Tag 8: Al-`Ula und Umgebung

Donnerstag, 25.12.: Schon vor sechs Uhr klingelte heute Morgen der Wecker, denn wir brachen früh nach “Hegra” zu den nabathäischen Felsengräbern von “Mada`in Salih” auf, die ganz in der Nähe unserer schönen Unterkunft gelegen waren.

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Um das Gebiet zu besichtigen, muss man leider in einen großen Touristenbus einsteigen, und wird dann (mit etwa 50 weiteren Personen) zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten gefahren. Doof, aber ging leider nicht anders.

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Das ganze Gebiet mit den interessanten Felsenformationen und den Gräbern erinnert sehr stark an die antike jordanische Felsenstadt Petra.

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Die Stadt wurde vor allem zwischen dem ersten Jahrhundert vor Christus und dem ersten Jahrhundert nach Christus gebaut und genutzt, und liegt an einer alten Karawanenroute, die den südarabischen Raum mit dem Mittelmeer verband. Daher spielte sie eine sehr bedeutende Rolle im Fernhandel von Weihrauch, Gewürzen und anderen Waren.

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Besonders beeindruckend ist sicherlich die Grabstätte von Qasr al-Farid, die aus einem einzelnen Monolit (mit einer Höhe von 20 Metern) herausgearbeitet wurde.

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Insgesamt finden sich deutlich über 100 monumental gearbeitete Felsengräber in Hegra, von denen 94 mit reich dekorierten Fassaden ausgestattet wurden. Natürlich zählen die Grabstätten längst zum Weltkulturerbe der UNESCO.

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Wir fuhren weiter zur schönen Altstadt von Al-`Ula. Die alten Lehmbauten wurden im Laufe der Jahre schön restauriert und mit vielen kleinen Geschäften, Restaurants und Cafè`s ausgestattet.

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Wir machten ein kurzes Päuschen, tranken einen Kaffee und hielten ein wenig Ausschau nach schönen Fotomotiven.

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Zum Mittagessen kehrten wir in ein arabisches Restaurant ein, in dem dann irgendwie doch alle etwas Asiatisches bestellten Winking smile

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Einen überragenden Ausblick über die ganze Al-`Ula-Region hatten wir am späten Nachmittag vom “Hattar”-Aussichtspunkt. Neben den bequemen Loungemöbeln konnte man sich auch vom dazugehörigen Restaurant aus den Sonnenuntergang ansehen.

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…oder mal wieder ein paar Leute beobachten Winking smile

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Leider war der Himmel heute ziemlich wolkig, so dass vom Sonnenuntergang nicht viel zu sehen war. Wir hatten es dennoch nicht bereut , denn allein der Blick ins Tal war wirklich top!

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Den “Elephant Rock” kennt Ihr ja schon von gestern. Er ist auch im Dunkeln sehr schön beleuchtet…

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Morgen geht`s dann schon weiter nach Medina, neben Mekka sicherlich die zweite Islam-Hochburg. Ich bin sehr gespannt.

Viele Grüße und einen schönen Weihnachtsfeiertagsabend wünsche ich noch Smile

Tag 7: Es geht in die Wüste

Mittwoch, 24.12.: Auch heute lagen wieder einige Kilometer vor uns, denn es ging von Ha`il über Jubbah bis zu unserem Tagesziel nach Al-`Ula. Inzwischen waren wir komplett in der Wüste angekommen. Die Landschaft wechselte zwischen Steinwüste, Sanddünen und Felsenformationen.

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Nach etwa 90 Minuten erreichten wird Jubbah. Allein die sehenswerten Felsformationen waren den Besuch schon wert. Doch wir (so wie allen anderen Besucher) waren wegen der bekannten Felsenmalereien gekommen.

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Neben uns war auch noch ein größere Schulklasse samt Lehrer vor Ort. Die Jungs waren sehr interessiert und gaben Ihre gelernten Englischkenntnisse zum besten um mit uns ins Gespräch zu kommen. Am einfachsten ging das mit Fußball. Bayern München kennt man auch in Saudi-Arabien Smile

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Doch zurück zu den Felsenmalereinen. Die zahlreichen (gut erhaltenen) Zeichnungen und Petroglyphen zeigen rund 10.000 Jahre menschlicher Geschichte, von der frühen Jungsteinzeit bis in die historische Zeit. Die Darstellungen zeigen Menschen, Tiere und Alltagsszenen, wie z.B. Jagd, Riten, Kleidung, Jagdwaffen usw. Zu Großteil konnte man die Zeichnungen wirklich noch gut erkennen.

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Nach drei weiteren Stunden Fahrt erreichten wir am Nachmittag, Al-`Ula. Da der Sonnenuntergang kurz bevor stand, stoppten wir am bekanntesten Felsen der Gegend, dem Elephant-Rock. Besonders zum Sonnenuntergang leuchtet der 52 Meter hohe Felsen in einem warmen rotbraun.

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Das erste mal auf der Tour erlebten wir hier eine Art größere Touristenansammlung. Die Gegend um den Felsen war mit bequemen Sitzgelegenheiten und auch Gastronomie versehen, so dass man den Sonnenuntergang ganz entspannt bei einer Tasse arabischem Kaffee oder einem Eis genießen konnte.

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Eigentlich darf man die verschleierten Frauen nicht fotografieren, was mich die ganze Zeit schon genervt hat, da sie (aus meiner Sicht) tolle Motive abgeben. Bei einer größeren Menschenansammlung wie heute konnte ich (unbemerkt) ein paar schöne Bilder machen Smile

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Unser heutiges Hotel liegt wirklich wunderschön zwischen den Felsformationen von Al-`Ula.

