Tag 25: Chivay/Colca City

Mittwoch, 25.08.: Soooo, die letzte Woche meines Südamerikaurlaubs ist angebrochen. Da hier wirklich immer irgendetwas passiert vergeht die Zeit wirklich rasend schnell… aber noch denke ich nicht an zu Hause, dafür gibt es hier noch viel zu viel zu erleben und zu sehen Smiley

Heute Morgen starteten wir unser zweitägige Tour Richtung Colca Canyon… eine Busfahrt von insgesamt fast sechs Stunden stand uns bevor… Wir stoppten regelmässig, denn es gab unterwegs einiges zu sehen…

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Für die zwei Tage wurde uns mal wieder ein lokaler Guide (Amador heisst er) zur Verfügung gestellt, der uns (bisher) wirklich sehr kompetent informiert und begleitet hat. Rrrrrrrrrrrrrrrruben hat in den letzten Tagen leider ein bisschen mit dem Magen zu kämpfen und fühlt sich nicht so richtig fit. Insofern ists gut, dass er jetzt für zwei Tage ein wenig entlastet wird…

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Überhaupt muss man sagen, dass im Moment recht viele Leute der Gruppe ein wenig angeschlagen sind. Zumeist auch mit dem Magen, aber einige haben (vor allem auch heute wieder) immernoch Probleme mit der Höhe. Mir gehts glücklicherweise gut, bin bisher von allem ziemlich verschont geblieben…

Aber zurück zum heutigen Tag: Etwa eine Stunde vor unserm heutigen Tagesziel Chivay passierten wir dann den höchsten Punkt dieser Perureise mit 4910m (in Bolivien war der höchste Punkt der Tour etwa 5100m) und hatten einen tollen Blick auf die umgebenden Vulkane. Der Höchste davon liegt auf etwa 6700m!!!

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Wie man auf dem letzten Bild sieht ist am “Mirador de los Volcanos” alles voller kleiner Steintürme. Amador meinte, es würde Glück bringen wenn man an diesem Platz einen baut… also habe ich mal alles gegeben Smiley Et Voila!

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Kurz vor Chivay stoppten wir noch kurz an einem Aussichtspunkt. Die Aussicht war zwar gut, das eigentlich interessante war aber ein kleines Alpacababy, das man füttern konnte… niedlich, oder? Smiley

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Gegen 14 Uhr erreichten wir dann Chivay, die “Hauptstadt” des Colca Canyons… Zum Canyon schreibe ich vielleicht morgen ein bisschen mehr, da wir ihn dann besichtigen werden… Wir schauten uns kurz um, nahmen ein kleines Mittagessen ein und begaben uns dann zu unserer Unterkunft.

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Für den späten Nachmittag standen dann noch zwei Aktivitäten auf dem Programm. Gen und ich machten von dem kostengünstigen Angebot Gebrauch über dem Canyon Zip-Lining zu machen, d.h. einmal über den Canyon drüber und zurück… War witzig… schöner Ausblick (etwa 70m über dem Canyon) und viel Spass. Leider gings es viel zu schnell vorbei…

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Unsere Zip-Line Instruktorin Karen erklärte alles, wir machten einen kurzen Testlauf…

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dann gings los… insgesamt 600m auf einer Höhe von (wie schon geschrieben) etwa 70m über dem Canyon…

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Direkt in der Nähe des Ziplining befinden sich die heissen Quellen von Chivay, die wir im Anschluss besuchten. Einige andere aus der Gruppe waren schon da uns genossen das schön warme Wasser (etwa 38 Grad)…

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Gegen 18:30 Uhr waren wir dann wieder am Hotel und brachen eine Stunde später zu unserem Dinner auf… Vorher schauten wir aber noch kurz am Plaza vorbei, denn auch in Chivay war gerade ein Stadtfest im Gange.

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In einem sehr gemütlichen und urigen Restaurant nahmen wir dann unser Abendessen ein… Als zusätzliches Highlight zur Dinnershow gab es Livemusik mit Tanz…

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…bei dem auch die Gäste mitmachen durften (mussten)… aber Shanks hatte seinen Spass Smiley

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Morgen gehts dann in den zweittiefsten Canyon der Welt (der tiefste ist übrigens nicht, wie ich dachte, der Grand Canyon, sondern ebenfalls ein Canyon in Peru). Wir brechen früh auf um möglichst viele Kondore zu sehen, die es dort wohl noch recht zahlreich geben soll… wird bestimmt auch wieder interessant…

Ich verabschiede mich mal in mein Schlafgemach. Zum Grusse Smiley

Tag 24: Arequipa

Dienstag, 14.08.: Soooooo, am heutigen Morgen verliessen wir Cusco endgültig Richtung Arequipa… wie gestern schon geschrieben wäre ich sicherlich gerne einen Tag länger in Cusco geblieben um noch ein bisschen mehr von der Stadt zu sehen, aber nun ja… die anderen Aktivitäten waren mir eben irgendwie wichtiger…

Pünktlich um sieben Uhr brachen wir also Richtung Flughafen Cusco auf von wo aus dann um kurz nach neun unser Flieger Richtung Arequipa abheben sollte… Ein wenig Müdigkeit nach den letzten anstrengenden Tagen und kurzen Nächten war hier und da (auch bei mir) deutlich spürbar, aber heute sollte ja ein relativ entspannter Tag werden…

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Der Flug dauerte nur etwa eine Stunde, und es gab durchaus wieder einiges zu sehen…

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Der Landeanflug bot ebenfalls Spektakuläres: Arequipa selbst liegt zwar “nur” auf 2300m Höhe, ist aber von mächtigen Vulkanen (Misti auf 5825m und Chachanti auf 6075m) umgeben, die man fast von der ganzen Stadt aus sieht…

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Nach dem Check In in unserem sehr angenehmen Hotel gab es erstmal wieder eine kleine Führung mit Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrruben, der uns die wichtigsten Plätze der Stadt näherbrachte.

