergt viele internationale Firmen, Banken und Konzerne. Ein bisschen hat man den Eindruck, als wollten sich die einzelnen Architekten beim Bau gegenseitig überbieten.

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Neben den zahlreichen Bürogebäuden findet man auch zahlreiche Restaurants, Cafè`s sowie Kunstgalerien. Freitag und Samstag sind im Islam die Wochenendtage, daher war heute leider nicht viel los.

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Und wie überall in Riad wird auch im KAFD noch kräftig gebaut… Ich bin mir sicher, die Stadt wird in 10 Jahren wieder ganz anders aussehen. Hat alles ein bisschen was von Überbietungswettbewerb.

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Ein absolutes Highlight des Gebietes ist zweifellos auch die Metrostation des KAFD, die sowohl von außen, als auch von innen eher wie ein Raumschiff daherkommt. Insgesamt gibt es in Riad 6 Metrolinien, die fast 180km abdecken. Knapp 30 Milliarden Euro hat der Bau gekostet. Kein Wunder bei solchen Stationen. Das Lustige ist allerdings, dass die Züge selber wie U-Bahnen in Berlin oder Stuttgart aussehen, und auch genau die selben Geräusche machen…

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Für den Nachmittag hatte ich einen Ausflug zum “Egde of the World” gebucht. Der Rand der Welt liegt etwa 90 km nordwestlich von Riad auf der Najd-Hochebene. Mit Allradfahrzeugen dauerte es etwa 90 Minuten bis wir den Nationalpark erreicht hatten. Der letzte Teil über die felsige Hochebene wurde dann komplett offroad durchquert.

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Der Name dieser Attraktion erschließt sich dem Besucher recht schnell: The edge of the World sind steil abfallende Felsklippen (bis zu 300m) mit einem unglaublichen Ausblick auf eine kilometerweite, flache Wüstenebene, ohne jegliche Referenzpunkte, so dass man unweigerlich den Eindruck gewinnen muss, dass die Welt hier endet.

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Es gab einen kleinen Wanderweg, über den man zu den verschiedenen Felsvorsprüngen laufen konnte. Der Blick (sowohl auf die Felsen, als auch in die Weite) ist wirklich unglaublich.

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Mein Vater würde sagen: “Sicherheitstechnisch nicht einwandfrei!”, was auch komplett der Wahrheit entspricht, zumal (vor allem vor dem Sonnenuntergang) richtig viel Betrieb auf den Felsen war und es auch gut gewindet hat.

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Wie findet Ihr den Sonnenuntergang? Trotz der vielen Touris wirklich sehenswert.

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Gegen 20 Uhr war dann noch kurz Zeit für ein schnelles Training im hoteleigenen Fitti. Smile

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Für morgen habe ich ich gerade noch nicht so viel vor, da (wie geschrieben) auch in der Citytour bereits einiges inkludiert ist. Ich werde mich nochmal einlesen, ansonsten ein bisschen entspannen.

Bis morgen dann und gute Nacht! Smile