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Unser (inoffizielles) Weihnachtsmenu nahmen wir in Buffetform ein, bevor wir dann in unsere Zimmer verschwanden.

Morgen haben wir den ganzen Tag Zeit die Gegend zu erkunden. Und hier gibt es einiges zu sehen (so viel darf ich jetzt schonmal verraten Winking smile).

Zum Schluss wünsche ich natürlich allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest Smile

Tag 6: Die fliegenden Kamele

Dienstag, 23.12.: Unser erster Programmpunkt des heutigen Tages war der Besuch des Kamelmarktes in Buraida. Ich hatte ja im Marokko-Blog schon relativ viel über den Nutzen der Tiere gesprochen. Ziemlich ähnlich ist das natürlich hier in Saudi-Arabien. Wie wichtig diese Tiere sind, und wie viel es davon gibt, wurde uns heute Morgen deutlich. Jeden Tag werden hier etwa 1.000 Tiere ver- bzw. gekauft. Die Preise für ein “normales” Kamel liegen dabei zwischen 1.000 und 5.000 Dollar. Besonders schöne Tiere oder gar Rennkamele können deutlich teurer (bis 100.000€) sein. Letztere werden aber eher nicht auf dem Markt gehandelt.

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Die gehandelten Tiere werden dann zumeist auf LKW`s abtransportiert. Doch die kommen diese auf die Ladefläche?

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Ganz einfach: Sie fliegen Smile Ist schon irgendwie skurril die Tiere so an einem Kran hängen zu sehen. Und ob es für die Kamele so ein wahnsinniges Vergnügen ist würde ich auch mal dahingestellt lassen. Aber so ist es leider nunmal. Das Kamel wird hier einfach als Ware und als Nutztier gesehen, und daher (leider) auch so behandelt.

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Etwa 4 Stunden Fahrt nach Ha`il hatten wir heute noch vor uns. Nach einer Stunde stoppten wir im kleinen Örtchen Ar-Rass, das bekannt für seinen Wachturm “Al Shinanah” ist. Dieser ist zwar nur 24 Meter hoch, trotzdem hatten man (aufgrund des flachen Geländes) eine kilometerweite Sicht. Der Turm ist das letzte Überbleibsel einer Befestigungs- und Verteidigungsanlage, die ab dem 18. Jahrhundert dafür genutzt wurde Handelsrouten zu überwachen und frühzeitig feindliche Angriffe zu bermeken. Der aus Lehmziegeln errichtete Turm hat ganz unten einen Durchmesser von über 8 Metern. An der Spitze ist ein nur noch ein knapper Meter.

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Es gab auch noch einen kleinen Visitor Center, auf den man aber auch hätte verzichten können.

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Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass wir den Turm besteigen können, aber leider ist er nicht mehr für Touristen zugänglich. Schade Sad smile

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Was ich vorher auch nicht wusste. Alle Städte (zumindest, die wir bisher sahen) sind voll mit Fastfood-Ketten. An jeder Ecke steht ein McDonalds, KFC oder Dunkin` Donuts. Dafür sehen die meisten Saudis noch recht schlank aus. Vielleicht kommen Ihnen aber auch Ihre weit geschnittenen Roben zu Gute. Winking smile 

“Al Baik” ist eine Art arabischer McDonalds. Den liefen wir heute Mittag mal an.

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Weiter ging es noch etwa drei Stunden mit dem Bus. Grundsätzlich ist das aber für uns alle kein Problem. Die Straßen sind super, also kommen wir wirklich schnell voran. Dazu ist unser 17er-Mercedes Bus mit 6 Passagieren (+ 2mal Crew) nicht ansatzweise an seiner Belastungsgrenze, also sitzen wir sehr komfortabel. Hinzu kommen so Kleinigkeiten wie WLAN und Lademöglichkeiten für Handys.

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À propos Crew. Höchste Zeit diese zumindest mal kurz zu erwähnen. Unseren Guide Atef sieht man in der Regel immer in dieser Pose (mit Fluppe in der Hand). Kalid (Bild links) ist unser Fahrer: Immer freundlich, gut gelaunt und sicher fahrend. In den ersten Tagen haben wir ihn ab und zu mal gesucht, weil er von jetzt auf gleich verschwand. Inzwischen wissen wir, dass er streng gläubig ist, und innerhalb von ein paar Minuten mit seinem Gebetsteppich in der Hand um die Ecke kommen wird.

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Angekommen in Ha`il statteten wir noch der Festung “Qishlah” einen Besuch ab. Das früherer Verwaltungs- und Militärzentrum gilt als bedeutendes Wahrzeichen der Region. Wie viele andere Festungen (wir haben ja auch schon einige besichtigt) wurde Qishlah hauptsächlich aus Lehm gefertigt.

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Unser heutiges Hotel ist auf jeden Fall das schönste bisher. Wobei hier der Standard sicherlich grundsätzlich ein bisschen höher ist als in anderen Ländern.

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Während alle anderen aus der Gruppe im Hotel dinierten, gingen Rainer und ich ein paar Schritte zu einem kleinen Burgerladen, der von außen ziemlich unscheinbar leer aussah. Zum Glück hatte Rainer vorher die Rezensionen gecheckt, so dass wir guter Dinge Burger und Pommes bestellten… und nicht enttäuscht wurden. Smile

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Morgen geht es dann für zwei Tage in die Wüste Al-`Ula. Ich bin mir sicher, das wird nochmal ein richtiges Highlight.