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Arequipa ist eine sehr lebhafte Universitätsstadt, die etwa 800000 Einwohner zählt. Sie macht einen sehr weltoffenen Eindruck. Beim Betrachten der Innenstadt könnte man auch denken, man ist in Europa. Ähnlich wie in Surce (Bolivien) sind die meisten Gebäude weiss, da als Baumaterial häufig heller Tuffstein verwendet wurde. Auch zahlreiche (und teilweise sehr starke) Erdbeben konnten die Entwicklung der Stadt nicht stoppen. Wir haben das Glück, dass gerade an den Tagen unserer Anwesenheit ein nationales Fest in Arequipa gefeiert wird, zu dem Einwohner aus ganz Peru angereist sind.

Da das Wetter super war (und auch die Temperaturen) entschieden wir uns unser Mittagessen als Picknick einzunehmen. Das dazugehörige Essen besorgten wir schnell auf dem (ziemlich grossen) Markt…

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…und fuhren dann mit dem Taxi an einen gemütlichen Platz ausserhalb des Zentrums um in Ruhe unser Lunch einzunehmen…

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Shanks und ich haben zwischendurch ne kleine Runde gedreht und einen netten Aussichtspunkt gefunden, von dem aus man die Vulkane ganz gut gesehen hat. Unglaublich mächtiger Anblick…

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Nachdem alle satt waren und die Mädels vier Flaschen Sekt und einige Biere weggekippt haben machten wir uns dann auf den Weg zurück ins Hotel. Dieses mal nahmen wir (blöderweise) keine Taxis, sondern ein Sammeltaxi (Kleinbus, der festgelegte Routen abfährt und man quasi jederzeit on- und offhoppen kann Smiley). Diese Fahrt wird mir sicherlich als eine der witzigsten, aber auch anstrengendsten Bustouren im Gedächtnis bleiben: Der Bus war einfach rappelvoll und das Dach superniedrig. Grob geschätzt war der auch schon leicht in die Tage gekommene und technisch nicht einwandfreie Bus (siehe Cockpit unten) zugelassen auf etwa 20 Personen. Gefühlt waren 100 drin. Als kleine Orientierung: Shanks ist etwa 1,90m gross und stand die ganze Fahrt (etwa 45 Minuten) so krumm da… dazu wars sauheiss… und eben einfach nur voll… irgendwie hatten wir trotzdem unseren Spass Smiley

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Nach kurzem Zwischenstopp im Hotel bin ich mit den Michelle, Gen, Camilla und Tina noch ein bisschen on Tour gegangen. Wir wollten uns auf jeden Fall das Fest ein bisschen näher ansehen und auch ein wenig bummeln… Die ganze Stadt war supervoll von Menschen, die zu dem Fest gekommen waren. Überall spielte Musik, gab es Umzüge und wurde getanzt…

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Auf besonderen Wunsch der beiden norwegischen Mädels (die inzwischen auch meinen Blog lesen) stelle ich hiermit folgendes Bild online und präsentierte stolz meine bisher erworbenen drei norwegischen Vokabeln:

löb, löb, löb = los, los, los

Grönsak = Gemüse

Scharf = Schal

Beim Versuch einige andere norwegische Wörter auszusprechen bin ich schon mehrfach kläglich gescheitert, aber ich gebe nicht auf! Smiley

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Beim Shoppen waren wir alle eigentlich recht erfolglos, bis wir (schon fast auf dem Heimweg) auf einen sehr interessanten Alpaca-Laden aufmerksam geworden sind, der mit einer “Nimm zwei – zahle eins”-Aktion lockte… Da ging dann also doch nochwas Smiley

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Für unser Abendprogramm wurde die Gruppe dann geteilt. Während einige unbedingt den neuen Batman-Film sehen wollten bin ich mit den Norwegerinnen, Sabrina und Diego sowie Anusha nochmal in die Stadt gegangen um ne Kleinigkeit zu essen. Wir fanden ein schönes Plätzchen auf einer Terrasse mit tollem Blick zum “Plaza de Armas” wo immernoch kräftig musiziert und gefeiert wurde…

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Gegen 22 Uhr waren wir dann wieder am Hotel… morgen können wir glücklicherweise ein bisschen länger schlafen, bevor wir zwei Tage lang den Colca Canyon mit seinen heissen Quellen besuchen und dort hoffentlich ein paar Kondore sehen werden… Internet in dem Hotel vor Ort unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen… schaun wir mal Smiley

Gute Nacht!

Tag 23: Machu Picchu

Montag, 13.08. 04:30 Uhr: Mein Wecker klingelt. Ich bin der festen Überzeugung, dass es etwa ein Uhr nachts ist, ich meinen Wecker versehentlich falsch gestellt habe und nun noch ein paar Stunden schlafen kann… Pustekuchen!!! Aufstehen war angesagt, was nicht ganz so einfach war… aber o.k., wir wollten ja vor allen anderen beim Highlight des Urlaubs sein, insofern habe ich mich aufgerafft, war pünktlich um fünf Uhr beim Frühstück und um 5:30 Uhr zum Abmarsch bereit… Kurze Zeit später kamen wir dann an der Busstation an, die alle Besucher in etwa 20 min nach Machu Picchu bringen sollte… Offensichtlicherweise wollten auch noch andere Leute als Erstes oben sein, denn es tat sich eine kleine Schlange vor der Bushaltestelle auf…

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Ging aber eigentlich ganz schnell… Oben (leider) das selbe Bild: Etliche Besucher sammelten sich vor dem Eingang, aber auch hier wurde man zügig abgefertigt…

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Dann (so gegen 06:30 Uhr) waren wir endlich drin. Schnell ein paar Stufen hoch (und freudig erregt feststellen, dass doch noch nicht so viele Touris da sind) und dann den Postkartenausblick geniessen… ohne Worte…

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War auch super, dass noch ein paar Wolken da waren… hat dem Ganzen morgens um diese Uhrzeit noch einen mystischen Touch gegeben Smiley Um 7:30 Uhr ging dann unsere Führung durch Machu Picchu und leider auch der Regen los… Ich verkroch mich ab und zu erfolgreich unter dem Regenschirm unseres Guides (habe leider den Namen vergessen Trauriges Smiley) und konnte so der kompletten Dusche aus dem Weg gehen… War aber durchaus interessant was wir über die “verlorene” Inkastadt erfuhren.

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An dieser Stelle vielleicht ein paar Sätze zu Machu Picchu: Der “alte Gipfel” (so die genaue Übersetzung von Machu Picchu) und die dazugehörigen Inkaruinen wurden 1911 vom Amerikaner Hiram Bingham entdeckt. Die etwa 200 Gebäude verteilen sich auf ungefähr 100ha Fläche. Man vermutet, dass etwa 2000 Menschen in der bekanntesten aller Inkastädte lebten. Warum man nur weibliche Mumien fand und welche Bedeutung Machu Picchu einst hatte ist (wie viele andere Dinge der Inkakultur) noch unklar. Man vermutet z.B. auch, dass aktuell maximal 50% der noch existierenden Inkabauten gefunden wurden. Erst vor drei Jahren wurde ein weiterer Inkatrail (der neunte) nach Machu Picchu entdeckt.

Nach der sehr informativen Führung hatten wir noch die Möglichkeit die Bauten auf eigene Faust zu erkunden. Pünktlich dazu hat sich auch die Sonne wieder blicken lassen.

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Ein paar friedliche Lamas waren auch anwesend Smiley

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Doch nicht nur die Inkagebäude, sondern auch der tolle Ausblick auf die umgebenden Berge und Täler war top!

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Kurz nach 11 Uhr hatte ich dann bereits etwa 130 Fotos gemacht… es gab einfach viel zu viel zu sehen… Gegen Mittag (inzwischen waren wirklich tierisch viele Touris da) fuhren wir dann mit dem Bus wieder nach Machu Picchu Town runter, schauten uns noch ein bisschen um (für schlanke fünf Euro erwarb ich ein Top Inca Cola-T-Shirt) und lunchten mit der ganzen Gruppe in einer eher mittelmässigen Pizzeria.

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Um kurz vor drei nahmen wir dann den (wieder sehr komfortablen) Zug nach Ollantaytambo, wo wir in den Bus umstiegen und um 19 Uhr wieder in Cusco ankamen… ziemlich müde von den letzten Tagen war an ein zivilisiertes Abendessen in einem Restaurant nicht mehr zu denken, weswegen sich die meisten im nahegelegenen McDonalds schnell einen Burger holten und diesen dann in unserer Hotellobby verdrückten…

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Auch morgen heisst es (leider) wieder früh aufstehen, da unser Flieger nach Arequipa bereits um neun Uhr abhebt… glücklicherweise ist das Programm morgen nicht so straff, so dass ein wenig Zeit zum Erholen bleiben könnte Smiley Ein bisschen schade ist es für mich, dass ich von der Stadt Cucso (eine der schönsten Städte Perus) nicht so wirklich viel mitbekommen habe. Durch diverse Aktivitäten (Dschungel, Slingshot, Lares Trek, Machu Picchu) war ich die meiste Zeit unterwegs und hatte nur wenig Zeit zum Erkunden der Stadt… das was ich von Cusco gesehen habe war wirklich vielversprechend…

Soooo, auch für mich wird es jetzt Zeit fürs Bett. Drei kurze Nächte und ein langer Tag heute haben Spuren hinterlassen…

Zusammenfassung des Tages: Machu Picchu war wirklich DAS Highlight Perus. Zurecht eines der sieben Weltwunder!

Tag 22: Lares Trek Teil 3/ Machu Picchu Town

Sonntag, 12.08.: Hallo zusammen! Nachdem ich die letzten beiden Tage bei klirrender Kälte aus unserem Zelt vom Lares Trek aus geschrieben habe, sitze ich nun (endlich) wieder in einem gemütlich warmen Hotel (in Machu Picchu Town). Bei mir ist alles bestens. Habe die Wanderung gut überstanden, sowie alle anderen auch… die zweite Nacht war doch wesentlich angenehmer als die erste…

Aber mal von vorne:

Da wir es heute nicht mehr ganz so weit hatten uns auch fast nur noch bergab gehen mussten, durften wir sogar bis acht Uhr schlafen… die meisten waren jedoch vorher wach und packten schonmal alles zusammen…

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Wie oben erwähnt war diese Nacht deutlich angenehmer. Unser Campingplatz lag windgeschützt und auch die Temperaturen waren (trotz grösserer Höhe) nicht ganz so extrem wie in der Nacht zuvor, so dass auch alle “angeschlagenen” Hiker wesentlich erholter und fitter in den heutigen Tag gehen konnten. Zum Frühstück gab es überraschenderweise lustige und dazu noch leckere Pancakes mit Karamellsauce Smiley

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Gegen 9:30 Uhr machten sich dann die neun verbliebenen Bergwanderer auf den Weg ins Tal. In etwa drei Stunden galt es von unserem Campingplatz in Mantanay (auf 4100m) etwa 1000m abzusteigen. Unser Guide Hubert legte ein ordentliches Tempo vor…

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Der Abstieg war teilweise nicht ganz leicht. Sehr unebener Untergrund mit vielen Steinen und Felsen, enge Wege und gehöriges Gefälle erforderten jederzeit unsere Aufmerksamkeit… trotzdem hatte man ab und zu natürlich einen Blick für die angenehme Umgebung…

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Um 12:30 Uhr hatten wirs dann geschafft und konnten auf 3100m Höhe unser wohlverdientes Lunch einnehmen…

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Ein kurzer Dank und die “Trinkgeldübergabe” an das siebenköpfige Team (dass die drei Tage wirklich toll für uns gesorgt hat) beschloss unsere wirklich schöne Lares Trek-Tour:

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Trotz der schwierigen ersten Nacht war es eine tolle Hiking Tour. Landschaftlich wirklich traumhaft schön und wie gestern schon geschrieben: Wir waren so gut wie die ganze Tour allein auf der Strecke, fernab jeglichen Massentourismusses…

Mit dem Bus wurden wir anschliessend nach Ollantaytambo zurückgebracht, wo wir uns kurz im Hotel frischmachen konnten, bevor es dann direkt mit dem Zug nach Machu Picchu Stadt weitergehen sollte…

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Die Fahrt in dem äusserlich ein wenig antik wirkenden Zug war wirklich sehr komfortabel… Wir bekamen während der etwa 100-minütigen Fahrt ein Getränk sowie einen kleinen Snack (alles inklusive) serviert und hatten durch die Dachfenster während der Fahrt eine schöne Sicht auf die Landschaft…

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Gegen 17 Uhr erreichten wir dann Machu Picchu Town. Leider konnte uns unser Guide Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrruben nicht abholen, da er sich anscheinend nicht ganz wohl fühlte. Also wurden wir von Yvonne (Guide einer anderen Gruppe) zu unserem Hotel eskortiert. Nach einer schnellen Dusche und einer kleinen Stadttour durch Machu Picchu Town (nettes Städtchen mit vielen schönen kleinen Restaurants, aber auch sehr auf Tourismus ausgelegt) endeten wir in einem wirklich schönen (aber nicht ganz billigen) Restaurant namens “Inka Wasi”.