Guuuuuute Nacht und schöne Grüße Smile

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Tag 5: Riad – Uschaiqir – Buraida

Montag, 22.12.: Heute Morgen holten wir (wie gestern bereits angekündigt) den Besuch des Nationalmuseums nach. Laut Atef ist es eines der größten Museen des Landes. Groß war es schon, sehenswert… naja. Ich würde sagen, es war o.k. Winking smile

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Danach ging es auf die erste größere Tour mit dem Bus Richtung Nordwesten. Die Straßen in Saudi-Arabien sind gut ausgebaut, so dass man (mit Tempolimit 120km/h) recht zügig vorankommt.

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Die meiste Zeit fuhren wir durch die riesige Wüste, die sich durch das Zentrum des Landes zieht. Zumeist handelte es sich dabei um karge Steinwüste, hier und da gab es aber auch ein paar Sanddünen zu sehen,

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“Uschaiqer” nannte sich das kleine Örtchen, an dem wir nach etwa 2 Stunden kurz stoppten. Das aus Stroh und Lehm um 600 n Chr. erschaffene Dorf gilt als eines der am besten erhaltenen traditionellem Njad-Dörfer, und ist ein wichtiges Beispiel für zentrale arabische Siedlungskultur. Besonders sehenswert (weil gut erhalten) sind die gut erhaltene Moschee, die Palmengärten sowie die typischen Heritage-Häuser.

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Weiter ging es dann zu einem traditionellen Markt in “Unaizah”. Für uns, der beste Markt bisher. Zwar gab es mehr oder weniger die selben Dinge zu kaufen, wie in Riad, doch man merkte deutlich, dass man aus der Großstadt raus war. Die “Verschleierungsquote” der Frauen (bis auf die Augen) lag hier im ländlichen Bereich bei genau 100%. Wir wurden sehr nett begrüßt, zum Kaffee bzw. Tee eingeladen und mit traditioneller Musik unterhalten.

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Unser Tagesziel heute war die etwas größere Stadt Buraida (knapp 600.000 Einwohner). Unser Zimmer im Towers-Hotel sind ein bisschen kleiner, dafür haben wir eine Küche (warum auch immer).

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Eigentlich hatten wir nach kurzer Suche ein schönes arabisches Restaurant gefunden. Doch leider wurden wir nicht bedient, weil gerade Gebetszeit war, und da wird grundsätzlich alles stehen und liegen gelassen. Also versuchten wir unser Glück bei einem Libanesen, was wir nicht bereut haben. Sehr lecker wars.

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Morgen wird`s dann wieder etwas spannender, denn wir besuchen einen Kamelmarkt hier in der Stadt. Wird bestimmt interessant.

Bis morgen dann und Grüße.

Tag 4: Riad City Tour

Sonntag, 21.12.: Nachdem ich die Nachtruhe gestern Abend allein antrat, so wachte ich heute Morgen neben Rainer aus München auf. Er war erst nachts um 3 Uhr in Riad angekommen und wird sich nun für den Rest der Reise das Zimmer mit mir teilen.

Um 8 Uhr heute Morgen lernten wir dann den Rest unserer Gruppe kennen. Dabei sind noch zwei allein reisende Mädels, sowie ein Ehepaar. Alle scheinen sehr reiseerfahren zu sein. Unser Guide Atef ist gebürtiger Jordanier, führt aber seit einer Weile auch Touren in Saudi-Arabien durch. Nach eigenen Angaben raucht er täglich etwa 40 Zigaretten, was man auch an seiner Stimme deutlich hört. In unserem komfortablen Reisebus starteten wir dann zu unserer heutigen Tour durch Riad.

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Bereits gestern war ich ja kurz an der Masmak-Festung. Das 1902 komplett aus Lehm und Palmenholz gefertigte Wahrzeichen der Stadt ist für viele Saudis ein Symbol für Nationalstolz und Stärke. Wir hatten Glück, und durften die Festung von innen besichtigen. Neben historischen Artefakten und traditionellen Waffen sind auch zahlreiche Kleidungsstücke und Alltagsgegenstände dieser Zeit ausgestellt.

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Weiter ging es zum Murabba-Palast, der von König Abdulazziz in den 1930ern erbaut wurde. Von außen recht unspektakulär, bietet er innen einen ausführlichen Einblick in das Leben der Königsfamilie. Auch die (für diese Zeit) stattliche Autosammlung des Königs war zu bestaunen.

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Den größten Teil der Zeit planten wir für das riesige Nationalmuseum ein. Aber Pustekuchen! Leider heute geschlossen. Hätte man ja eventuell vorher wissen können Smile with tongue out Also wurde dieser Programmpunkt auf morgen verschoben.

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Es gab etwa 2 Stunden Zeit totzuschlagen… also besuchten wir wieder einen Markt (der ähnlich unspektakulär war, wie der von gestern)…

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…und tranken ein Käffchen in der Sonne. Heute war es zumindest mal ein bisschen wärmer als noch die ersten beiden Tage Smile

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Am Nachmittag besuchten wir dann “Diriyah”, die erste Hauptstadt des ersten saudischen Staates. Bis 1818 war die Stadt ein bedeutender und religiöser Mittelpunkt der Region. Später wurde Sie von den Omanen erobert und fast komplett zerstört. Der historische Bezirk “At-Tuarif” wurde 2010 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Wir konnten das ehrlich gesagt nicht ganz verstehen, da viele Gebäude doch relativ schlecht (und billig) restauriert wurden.