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Sehr nette Atmosphäre, eine lustige Liveband und superleckeres (und optisch spektakuläres) Essen (jedes Gericht kam mit einer aus Karotten aufwendig geschnitzten Figur)…

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Bei mir gab es Chicken Curry in Ananas-Bananensauce. Unschlagbar… mein bestes Essen bisher in Peru! Nach unserem Dinner ging es dann allerdings recht fix in Bett, da morgen das Highlight anstand: Machu Picchu! Da wir allerdings sehr früh oben sein wollten (vor allen anderen Touristen) hiess das für uns 4:30 Uhr (!!!) aufstehen… und das nach zwei “suboptimalen” Zeltnächten Trauriges Smiley Da hiess es dann sehr schnell im wahrsten Sinne des Wortes: “Augen zu und durch!” Smiley

Tag 21: Lares Trek Teil 2

Samstag, 11.08.: Der Tag begann für die ganze Gruppe nicht gerade positiv… In der Nacht war es wirklich superkalt, viele froren die ganze Nacht über. Anna (mit der ich das Zelt aufgrund von Männer- und Zeltmangel teilen musste) hat fast gar nicht geschlafen und teilweise richtig gezittert. Wie sich morgens herausstellte war sie nicht die einzige die derartige Probleme hatte… Fast die Hälfte der Gruppe fühlte sich nicht wohl. Anusha hat die ganze Nacht gebrochen und musste leider die Trekkingtour abbrechen… Gen, Anna und Janine ging es auch nicht wirklich gut, aber sie konnten erfreulicherweise den Lares Trek beenden. Ich fands die Nacht zwar auch recht frisch, hatte mich aber klamottenmässig recht gut eingestellt und konnte so etwa sechs Stunden schlafen Smiley

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Wie angekündigt wurden wir um halb sieben von unserem Assistentguide Roxanna mit den netten Worten “Morning guys, time to wake up! Do you want some Cocatea?” geweckt, auch wenn wir eigentlich schon wach waren…

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Draussen schien schon die Sonne und es war verhältnismässig warm… Kleines Frühstück, zusammenpacken und dann gings los…

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Wir verabschiedeten uns noch von Anusha (der es wirklich miserabel ging) und machten uns so zu neunt auf die Reise. Heute sollte der schwierigste Teil des Lares Treks anstehen. Insgesamt 17km waren heute zu bewältigen. Dabei sollten wir in den ersten fünft Stunden von 3800m auf den höchsten Punkt dieser Tour (4636m) aufsteigen…

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Was uns ein bisschen überraschte, aber auch natürlich sehr freute war, dass wir an diesem Tag nur einer anderen Gruppe begegnet sind (und dass auch nur kurz). Ansonsten hatten wir die ganze Strecke und somit auch die Umgebung komplett für uns alleine… Unterwegs trafen wir auch wieder auf diverse Tiere, die teilweise bis auf 4500m Höhe weideten…

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Ein bisschen erinnerte die Landschaft an Schottland oder Neuseeland… scheinbar unberührte Landschaft auf der verschiedene Tiere weideten. Hohe Berge, tiefe Täler… wäre der Weg nicht gewesen hätte man wirklich denken können, dass hier noch nie ein Mensch war.

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Unser gut gelaunter Guide Hubert war natürlich auch dabei und motivierte alle stets mit seinem Lieblingsspruch: “Let`s go my friends, don`t be lazy“! Gen, die auf dem Weg doch mit schlimmeren Magenproblemen zu kämpfen hatte durfte sich eine Weile auf dem Rücken unseres Begleitpferdes Valentino ausruhen…

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Nach einer kurzen Kaffeepause etwa 100 Höhenmeter unterhalb des Passes erreichten wir gegen 14 Uhr den höchsten Punkt des Lares Trek, den Huacahuasipass auf 4636m (gestartet waren wir auf etwa 3800m). Mann hatte zu beiden Seiten eine unglaubliche Aussicht…

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Nun waren es noch knapp zwei Stunden bis zu unserem Ziel Mantanay (auf 4100m Höhe gelegen) wo wir heute Nacht unsere Zelte aufschlagen sollten… Auf dem meist abschüssigen oder ebenen Wegen durchquerten wir einmal mehr tolle Landschaften…

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Gegen 16 Uhr erreichten wir dann unser Zeltlager in Mantanay, das wirklich superschön in einem Tal gelegen war…

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Nach einem kleinen Snack und einem Heissgetränk zogen sich die meisten erstmal in ihr Zelt zurück… die vielen Höhenmeter haben doch ordentlich angestrengt… Unser Pferd “Valentino” hat auch seine Arbeit getan und unsere kränkelnden Mädels sicher ans Tagesziel gebracht Smiley

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Um 19.15 Uhr wurde dann noch das Dinner serviert, an dem aufgrund von Müdigkeit bzw. Krankheit leider nicht alle teilnahmen. Sie verpassten mal wieder ein superleckeres Drei-Gänge-Menü, dass seine Krönung in einem unglaublich guten Schokopudding sah…

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Allgemein muss man sagen, dass die beiden Köche wirklich zu jeder Mahlzeit ein superleckeres Essen zauberten. Mittags gab es immer zwei Gänge plus Heissgetränk, abends drei Gänge… alles stets frisch und wirklich delikat! Unter den Bedingungen allemal bemerkenswert!

So, jetzt mach ich mal das Licht aus und unser Zelt zu. Mir wurde mitgeteilt, dass sich hier in der Nähe nachts gerne Pumas aufhalten… vielleicht gehe ich ja später noch ein wenig auf die Pirsch und sehe einen Smiley

Hoffe heute wirds nicht so kalt wie gestern… sieht aber besser aus. Ich habe wieder mein komplettes Arsenal an Klamotten an. Müsste reichen. Bis morgen! Zwinkerndes Smiley

Ps.: Hab das zwar schonmal im Dschungelpost erwähnt, aber egal: Unglaublich, was man hier nachts für einen Sternenhimmel geboten bekommt. Die Milchstrasse ist direkt über einem und wirklich toll und auch sehr hell zu sehen. Wirklich schade, dass man das so schlecht fotografieren kann…

Tag 20: Lares Trek Teil 1

Freitag, 10.08.: Pünktlich um acht Uhr wurden wir vom kompletten Lares Trek-Team (Guide, Assistent Guide, Koch, Küchenhilfe und Bedienung) am Hotel abgeholt. Heute starteten wir also zu unserer dreitägigen Hikingtour durch die Anden… Der Lares Trek ist eine der bekanntesten und beliebtesten Bergwandertouren Perus. Vor allem die abwechslungsreiche Landschaft und Tierwelt machen diese Strecke einzigartig.  Dabei sollten uns “mal wieder” extreme Temperaturen (bis –15 Grad nachts) und Höhen (bis 4636m) erwarten. Bevor es jedoch losging standen noch einige andere Punkte auf dem Programm… Unser Guide mit dem typisch bolivianischen Namen “Hubert”… (sieht hier zwar aus wie ein Bombenleger ist aber eigentlich ganz lässig drauf)

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…informierte uns kurz über den Ablauf des Tages… Auf dem Lares Trek sollten wir auf viele Kinder treffen, die sich über kleinere Mitbringsel freuen… also hielten wir auf halben Weg nach Lares Town kurz in Calca um dort auf dem Markt einige Früchte und Brot zu kaufen… und auch einige Snacks und Wasser für uns.

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Kurz vor Lares Town hielten wir dann nochmal an um einen tollen Ausblick auf einige Inkabauten und eines schönes Tal zu haben…

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Ausserdem gab es dort zwei Kondore zu bestaunen, die auch regelmässig fliegen dürfen, und schönerweise gerade gefüttert wurden… ganz schön gross die beiden Vögel…

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Die zwei Jungs standen da auch rum und hatten Spass Smiley mit geöffnetem Mund

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Gegen Mittag kamen wir dann in Lares Town (der Ausgangsstation unserer Tour) an… wer Lust hatte konnte die dort befindlichen heissen Quellen testen…

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Nach einem kurzen Lunch gings dann los mit dem Lares Trek. Insgesamt waren wir zu zehnt. Gen, Michelle, Anusha, Janine, Anna und ich aus unserer Gruppe, sowie vier andere GoXplore Reisende aus einer anderen Gruppe…

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Da wir heute ja “erst” mittags starteten war die zu überwindende Distanz mit sieben Kilometern recht überschaubar. Dabei sollten wir von 3200m bis auf 3800m aufsteigen. Die ersten 2km waren recht steil und anspruchsvoll, bevor es dann relativ gleichmässig, aber nicht zu steil bergauf ging.

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Einige hatten hier und da ein klein wenig Probleme mit der Höhe und der Anstrengung, aber wir machten genug Pausen, in denen Hubert immer wieder interessante Details über die Inkas und den Lares Trek zum besten gab… und wenn er mal nichts zu sagen hatte packte Gen ihre Ukulele aus… Smiley

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Unser Gepäck, sowie unser Essen und unser restliches Gepäck überholten uns ab und zu Smiley

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Meine auf dem Markt eingekauften Bananen und Orangen für die Kinder wurde ich auch sehr schnell los… sie sagten auch ganz lieb “Gracias”…

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Ansonsten war die Strecke heute wirklich schön, relativ einfach zu gehen und landschaftlich toll. Man hatte fast immer eine tolle Aussicht auf schneebedeckte Gipfel und tiefe Täler… Lamas, Pferde, Ziegen, Schafe und Alpacas begegneten und ständig…

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Gegen 17 Uhr erreichten wir dann unser “Hotel” für diese Nacht in Huacahuasi. Es bestand aus sieben Zelten… Smiley

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Nach dem “Check In” gab es erstmal ein paar heisse Getränke. Eine gemeinsame Runde Kartenspielen sowie ein tolles Abendessen beschlossen den schönen Tag auf dem Lares Trek… Da alle ziemlich müde waren und morgen ein langer und anstrengender Tag auf dem Programm stand gingen die wenigen vorhandenen Lichter danach ziemlich schnell aus…

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Morgen gehts dann ein bisschen mehr zur Sache. 17km Wanderung stehen auf dem Programm. Dabei überwinden wir gegen Mittag die höchste Stelle des Lares Treks mit 4636m über dem Meeresspiegel. Unser Zeltlager morgen liegt dann auf 4100m Höhe. Ich freu mich drauf… Smiley

Ich werde mich jetzt mal in mein Zelt begeben und hoffe, dass mich meine 4 Schichten Klamotten sowie mein Schlafsack ordentlich wärmen… Gute Nacht und mal wieder Grüsse aus den Anden.

Tag 19: Secret Valley/ Ollantaytambo

Donnerstag, 09.08.: Am heutigen Donnerstag ging unsere Reise zu den Inkas los… In Secret Valley und Ollantaytambo sollten wir auf tolle “Überbleibsel” dieser längst ausgestorbenen, aber dennoch faszinierenden Kultur treffen. Von Anfang des 14. Jahrhunderts bis Mitte des 16. Jahrhunderts lebten insgesamt etwa sieben Millionen Inkas in Südamerika, vor allem in Peru, Ekuador, Chile und Teilen Argentiniens. Da es so gut wie keinerlei geschriebene Überlieferungen gibt ist vieles über das Leben und die Kultur der Inkas noch heute rätselhaft und unklar. Vor allem ihre spektakulären und teilweise gut erhaltenen Bauten geben jedoch Aufschluss über Ihre Lebensweise vor über 600 Jahren… Dies und noch vieles mehr über die Inkas teilte uns unser heutiger Guide “Efi” mit… Er kannte sich wirklich gut aus, hatte auf jede Frage die passende Antwort und weckte bei allen ein echtes Interesse (sofern dies nicht schon vorhanden war Smiley) Dabei war natürlich auch heute wieder unser “Smartguy” Rrrrrrrrrrrrrrrrruben samt seiner Sonnenbrille und seines Grinsens Smiley