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Ein neu erbauter Teil Diriyah`s ist die “Bujairi Terrace”. Hier finden sich zahlreiche schöne und gemütliche Restaurants oder Cafè`s.

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Übrigens: Wenn man in Saudi-Arabien auf die Toilette gehen möchte, sollte man sich sicher sein, dass man durch die richtige Tür geht. Lieber zweimal hinschauen Winking smile

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Hier die Auflösung Smile

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Am Abend besuchten wir dann gemeinsam das Kingdom Center. Im Hilton Hotel gegenüber war ich ja die ersten beiden Nächte untergebracht…

Da einige von uns (inkl. mir) seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, entschieden wir uns zunächst einmal das Dinner im Foodcourt der Shopping Mall einzunehmen.

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Fünf andere Namen lernen sich relativ schnell. Von links vorne, nach rechts vorne: Christine, Ursula, Madlin, Rainer, Amer (da bin ich mir nicht sicher, ob ich seinen Namen richtig geschrieben habe), Volker. Da wir mir einem deutschen Reiseanbieter unterwegs sind, sind alle Teilnehmende auch der deutschen Sprache mächtig.

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Zum Abschluss des Tages fuhren wir dann noch gemeinsam in den 99 Stock des Kingdom Towers auf 300m Höhe und überquerten einmal die Skybridge.

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Wie oben bereits angedeutet holen wir morgen früh den Besuch des Nationalmuseums nach, bevor wir dann Riad verlassen und weiter Richtung Nordwesten fahren. Die drei Tage Riad war sehr schön, doch nun freue ich mich auch darauf die ländlicheren Gegenden Saudi-Arabiens kennenzulernen.

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Letzte Grüße aus Riad und bis morgen. “Inshallah” (So Gott will) Winking smile

Tag 3: Riad Entertainment Tour

Samstag, 20.12.: Zunächst stand heute Morgen der erste Umzug an. Von meinem schönen Hilton Olaya Hotel ging es ins nicht ganz so luxuriöse Warwick Riyadh. Aber auch das ist vollkommen in Ordnung. Ich will mich gar nicht beschweren Winking smile

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Gegen Mittag startete ich dann den zweiten Teil meiner Tour durch Riad mit dem Besuch des Al Faisaliah-Turms. Von der Aussichtsplattform auf 267m erwartete ich mir einen schönen Blick über die Stadt.

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Das Highlight des Turms ist zweifellos diese goldene Kugel aus 655 einzelnen Glasfragmenten mit etwa 24 Quadratmetern im Durchmesser. In dieser befindet sich eines der luxuriösesten Restaurants der Stadt. Leider war ich ein bisschen früh dran, so dass das Restaurant noch geschlossen hatte.

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Wie jede Attraktion in Riad, so hat auch der Turm eine eigene Luxusshopping-Mall. Hier und da sieht man arabische Damen mit Tüten aus den Nobelgeschäften herauskommen. Doch warum kauft man sich solche teuren Kleidungsstücke, wenn man eh den ganzen Tag die Abaya drüberziehen muss??? Versteht ich nicht. Angeblich ist es aber wirklich so, dass die verschleierten Frauen unter der Abaya ganz normal und gut gekleidet sind.

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Weiter ging es Richtung Süden, da ich mir noch einen schönen Markt ansehen wollte. In der Nähe des Gebietes um den Al Masmak Palast (den schauen wir uns morgen noch detaillierter an) sollte es einen sehr traditionellen und alten Markt geben. Das Areal um den Palast war sehr schön..

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…der Markt selber leider nix besonderes Sad smile

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In Riad bewegt man sich übrigens super mit “Uber” (toller Reim Winking smile) durch die Stadt. In der Regel ist innerhalb von 5 Minuten ein Fahrer da, und die Fahrt kostet etwa nur die Hälfte eines normalen Taxis. Heute habe ich für eine Fahrt nie mehr als 7 Euro gezahlt, obwohl ich bei dieser Fahrt fast 45 min unterwegs war. Top! Da nehme ich es sogar gerne in Kauf, dass so gut wie kein Taxifahrer englisch spricht.

Gegen 18 Uhr setzte mich mein Fahrer dann an der “Riad Boulevard World” ab. Ähnlich wie im Dubai Global Village wurden hier einzelne Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Ländern nachgebaut. Dazu gibt es das passende Essen, die passende Musik und auch die entsprechenden Kleidungsstücke und andere Souvenirs zu kaufen.

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Und falls man sehr lauffaul sein sollte, kann man sich die Boulevard World auch von der Seilbahn aus ansehen.

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Die einzelnen Bereich sind übrigens um einen See herumgebaut, auf dem man auch mit Gondeln herumfahren kann. Diese fahren natürlich passenderweise in Italien ab.

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Direkt gegenüber der Boulevard World befindet sich die Boulevard City. Hier geht es eher ruhig zu. Der Fokus liegt neben der Gastronomie auf kleinen Events, wie zum Beispiel einer Kartbahn, einer Eislaufhalle, eine Boxarena (in der jeden Abend echte Profikämpfe stattfinden) usw. Viel wird hier auch für Kinder geboten, wie z.B. eine Walt Disney-World, Eine Minecraft-Arena, das Marvel-Universum usw. Alles ist sehr weitläufig und einfach nur riesig.