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Um 7:30 Uhr wurden wir mit dem Bus abgeholt… Bei unserer etwa einstündigen Fahrt kamen wir schon an ersten Inkabauten vorbei, die uns Efi vom Bus aus sehr ausführlich und kompetent erklärte… Ein wenig ab vom Schuss machten wir dann Halt in einem kleinen Dorf names Ccaccaccollo (wird wirklich so geschrieben), wo wir von den Einheimischen sehr nett empfangen wurden. Wir sollten in diesem kleinen Handwerkerdorf einen Eindruck von der Lebensweise der Bewohner bekommen… Empfangen wurden wir erstmal von einer Herde Lamas, die dort teilweise frei herumliefen…

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Die Bewohner des wirklich sehr netten Dorfes liessen einem an ihren Alltagstätigkeiten teilhaben, so z.B. wie sie aus Alpacawolle Kleidungsstücke herstellen, oder auf natürliche Art und Weise alle Farben für die Kleidung aus Pflanzen gewinnen usw. War sehr informativ…

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Bei diesem reichhaltigen Angebot habe ich mich natürlich nicht lumpen lassen und meine Alpaca-Kollektion für billiges Geld um eine Mütze erweitert Smiley

Unser Weg führte uns dann weiter ins Secret Valley, wo noch sehr viele gut erhaltene Inkabauten zu sehen waren…

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Efi konnte uns wirklich zu jedem Gebäude, jeder Terrasse etwas Interessantes erzählen, dazu hatten wir genügend Zeit die (erstaunlicherweise) frei begehbaren Bauten selber zu erkunden und Fotos zu machen…

Unser Mittagessen nahmen wir auf halbem Weg nach Ollantanytambo ein, und es war wirklich “Inkalicious” Smiley

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Gegen 14 Uhr kamen wir dann in Ollantaytambo an, der einzigen Stadt, in der die Bewohner (teilweise) noch mitten in den Inkabauten leben… Superschön, zwischen den Bergen gelegen. Kleine Gassen, viele kleine Cafes, Stände und Handwerkerläden…

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Die Inkabauten wurden uns dann wieder sehr ausführlich von Efi erklärt… Sie sind wirklich spektakulär, da sie quasi mit der Stadt verschmolzen sind und sich auch diese beiden angrenzenden Berge hochziehen…

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Nach dem Einchecken im Hotel hatten wir noch etwas Freizeit bis zum Abendessen. Anna und ich nutzen diese Zeit um mal den gegenüberliegenden Berg (auf den vier Bildern unten rechts zu sehen) hochzuklettern (bis etwa zur Hälfte) um bei schönem Sonnenuntergang einen Blick auf die Inkastadt zu haben… hat sich auch wirklich gelohnt!

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Nach dem Abstieg und einem schnellen Abendessen in einem netten bolivianischen Restaurant ging es dann für alle sehr zügig ins Bett, denn ab morgen geht es in die Berge Richtung Machu Picchu, mit Zeltübernachtungen jenseits des Gefrierpunktes… In den Zelten wird es eher kein W-Lan haben, deshalb melde ich mich hier wieder in drei Tagen mit hoffentlich interessanten und eindrucksvollen Hiking-Bildern… man darf gespannt sein Smiley

Wünsche bis dahin allen eine gute Zeit und mal wieder einen Gruss Smiley

Tag 18: Back to Cusco

MIttwoch, 08.08.: Nach der zweiten Nacht in meinem Moskitonetz mitten im Dschungel hiess es für uns an diesem Morgen Abschied nehmen von unserer wirklich schönen Dschungellodge… Ein letztes Frühstück, nochmal “Adios” sagen zum “Hauspapagei” Memo, dann gings los, per Boot, Bus und Flugzeug zurück nach Cusco…

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Gegen 14 Uhr trafen alle Dschungelbewohner (auch “Schäfer” Shanks und Anita, die in einer anderen Lodge untergebracht waren) wieder wohlbehalten in Cusco am Flughafen ein…

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Nach einem Kurzbesuch im Hotel kam dann das Event des Tages auf mich zu… Alles begann damit, dass ich die Freizeitaktivitätenliste für Cusco studierte und mich bei Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrruben nach dem Bungeespringen erkundigte. Darauf meinte er nur:

“Vodka!” Volker können die hier alle nicht aussprechen, deshalb Vodka (konnte er sich auch so vom ersten Tag an merken Smiley) “Vodka, Bungee is nothing. I got something for you” Mal wieder setze er sein smartes Grinsen auf, holte sein Iphone aus der Tasche und zeigte mir folgendes Video, welches er selbst gefilmt hat:

“Vodka, you got to do this, believe me. That`s awesome!”

O.k., dachte ich mir… wenn mir mein Guide einen Tipp gibt kann man den ja mal annehmen Smiley In Restaurants hat er mir bisher auch immer gute Menütipps gegeben Smiley

Gegen 15:30 begaben wir uns dann also mit dem Taxi auf die 20-minüte Fahrt zum Actionvalley. Anna, Michelle, Gen und natürlich Rrrrrrrrrrrrrruben begleiteten mich netterweise. Sie wollten sich das mal ansehen und danach entscheiden, ob sie es auch machen…

Die Theorie:

– Bungee-Rocket Slingshot Cusco

– mit 130m der höchste Slingshot Südamerikas

– ein Bungeeseil wird gespannt, man wird innerhalb von drei Sekunden auf die angesprochenen 130m geschossen

–  aus dieser Höhe freier Fall bis auf etwa 40m Höhe. Dann drei bis vier mal ausschwingen, das wars… eigentlich ganz einfach! Erzürnt

Die Praxis:

Ich wurde angewiesen mich vorher gut aufzuwärmen, d.h. mobilisieren, dehnen usw., da schon ordentliche Kräfte auf einen wirken. War auch gut so…

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Dann wurde ich logischerweise mit Gurt, Helm usw. ausgestattet und natürlich auch mit einem Supermannumhang (ganz wichtig) Smiley

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Seil spannen…

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Countdown…3….2…1… gooooooooooo!

Alsooooo, vorher war ich gar nicht mal so angespannt… Man startet eben von unten, d.h. man hat keine grosse Überwindung… dazu geben die Guides den Start vor… die drei Sekunden bis nach oben vergehen wirklich sauschnell. Das ganze Blut geht in die Beine, unglaubliches Gefühl. Das beste ist der “Umkehrpunkt” zwischen Aufsteigen und Fallen. Die 130m kommen einem vor wie 500m… man weiss gleich fällt man… kann man so nicht beschreiben, muss man erleben. Ich habe versucht, die Augen die ganze Zeit offen zu halten, hat auch geklappt… war echt der Hammer… geiles Gefühl!

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Nach diesem Event hatte ich mir ein kleines Käffchen mit allen Beteiligten in der Stadt verdient…

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Abends kam gabs dann noch ein kulinarisches Highlight des Urlaubs. Die peruanische Spezialität Guinea Pig (Meerschweinchen) stand auf dem Speiseplan. War sehr lecker. Das Fleisch ist sehr würzig aber leider macht das Meerschwein nicht viel her. Um richtig satt zu werden ist eins fast zu wenig… aber eine sehr interessante Erfahrung Smiley

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Sooooo, morgen gehts weiter im Secret Valley… da übernachten wir nochmal in nem zivilisierten Hotel (könnte also noch n Blogeintrag gehen)… danach steht ja die nächste Mehrtagestour an. Machu Picchu steht auf dem Plan. Leider ist der Inka Trail restlos überbucht, so dass ich mit den meisten unserer Gruppe den Lares Trek gehen muss. Das wurde mir zwar vorher schon so gesagt, trotzdem hatte ich Hoffnung, dass ich noch irgendwie auf den Inka Trail-Zug aufspringen könnte, auch weil bei uns einige Leute, die den Inka Trail gebucht haben, abgesprungen sind. Nunja, kein grosses Problem. Der Lares Trek soll landschaftlich noch schöner sein und auch höher gehen (bis auf 4600m). Ausserdem ist man (da man früh morgens mit dem Zug nach Machu Picchu hochfährt) als erstes oben und hat so die Möglichkeit Fotos fernab der Menge zu machen… ist doch auch was Smiley Ich freu mich auf jeden Fall drauf…

In diesem Sinne grüsse ich mal wieder in die Heimat und wünsche eine angenehme Nachtruhe Smiley

Tag 17: Dschungel Teil 2

Dienstag, 07.08.: Um 5:45 Uhr klingelte mich mein Wecker heute Morgen aus dem Bett inklusive Moskitonetz Smiley

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Ich habe wirklich gut geschlafen und bisher bin ich auch ohne Moskitostich ausgekommen. Dazu muss ich sagen, dass in den Lodges keine Fenster sind, sondern Insektennetze, was das “Schlaferlebnis” noch spannender macht. Keine fünf Meter (auf dem Bild rechts) von meiner Lodge entfernt geht der Dschungel los. Wenn man nachts aufwacht denkt man wirklich man ist mittendrin… einmalige Geräuschkulisse! Im Dunkeln nimmt man das erst richtig wahr (hab ich ja auch schon im Blog gestern erwähnt).

Nun gut, auf ein schnelles Frühstück folgte in malerischer Morgenstimmung am Fluss die Abfahrt zur heutigen Morgenaktivität, einer fünftstündigen Wanderung durch den Dschungel…

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Ein paar ebenfalls morgenaktive Dschungelbewohner grüssten auf der Fahrt und posierten für ein paar Fotos Smiley

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Nach kurzer Bootsfahrt und anschliessendem ausgiebigem Einreiben mit Insektenschutzmittel ging es also los.

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Eine wirklich schöne, aber nicht zu schwierige Strecke führte uns zu einem kleinen See, den wir mithilfe eine kleinen Ruderbootes überqueren sollten…

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Ein paar Minuten vom anderen Ufer entfernt besichtigten wir dann drei riesige Bäume. Im Übrigen war (laut Edson) auch der zweitgrösste Baum Südamerikas, der Elefantenbaum, dabei. Die anderen Personen auf dem ersten Bild sind übrigens nicht von unserer Gruppe, waren aber mit uns auf dem Boot und beider Tour dabei…

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In einen Baum konnte man (aufgrund der oberirdischen Wurzelstruktur) sogar hineinklettern.

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Auf dem Rückweg gab es dann noch ein paar Piranhas zu sehen, die mit Crackern angefüttert wurden… sieht man glaub ich auf dem Bild nicht so wirklich gut Trauriges Smiley aber sie waren da… optisch gibt es allerdings deutlich attraktivere Fische…

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Überhaupt haben wir leider nur sehr wenig Tiere gesehen, da sie im Dschungel sehr scheu sind… und die, die man gesehen hat waren relativ weit weg und daher schlecht zu fotografieren. Eine Herde Wildschweine hat direkt in unserer Nähe einen Riesenkrach gemacht… leider haben wir sie nicht wirklich gut gesehen… Ansonsten viele verschieden farbenfrohe Kleintiere, Insekten, grosse Schmetterlinge, Fledermäuse und eine grosse Eule (wer findet sie auf dem zweiten Bild? Smiley)

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Gegen 11:30 Uhr waren wir dann wieder zurück in den Tambopata Lodges, die es übrigens bereits seit über 20 Jahren gibt und die mit insgesamt 14 Lodges maximal 66 Personen Unterschlupf bietet…

Nach dem Mittagessen nutzen wir die Gelegenheit ein wenig zu entspannen und auf unserem Balkon “abzuhängen” Smiley

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Etwa fünf Gehminuten von unserer Lodge entfernt befand sich der “Swimming Pool” unserer Unterkunft (so nannte Edson diese Bademöglichkeit), den wir uns nachmittags mal ansahen. Leider war das Wasser eiskalt und auch ziemlich trüb. deshalb wurde da nicht mehr versenkt als die Füsse…

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Als wir uns danach noch ein bisschen an der Bar aufhielten bekamen wir doch noch ein wenig tierischen Besuch…

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Auch heute stand noch eine Abendaktivität auf dem Programm. Gegen 18:30 Uhr trafen sich alle um mit dem Boot auf den Fluss rauszufahren um Krokodile zu suchen, die hier vor allem nachts aktiv sind… Doch zuerst konnten wir nochmal einen näheren Blick auf die Gruppe Caipivaras (grosse Meerschweinchen) werfen, die wir schon heute Morgen gesehen hatten (die haben etwa die Grösse eines ausgewachsenen Rottweilers).