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Gegen 21 Uhr war ich dann wieder zurück im Hotel. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, das mein Zimmerpartner für die nächste Woche schon da ist, aber er reist wohl etwas später an. Zumindest sollte er morgen früh um 8 Uhr da sein, denn dann beginnt die Rundreise offiziell. Naja, er wird sicherlich heute Nacht irgendwann eintrudeln.

Ich mach mich jetzt mal lang und sage mal wieder “Gute Nacht”!

Tag 2: "The Edge of the World”

Freitag, 19.12.: Heute war also mein erster “richtiger” Urlaubstag in Saudi-Arabien. Da für den ersten Tag der Rundreise (beginnend am Sonntag) noch eine Citytour durch Riad auf dem Programm steht, konzentrierte ich mich heute auf die Sehenswürdigkeiten, die die Tour nicht abdecken wird.

Zunächst aber (wie immer) ein paar Zahlen und Fakten zum Land: Mit etwa 2,15 Millionen Quadratkilometern ist Saudi-Arabien etwa 6 mal so groß wie Deutschland. Dafür ist das Land (mit etwa 36 Millionen Einwohnern) eher dünn besiedelt. Etwa 30% der Bevölkerung sind nicht saudischen Ursprungs. Viele kommen aus asiatischen Ländern um hier zu arbeiten. Neben Riad (etwa 8 Millionen Einwohner) sind Dammam, Medina, Jeddah und natürlich Mekka die größten Städte des Landes. Im Landesinneren domminiert die Arabische Wüste, jedoch bietet das Land auch tolle Bergketten-, Küsten- und Oasenlandschaften. Über die Religion des Landes gibt es viele (Vor-) Urteile. Es ist sicherlich richtig, dass der Islam in Saudi-Arabien sehr stark ausgeprägt ist, und teilweise sehr strikt befolgt wird. Das betrifft auch Touristen. Christliche, oder andere religiöse Symbole sind absolut tabu. Im öffentlichen Raum sind Schultern und Knie jederzeit zu bedecken. Wenn man seinem Gegenüber etwas überreicht, ist stets die (reine) rechte Hand zu benutzen. Die linke Hand gilt als unrein. Hier muss ich (als zumindest Teilzeitlinkshänder) hin und wieder gut aufpassen. Andere Vorurteile werden längst nicht mehr so strikt gehandhabt, wie ich dachte. Sicherlich laufen noch sehr viele Frauen mit dem Niqab (Gesichtsschleier) herum. Jedoch ist dies nicht die Regel und auch nicht verpflichtend. Ich würde schätzen, dass locker 70% der Frauen Ihr Gesicht oder auch ihr Haar zeigen. Sie tragen dann entweder das klassische Kopftuch (Hijab) oder eine Shayla (Schal, der locker um Hals und Kopf gelegt) wird. Die Abaya (klassisches islamische Gewand) an sich ist jedoch für gläubige Frauen ein Muss. Aber auch hier gibt es zwischenzeitlich modern geschnittene oder bestickte Modelle. Am Steuer vieler Autos hier in der Stadt sitzen oft Frauen (selbst wenn ihre Männer daneben sitzen). Das war ja bis vor ein paar Jahren auch total unüblich. Auch die klassische Geschlechtertrennung beispielsweise in Restaurants oder an anderen öffentlichen Plätzen habe ich bisher nicht so wahrgenommen. Vielleicht ist das nur hier in der Stadt so… keine Ahnung. Ich bin ja noch ein paar Tage hier und werde noch ein paar weitere Eindrücke erhalten.

Natürlich bin ich mir dessen bewusst, dass viele hier viele Dinge nicht so laufen wie bei uns, und deutlich toleranter (um es mal vorsichtig zu sagen) mit einigen Themen umgegangen werden sollte. Aber genau diese Toleranz bringe auch den Menschen und der Kultur entgegen, egal ob ich das alles hier gut oder eben nicht so gut finde.

Sooooo, kommen wir nun zum heutigen Tag. Am Morgen fuhr ich zunächst zum “King Abdullah Financial District” oder kurz KAFD. Das Finanz- und Businessviertel der Stadt beherbergt viele internationale Firmen, Banken und Konzerne. Ein bisschen hat man den Eindruck, als wollten sich die einzelnen Architekten beim Bau gegenseitig überbieten.

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Neben den zahlreichen Bürogebäuden findet man auch zahlreiche Restaurants, Cafè`s sowie Kunstgalerien. Freitag und Samstag sind im Islam die Wochenendtage, daher war heute leider nicht viel los.

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Und wie überall in Riad wird auch im KAFD noch kräftig gebaut… Ich bin mir sicher, die Stadt wird in 10 Jahren wieder ganz anders aussehen. Hat alles ein bisschen was von Überbietungswettbewerb.

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Ein absolutes Highlight des Gebietes ist zweifellos auch die Metrostation des KAFD, die sowohl von außen, als auch von innen eher wie ein Raumschiff daherkommt. Insgesamt gibt es in Riad 6 Metrolinien, die fast 180km abdecken. Knapp 30 Milliarden Euro hat der Bau gekostet. Kein Wunder bei solchen Stationen. Das Lustige ist allerdings, dass die Züge selber wie U-Bahnen in Berlin oder Stuttgart aussehen, und auch genau die selben Geräusche machen…

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Für den Nachmittag hatte ich einen Ausflug zum “Egde of the World” gebucht. Der Rand der Welt liegt etwa 90 km nordwestlich von Riad auf der Najd-Hochebene. Mit Allradfahrzeugen dauerte es etwa 90 Minuten bis wir den Nationalpark erreicht hatten. Der letzte Teil über die felsige Hochebene wurde dann komplett offroad durchquert.

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Der Name dieser Attraktion erschließt sich dem Besucher recht schnell: The edge of the World sind steil abfallende Felsklippen (bis zu 300m) mit einem unglaublichen Ausblick auf eine kilometerweite, flache Wüstenebene, ohne jegliche Referenzpunkte, so dass man unweigerlich den Eindruck gewinnen muss, dass die Welt hier endet.

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Es gab einen kleinen Wanderweg, über den man zu den verschiedenen Felsvorsprüngen laufen konnte. Der Blick (sowohl auf die Felsen, als auch in die Weite) ist wirklich unglaublich.

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Mein Vater würde sagen: “Sicherheitstechnisch nicht einwandfrei!”, was auch komplett der Wahrheit entspricht, zumal (vor allem vor dem Sonnenuntergang) richtig viel Betrieb auf den Felsen war und es auch gut gewindet hat.

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Wie findet Ihr den Sonnenuntergang? Trotz der vielen Touris wirklich sehenswert.

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Gegen 20 Uhr war dann noch kurz Zeit für ein schnelles Training im hoteleigenen Fitti. Smile

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Für morgen habe ich ich gerade noch nicht so viel vor, da (wie geschrieben) auch in der Citytour bereits einiges inkludiert ist. Ich werde mich nochmal einlesen, ansonsten ein bisschen entspannen.

Bis morgen dann und gute Nacht! Smile

Tag 1: Anreise und erste Eindrücke

Donnerstag, 18.12.: Heute gibt`s noch nicht so viel Spannendes zu erzählen, denn ich habe fast den ganzen Tag damit verbracht nach Riad zu kommen. Zur unmenschlichen Zeit um 4 Uhr morgens machte ich mich auf den Weg zum Flughafen Stuttgart, gegen Mittag wechselte ich in Istanbul den Flieger, und etwa um 19 Uhr Ortszeit (2 Stunden vor der MEZ) erreichte ich dann mein Hotel in der Hauptstadt Saudi-Arabiens.

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Der erste Eindruck beim Verlassen des Flughafens: Kalt! Ich dachte, ich wäre hier in einer Wüste, aber Pustekuchen. Laut Wetterbericht soll es ja auch in den nächsten Tagen recht frisch bleiben. Ich bin klamottentechnisch gut ausgestattet, insofern sollte das kein Problem sein.

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Was einem bei der Fahrt vom Flughafen in die City (etwa 45km) ebenso auffällt: Die 8-Millionen-Metropole ist riesig und an jeder Ecke wird gebaut. Aber dazu sicherlich in den nächsten Tagen ein bisschen mehr.

Mein Hotel ist für die kommenden zwei Nächte völlig in Ordnung. Es ist alles da was ich brauche Smile

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Direkt auf der anderen Straßenseite des Hotel befindet sich ein Wahrzeichen der Stadt: der über 300m hohe Kingdom-Tower. Von der Skybridge aus (ganz oben) hat man wohl einen spektakulären Blick über die ganze Stadt. Dieser Programmpunkt steht dann am Sonntag noch an.

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Ich startete noch zu einem kleinen Abendspaziergang durch die Umgebung. Ein bisschen erinnert mich die Stadt an Doha. Viele Shoppingmalls, Verkehr ohne Ende aber keine Fußgänger (außer mir) weit und breit. Sind wohl alle ziemlich lauffaul, die Araber. Zumindest bin ich mir ziemlich sicher, dass die Stadt von den Sehenswürdigkeiten her ein bisschen mehr kann als Doha.

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Ich werde jetzt mal ein bisschen Schlaf von letzter Nach aufholen. Morgen geht`s dann richtig los mit dem Urlaub.

Erste Grüße aus Saudi-Arabien und gute Nacht Smile

Saudi-Arabien, die Übersicht

Dienstag, 16.12.: Hallo mal wieder an alle Leser meines kleinen Urlaubsblogs. Die nächste Reise steht an, und wir Ihr alle schon bemerkt habt, geht es für mich nach Saudi-Arabien. Am 18.12. starte ich Richtung Riad, der Hauptstadt des Landes. Nachdem ich 3 Tage allein die Gegend um Riad herum auskundschaften werde, startet dann am 20.12. die Tour quer durchs Land Richtung Jeddah, wo die Reise am 28.12. enden wird. Da ich durchgehend in (guten) Hotels übernachten werde, gehe ich mal davon aus, dass ich regelmäßig abends etwa posten kann. Eine E-Sim-Karte habe ich mir auch schon zugelegt… somit sollte ich die 10 Tage gut vernetzt sein. Ich bin mal wieder sehr gespannt und freue mich.

Wie immer gibt`s vorab die Karte und das komplette Tag-für-Tag Programm der Tour. Ich wünsche viel Spaß beim Mitreisen!

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1. Tag

Anreise

Blick auf die funkelnde Skyline von Riad, Saudi-Arabien, mit modernen Wolkenkratzern und Baustellen.

Individuelle Anreise nach Riad. Wenn Sie den Hoteltransfer gebucht haben, begrüßt Sie ein Fahrer in der Ankunftshalle und fährt Sie zu Ihrem Hotel. Übernachtung im Hotel.

2. Tag

Stadtbesichtigung in Riad

Das Musmak-Fort in Riad, Saudi-Arabien, zeigt eine beeindruckende Architektur mit Türmen und Flagge.