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Dann hatten wir doch noch Glück und haben ein paar Krokodile gesehen, eines sogar an Land (da war ich aber natürlich viel zu lahm mit dem Fotrografieren) Smiley. Qualität ist nicht so toll, es war halt dunkel, aber n bissl was erkennt man ja… insgesamt haben wir vier Stück gesehen. Drei waren relativ klein, das vierte hatte etwa eine Länger von drei Metern…

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Auf halbem Weg zurück hatte Edson dann mal wieder die Idee einer Gruppenmeditation: Alle Lichter, Kameras und Motoren aus… Fünf Minuten Ruhe…

Also: Mitten im Amazonas Regenwald, im stockdunkeln, auf einem kleinen Boot mitten auf dem Fluss, die Geräusche des Regenwaldes (Insekten, Vögel, Frösche usw.), sternenklarer Himmel mit hell erleuchteter Milchstrasse direkt über uns, fünf Minuten kein Licht und Ton von uns Touris… es war toll… eine wahnsinnige Atmosphäre… leider waren alle meine Versuche die Milchstrasse zu fotografieren vergeblich, aber egal… auf jeden Fall sah der Himmel unglaublich aus…

Nach dem (wie immer) leckeren Abendessen sassen wir dann noch ein wenig an der Bar zusammen, und rekapitulierten die zwei Tage im Dschungel, denn morgen Mittags gehts leider schon wieder Richtung Cusco zurück… Auch wenn ich vielleicht gerne noch ein paar mehr Tiere gesehen hätte, war es (vor allem durch die beiden Abendevents) wirklich toll. Allein diese ständige Geräuschkulisse ist der Wahnsinn… Unsere Unterkunft und das ganze Drumherum… alles tadellos. Bin froh, dass ichs gemacht habe…

So, ich bin dann mal bis auf Weiteres wieder im Moskitonetz Smiley

Adios…

Tag 16: Welcome to the Dschungel

Montag, 06.08.: Wie bereits im gestrigen Blogeintrag angekündigt stand nun der Trip in den Dschungel auf dem Programm. Insgesamt knappe drei Tage sollte das Abenteuer dauern. Meine Begleitungen hiessen Jeanine, Michelle und Gen. Shanks und Anita waren zwar zum selben Zeitpunkt auch im Dschungel unterwegs. Da sie aber den Trip nachträglich buchten haben sie sowohl einen anderen Flieger, als auch eine andere Gruppe bekommen. Somit haben wir sie quasi während des ganzen Aufenthaltes gar nicht gesehen… leider Trauriges Smiley

Nun gut, so war ich eben mit den drei Damen allein… Nach Frühstück, dem Transfer zum Flughafen und einem kurzem, etwa 45-minütigen Flug nach Puerto Maldonado kamen wir gut im Dschungel an. Start des Fluges: 3380m Höhe über dem Meeresspiegel. Landung auf 160m Höhe. Es war bullenheiss… bin ich ja gar nicht mehr gewöhnt Smiley

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Unser Guide für diese drei Tage hiess Edson. Er holte uns am Flughafen ab und erklärte während des Transfers alles Wichtige für die kommenden drei Tage…

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Einen kurzen Zwischenstopp in Puerto Maldonado (unspektakuläre, relativ arme Stadt mit etwa 65000 Einwohnern) nutzen wir um ein paar Snacks für die kommenden Tage sowie ein Eis zu kaufen… Wenns mal so warm ist muss man das ja ausnutzen.

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Dan gings im Bus los Richtung Dschungel… wir fuhren etwa 45 Minuten durch die die ersten Ausläufer des Regenwaldes…

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… bis wir an einer Bootsanlegestelle ankamen, wo wir den fahrbaren Untersatz wechselten… eine etwa dreistündige Bootsfahrt bis zu unserem Tagesziel (den Dschungellodges) stand uns bevor…

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Kurz nach dem Ablegen gab es dann auf dem Boot unser Mittagessen: Sehr leckeres Hähnchen mit Gemüse, Reis und Kartoffeln. Zum Nachtisch gab es zwei kleine Bananen.

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Nach einer schönen und interessanten Bootsfahrt legten wir kurz vor unserem Ziel an, da wir noch “offiziell” in den Nationalpark Tambopata einreisen mussten. Einen Top-Stempel für den Reisepass gab es auch Smiley

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Gegen 17:30 Uhr legten wir dann (bei schöner Sonnenuntergangsstimmung) an…

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…wo schon das Begrüssungskommitee auf uns wartete Zwinkerndes Smiley

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Wir konnten glücklicherweise direkt unsere unerwartet komfortablen und nett eingerichteten Behausungen beziehen. Natürlich gab es auch hier keinen Strom, was aber kein Problem darstellte, da es ja auch nachts im Dschungel schön warm ist…

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Nach einem kurzen Dinner und einem Briefing für den nächsten Tag…

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…lud uns Edson noch zu einer etwa einstündigen Nachtwanderung durch den Dschungel ein. “Maybe we see some big bugs or spiders, Does anybody has a phobia?” Jeder wurde mit einer kleinen Taschenlampe bewaffnet (oder hatte eine dabei) und dann gings los.

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Nachdem wir ein paar Minuten gelaufen waren und schon einige kleinere Insekten gesehen hatten stoppte Edson dann, bat alle das Licht auszumachen und leise zu sein, denn er hatte was entdeckt…

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Die Tarantel war etwa so gross wie eine Hand. Später haben wir noch einmal ein ähnliches Teil gesehen… Irgendwann bat Edson alle noch einmal das Licht auszumachen und einfach auf den Klang des Dschungels zu hören. Es war für drei Minuten stockdunkel, aber die Geräusche des Urwalds (die man so viel intensiver wahrnahm) waren beeindruckend (wenngleich ich auch ein etwas mulmiges Gefühl hatte)… Kurz nach neun Uhr  waren wir dann wieder von der wirklich tollen Wanderung zurück und beschlossen den Abend mit einem Getränk an der Bar…

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Morgen brechen wir schon gegen 6:30 Uhr zu einer Tour auf, da es (laut Edson) um diese Zeit noch recht frisch ist und man die meisten Tiere sieht. Na, dann bin ich mal guter Hoffnung…

Ich verkrieche mich mal unter mein Moskitonetz und grüsse aus dem Dschungel des Amazonas Smiley