Am Vormittag starten Sie Ihre Stadtrundfahrt durch die beeindruckende Millionenstadt. Zunächst besuchen Sie das historische Masmak Fort, das im Jahr 1865 erbaut wurde. Danach geht es weiter zum Nationalmuseum, wo Sie tief in die Geschichte und Kultur der Region eintauchen können. Ein weiteres Highlight ist der Murraba-Palast, der im traditionellen Stil errichtet wurde, und der berühmte Souq von Deira, wo Sie die Atmosphäre eines lebhaften saudischen Marktes erleben können. Am Nachmittag fahren Sie dann nach Diriyah, einer historischen Siedlung vor den Toren der Stadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Diriyah war einst die Hauptstadt des saudischen Königreichs und ist bekannt für seine traditionellen Lehmbauten. Als Freilichtmuseum können Sie durch die verwinkelten Gassen schlendern und dabei unter anderem ein Museum und einen ehemaligen Palast besichtigen. Der Höhepunkt ist jedoch der Besuch des Kingdom Centre Towers. Von der 300 Meter hohen Sky Bridge genießen Sie einen atemberaubenden Panoramablick auf die gesamte Stadt. (optional) Übernachtung wie am Vortag.

3. Tag

Riad – Uschaiqir – Buraida

Ein Mann in traditioneller arabischer Kleidung steht auf einem Dach und blickt über die Stadt Ushaiqir in Saudi-Arabien.

Nach dem Frühstück fahren Sie heute Richtung Shaqrā zum Uschaiqir Heritage Village, das etwa 200 km nordwestlich von Riad in der Region Najd liegt. In Uschaiqir haben Sie die Gelegenheit, durch die historischen Ruinen der traditionellen Lehmhäuser zu schlendern, die einen einzigartigen Einblick in das Leben vergangener Zeiten bieten. Besonders eindrucksvoll ist das Al Salem Museum, wo Sie mehr über die Geschichte und Kultur der Region erfahren. Im Anschluss setzen Sie Ihre Reise in die Provinz Al-Qasim fort, die landwirtschaftlich bedeutsam ist. Bei Ihrer Ankunft in Unayzah erwartet Sie ein Bummel über den Al Musawkaf Markt. Dieser traditionelle Markt bietet eine Vielzahl an lokalen Produkten, darunter Gewürze, Handwerkskunst und regionale Spezialitäten. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 4-5h, 360 km).

4. Tag

Kamelmarkt von Buraida – Ha’il

Felskunst zeigt historische Zeichnungen auf einem großen Stein in der Wüste der Hail-Region in Saudi-Arabien.

Am Morgen geht es zunächst zum Al Shinanah Turm in Ar-Rass. Vom etwa 30 Meter hohen Wachturm können Sie die Weite der umgebenden Landschaft genießen, während Sie mehr über seine Geschichte erfahren. Im Anschluss besuchen Sie einen Kamelmarkt, wo Sie das bunte Treiben beobachten können. Hier wird lebhaft um die sogenannten „Wüstenschiffe“ gehandelt – die Kamele. Das Feilschen, das Kennenlernen der Tiere und die Gespräche zwischen den Händlern bieten einen faszinierenden Einblick in die Traditionen und die Bedeutung dieser Tiere für die Region. In Ha’il besuchen Sie die imposante Festung Qishlah, die einst als Militär- und Verwaltungszentrum diente. Die Festung beeindruckt mit ihrer Architektur und ihrer Geschichte und ist ein bedeutendes Wahrzeichen der Region. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 3-4h, 280 km).

5. Tag

Ha‚il – Jubbah – Al-‘Ula

Blick auf den Elephanten Berg in der Wüste von Saudi-Arabien mit beeindruckenden Felsen und Sandlandschaft.

Auf Ihrer Fahrt erleben Sie zunächst die imposanten Felsenzeichnungen von Jubbah, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Diese faszinierenden Felsmalereien, die bis zu 10.000 Jahre alt sind, bieten einen einzigartigen Einblick in die frühesten menschlichen Kulturen der Region. Die Zeichnungen und Gravuren auf den Felsen erzählen Geschichten aus einer längst vergangenen Zeit und zeigen Tiere sowie Jagdszenen aus der Steinzeit – ein echtes Highlight für Geschichtsinteressierte und Naturliebhaber. Nach diesem beeindruckenden Stopp geht es weiter zu einem weiteren Höhepunkt Ihrer Reise: Al-‚Ula, eine der spektakulärsten Wüstenregionen Saudi-Arabiens. Hier, inmitten der atemberaubenden Wüstenlandschaft, verbringen Sie die nächsten zwei Nächte. In dieser außergewöhnlichen Umgebung erleben Sie das Leben in der Wüste hautnah. Genießen Sie die Ruhe und den Frieden der Wüste, die sternenklaren Nächte und die unvergessliche Atmosphäre dieses einzigartigen Ortes. Übernachtung im Bungalow. (Fahrzeit ca. 6-7h, 430 km).

6. Tag

Nabatäer-Felsengräber des antiken Mada‘in Salih – Oasenstadt Al-‚Ula

Eine reflektierende Struktur in der Wüste, umgeben von beeindruckenden Bergen in Saudi-Arabien. Die Wüstensonne leuchtet auf die Architektur.

Al-´Ula, die archäologische Schatzkammer Saudi-Arabiens, ist bekannt für die Nabatäischen Ruinen von Mada´in Salih, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Die über 130 beeindruckenden Felsengräber dieser antiken Stadt sind das saudi-arabische Pendant zu Petra in Jordanien. Ein weiteres Highlight ist der Elephant Rock, eine markante Felsformation, die einem Elefanten ähnelt. Zum Abschluss genießen Sie einen atemberaubenden Sonnenuntergang auf dem höchsten Punkt der Oase von Al-‚Ula und erleben die Wüste in ihrem schönsten Licht. Übernachtung wie am Vortag . (Der Besuch des Konzertsaals Maraya in Al-Ula (Außenbesichtigung) kann nicht garantiert werden. Oft wird ohne Vorankündigung die bereits bestätigte Reservierung zurückgenommen, weil Regierungsdelegationen oder wichtige Persönlichkeiten den Ort besuchen.)

7. Tag

Al-‚Ula – Medina

Ausblick auf die Architektur einer Moschee in Medina, Saudi-Arabien, mit Minaretten und Kuppel unter blauem Himmel.

Nach dem Frühstück geht es weiter nach Medina, der zweitheiligsten Stadt des Islam. In Medina erleben Sie die Moschee des Propheten Mohammed (nur Außenbesichtigung), eines der wichtigsten religiösen Gebäude der islamischen Welt. Die Moschee beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihre spirituelle Bedeutung, da sie die Grabstätte des Propheten Mohammed beherbergt. Übernachtung im Hotel. (Fahrzeit ca. 4-5h, 335 km).

8. Tag

Medina – Zugfahrt – Stadtbesichtigung Dschidda – Rückreise

Eine ruhige Straßenansicht im historischen Bezirk von Jeddah, Saudi-Arabien, mit bunten Gebäuden und einer Straßenlaterne.

Heute steigen Sie in den Schnellzug nach Dschidda, einer historischen Hafenstadt am Roten Meer. Bei einer Stadtrundfahrt sehen Sie den lebhaften Fischmarkt und die traditionellen Souqs Al Alawi und Qabel. Ein weiteres Highlight ist die Altstadt Al-Balad, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und mit ihren alten Korallensteinhäusern und engen Gassen den Charme vergangener Zeiten bewahrt. (Fahrzeit mit dem Zug ca. 3h, 400 km).

Grönland, die Zusammenfassung

Montag, 15.09.: Leider ist auch diese Reise schon wieder vorbei. Höchste Zeit für eine Zusammenfassung und natürlich das “best of” der Bilder. Die zwei Wochen in Grönland werden uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Gefühlt waren wir wahnsinnig viel unterwegs, haben jeden Tag an einem anderen Ort übernachtet, und doch sahen wir nur einen Bruchteil der Insel. Aber das was wir gesehen haben, hat uns wirklich begeistert. Riesige Gletscher, schneebedeckte Berggipfel, unberührte grüne Landschaften, kilometerlange Fjorde, gigantische Eisberge und kleine grönländische, malerische Fischerdörfer. Und das alles menschenleer. Zumindest diesen Teil der Insel kann man noch fernab jeglichen Massentourismusses ganz entspannt entdecken. Daher sollte man auch darauf gefasst sein, keine 5-Sterne-Hotels vorzufinden (die würden auch gar nicht hierher passen). Man übernachtet einfach, manchmal beengt, teilweise ohne Heizung, Strom und warmes Wasser, aber eigentlich immer mitten in der Natur oder in den kleinen Dörfern. Zelten ist natürlich auch eine Option und sicherlich traumhaft schön, wenn das Wetter passt. Allgemein kann das Wetter hier in Grönland Fluch und Segen gleichzeitig sein (und wir erlebten ja auch beides). Wandern bei Dauerregen macht genauso wenig Spaß wie 4 Stunden Zodiac fahren bei klirrender Kälte. Andererseits sind es tolle Erlebnisse, wenn man die weißen oder auch blauen Eisberge bei Sonnenschein auf dem kristallklaren Fjordwasser treiben sieht, oder bei sternklarer Nacht die grünen Nordlichter beobachten kann. Als Reisezeit können wir auf jeden Fall Anfang September empfehlen. Zwar muss man mit ein wenig niedrigeren Temperaturen und ein, zwei Regentagen mehr rechnen, allerdings gibt es dann keine Moskitos mehr, und viel weniger Touristen. Dazu hat man ab Ende August gute Chancen auf Nordlichter.

Unserem Guide Gabriel merkte man an, dass er sehr viel Erfahrung im Führen von Gruppen hatte. Viele verschiedene Unterkünfte, die Koordination der Zodiac-Touren, das Zubereiten der Mahlzeiten und Picknicks, die verschiedenen wetterbedingten Änderungen, usw… er hatte auch logistisch wirklich einiges zu tun. Trotzdem antwortete er auf jede Frage geduldig und hatte immer ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen. Guter Mann! Smile Die Gruppe hat stets super mitgemacht, sei es beim Geschirr spülen nach den Mahlzeiten, beim transportieren des Gepäcks oder bei der “Nordlicht-Patrouille” Smile. Wir hatten wirklich eine tolle Zeit hier. Andererseits freuen wir uns nun auch wieder auf warme Temperaturen, regelmäßige warme Duschen und das eigene Bett. Das tägliche Aus- und Einpacken der Klamotten, sowie das mühevolle Quetschen dieser in den Dufflebag wird uns bestimmt auch nicht fehlen. Doch das alles nimmt man sehr gerne in Kauf um diese wunderschöne und einzigartige Insel anschauen zu dürfen.

Und nun noch die schönsten Bilder der Tour:

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Vielen Dank mal wieder an alle Leser fürs Mitreisen.

Letzte Grüße und bis zum nächsten Blog.

Der Bloginhaber Volker Winking smile